DE1118366B - Kathodenanordnung fuer Elektronenroehren - Google Patents
Kathodenanordnung fuer ElektronenroehrenInfo
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Description
INTERNAT. EL. HOIj
DEUTSCHES
PATENTAMT
R29715Vmc/21g
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABEDER
AUSLEGESCHRIFTr 30. NOVEMBER 1961
Die Erfindung betrifft eine Elektronenröhre mit einer verbesserten Kathode und ein Verfahren zur
Herstellung solcher Röhren.
Es sind Röhren mit einer konzentrischen Elektrodenanordnung bekannt, deren Elektroden von Einführungsdrähten
und Stützleitern getragen werden, die vakuumdicht durch eine keramische Bodenplatte
geführt sind. Bei der Herstellung einer solchen Röhre werden die Elektroden und die Einführungsdrähte in
einer Montagelehre spannungsfrei angeordnet und zu einer starren Montageeinheit miteinander verbunden.
Bte Elektrodenanordnung wird dann in einen topfförmigen
Kolben aus Metall oder Keramik eingebracht, und der Umfang der Bodenplatte wird nach
dem Ausheizen und Pumpen der Röhre mit dem Kolben vakuumdicht verbunden. Die Kathode dieses
Röhrentyps ist indirekt geheizt und enthält eine emissionsfähige Überzugsschicht. Da die emissionsfähige
Schicht den hohen Temperaturen nicht standhalten kann, die beim Verbinden der Elektrodenanordnung
auftreten, wird die Kathode nach diesem Verfahrensschritt an der Elektrodenanordnung angebracht
und diese dann erst in den Kolben eingesetzt.
Die Kathoden der bekannten Röhren enthalten zwei ineinandergesteckte Hülsen oder Röhrchen. Ein
Röhrchen kann als Tragkörper dienen und wird mit der Elektrodenanordnung verbunden. Über dieses
Tragröhrchen wird dann, nachdem die Elektrodenanordnung zu einer Einheit verbunden oder verlötet
ist, ein überzogenes, am einen Ende geschlossenes Teil, das als Kathodenhülse dient, geschoben. Der
Kolben wird dann über die Elektrodenanordnung auf die Bodenplatte gestülpt. Während der anschließenden
Erhitzung und Evakuierung sintern das Tragröhrchen und die Kathodenhülse dauerhaft aneinander.
Das Abdichten des Kolbens erfolgt nach dem Ausheizen und Pumpen.
Die Röhre kann während der Evakuierung und Abdichtung auf den Kopf gestellt werden. Wegen der
bei einer Massenfertigung unvermeidlichen ToIeranzen des Tragröhrchens und der Kathodenhülse ist
jedoch nicht immer eine genügend feste Passung gewährleistet, um die beiden Teile in ihrer Lage zu
halten, bis sie zusammengesintert sind. Es kommt daher häufig vor, daß die Kathodenhülse vom Tragröhrchen
heruntergleitet, wenn sie nicht genügend fest auf dieser sitzt, bevor die Sinterung eintritt. Ein
Zusammenschweißen der beiden Röhrchen ist schlecht ausführbar, da ihr Kontakt für eine gute Schweißung
zu lose sein kann. Es kann außerdem beim Sintern vorkommen, daß die Verbindung nur an einigen beabstandeten
Punkten oder nur längs einer Linie ein-Kathodenanordnung
für Elektronenröhren
Anmelder:
Radio Corporation of America, New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dr.-Ing. E. Sommerfeld, Patentanwalt, München 23, Dunantstr. 6
Beanspruchte Priorität: V. St. v. Amerika vom 14. März 1960 (Nr. 14 958)
Harry Voipert Knauf jun., Mountainside, N. J.
(V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
tritt, so daß nur eine kleine Berührungsfläche vorhanden
ist. Eine kleine Berührungsfläche hat nicht nur einen schlechten Wärmeübergang vom Tragröhrchen
auf die Kathodenhülse bei Betrieb.der Röhre zur Folge, sondern beeinträchtigt auch den elektrischen
Widerstand im Kathodenkreis.
Durch die Erfindung soll daher eine Elektronenröhre mit einer verbesserten indirekt geheizten
Kathode angegeben werden, bei der die obengenannten Nachteile vermieden sind.
