DE11489C - Apparat zur Gewinnung von Ammoniak unter Benutzung des Stickstoffs der Luft - Google Patents

Apparat zur Gewinnung von Ammoniak unter Benutzung des Stickstoffs der Luft

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DE11489C
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W. MÜLLER in Antwerpen und ED. GEISENberger in Brüssel
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    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C1/00Ammonia; Compounds thereof
    • C01C1/02Preparation, purification or separation of ammonia
    • C01C1/04Preparation of ammonia by synthesis
    • C01C1/0405Preparation of ammonia by synthesis from N2 and H2 in presence of a catalyst
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Description

Diese Erfindung bezweckt, den Stickstoff der atmosphärischen Luft bei der Ammoniakdarstellung zu verwenden.. ,
Zu diesem Behufe werden Verbrenmmgsgase, die fast ausschliefslich aus Stickstoff bestehen, in Anwendung gebracht und bei Gegenwart von Wasserstoff der Einwirkung der Elektricität unterworfen.
Die den Verbrennungsgasen beigemengten fremden Körper werden durch ein besonderes Reinigungsverfahren beseitigt.
Es ist bekannt, dafs Elektricität manchmal zersetzend auf Gase einwirkt, namentlich wenn sich dieselben im Ruhezustand befinden. Bei diesem Verfahren werden aber die zur Ammoniakbildung verwendeten Gase in Circulation gesetzt, und zwar mit oder ohne Anwendung von gleichzeitig auf dieselben ausgeübtem Druck. Das erzeugte Ammoniak wird ferner, in dem Mafse seiner Entstehung, dem zersetzenden Einflufs der Elektricität zu entziehen gesucht.
Die zu diesem Verfahren verwendeten Apparate bringt die beiliegende Zeichnung im Durchschnitt zur Anschauung.
Der Apparat enthält eine muffelartige Röhre A, die zur Wasserstoffdarstellung dient, indem in derselben Wasserdämpfe durch rothglühende Kohlen (Koks oder dergleichen) zur Zersetzung gelangen.
Die Pumpe B hat die Bestimmung, den so erzeugten Wasserstoff aufzusaugen; derselbe kann in dem Behälter C abgekühlt und gereinigt werden, von wo er durch die Röhre C1 nach dem Verbindungsapparat gelangt.
*■ Die Verbrennungsgase der Feuerung E, welche den Stickstoff aus der zur Verbrennung benutzten atmosphärischen Luft und sonst noch die aus dem Brennmaterial stammenden Verbrennungsproducte enthalten, werden durch die Pumpe D abgesaugt und in den Behälter F gedrückt, welcher zur Absorbirung der dem Stickstoff beigemengten fremden Gase geeignete Substanzen, wie Kalk, enthält. Aus dem Behälter F gelangt der Stickstoff durch die Röhre F1 nach dem Verbindungsapparat.
Die Pumpen B und D führen dem Verbindungsapparat die zur Ammoniakbildung dienenden Gase in dem Mengenverhältnisse von 3 Wasserstoff zu 1 Stickstoff zu.
Der Verbindungsapparat besteht aus dem Rohrstutzen α, durch welchen der Wasserstoff zugeführt wird; aus einem ähnlichen Rohrstutzen b für die Zuleitung des Stickstoffs; weiter aus einer Schnecke oder einem Ventilator c, der durch die eintretenden Gase in Bewegung gesetzt wird und zur innigen Mischung derselben bestimmt ist; aus einer Röhre d von Glas oder einer anderen geeigneten Substanz, in welcher die Verbindung erfolgt, und einer geeigneten Abführungsvorrichtung efj.
In der Röhre d befinden sich zwei Metalldrähte, die bei k und / eingeführt sind und als Leiter der Elektricität dienen. Die Enden derselben befinden sich in der Glasröhre in geeigneter Entfernung von einander, um das Ueberschlagen des Funkens zu ermöglichen.
Unter der Einwirkung der Elektricität erfolgt die Verbindung des vorhandenen Gemenges von Wasserstoff und Stickstoff; das resultirende Ammoniak wird durch das Ventil e nach der Röhre j geleitet, um von hier nach Bedürfnifs zur Verwendung zu gelangen, es sei, indem es in Wasser gelöst wird, oder indem man es unter entsprechendem Druck verflüssigt, oder endlich, indem es von einer Säure absorbirt wird, um so die Bildung der gewünschten, ammoniakalischen Salze zu veranlassen.
P ATEN τ- Anspruch:
Die Disposition und Combination der in der Beschreibung erläuterten und auf der beiliegenden Zeichnung dargestellten Apparate zur Fabrikation von Ammoniak.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.

Claims (1)

1879.
Klasse JHS.
WILLIAM MÜLLER in ANTWERPEN und EDMOND GEISENBERGER
in BRÜSSEL.
Apparat zur Gewinnung von Ammoniak unter Benutzung des Stickstoffs der Luft.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 19. Juni 1879 ab.
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