DE1127690B - Verfahren zur Herstellung von Federblaettern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von FederblaetternInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21K—MAKING FORGED OR PRESSED METAL PRODUCTS, e.g. HORSE-SHOES, RIVETS, BOLTS OR WHEELS
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- B21K1/76—Making machine elements elements not mentioned in one of the preceding groups
Landscapes
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
O7169Ib/49i
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 12. A P R I L 1962
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 12. A P R I L 1962
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Federblättern, insbesondere von sich
nach den Enden verjüngenden Federblättern, wie z. B. Einblattfedern gleicher Festigkeit.
Bei der Herstellung von Federblättern ist es üblich, von gewalztem Bandmaterial auszugehen. Je nachdem,
ob ein gleich starkes Federblatt, wie z. B. für eine geschichtete Blattfeder, oder ein sich nach den Enden
verjüngendes Federblatt, z. B. eine Einblattfeder gleicher Festigkeit, hergestellt werden soll, wird Bandmaterial
mit gleichbleibendem Querschnitt oder solches, bei dem in einem weiteren Arbeitsgang die gewünschte
Verjüngung des Federblattes erzeugt worden ist, verwendet. In beiden Fällen dient als Ausgangsmaterial
ein gewalzter Flachstab.
Dadurch, daß beim Walzen eines Flachstabes die am Knüppel vorhandenen Kanten, die in besonderem
Maße der qualitätsmindernden Randentkohlung ausgesetzt sind, mehr oder weniger auch im Flachstab
erhalten bleiben, hat diese Zone auch bei dem Federblatt eine geringere Festigkeit als das übrige Material.
Ferner ist es im Hinblick auf die Festigkeit des Federblattes von großem Nachteil, daß die schmalen
Kanten des Flachstabes beim Walzen nicht in ausreichendem Maße bearbeitet werden können. Die
unbearbeitete Oberfläche erhöht die Gefahr von Ermüdungsbrüchen.
Zur Vermeidung dieses Nachteiles wird nach der Erfindung vorgeschlagen, als Ausgangsmaterial für
die Herstellung von Federblättern einen Rundstab aus gezogenem oder gewalztem Material zu verwenden,
der auf Schmiedetemperatur erhitzt und anschließend zwischen ihn in ganzer Länge erfassenden
Arbeitsflächen, also ohne wesentliches Strecken, auf die gewünschte Breite flachgeschlagen oder flachgepreßt wird.
Ein geschälter Rundstab bietet darüber hinaus den Vorteil, daß die gesamte randentkohlte Zone entfernt
wird und der verbleibende Restquerschnitt daraufhin ein weitgehend homogenes Gefüge aufweist.
Die dabei gleichzeitig erzielte Verbesserung der Oberflächengüte wirkt sich ebenfalls vorteilhaft auf die
Festigkeit, insbesondere Wechselfestigkeit, des Federblattes aus.
Beim Flachdrücken bzw. Flachschlagen wird der Rundstab abermals einer erheblichen Verformung im
Sinne einer qualitätssteigernden Durchschmiedung unterworfen, mit dem Ergebnis einer Homogenisierung
des Gefüges.
Der beispielsweise vom Walzen herrührende, in Walzrichtung orientierte Faserverlauf hat zur Folge,
daß die Festigkeit in Querrichtung des Rundstabes Verfahren zur Herstellung von Federblättern
Anmelder:
Adam Opel Aktiengesellschaft, Rüsselsheim
Theodor Roth, Mainz-Bretzenheim,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
stark herabgesetzt ist. Beim Flachpressen bzw. Flachschlagen wird der Rundstab in Querrichtung verformt,
wodurch er in dieser Richtung eine erhöhte
so Festigkeit erhält. Dieser Gewinn an Festigkeit ist
besonders wertvoll, wenn das Federblatt bzw. die Blattfeder, wie im Kraftfahrzeugbau, nicht nur einer
Biegung, sondern kombinierten Beanspruchungen unterworfen wird.
Vorstehende Ausführungen treffen in gleicher Weise bezüglich eines sich nach den Enden verjüngenden
Federblattes zu.
Bei Herstellung einer derartigen Feder ging man bisher von einem Federblatt gleicher Stärke aus.
