DE1136865B - Vorrichtung zum Streuen von koernigem oder pulvrigem Material, insbesondere Kunstduenger, ueber eine Oberflaeche - Google Patents
Vorrichtung zum Streuen von koernigem oder pulvrigem Material, insbesondere Kunstduenger, ueber eine OberflaecheInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Streuen von körnigem oder pulvrigem Material,
insbesondere Kunstdünger, über eine Oberfläche, welche mit mindestens einem sich um eine senkrechte
oder etwa senkrechte Achse hin- und herbewegenden Auswerfer versehen ist.
Bei einer bekannten Streuvorrichtung dieser Art ist der Auswerfer als geschlossener flacher Zylinder ausgeführt,
in welchen das zu streuende Gut von oben hereinfällt und aus welchem es durch ein am Umfang
die Scheibe angeordnetes, etwas radial liegendes Rohrstück unter der Wirkung der Fliehkraft herausgeschleudert
wird. Dieser bekannte Auswerfer mit rohrförmigem Auswerferteil hat den Nachteil, daß sich
der Auswerfer mit dem Rohrstück, beispielsweise beim Festsetzen des auszuwerfenden Gutes innerhalb
des Auswerfers, nur sehr schwer reinigen läßt und wegen des geschlossenen Bohrstückes Verstopfungen
möglich sind. Bei einer anderen bekannten Streueinrichtung, die ähnlich wie die zuvor erläuterte aufgebaut
ist, ist der Auswerfer nach Art einer nach oben offenen Schale ausgebildet, die am Boden in ein schräg
nach unten und radial nach außen weisendes Schleuderrohr ausläuft. Zwar ist hier, wenn das Rohr aus
mehreren Teilstücken besteht, die Reinigung leichter durchzuführen, doch weist auch diese Einrichtung eine
Anfälligkeit für Verstopfungen auf. Schließlich ist eine andere Streuvorrichtung bekannt, bei welcher die
eigentliche Streuöffnung des Auswerfers breiter als die vor dieser Öffnung befindlichen Teile des Auswerfers
sind.
Bei den bekannten Vorrichtungen ist die Geschwindigkeit des Auswerf ers in der Mitte seiner Bewegungsstrecke am größten. Infolge dieser Bewegung des Auswerfers
gelangt das zu streuende Material oft in ungleichmäßiger Verteilung auf die Oberfläche, da in
der Mitte mehr Material ausgestreut wird als in den Randzonen.
Die Erfindung bezweckt, eine Vorrichtung vorerwähnter Art zu schaffen, durch die das Material
gleichmäßig über eine Oberfläche ausgestreut werden kann. Gemäß der Erfindung ist der Auswerfer an
einen ihn zumindest gegen einen der Totpunkte hin beschleunigenden Antrieb angeschlossen.
Eine günstige Geschwindigkeitsverteilung des Auswerfers im Verlauf seiner Bewegung wird erreicht,
wenn gemäß der Erfindung der Auswerfer nur über den ersten Teil des Hinlaufes und des Rücklaufes an
einen Motor oder ein Laufrad angeschlossen ist, der bzw. das gleichzeitig einen Energieakkumulator, z. B.
eine Feder, auflädt, die sich über den letzten Teil des Hinlaufes und des Rücklaufes frei entspannen kann,
Vorrichtung zum Streuen
von körnigem oder pulvrigem Material,
insbesondere Kunstdünger,
über eine Oberfläche
Anmelder:
C. van der LeIy N. V.,
Maasland (Niederlande)
Vertreter: Dipl-Ing. A. Boshart
und Dipl.-Ing. W. Jackisch, Patentanwälte,
Stuttgart N, Birkenwaldstr. 213 D
und Dipl.-Ing. W. Jackisch, Patentanwälte,
Stuttgart N, Birkenwaldstr. 213 D
Beanspruchte Priorität:
Niederlande vom 9. November 1956 (Nr. 212 077)
Niederlande vom 9. November 1956 (Nr. 212 077)
Cornells van der LeIy und Ary van der LeIy,
Maasland (Niederlande),
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
und an die der Auswerfer zumindest über den letzten Teil des Hinlaufes und des Rücklaufes angeschlossen
ist.
