DE112141C - - Google Patents

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DE112141C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P3/00Special processes of dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the material treated
    • D06P3/58Material containing hydroxyl groups
    • D06P3/60Natural or regenerated cellulose
    • D06P3/64Natural or regenerated cellulose using mordant dyes or metallisable dyes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spectrometry And Color Measurement (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Im Haupt-Patent' ist dargelegt, dafs zum Fixiren von Thonerde auf der zu färbenden Faser die Anwendung von Kohlensäure von sehr grofsem Vortheil ist. Die Thonerde wird hierbei in der Form von Kalium- oder Natriumaluminat angewendet, mit dieser Lösung die Faser geklotzt und hierauf die so geklotzte Faser der Einwirkung gasförmiger Kohlensäure ausgesetzt. Dieses Verfahren eignet sich nun ganz besonders, um die bisher üblichen langwierigen Verfahren der Türkischrothfärberei zu beseitigen; es besitzt neben seiner Einfachheit vor den bisher bekannten Verfahren aufserdem noch den bedeutenden Vorzug, dafs die Ausfärbungen der Stoffe bei weitem gleichmäfsiger zu erzielen sind. Nach den bisher bekannten Verfahren wurden die Baumwollzeuge mit der Türkischrothöllösung zuerst in der Klotzmaschine getränkt und nach dem Ausdrücken oder Ausschleudern des Ueberschusses getrocknet. Dieselbe Behandlung wurde in vielen Fällen noch ein zweites Mal wiederholt. Hierauf wurde der mit dem Türkischrothöl versehene Stoff mit Gerbsäure geklotzt, sodann mit essigsaurer Thonerde gebeizt und abermals getrocknet. Es folgte nun ein weiteres Fixiren durch flüssige Fixirungsmittel; schliefslich wurde gründlich gewaschen, gefärbt und avivirt.
Die vorliegende Erfindung gestattet nun die gleichzeitige Anwendung von Sulforicinat und Natriumaluminat bezw. Kaliumaluminat in einem und demselben Bade bei Erzielung eines überraschenden Ergebnisses. Die Stoffe werden mit dieser Mischung geklotzt und hierauf dem Einflufs gasförmiger Kohlensäure ausgesetzt; die durch die Einwirkung der Kohlensäure sich ausscheidende Thonerde ist nun mit dem Türkischrothöl äufserst fein und gleichmäfsig auf dem Stoff vertheilt, so dafs bei dem nachherigen Ausfärben ein vollkommen gleichmäfsiges Roth erzielt wird, wie es bei den bisherigen Verfahren nicht der Fall war.
Beispiel:
Man verwendet, wie schon in der Beschreibung zum Haupt-Patent angegeben ist, Natriumaluminat von etwa 3 pCt. Thonerdegehalt; mit je 5 1 dieser Lösung mischt man 300 bis 400 g käufliches bestes Natriumsulforicinat und klotzt den Stoff mit dieser Mischung und bringt ihn, ohne zu trocknen, in einen mit gasförmiger Kohlensäure gefüllten Behälter, durch welchen man fortwährend einen Strom von Kohlensäure leitet. Nach der Behandlung mit Kohlensäure wird die Waare in der Hotflue oder auf der Cylindertrockenmaschine getrocknet, um das Türkischrothöl vollständig auf der Faser zu fixiren. Ein scharfes Trocknen giebt ein satteres, feurigeres Roth, während man etwas blassere Nuancen erhält, wenn die Waare zu langsam oder gar nicht getrocknet worden ist. Man wäscht dann aus, färbt und avivirt. Die Hauptvorzüge des vorliegenden Verfahrens beruhen in der Ersparnifs von Zeit,
in der Anwendbarkeit von höchst einfachen maschinellen Mitteln, in der ä'ufserst einfachen Manipulation selbst und in der Erzielung von ä'ufserst gleichmäfsigen Ausfä'rbungen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: .
    Eine Anwendung des Verfahrens zum Fixiren von Thonerde auf Textilfasern nach Patent ι 10680 zur Darstellung eines satten feurigen Türkischrothes auf Geweben und Garnen, dadurch gekennzeichnet, dafs man eine Lösung von Natriumaluminat mit Sulforicinat (Natrium-, Kalium- oder Ammoniumsulforicinat) mischt, mit dieser Mischung die Faser klotzt, die geklotzte Faser zuerst gasförmiger Kohlensäure aussetzt und sodann trocknet, worauf man auswäscht und färbt.
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