DE1129718B - Elektrodynamischer Tonabnehmer oder Schneiddose - Google Patents

Elektrodynamischer Tonabnehmer oder Schneiddose

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DE1129718B
DE1129718B DEN15344A DEN0015344A DE1129718B DE 1129718 B DE1129718 B DE 1129718B DE N15344 A DEN15344 A DE N15344A DE N0015344 A DEN0015344 A DE N0015344A DE 1129718 B DE1129718 B DE 1129718B
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DE
Germany
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carrier
pickup
cutting box
conductor loops
cutting
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DEN15344A
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English (en)
Inventor
Dipl-Ing Guenter Luetzkendorf
Hermann Boetefuehr
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GEORG NEUMANN LAB fur ELEKTRO
Original Assignee
GEORG NEUMANN LAB fur ELEKTRO
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Publication date
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04RLOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; ELECTRIC HEARING AIDS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
    • H04R9/00Transducers of moving-coil, moving-strip, or moving-wire type
    • H04R9/12Gramophone pick-ups using a stylus; Recorders using a stylus
    • H04R9/16Gramophone pick-ups using a stylus; Recorders using a stylus signals recorded or played back by vibration of a stylus in two orthogonal directions simultaneously

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Supporting Of Heads In Record-Carrier Devices (AREA)

Description

  • Elektrodynamischer Tonabnehmer oder Schneiddose Die Erfindung bezieht sich auf einen elektrodynamischen Tonabnehmer oder eine Schneiddose zum Abtasten bzw. Schneiden einer Brillenförmigen Tonspur, die zwei unterschiedliche Signale mit im Winkel zueinander stehenden Bewegungsrichtungen enthält, beispielsweise zur Erzielung einer ,stereophonischen Wiedergabe, mit einem in einer zum Aufzeichnungsträger senkrechten Ebene allseitig schwingfähigen Abtaststift bzw. Schneidstichel, der zusammen mit zwei elektrischen Leiterschleifen starr an einem Träger angeordnet ist.
  • Es ist an sich bekannt, solche Doppelschriften in einer Rille, entweder in der Kombination Tiefenschrif-Seitenschrift oder in der sogenannten 45°/45°-Technik in einer Rille aufzuzeichnen. Dabei ist das, sogenannte Übersprechen der beiden Schriftkomponenten im wesentlichen durch die 90°-Stellung der Schriften zueinander ausgeschaltet, wenn dafür Sorge getragen wird, daß beim Schneiden oderAbtasten derSchriften die Kraftübertragungsorgane der Schneiddose oder des Tonabnehmers in ihren Bewegungsmöglichkeiten weitestgehend untereinander unabhängig sind.
  • Es ist auch bekannt, für solche Tonabnehmer oder Schneiddosen einen einzigen Abtaststift bzw. einen einzigen Schneidstichel zu verwenden, wobei der Träger mit zwei getrennten Übertragungssystemen in Verbindung steht. Bei solchenKonstruktionen müssen die mit dem Träger in Verbindung stehenden elektrischen, für jeden Aufzeichnungskanal getrennt vorhandenen Aufzeichnungssysteme trotz der Bewegungsankopplung an den Träger so gegeneinander mechanisch entkoppelt sein, daß die Bewegung des einen Systems oder seine Bewegungsempfindlichkeit nicht auf die Bewegung bzw. Empfindlichkeit des anderen Systems übertragen wird. Zu diesem Zweck hat man die Beweglichkeit des Trägers auf eine Schwingfähigkeit in einer einzigen Schwingebene und eine Drehbeweglichkeit um die Nullachse der Schwingebene beschränkt, jede andere Beweglichkeit des Trägers aber ausgeschaltet. Diese bekannte mechanische Entkopplung der Aufzeichnungs- bzw. Abtastsysteme bedingt aber eine sehr genaue Festlegung der Torsionsschwingfähigkeit des Trägers und eine sehr genaue Justierung des ganzen schwingfähigen Systems in der vorbestimmten Ebene.
  • Weiterhin ist es bekannt, zwei elektrodynamische Drehspulsysteme mit ihren Drehachsen um 90° gegeneinander zu versetzen und über eine rechtwinklig abgebogene Blattfeder, die an der Biegestelle die gemeinsame Nadel trägt, so elastisch miteinander zu verbinden, daß auf Grund der unterschiedlichen Steifigkeit der abgewinkelten Blattfederteile in unterschiedlichen Ebenen nur in diesen Ebenen jeweilig zwischen Nadel und Drehspulsystern eine Kraftübertragungsmöglichkeit vorliegt.