Eine einfache Ausführung der Vorrichtung kann hierbei erfindungsgemäß dadurch gewonnen werden,
daß das Speicherelement als eine Zugfeder ausgebildet
ist, die an dem Auswerfer und an dem Rahmen befestigt ist, wobei die Befestigungsstellen der Feder und
die Gelenkachse, um die der Auswerfer drehbar ist, in der Mittellage des Auswerfers, in Draufsicht gesehen,
in einer Linie liegen und die Befestigungsstellen sich beiderseits der Drehachse befinden, während die
Feder in der Mittellage ausgereckt ist. Bei dieser Ausführungsform wird zudem eine billige Herstellung der
Vorrichtung ermöglicht.
Es ist vorteilhaft, gemäß einer Ausführungsform der
Erfindung, am Ende der Bewegungsbahn des Auswerfers einen sie begrenzenden und die Bewegungsgeschwindigkeit
des Auswerfers plötzlich auf Null vermindernden Stoßdämpferteil, beispielsweise Federn,
anzuordnen. Dadurch ist es möglich, gegebenenfalls am Auswerfer haftendes Material vom Auswerfer
wieder zu lösen, so daß auch bei Verwendung eines klebrigen Materials die Arbeitsbreite der Vorrichtung
groß ist. Wenn der Stoßdämpferteil durch eine Feder
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gebildet wird, erzielt man noch den Vorteil, daß die Geschwindigkeit des Auswerfers am Ende des Laufes
federnd auf Null herabgemindert wird, wodurch er noch eine Schwingung vollführt, die die Streuung des
Materials fördern kann.
Wenn der Auswerfer als eine nach oben offene Rinne gestaltet wird, läßt sich die Neigung zu Verstopfungen
verringern, und der Auswerfer läßt sich leichter reinigen. Auch diese rinnenförmige Ausbildung
des Auswerfers trägt somit dazu bei, das Streugut gleichmäßiger auszubringen.
Ferner kann eine vorteilhafte Ausführung der erfindungsgemäßen Vorrichtung dadurch geschaffen werden,
daß ein zweiter, sich hin- und herbewegender Auswerfer vorgesehen ist, wobei die Bewegungen des
ersten und des zweiten Auswerfers im wesentlichen einander entgegengesetzt sind. Dies ergibt den Vorteil,
daß die von einem sich hin- und herbewegenden Glied auf die Vorrichtung ausgeübten Kräfte durch die in
denselben Augenblicken entgegengesetzt gerichteten Kräfte eines anderen Auswerfers ausgeglichen werden
können. Die Anordnung von 2wei Auswerfern ist bei solchen Streuvorrichtungen, deren Auswerfer als kontinuierlich
umlaufende, mit Mitnehmerrippen versehene Scheiben gestaltet sind, an sich bekannt. Andererseits
ist es auch bei Rüttelförderern bekannt, bewegte Förderglieder symmetrisch anzuordnen und
gegenläufig zu bewegen.
Eine einfache Bauart ergibt sich hierbei, wenn die beiden Auswerfer miteinander gekuppelt und von ein
und demselben Motor oder Laufrad angetrieben sind, wodurch die Anzahl der Einzelteile der Vorrichtung
auf ein Mindestmaß herabgemindert werden kann. Damit man mittels zweier Auswerfer eine möglichst
große Arbeitsbreite erzielen kann, können die beiden Auswerfer, in der Fahrtrichtung der Vorrichtung gesehen,
nebeneinanderliegen. Auch diese Einzelheiten sind bei Streuvorrichtungen mit Schleuderscheiben
bekannt.
Die gleichmäßige Verteilung des Materials kann dadurch gefördert werden, daß gemäß einem weiteren
Ausführungsbeispiel der Erfindung das Querschnittsprofil des Auswerfers an seinem offenen Ende breiter
ist als vor seinem Ende. Daß dieses Gestaltungsmerkmal an sich bekannt ist, ist schon erwähnt worden.
Die Erfindung wird an Hand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine Rückansicht einer Vorrichtung nach der Erfindung;
Fig. 2 zeigt einen Schnitt längs der Linie H-II der Fig. 1;
Fig. 3 zeigt eine Draufsicht, teilweise geschnitten, längs der Linie III-III der Fig. 1.