Eine Elektronenröhre mit einer indirekt geheizten Kathode, die ein Kathodentragröhrchen und eine auf
das Tragröhrchen aufgesetzte; mit einer emissionsfähigen
Schicht überzogene Kathodenhülse enthält, ist gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß
das Tragröhrchen im unverspannten Zustand einen polygonalen Querschnitt besitzt und so bemessen ist,
daß sich mit der aufgeschobenen Kathodenhülse ein guter thermischer Kontakt ergibt.
Die Kathodenanordnung umfaßt vorzugsweise ein dünnwandiges, hülsenförmiges Tragröhrchen mit polygonalem
Querschnitt, auf das teleskopartig eine dickerwandige Kathodenhülse mit kreisförmigem
Querschnitt geschoben ist Der maximale radiale Abstand der Ecken des polygonalen Tragröhrchens
ist größer als der Innenradius der Kathodenhülse, so daß sich ein Preßsitz oder Reibungssitz ergibt. Das
Tragröhrchen besitzt vorzugsweise abgerundete Längskanten und konvexe, zylindrische Seiten. Dadurch
wird gewährleistet, daß sich das Tragröhrchen
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zu der bevorzugten Zylinderform verformt, wenn die
beiden Teile ineinandergeschoben werden. Die sich ergebende Berührungsfläche zwischen den beiden
Röhrchen besteht dann zumindest aus einigen gleichförmig beabstandeten und sich in Längsrichtung erstreckenden
streifenförmigen Flächen, die über einen kleinen Winkelbereich Kontakt machen und nicht aus
einigen wenigen Punkten oder zwei Berührungslinien.
Die Erfindung soll nun an Hand von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit der Zeichnung näher
erläutert werden. Es zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Elektronenröhre,
■ , _
Fig. 2 einen vergrößerten Längsschnitt durch die Kathodenanordnung der in Fig. 1 dargestellten Röhre,
Fig. 3 einen Querschnitt längs der Ebene 3-3 in Fig. 2,
Fig. 4 eine Seitenansicht des Tragröhrchens der in Fig. 3 dargestellten Kathode und
Fig. 5 einen Querschnitt längs der Ebene 5-5 in Fig. 4.
Fig. 1 zeigt eine Elektronenröhre mit einer keramischen Bodenplatte12, durch die eine Anzahl von
Stützleitern 15 und Einführungsleitern 16 vakuumdicht durchgeführt sind; die Bohrungen sind
metallisiert.
Das koaxiale Elektrodensystem umfaßt eine zylindrische Anode 26, ein ebensolches Gitter 28 und eine
Kathode 30, die von radial ausladenden Flanschen 32, 34 bzw. 38 getragen werden. Die Flansche sind
an entsprechenden Stütz- und Einführungsdrähten befestigt.
Die Kathode 30 umfaßt ein röhrenförmiges, hülsenartiges Tragröhrchen 36, das von dem zugehörigen
Flansch 38 getragen wird. Auf das Tragröhrchen 36 ist eine am Ende geschlossene Kathodenhülse 40 geschoben,
die mit einer geeigneten, emissionsfähigen Schicht 41 überzogen ist. Im Tragröhrchen 36 befindet
sich ein wendeiförmiger Heizer 44, der mit entsprechenden Einführungsdrähten 16 verbunden ist.
Zur Herstellung dieser Röhre werden alle obenerwähnten Teile mit Ausnahme der Kathodenhülse 40
lose in eine Montagelehre eingesetzt und bei hoher Temperatur zu einem spannungsfreien, starren Elektrodensystem
verschweißt oder verlötet.
Nach dem Entnehmen des zu einer Einheit verbundenen Elektrodensystems aus dem Ofen wird die
Kathodenhülse 40 mit der emissionsfähigen Schicht 41 über das Tragröhrchen 36 geschoben. Die Bodenplatte
12 wird mit einem topfförmigen Kolben 46 vakuumdicht verschmolzen, nachdem die Röhre ausgeheizt
und evakuiert worden ist.
Diese Verschmelzung erfolgt durch Erhitzen in einem Ofen unterhalb der Temperatur, die bei der
Verbindung des Elektrodensystems angewendet wurde. Die Abdichtung des Kolbens erfolgt gleichzeitig
mit dem Pumpen und Ausheizen. Während des Pumpens, Ausheizens und vakuumdichten Verschließens
des Kolbens 46 mit der keramischen Scheibe 12 wird eine genügend hohe Temperatur erreicht, um
das Tragröhrchen 36 mit der Kathodenhülse 40 dauerhaft zusammenzusintern.