  • Schließlich ist auch eine Anordnung bekanntgeworden, bei der durch zwei ringförmige Luftspalte zwei radial verlaufende Magnetfelder gebildet werden, in denen je eine zylindrische Schwingspule angeordnet ist. Die beiden Spulen sitzen auf dem gemeinsamen Spulenkörper, der seinerseits mit dem Träger verbunden ist. Der Spulenkörper mit den Spulen und dem Träger ist mit Hilfe zweier Federn an dem Gehäuse schwingfähig befestigt. Bei einer ähnlichen Anordnung sind zwei Spulen parallel zueinander am Träger angeordnet und arbeiten in zwei getrennten Luftspalten eines Magneten. Diese beiden Anordnungen haben den Nachteil, daß verhältnismäßig große Massen zu bewegen sind, da zwei Magnetkreise vorhanden sind. Für das gute Funktionieren eines derartigen Tonabnehmers bzw. Schreibers ist aber die Kleinheit der zu bewegenden Massen eine der wichtigsten Voraussetzungen.
  • Jedes der vorerwähnten, teilweise mechanisch entkoppelten Doppelsysteme behält zwangläufig eine Teilresonanzfähigkeit über die mechanische Verbindung bei, die zu unerwünschter Phasendrehung führt. Auch kann in der Serienfertigung die für die mechanische Entkopplung einzuhaltende Winkelstellung der Bewegungsmöglichkeiten der Systeme zueinander nicht so zuverlässig justiert werden, daß das Übersprechen von einem Kanal zum anderen genügend gering bleibt.
  • Um die Mängel dieser bekannten, unvollkommen mechanisch entkoppelten Tonabnehmer oder Schneiddosen zu vermeiden, ist bereits vorgeschlagen worden, die beiden übertragungssysteme magnetisch zu entkoppeln. Bei einer nach diesem Prinzip arbeitenden Anordnung sind auf einem in seiner Tangentialebene allseitig elastisch schwingfähigen Träger beidseitig und parallel zu den Bewegungsrichtungen zwei elektrische Leiterschleifen starr angeordnet, die je in einem der beidseitig und parallel zu den Bewegungsrichtungen mit 45° Neigung zur Ebene des Aufzeichnungsträgers sowie in 90° Neigung zueinander vorgesehenen Spalte eines permanenten Magnetsystems frei bewegbar gelagert sind.
  • Durch das Eingreifen der beiden mit dem Träger schwingungsstarr verbundenen Leiterschleifen in je einen auf 45° gestellten Spalt eines permanenten Magnetsystems wird erreicht, däß nur die Lage des magnetischen Feldes und die Bewegung der jeweiligen Leiterschleife für die Induktion einer Spannung maßgebend ist.
  • Da die Kraftlinien in dem einen Spalt senkrecht zu den Kraftlinien in dem anderen Spalt verlaufen, kann beispielsweise bei einem Tonabnehmer für eine 45°/ 45°-Schrift bei den beiden starr mit dem Träger verbundenen Leiterschleifen nur in der Leiterschleife eine Spannung induziert werden, die sich senkrecht zur Richtung der Kraftlinien bewegt. Da die beiden Magnetspalte eine Neigung von 45° zur Ebene des Aufzeichnungsträgers übereinstimmend mit der 45°/ 45°-Schrift aufweisen, wird daher in jeder Leiterschleife nur jene Schrift in Spannungen umgesetzt, deren Aufzeichnungsebene parallel zur Richtung des Magnetspaltes verläuft, in den die Leiterschleife eingreift.
  • Durch die Bewegungen der mit dem Träger ebenfalls schwingungsstarr verbundenen anderen Leiterschleife in dem anderen, um 90° versetzten Magnetspalt werden hierbei in dieser Leiterschleife keine Spannungen erzeugt, da keine Kraftlinien geschnitten werden. Erst Bewegungen der Nadel und des Trägers, die von der zweiten, um 90° versetzten 45°-Schrift in dieser zweiten Leiterschleife erzwungen werden, bewirken die Induzierung von der zweiten Schrift entsprechenden Spannungen.
  • Die vorgeschlagene Anordnung mit magnetischer Entkopplung der beiden übertragungssysterne bringt bezüglich der Trennung der beiden 45°/45°-Schriften eine erhebliche Verbesserung gegenüber den bekannten Anordnungen. Die starre Befestigung der beiden etwa rechteckigen Leiterschleifen nur mit einer Seite an dem Träger mit einem Winkel zueinander bereitet aber in der Fabrikation erhebliche Schwierigkeiten. Außerdem führen die nicht direkt an dem Träger anliegenden Teile der Leiterschleifen Eigenschwingungen aus, die zu unerwünschten zusätzlichen Resonanzen führen.