Nach den Figuren hat die Vorrichtung ein Rahmenrohr 1, auf dem Lager 2 und 3 angebracht sind, in
denen Achsen 4 und 5 frei drehbar sind. Diese Achsen sind mit Ringen 6 versehen, was für die Achse 4 in
Fig. 2 dargestellt ist. Mit diesen Ringen ruhen sie auf den Lagern 2 und 3 auf. Die Achse 4 ist mit einem
Auswerfer 7 versehen, der zwei Rinnen 8 und 8« besitzt, wobei die Länge der Rinne 8 größer ist als die
Länge der Rinne 8 a. Die Rinne 8 ist am Ende mit einer Streuöffnung 9 versehen, die erheblich breiter ist
als der Teil 10 der Rinne 8, In der Seitenwand der Rinne 8 sind, wie dies aus Fig. 2 ersichtlich ist, Streuöffnungen
11 und 12 vorgesehen, die in verschiedenen Abständen von dem Ende des Auswerfers liegen. Die
Höhen dieser Streuöffnungen 11 und 12 oberhalb des Bodens des Auswerfers sind verschieden und werden
kleiner, je näher die Öffnungen zum Ende des Auswerfers liegen. Die Rinne 8ά ist am Ende mit einer
Streuöffnung 13 versehen, welche dieselbe Form wie die Streuöffnung 9 der Rinne 8 hat.
Ebenso wie die Achse 4 mit dem Auswerfer 7 versehen ist, ist auch die Achse 5 mit einem Auswerfer
14 versehen, der Rinnen 15 und 15a besitzt, die eine ähnliche Gestalt wie die Rinnen 8 und 8a aufweisen.
ίο Auf der unteren Seite weist der Auswerfer 7 einen
Steg 16 auf, an dem das eine Ende einer Zugfeder 17 angebracht ist, deren anderes Ende an einem Steg 18
des Rahmenrohres 1 befestigt ist und, von dem Steg 16 her gesehen, auf der anderen Seite der Achse 4
liegt. Auf der unteren Seite des Auswerfers 7 ist ferner ein Anschlag 19 vorgesehen, der zwischen zwei Stoßfedern
20 und 21 liegt, die mittels der Arme 22 und 23 mit dem Rahmenrohr 1 und dem Lager 2 verbunden
sind. Entsprechend dem Auswerfer? mit Zugfeder 17 und Anschlag 19 weist der Auswerfer 14 die
Zugfeder 24 und den Anschlag 25 auf, wobei der Anschlag 25 zwischen zwei Stoßfedern 26 und 27 liegt,
die auf ähnliche Weise wie die Federn 20 und 21 mit dem Rahmenrohr 1 verbunden sind. Zum Antreiben
der Auswerfer ist die Achse 4 mit einem Arm 28 und die Achse 5 mit einem Arm 29 versehen. Die Arme
28 und 29 sind durch Kupplungsstangen 30 und 31 miteinander gekuppelt, die am Punkt 32 zusammentreffen.
Die Kupplungsstangen 30 und 31 sind am Punkt 32 mit einem Arm 33 gekuppelt, der fest mit
einer Achse 34 verbunden ist, die im Lager 35 gelagert ist. Das Lager 35 ist an einem Zugarm 36 befestigt,
der mit dem Rahmenrohr 1 verbunden ist. Am unteren Ende ist die Achse 34 mit einem Arm 37 versehen,
dessen Ende in einem Schlitz 39 einer Exzenterstange 40 frei beweglich ist. Die Exzenterstange 40 ist mit
einem Bolzen 41 mit einem Exzenterring 42 gekuppelt, der eine Exzenterscheibe 43 umfaßt. Die Exzenterscheibe
43 ist fest mit einer Achse 44 verbunden, die in Lagern 45 und 46 gelagert ist, die mittels Arme
47 und 48 mit dem Rahmenrohr 1 verbunden sind. An den Enden der Achse 44 sind Laufräder 49 und
50 frei drehbar angeordnet. Eines dieser Laufräder kann mittels bekannter Sperrklinkensysteme mit der
Achse 44 gekuppelt werden, wodurch das betreffende Laufrad bei der Fortbewegung der Vorrichtung die
Achse 44 antreibt. Der Auswerfer 7 ist nahe der Drehachse 4 mit einer Füllöffnung 51 und der Auswerfer
14 mit einer Füllöffnung 52 versehen. Oberhalb der Füllöffnungen 51 und 52 ist ein Behälter 53 angeordnet,
der mit zwei Trichtern 54 und 55 versehen ist, die oberhalb der Füllöffnungen 51 und 52 ausmünden.