Zur Erzeugung der sich verjüngenden Abschnitte wurde nacheinander jedes Ende auf Schmiedehitze
erwärmt und ausgewalzt, wobei das Blatt gleichzeitig gestreckt wurde. Da das Auswaken längere Zeit in
Anspruch nimmt, ist nach Fertigstellung des einen Endes die Feder soweit abgekühlt, daß sie für
die weitere Verformung wieder erhitzt werden muß. Für das Einrollen der Federaugen war deshalb anschließend
für jede Seite eine weitere Erwärmung notwendig. Zu diesen Operationen mit insgesamt viermaligem
Erwärmen kommt schließlich eine nochmalige Erwärmung für die Vergütung hinzu. Unter Einbeziehung
der Vergütungsoperation wird das Material somit fünfmal nacheinander erhitzt. Durch das mehrmalige
Erwärmen tritt in gewissem Umfange eine Entkohlung der Randschichten ein, was die Wechselfestigkeit
herabsetzt. Ferner entsteht beim Auswalzen des Federblattes eine pfannkuchenartige Verbreiterung,
die beispielsweise durch Abscheren wieder entfernt wird. Für die Wechselfestigkeit wirkt es sich
dabei auch sehr ungünstig aus, daß beim Auswalzen des Federblattes der geradlinige, parallele Faserverlauf
im Stahl verlorengeht, und daß nach dem Be-
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schneiden der Kanten die Faserlinien unter relativ Das Verfahren nach der Erfindung ist an Hand
großem Winkel auf die Oberfläche stoßen. Die Nei- der in der Zeichnung dargestellten Verfahrensschritte
gung zur Anrissigkeit ist dadurch an den beschnitte- im einzelnen beschrieben, es zeigt
nen Kanten erhöht. Fig. 1 einen Rundstab aus Federstahl in der Aus-
Durch das Verfahren nach der Erfindung wird die 5 gangsform,
Herstellung verkürzt und ein besseres Endprodukt Fig. 2 eine Presse, in der das Flachpressen des
erzielt. Hinzu kommt außerdem der große Vorteil, Rundstabes durchgeführt wird,
daß am Rundstab jeder gewünschte Querschnittsver- Fig. 3 das Ober- und Unterteil des Werkzeuges
lauf durch Schälen oder eine andere spanabhebende mit eingelegtem Rundstab in zwei Ansichten,
Bearbeitung in einfacher Weise herstellbar ist. Der io Fig. 4 eine Ansicht des Werkzeuges in Querrichjeweilige
Querschnitt wird am Rundstab so bemessen, tung des Federblattes nach dem Pressen,
daß nach dem Flachschlagen gemäß der Erfindung Fig. 5 und 6 ein Werkzeug, bei dem die Verfor-
das Federblatt die gewünschte, in der Regel gleiche mungsoperation abwechselnd auf der einen oder an-Breite
und ein beispielsweise parabolisches Längs- deren Seite durchgeführt wird, profil hat. Die Form des Spaltes zwischen dem Ober- 15 Fig. 7 eine Ansicht und einen Querschnitt des
und Unterteil des Werkzeuges entspricht genau dem flachgepreßten Federblattes,
gewünschten Verlauf der Blattdicke. Das Ausformen Fig. 8 das Federblatt nach Fig. 7 mit eingerollten
des Rundstabes, das gleichzeitig das gesamte Feder- Federaugen.
blatt erfaßt, erfolgt so schnell, daß entweder die Der Rundstab 10 besteht aus einem mittleren
Federaugen unmittelbar anschließend in der gleichen 20 zylindrischen Abschnitt 11, zwei nach außen sich
Hitze eingerollt werden können oder bei federaugen- verjüngenden Abschnitten 12 und 13 und den wielosen
Blättern die Härtung aus der gleichen Hitze derum zylindrischen Abschnitten 14 und 15 an den
vorgenommen werden kann. Stabenden. Diese Form ist entweder unmittelbar
Im übrigen besteht auch die Möglichkeit, die Er- durch Walzen oder aber durch eine nachträgliche
wärmung des Rundstabes unter einer Schutzgasatmo- 25 spanabhebende Bearbeitung, z. B. Schälen, hergestellt
Sphäre vorzunehmen, um dadurch ohne die Gefahr worden.
von Qualitätseinbußen von einer höheren Ausgangs- Der auf Schmiedetemperatur erwärmte Rundstab
temperatur ausgehen zu können und nach dem Flach- 10 wird zwischen das Unter- und Oberteil 16 und 17
pressen bzw. Flachschlagen des Rundstabes ohne eines Werkzeuges eingebracht. Das Unterteil 16 ist
Zwischenerwärmung die Härtung noch durchführen 30 auf der Tischplatte 18 befestigt und das Oberteil 17
zu können. mit dem Stößel 19 der Presse 20 verbunden.
Der Federabschnitt an den Enden ist zur Bildung Die Arbeitsflächen am Werkzeugoberteil und am
der Federaugen in gleichmäßiger Wandstärke aus Werkzeugunterteil verlaufen nach der Form der hereinem
zylindrischen Endstück am Ausgangsrundstab zustellenden Feder, und in Schließstellung des Werkgebildet.