  • Bei den etwa rechteckigen Leiterschleifen wird der in den Magnetspalt eintauchende Teil als aktiver Teil bezeichnet. Der direkt an dem Träger befestigte, außerhalb des Magnetspaltes befindliche, etwa parallel zu dem aktiven Teil verlaufende Teil der Leiterschleife dient als Rückleitung und steht auch unter dem Einfuß des magnetischen Feldes. Wird durch eine entsprechende Bewegung der Leiterschleife in dem aktiven Teil derselben eine Spannung induziert, so entsteht gleichzeitig in der außerhalb des Magnetspaltes befindlichen Rückleitung eine Gegeninduktion, die die Größe der Nutzspannung herabsetzt.
  • Die vorliegende Erfindung soll die Nachteile der bekannten Anordnungen vermeiden. Die Erfindung besteht darin, daß die beiden dreieckförmig ausgebildeten Leiterschleifen parallel zueinander so beiderseits des Trägers angeordnet sind, daß die eine Dreieckseite jeder Leiterschleife, die den aktiven Teil bei der Umwandlung von mechanischer Energie in elektrische bzw. von elektrischer Energie in mechanische darstellt, parallel zum Träger liegt und däß die Leiter dieser Dreieckseite sich im Streufeld des Luftspaltes eines mit einem Magneten versehenen magnetischen Kreises an der Stelle befinden, an der die Streukraftlinien unter -f-45° bzw. -45° zur Ebene des Tonaufzeichnungsträgers verlaufen.
  • Die so ausgebildeten Tonabnehmer bzw. Schneiddosen haben den Vorteil, daß durch die Ausnutzung des magnetischen Streufeldes eine sehr gute Entkopplung der beiden Hauptbewegungsrichtungen des Trägers von -I-45° und -45° zur Oberfläche des Aufzeichnungsträgers vorliegt und damit eine einwandfreie Trennung der beiden aufgezeichneten 45°/ 45°-Schriften gegeben ist. Durch die Anordnung des schwingfähigen Systems im Streufeld des Luftspaltes befindet sich das System nahe an der Oberfläche des Aufzeichnungsträgers. Bedingt durch den kurzen Weg zwischen Abtaststift und den wirksamen Teilen des schwingfähigen Systems können die bewegten Teile desselben sehr klein gehalten werden, so daß sich eine sehr leichte Ausführung des ganzen Systems ergibt.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung bestehen die beiden Leiterschleifen aus dreieckigen Spulen, deren eine Seite parallel zu dem Träger und damit parallel zur Ebene des Aufzeichnungsträgers verläuft, starr mit dem Träger verbunden ist und als aktiver Teil der Leiterschleife dient.
  • Auf dem Träger ist in der Mitte der beiden dreieckigen Leiterschleifen eine starre senkrechte Strebe angeordnet; deren dem Träger abgewandtes Ende in einer Dämpfungseinrichtung gelagert ist. Die beiden Leiterschleifen sind mit dieser Strebe zusätzlich starr verbunden.
  • Die dreieckige Form der Leiterschleifen hat den Vorteil, daß für den aktiven Teil eindeutige Verhältpisse- gegeben sind, insbesondere kann in den beiden anderen Seiten der dreieckigen Leiterschleifen, die als Rückleitung für den aktiven Teil dienen, keine Gegeninduktion entstehen, obgleich sich diese Teile der Leiterschleifen auch in dem magnetischen Feld befinden, denn diese beiden Seiten der Leiterschleifen liegen nicht parallel zu den aktiven Teilen derselben.
  • Außerdem ist die Verbindung der Leiterschleifen mit dem Träger durch die Befestigung an mehreren Stellen und insbesondere durch die direkte Befestigung der aktiven Teile jetzt sa starr,- daß weder die aktiven noch die anderen Teile der Leiterschleifen auch nur die geringsten Eigenschwingungen ausführen können.. Da die aktiven Teile .der Leiterschleifen der Bewegung des Abtaststiftes unmittelbar folgen, ist der Frequenzgang des Tonabnehmers frei von zusätzlichen Resonanzen. Weiterhin ist durch die allseitig symmetrische Wirkung der aus einer Gummimembran bestehenden, in unmittelbarer Nähe der Leitungsschleifen angeordneten Dämpfungseinrichtung eine Entkopplung der beiden Aufzeichnungskanäle bis zu den oberen Frequenzen des Hörbereiches gegeben. Durch eine über den magnetischen Kreis und den Träger gespannte hochelastische, sehr dünne Folie wird die Dämpfung des schwingfähigen Systems weitestgehend stabilisiert, so daß sich auch ein gerader Dämpfungsverlauf bis zu den höchsten Frequenzen ergibt.