Diese Trichter sind, wie bei dem Trichter 54 in Fig. 2 erkennbar ist, mit Öffnungen55a versehen, oberhalb
deren Streifen 56 angebracht sind, die auf bekannte Weise das Material von dem Behälter her durch die
Löcher 55 abführen.
Die Vorrichtung arbeitet wie folgt:
Beim Fortbewegen der Vorrichtung in Richtung I,
wozu am Vorderende des Zugarmes 36 eine Zugkraft auf die Vorrichtung ausgeübt wird, werden sich die
Auswerfer 7,14, wenn eines der Laufräder 49 oder 50 mit der Achse 44 gekuppelt ist, um die Achsen 4
und 5 hin- und herbewegen. Die Auswerfer 7 und 14 werden dabei von der Achse 44 her mittels der Exzenterscheibe
43 und der Kupplungsglieder 30 bis 42 angetrieben. Der Auswerfer 7 bewegt sich während eines
Hin- und Rücklaufes auf folgende Weise: Es wird von
der Lage des Auswerfers nach Fig. 3 ausgegangen. Bei dieser Lage des Auswerfers befindet sich die Exzenterstange
40, betrachtet in Fig. 2, in der weitesten linken Lage, wobei das Ende des Armes 37 sich derart im
Schlitz 39 des Armes 40 befindet, daß dieses Ende in einem gewissen Abstand von den Endpunkten 57 und
58 des Schlitzes 39 liegt. Während der Fortbewegung der Vorrichtung dreht sich die Exzenterscheibe 43 mit
der Achse 44 in Richtung des Pfeiles IV. Infolgedessen bewegt sich der Punkt 57 (s, Fig. 2) nach rechts und
berührt dabei das Ende des Armes 37. Dadurch dreht sich der Arm 37 mit der Achse 34 im Lager 35 in der
Richtung V (Fig. 3), wodurch der Auswerfer 7 sich um die Achse 4 in der Richtung VI dreht. Bei dieser
Bewegung des Auswerfers 7 in Richtung VI spannt sich die Feder 17, bis der Auswerfer 7 eine Lage einnimmt,
die sich mit der Linie 59 deckt. Wenn der Auswerfer 7 weiter in Richtung VI etwas über die Lage
59 hinwegbewegt wird, bewegt die Feder 17 den Auswerfer weiter zu dem Ende des Hinlaufes, wobei der
Auswerfer 7 die Stoßfeder 21 berührt. Die Feder 17 kann den Auswerfer über den letzten Teil dieses Hinlaufes
antreiben, da der Auswerfer mit der Exzenterscheibe 43 durch den Schlitz 39 frei beweglich verbunden
ist, während der Bewegung des Auswerfers über den letzten Teil des Hinlaufes, wobei er von der
Feder 17 angetrieben wird, bewegt sich das Ende des Armes 37 in dem Schlitz 39 von dem Punkt 57 zu dem
Punkt 58. Infolge des Antriebs durch die Feder 17 erreicht der Auswerfer über den letzten Teil des Hinlaufes
seine größte Geschwindigkeit, die am Ende des Laufes, wenn der Anschlag 19 die Stoßfeder 21 berührt,
plötzlich auf Null herabgesetzt wird. Durch diese plötzliche Geschwindigkeitsänderung des Auswerfers
wird gegebenenfalls klebriges, im Auswerfer 7 befindliches Material doch auf günstige Weise durch
die Streuöffnungen 9,11, 12 und 13 ausgeworfen. Da iie Streuöffnungen 9, 11, 12 und 13 in verschiedenen
Abständen von der Drehachse 4 liegen, gelangt das ausgeworfene Material auch in verschiedenen Abständen
von der Achse 4 auf den Boden, so daß eine gleichmäßige Verteilung des Materials auf dem Boden
erzielt wird. Am Ende des Hinlaufes, wenn der Auswerfer 7 die Stoßfeder 21 berührt, vollführt der Auswerfer,
infolge der nachgiebigen Wirkung der Feder 21, am Ende noch eine schwingende Bewegung, wodurch
die Verteilung des Materials besonders gefördert wird. Wenn der Auswerfer das Ende des Laufes
erreicht, hat die Exzenterscheibe 43 nach Fig. 2 die äußerste rechte Lage noch nicht erreicht, so daß die
Exzenterstange 40 sich noch etwas weiter nach rechts bewegt. Infolgedessen bewegt sich der Punkt 58 des
Schlitzes 39 von dem Ende des Armes 37 ab. Nachdem die Exzenterstange 40 die äußerste rechte Lage
erreicht hat, bewegt sie sich nach links, wobei der Punkt 58 das Ende des Armes 37 berührt und anschließend
sich der Arm 37 mit der Achse 34 in einer der Richtung V entgegengesetzten Richtung dreht.