35 zeuges im unteren Totpunkt des Pressenstößels ent-Durch das Verfahren nach der Erfindung verringert spricht der Spalt zwischen Werkzeugoberteil und
sich somit die Anzahl der zur Herstellung von Feder- -unterteil genau der herzustellenden Federform,
blättern erforderlichen Zwischenerwärmungen. Das Beim Niedergehen des Stößels 19 wird der Rund-Schliffbild
eines erfindungsgemäß hergestellten Feder- stab 10 auf die vorgeschriebene Form flachgepreßt
blattes zeigt einen einwandfreien, laminaren Verlauf. 40 bzw. flachgeschlagen, wobei keine nennenswerte
Zwar werden bei der Herstellung eines an beiden Streckung des Stabes erfolgt. Die Querschnitte des
Enden konischen Rundstabes mittels Schälen oder Rundstabes 10 sind so gewählt, daß sie unter Berückeiner
anderen spanabhebenden Bearbeitung auch sichtigung der vorgeschriebenen Federblattdicke eine
Walzfasern angeschnitten, wenn auch nicht im glei- über die gesamte Länge des Blattes gleiche Breite
chen Maße wie beim Beschneiden eines zwecks Her- 45 ergeben. Fig. 3 zeigt, daß das Werkzeugoberteil 17
stellung verjüngter Enden ausgewalztem Flachstabes, zunächst auf den dickeren Mittelabschnitt 11 des
für die Wechselfestigkeit ist es aber viel entscheiden- Rundstabes 10 auftrifft. Bis zu der in Fig. 4 gezeigder,
daß beim Schälen der achsparallele Faserverlauf ten Endlage des Werkzeuges werden, ausgehend von
erhalten bleibt. Davon abgesehen wird beim Schälen der Mitte, alle Abschnitte des Rundstabes erfaßt und
die durch Randentkohlung ohnehin verschlechterte 50 flachgepreßt.
Schicht abgenommen. Um eine möglichst gleichmäßige Abnutzung des
Im Anschluß an die Härtung des Federblattes kön- Werkzeuges zu bekommen, ist es zweckmäßig, soweit
nen sich zur Verbesserung der Wechselfestigkeit des es mit Rücksicht auf eine symmetrische Belastung
Federblattes noch weitere bekannte Operationen, wie der Presse vertretbar ist, im Werkzeug den Preßvorz.
B. Sandstrahlen und das Aufbringen eines Korro- 55 gang abwechselnd an von der Mitte nach links und
sionsschutzes, anschließen. rechts versetzten Stellen durchzuführen (Fig. 5 und 6).
Da jegliche Beschneideoperation an den Seiten- Da die Verformung des Rundstabes auf ein Federkanten
des Federblattes wegfällt, bleibt die entstan- blatt 22 sehr schnell vonstatten geht, ist der Wärmedene
Naturkante erhalten, ein Umstand, der ebenfalls verlust außerordentlich gering. Es ist dadurch mögerheblich
zur Verbesserung der Wechselfestigkeit des 60 lieh, aus der gleichen Hitze heraus die Federaugen 23
Federblattes beiträgt. Lediglich die Enden werden, und 24 in bekannter Weise einzurollen,
zwecks Einhaltung der genauen Maße, abgeschert. Bereits der Rundstab 10 besitzt schräge Endflächen
Diese kurze Schnittkante ist aber auf die Festigkeit 25 und 26, die auch nach der Verformung erhalten
der Blattfeder ohne Einfluß. bleiben und später nach dem Einrollen einen ein-
Mit dem Verfahren nach der Erfindung wird, wie 65 wandfreien Abschluß des Federauges ergeben,
die vorstehenden Ausführungen ergeben, die Herstel- Für die anschließende Vergütungsoperation ist eine
ämg von Federblättern bei gleichzeitiger Qualitäts- Zwischenwärmung notwendig. Im Falle, daß jedoch
verbesserung vereinfacht und damit verbilligt. ein Federblatt ohne Federaugen hergestellt wird,
kann die Vergütung unmittelbar im Anschluß an die Verformung in der Presse durchgeführt werden.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Federblättem, insbesondere von sich nach den Enden hin verjüngenden
Federblättem, wie z. B. Einblattfedem, dadurch gekennzeichnet, daß als Ausgangsmaterial
ein Rundstab (10) aus gezogenem oder gewalztem Material, gegebenenfalls mit beidseitigen
Verjüngungen, verwendet wird, der auf Schmiedetemperatur erhitzt und anschließend zwischen Arbeitsflächen,
die ihn in ganzer Länge erfassen, auf die gewünschte Breite flachgepreßt bzw. flachgeschlagen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zylindrische Abschnitte (14, IS) am
Ende beidseitiger kegeliger Verjüngungen (12,13) des Rundstabes (10) nach dem Flachpressen bzw.
Flachschlagen des Federblattes zu Federaugen (23, 24) eingerollt werden.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 209 991, 552 515.
Deutsche Patentschriften Nr. 209 991, 552 515.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEO7169A DE1127690B (de) | 1959-12-24 | 1959-12-24 | Verfahren zur Herstellung von Federblaettern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEO7169A DE1127690B (de) | 1959-12-24 | 1959-12-24 | Verfahren zur Herstellung von Federblaettern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1127690B true DE1127690B (de) | 1962-04-12 |
Family
ID=7351071
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEO7169A Pending DE1127690B (de) | 1959-12-24 | 1959-12-24 | Verfahren zur Herstellung von Federblaettern |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1127690B (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE209991C (de) * | ||||
| DE552515C (de) * | 1932-06-15 | Friedrich Lampe | Verfahren zum Herstellen mehrschichtiger Blattfedern |
-
1959
- 1959-12-24 DE DEO7169A patent/DE1127690B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE209991C (de) * | ||||
| DE552515C (de) * | 1932-06-15 | Friedrich Lampe | Verfahren zum Herstellen mehrschichtiger Blattfedern |
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