  • Schließlich ist noch als Vorteil zu erwähnen, daß die Entkopplung der beiden 45°-Schriften nur von dem magnetischen Streufeld abhängt. Daher ist der Winkel zwischen den beiden Leiterschleifen ohne jeden Einfluß auf die Funktion des Tonabnehmers.
  • Da die beiden Leiterschleifen parallel zu beiden Seiten des Trägers befestigt sind, ergibt sich eine wesentliche Vereinfachung für die Fabrikation.
  • In den Figuren ist schematisch in vergrößertem Maßstab ein Ausführungsbeispiel in Form eines Tonabnehmers dargestellt. Die Erfindung ist allerdings nicht auf Tonabnehmer beschränkt, sondern kann auch bei Schneiddosen Verwendung finden.
  • Fig. 1 zeigt die Vorderansicht des Tonabnehmers quer zur Bewegungsrichtung des Aufzeichnungsträgers; Fig. 2 gibt einen Querschnitt nach der Linie 1-I der Fig. 1 wieder; Fig.3 zeigt in perspektivischer Darstellung den Träger mit dem Abtaststift, den beiden Leiterschleifen und die elastische Einspannung ,sowie die Dämpfungseinrichtung.
  • Der erfindungsgemäße Tonabnehmer besteht, wie aus Fig. 1 hervorgeht, aus einem Magnetsystem, das von zwei permanenten Magnetstäben 1, dem Joch 2 und den beiden Polschuhen 3 gebildet wird. Die Polschuhe 3 sind nach oben abgeschrägt, so daß an den unteren Kanten derselben ein starkes Streufeld entsteht.
  • Das ,schwingfähige System besteht aus dem Träger 4, der an einem Ende den Abtaststift 5 trägt und dessen anderes Ende in der elastischen Halterung 6 befestigt ist, ,so daß der Träger in seiner Tangentialebene allseitig elastisch schwingen kann. In der Nähe des Abtaststiftes ist auf dem Träger 4 senkrecht zu diesem ein Röhrchen 7 angeordnet, das in der Mitte der als Dämpfungseinrichtung wirkenden Gummimembran 8 befestigt ist. Die beiden Leiterschleifen 9, 0 sind dreieckig ausgebildet und zu beiden Seiten des Trägers 4 und des Röhrchens 7 so befestigt, daß jeweils die eine Seite des Dreiecks parallel zu dem Träger verläuft und starr mit diesem verbunden ist. In diesem aktiven Teil der Leiterschleife entsteht durch Induktion die der Bewegung proportionale Spannung. Die hochelastische, sehr dünne Folie 11, beispielsweise ein Gummihäutchen, ist von dem einen Polschuh 3 über den Träger 4 zu dem anderen Polschuh 3 gespannt und an den beiden Polschuhen befestigt. Der Abtaststift 5 ragt durch die Folie 11 hindurch (in Fig. 2 ist die Folie 11 nicht dargestellt).
  • Der Tonabnehmer arbeitet folgendermaßen: Zwischen den beiden Polschuhen 3 ist ein Luftspalt vorhanden, und außerhalb desselben verläuft ein magnetisches Streufeld. Das schwingfähige System ist so in dem Streufeld angeordnet, daß der aktive Teil der Leiterschleife 9 von einer oder mehreren Kraftlinien unter einem Winkel von -f-45° und der aktive Teil der Leiterschleife 10 von der oder den gleichen Kraftlinien unter einem Winkel von -45° geschnitten wird. Dies hat zur Folge, daß bei einer Auslenkung des Abtaststiftes in der Richtung -f-45° zur Oberfläche des Aufzeichnungsträgers ,sich der aktive Teil der Leiterschleife 9 längs der Kraftlinien des magnetischen Streufeldes bewegt und damit keine Spannung in der Leiterschleife 9 induziert wird, während der aktive Teil der Leiterschleife 10 die gleichen Kraftliniere, die ihre Richtung an dieser Stelle jedoch um 90° geändert haben, senkrecht schneidet und damit eine - dem magnetischenStreufeld entsprechende -maximale Spannung in der Leiterschleife 10 induziert wird. Bei einer Bewegung des Abtaststiftes 5 unter einem Winkel von -45° zur Oberfläche des Aufzeichnungsträgers verläuft der Vorgang entsprechend umgekehrt.