Infolgedessen dreht sich der Auswerfer 7 um die Achse 4 in einer Richtung, die der Richtung VI entgegengesetzt
ist, wobei die Feder 17 sich wieder spannt, bis der Auswerfer 7 sich in der Lage befindet,
die sich mit der Linie 59 deckt, worauf die Feder 17 den Auswerfer über den letzten Teil des Rücklaufes
auf dieselbe Weise antreibt wie über den letzten Teil des Hinlaufes. Wie dies für den Auswerfer 7 vorstehend
beschrieben ist, dreht sich der Auswerfer 14 um die Achse 5.
Obgleich bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Antrieb des Auswerfers über den letzten Teil des
Laufes durch eine Feder erfolgt, wobei eine günstige Verteilung der Geschwindigkeit des Auswerfers über
den Lauf erzielt wird, kann die erfindungsgemäß erforderliche Geschwindigkeit auch durch andere Mittel
erzielt werden, z. B. durch einen Nockenantrieb. Da die Auswerfer 7 und 14 mittels der Kupplungsglieder
30 und 31 miteinander verbunden sind, bewegen sie sich stets im Gleichlauf in einander entgegengesetzten
Richtungen. Die infolge der Bewegungen der Auswerfer 7 und 14 auf die Vorrichtung ausgeübten Kräfte
sind dadurch stets einander entgegengesetzt gerichtet und gleichen sich gegenseitig aus, so daß die Vorrichtung
infolge der Hin- und Herbewegungen der Auswerfer nicht zu schwingen anfängt.
Da die Zuführungsöffnungen 51 und 52 für die Auswerfer nahe den Achsen 4 und 5 liegen, kann das
Material leicht von dem Behälter 53 her diesen Auswerfern zugeführt werden. Die Zufuhr des Materials
erfolgt dadurch, daß die Arme 56, die mit der Achse. z. B. 4, verbunden sind, sich oberhalb der Öffnungen
55 a hin- und herbewegen. Diese Einzelheiten, die sich auf die Materialzufuhr zu den Auswerfern beziehen,
sind nicht Gegenstand der Erfindung.
Die Rinnen 8 und 8 a, die in Flucht miteinander liegen, können gewünschtenfalls einen gegebenenfalls
einstellbaren Winkel miteinander einschließen, wodurch die Verteilung des Materials über die Oberfläche
geändert werden kann. Die Verteilung des Materials läßt sich auch durch Weglassen der Streuöffnungen
11 und 12 oder durch Anordnung dieser Öffnungen an anderen Stellen beeinflussen. Es wird
jedoch stets vorteilhaft sein, die Streuöffnungen möglichst nahe der Achse auf der größten Höhe oberhalb
des Bodens des Auswerfers anzuordnen, so daß die Zufuhr des Materials zu diesen Streuöffnungen möglichst
günstig verläuft.
Da sich diese Vorrichtung vorzüglich zum Streuen von Kunstdünger über das Gelände eignet, ist es vorteilhaft,
den Auswerfer rinnenförmig auszubilden, so daß der Auswerfer beim Gebrauch von leicht am Auswerfer
haftenden Stoffen sich bequem reinigen läßt.
Obgleich ein Auswerfer gemäß dem Ausführungsbeispiel stets mit zwei Rinnen versehen ist, kann auch
ein Auswerfer mit einer einzigen Rinne verwendet werden. Um eine möglichst große Arbeitsbreite der
Vorrichtung zu sichern, ist es vorteilhaft, die Auswerfer
möglichst in einer Richtung quer zur Fahrtrichtung der Vorrichtung bewegen zu lassen.
