DE1122995B - Verfahren und Schaltungsanordnung zur Unterscheidung der Art der Waehlinformationen in einem Vermittlungs-, vorzugsweise Fernsprechvermittlungsamt - Google Patents
Verfahren und Schaltungsanordnung zur Unterscheidung der Art der Waehlinformationen in einem Vermittlungs-, vorzugsweise FernsprechvermittlungsamtInfo
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- H04Q—SELECTING
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Description
- Verfahren und Schaltungsanordnung zur Unterscheidung der Art derWählinformationen in einemVermittlungs-, vorzugsweise Fernsprechvermittlungsamt Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Unterscheidung der Art der Wählinformationen, die entweder durch Nummernschalter oder durch Wähltastatur in Leitungen eingegeben werden, durch eine gemeinsame Einrichtung beim Einlaufen der Wählinformationen in einem Vermittlungs-, vorzugsweise Fernsprechvermittlungsamt, wobei die Anforderung zur Anschaltung der Wahlaufnahmeeinrichtung für Tastwahl durch Schleifenstromabsenkung erfolgt.
- In der Femmeldetechnik können Wählinformationen vom Teilnehmer zum zugeordneten Amt auf verschiedene Art und Weise erfolgen. Bei der üb- lichen Nummernschalterwahl werden die Wahlinformationen in Form von Schleifenstromunterbrechungen zum Amt gesendet, während bei der Tastwahl viele Signalverfahren mit Gleichstrom- oder Wechselstromzeichen zur Verwendung kommen können. Hier seien nur die Tastwahlsignalverfahren betrachtet, bei denen der Teilnehmer gleichzeitig mit der übermittlung der Information eine Absenkung des Schleifenstromes veranlaßt. Teilnehmerstationen mit Nummernschalter und Teilnehmerstationen mit Wähltasten können dabei an das gleiche Amt angeschlossen sein.
- Die Einrichtungen im Amt müssen deshalb in der Lage sein, diese beiden Signalverfahren zu unterscheiden.
- Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, eine solche Einrichtung zu schaffen, wobei eine zusätzliche Spezialinformation - z. B. vom Amt her - über das Eingabemittel des gerade wählenden Teilnehmers verrnieden werden soll. Die Erfindung erreicht dies dadurch, daß der anfordernden Leitung zwei Schaltstufen mit unterschiedlichem Ansprechwert zugeordnet werden, die beide bei Eingabe der Wählinformation mit Nummernschalter ansprechen, von denen bei Eingabe der Wählinformation mit Tasten jedoch nur eine anspricht, und daß die Wahlaufnahmeeinrichtung für Tastwahl nur bei Durchschaltung einer der beiden Schaltstufen, die Wahlaufnahmeeinrichtung für Nummernschalterwahl jedoch bei Durchschaltung beider Schaltstufen an die anfordernde Leitung geschaltet wird.
- An Hand eines Ausführungsbeispiels sei die Erfindung näher erläutert. Zugrunde gelegt wird ein Vermittlungsamt, das sowohl die Wählinformation von mit Nummernschalter versehenen Teilnehmerstationen als auch die Wählinformation von mit Wähltasten ausgerüsteten Teilnehmerstationen aufnehmen soll. Weiterhin wird ein Tastwahlsignalverfahren vorausgesetzt, bei dem während des Wählens eine Absenkung des Schleifenstromes erfolgt. Dabei ist es gleichgültig, ob diese Absenkung z. B. bei jedem Tastendruck oder nur beim ersten Tastendruck für eine der längsten Rufnummer angeglichene Zeit erfolgt oder ob die Absenkung durch Betätigen einer besonderen Taste veranlaßt wird.
- In der Zeichnung ist eine Teilnehmerstation Tln, die Nummernschalter oder Wähltasten besitzt, über die Verbindungsadern a, b an einen im Vermittlungsamt vorhandenen übertrager V angeschlossen, über den die Teilnehmerstation Tln Speisestrom erhält. Der Spannungsabfall eines in diesem Schleifenstromkreis angeordneten Widerstandes R wirkt auf zwei parallel geschaltete Schaltstufen S 1 und S 2 ein, deren Ausgänge auf ein Sperrgatter SG geschaltet sind. Über ein Zeitglied Tl ist der Ausgang des Sperrgatters SG mit einer Anschalteeinrichtung AN verbunden, die die Aufgabe hat, eine Tastwahlempfangseinrichtung CE, z. B. Mehrfrequenzcodewahlempfänger, an eine Wicklung des übertragers ü und damit an die Leitung anzuschalten. Der Ausgang der Schaltstufe S 2 wirkt weiterhin über ein zweites Zeitglied T 2 auf eine Impulszähleinrichtung IZ ein. Die SchaltstufenS1 und S2 sind nun derart ausgelegt, daß eine Durchschaltung erst dann erfolgt, wenn vorgegebene Steuerspannungswerte überschritten werden, wobei die SchaltstufeS1 zur Durchschaltung eine höhere Steuerspannung als die SchaltstufeS2 benötigt.