  • Die in dem elektrodynamischen übertragungssystem gemäß der Erfindung vorgesehenen dreieckigen Leiterschleifen können als Flachspulen ausgebildet sein. Die Leiterschleifen können weiterhin mit Anzapfungen versehen sein, um in bekannter Weise Umschaltungen durchzuführen. Werden beispielsweise die Leiterschleifen mit Mittelanzapfungen versehen, so kann durch Zusammenschaltung jeweils der einen Spulenhälfte der einenLeiterschleife mit einerSpulenhälfte der anderen Leiterschleife der vorbeschriebene Tonabnehmer auf eine Empfindlichkeit für Tiefen-und Seitenschrift umgeschaltet werden.
  • Die Freibeweglichkeit des Trägers kann in bekannter Weise dergestalt herbeigeführt werden, daß als Träger ein einseitig eingespannter Stab geringen Querschnitts und hoher Elastizität oder bei größerem Querschnitt ein einseitig eingespanntes Rohr gewählt wird. Der Träger kann aber auch aus einem starren Stab bestehen, dessen dem Abtaststift entgegengesetztes Ende elastisch gelagert ist.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Elektrodynamischer Tonabnehmer oder Schneiddose zum Abtasten bzw. Schneiden einer rillenförmigen Tonspur, die zwei unterschiedliche Signale mit im Winkel zueinanderstehenden Bewegungsrichtungen enthält, beispielsweise zur Erzielung einer stereophonischen Wiedergabe, mit einem in einer zum Aufzeichnungsträger senkrechten Ebene allseitig schwingfähigen Abtaststift bzw. Schneidstichel, der zusammen mit zwei elektrischen Leiterschleifen starr an einem Träger angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden dreieckförmig ausgebildeten Leiterschleifen (9, 10) parallel zueinander so beiderseits des Trägers (4) angeordnet sind, daß die eine Dreieckseite jeder Leiterschleife, die den aktiven Teil bei der Umwandlung von mechanischer Energie in elektrische bzw. von elektrischer Energie in mechanische darstellt, parallel zum Träger liegt und daß die Leiter dieser Dreieckseite sich im Streufeld des Luftspaltes. eines mit einem Magneten versehenen magnetischen Kreises an der Stelle befinden, an der die Streukraftlinien unter -f-45° bzw. -45° zur Ebene des Tonaufzeichnungsträgers verlaufen.
  2. 2. Tonabnehmer oder Schneiddo,se nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dieLeiterschleifen (9, 10) mit Anzapfungen versehen sind.
  3. 3. Tonabnehmer oder Schneiddose nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (4) aus einem starren Stab besteht, dessen dem Abtaststift (5) entgegengesetztes Ende elastisch gelagert ist.
  4. 4. Tonabnehmer oder Schneiddose nach einem der Ansprüche 1 bis 3,' dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (4) in der Nähe des Abtaststiftes (5) mit einem senkrechten Steg (7) versehen ist, dessen dem Träger entgegengesetztes Ende in einer Dämpfungseinrichtung (8) befestigt ist.
  5. 5. Tonabnehmer oder Schneiddose nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Dämpfungseinrichtung(8) aus einer parallel zur Achse des Trägers (4) angeordneten Gummimembran besteht, in der der Steg (7) symmetrisch gelagert ist.
  6. 6. Tonabnehmer oder Schneiddose nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die parallel zueinander angeordneten Leiterschleifen (9, 10) an dem Träger (4) sowie dem Steg (7) befestigt sind.
  7. 7. Tonabnehmer öder Schneiddose nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß von dem einen Polschuh (3) über den Träger (4) zu dem anderen Polschuh (3) eine hochelastische, sehr dünne Folie gespannt ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1026 981; USA: Patentschrift Nr. 2114 471.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3360616A (en) * 1962-08-02 1967-12-26 Nippon Columbia Stereophonic ribbon cartridge

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2114471A (en) * 1936-06-20 1938-04-19 Bell Telephone Labor Inc Sound recording and reproducing system
DE1026981B (de) * 1956-03-16 1958-03-27 Telefunken Gmbh Mechanisch-elektrischer Wandler fuer die Erzeugung oder Abtastung einer rillenfoermigen Tonspur

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