Claims (15)
1. Vorrichtung zum Streuen von körnigem oder pulvrigem Material, insbesondere Kunstdünger,
über eine Oberfläche, welche mit mindestens einem sich um eine senkrechte oder etwa senkrechte
Achse hin- und herbewegenden Auswerfer versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Auswerfer
(7 bzw. 14) an einen ihn zumindestens gegen einen der Totpunkte hin beschleunigenden
Antrieb (17 bzw. 24) angeschlossen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Auswerfer (7 bzw. 14) nur
über den ersten Teil des Hinlaufes und des Rücklaufes an einen Motor oder ein Laufrad (49 oder
50) angeschlossen ist, der bzw. das gleichzeitig einen Energieakkumulator, z. B. eine Feder (17
bzw. 24), auflädt, die sich über den letzten Teil des Hinlaufes und des Rücklaufes frei entspannen
kann und an die der Auswerfer zumindestens über den letzten Teil des Hinlaufes und des Rücklaufes
angeschlossen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Speicherelement als eine
Zugfeder (17 bzw. 24) ausgebildet ist, die an dem Auswerfer (7 bzw. 14) und an dem Rahmen (1)
befestigt ist, wobei die Befestigungsstellen der Feder (17 bzw. 24) und die Gelenkachse (4
bzw. 5), um die der Auswerfer drehbar ist, in der Mittellage des Auswerfers (7 bzw. 14), in Draufsicht
gesehen, in einer Linie liegen und die Befestigungsstellen sich beiderseits der Drehachse
befinden, während die Feder in der Mittellage ausgereckt ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Ende
der Bewegungsbahn des Auswerfers (7 bzw. 14) ein sie begrenzender und die Bewegungsgeschwindigkeit
des Auswerfers plötzlich auf Null vermindernder Stoßdämpferteil, beispielsweise Federn
(20, 21 bzw. 26, 27), angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Auswerfer
(7 bzw. 14) als nach oben offene Rinne ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweiter,
sich hin- und herbewegender Auswerfer (14) vorgesehen ist, wobei die Bewegungen des ersten
(7) und des zweiten Auswerfers (14) im wesentlichen einander entgegengesetzt sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Auswerfer (7,14)
miteinander gekuppelt und von ein und demselben Motor oder Laufrad (49 bzw. 50) angetrieben
sind.
8. Vorrichtung nach Ansprüche oder 7, da- 40
durch gekennzeichnet, daß die beiden Auswerfer (7,14), in der Fahrtrichtung (I) der Vorrichtung
gesehen, nebeneinanderliegen.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Querschnittsprofil des Auswerfers (7) an seinem offenen Ende breiter ist als vor seinem Ende.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Auswerfer (7) eine
zweite Streuöffnung (12) vorgesehen ist, die in einem gewissen Abstand vom Ende des Auswerfers
liegt und in einer Seitenwand des Auswerfers angebracht ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß in der Seitenwand des Auswerfers
(7) verschieden hoch über dem Boden des Auswerfers mehrere Streuöffnungen (11 und 12)
vorgesehen sind, derart, daß die näher dem Ende des Auswerfers liegenden Öffnungen (12) näher
dem Boden des Auswerfers liegen.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jeder
Auswerfer (7, 14) zwei Rinnen (8 und 8 a bzw. 15 und 15 α) aufweist, die sich um dieselbe Achse
(4, 5) drehen.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Rinnen (8 und 8 a
bzw. 15 und 15 a) einen gegebenenfalls einstellbaren Winkel miteinander bilden.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Rinnen (8 und 8 a
bzw. 15 und 15a)'in Flucht miteinander liegen.
15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet,
daß das Ende der einen Rinne (8) in einem größeren Abstand von der Drehachse (4) liegt als
das Ende der anderen Rinne (8 a).
In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 1558 282, 2587 678,
797112, 1629247;
deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1734 423.
deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1734 423.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL1136865X | 1956-11-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1136865B true DE1136865B (de) | 1962-09-20 |
Family
ID=19870058
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL29071A Pending DE1136865B (de) | 1956-11-09 | 1957-11-08 | Vorrichtung zum Streuen von koernigem oder pulvrigem Material, insbesondere Kunstduenger, ueber eine Oberflaeche |
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| DE3535702A1 (de) * | 1985-10-05 | 1987-04-09 | Amazonen Werke Dreyer H | Pendelduengerstreuer |
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