- Vorzugsweise besteht jede der Schaltstufen S 1, S 2 aus einer Brückenschaltung BA bzw. BB, deren Brückenstrom durch einen Transistor verstärkt wird, und einer nachgeschalteten monostabilen Kippanordnung K 1 bzw. K 2. Die Kippanordnung K 1 bzw. K2 setzt die besonders im Störungsfall auftretenden analogen Spannungsänderungen in eindeutig digitale Spannungssprünge um. Eine Zerstörung der nachfolgenden elektronischen Einrichtungen ist damit vermieden.
- Im folgenden wird die Wirkungsweise der Anordnung beschrieben. Hebt der TeilnehmerTln ab, so werden beide Schaltstufen S 1, S 2 leitend. Beide Eingänge des SperrgattersSG sind daher markiert, so .daß kein Ausgangssignal erfolgen kann. Ist nun die Station des Teilnehmers Tln mit einem Nummernschalter versehen, so werden die gesendeten Stromunterbrechungen durch die ImpulszähleinrichtungIZ registriert. Das Zeitglied T2 verzögert diese Impulse, damit sich Prellungen des Nummemschalters nicht schädlich auswirken. Sollte die Teilnehmerstation mit Wähltasten ausgerüstet sein, so bewirkt die Absenkung des Schleifenstromes, daß die SchaltstufeS1 wegen ihres höheren Ansprechwertes nichtleitend wird. Wohl aber bleibt die Schaltstufe S2 leitend, so daß über das jetzt entsperrte SperrgatterSG die Anschaltung der TastwahlempfangseinrichtungCE an die Leitung erfolgen kann. Dabei verhindert das Zeitglied T 1, daß sich Prellungen der Tastenkontakte auf die AnschalteinrichtungAN auswirken können. Bei dem Wählen mit Tasten spricht die Impulszähleinrichtung IZ nicht an, da sie nur bei vollkommener Schleifenunterbrechung wirksam wird.
Claims (2)
- PATENTANSPROCHE: 1. Verfahren zur Unterscheidung der Art der Wählinformationen, die entweder durch Nummernschalter oder durch Wähltasten in Leitungen eingegeben werden, durch eine gemeinsame Einrichtung beim Einlaufen der Wählinformationen in einem Vermittlungs-, vorzugsweise Femsprechvermittlungsamt, wobei die Anforderung zur Anschaltung der Wahlaufnahmeeinrichtung für Tastwahl durch Schleifenstromabsenkung erfolgt, dadurch gekennzeichne4 daß der anfordernden Leitung zwei Schaltstufen mit unterschiedlichem Ansprechwert zugeordnet werden, die beide bei Eingabe der Wählinformation mit Nummernschalter ansprechen, von denen bei Eingabe der Wählinformation mit Tasten jedoch nur eine anspricht, und daß die Wahlaufnahmeeinrichtung für Tastwahl nur bei Durchschaltung einer der beiden Schaltstufen, die Wahlaufnahmeeinrichtung für Nummemschalterwahl jedoch bei Durchschaltung beider Schaltstufen an die anfordernde Leitung geschaltet wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Schaltstufe mit dem höheren Ansprechwert bei Ansprechen beider Schaltstufen ein Sperrgatter gesperrt und die Anschaltung der Wahlaufnahmeeinrichtung für Tastwahl dadurch verhindert wird. 3. Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schaltstufen (S 1, S2) in dem Stromkreis über die Teilnehmerschleife parallel geschaltet sind und daß der Ausgang der Schaltstufe (S2) mit dem niedrigeren Ansprechwert mit einer Impulszähleinrichtung (IZ) verbunden ist und daß ferner die Ausgänge beider Schaltstufen (S 1, S 2) auf ein Sperrgatter (SG) geschaltet sind, dessen Ausgangssignal die Anschaltung einer Tastwahlempfangseinrichtung an die Leitung bewirkt. 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem Ausgang des Sperrgatters und dem Eingang, der Impulszähleinrichtung jeweils ein Zeitglied (Tl bzw. T2) zugeordnet ist. 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Impulszähleinrichtung nur die durch Schleifenstromunterbrechungen erfolgende Nummernschalterwahl aufnimmt. 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß jede Schaltstufe aus einer Brückenschaltung (BA bzw. BB), deren Brückenstrom durch einen Transistor verstärkt wird, und einer nachgeschalteten monostabilen Kippanordnung (K 1 bzw. K 2) besteht.
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Publications (1)
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| DE1122995B true DE1122995B (de) | 1962-02-01 |
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