Fig. 2 und 3 zeigen Einzelheiten der Kathodenanordnung. Die Kathodenhülse 40, die die emissionsfähige
Schicht trägt, ist am einen Ende geschlossen. Wenn die beiden rohrförmigen Teile ineinandergeschoben
sind, grenzt das Ende des Tragröhrchens 36 am geschlossenen. Ende der Hülse 40 an.
Fig. 4 und 5 zeigen die Form des Kathodentragröhrchens 36. Im freien Zustand, d. h., bevor die
Kathodenhülse aufgeschoben ist, besitzt das Tragröhrchen 36 im größten Teil seiner Länge einen im
wesentlichen polygonalen Querschnitt. Die vorzuziehende Form ist sechseckig. Am oberen Ende 50
geht der sechseckige Querschnitt in einen Zylinder am äußersten Ende der Hülse über. Das Ende 50 besitzt
also eine verlaufende Form, die das Aufschieben der Kathodenhülse erleichtert.
Der im allgemeinen polygonale Querschnitt des Tragröhrchens 36 zeichnet sich durch abgerundete
Längskanten 54 und geringfügig gerundete, konvexe Seiten 56 aus. Die Seitenflächen 56 besitzen also eine
Krümmung mit einem wesentlich größeren Krümmungsradius als die Ecken. Die größten Querabmessungen
des Tragröhrchens 36, d. h., die Verbindung zwischen zwei gegenüberliegendenKanten54 ist etwas
größer als der Innendurchmesser der Kathodenhülse 40.
Infolge dieser Bemessung ergibt sich ein Preßsitz, wenn das sechseckige Tragröhrchen 36 und die
Kathodenhülse 40 ineinandergeschoben werden. Beim Zusammenschieben der beiden rohrförmigen Teile
wird das Tragröhrchen 36 zu einem mehr zylindrischen Querschnitt verformt, der sich der zylindrischen
Form der Innenwand der Kathodenhülse 40 anpaßt. Das Tragröhrchen 36 ist verhältnismäßig dünnwandig,
verglichen mit der Kathodenhülse 40. Dadurch ist gewährleistet, daß sich beim Zusammenschieben
das Tragröhrchen der zylindrischen Form der Kathodenhülse 40 anpaßt und nicht umgekehrt.
Die im wesentlichen polygonale Form des Tragröhrchens 36 gewährleistet einen festen Kontakt der
Kathodenhülse 40 an zumindest einer Anzahl von in Umfangsrichtung gleichmäßig beabstandeten, langgestreckten
Flächen, Außerdem gewährleistet die ursprüngliche Form des Tragröhrchens 36 mit abgerundeten
Ecken und konvexen Seitenflächen, daß sich das Tragröhrchen in Richtung auf eine zylindrische
Form Mn verformt, anstatt nach innen zusammengedrückt zu werden. Die hieraus resultierende Berührungsfläche
zwischen Tragröhrchen und Kathodenhülse nähert sich einer einzigen, durchgehenden zylindrischen
Berührungsfläche, die im Extremfall auch erreicht wird.
Das Tragröhrchen wirkt wie eine Feder und gewährleistet einen bleibenden und festen Reibungssitz
zwischen sich und der Kathodenhülse, und etwaige Schwankungen der Abmessungen der beiden Teile
können keinen losen Sitz zur Folge haben.
Fig. 5 zeigt das Tragröhrchen im Querschnitt vor der Verformung oder Verspannung, während in Fig. 3
der verspannte Zustand innerhalb der zylindrischen Kathodenhülse 40 dargestellt ist.
Wie aus Fig. 5 ersichtlich ist, besteht dasKathodentragröhrchen
aus einem rohrförmigen Bauelement mit überlappendem Saum 64. Der überlappende Saum
stört die Zylindersymmetrie des rohrförmigen Bauteiles nicht, und der Einfluß des verdickten Wandteiles
hat sich als vernachlässigbar klein erwiesen, so daß im allgemeinen keine besondere winkelmäßige
Orientierung des überlappenden Saumes 64 in dem polygonalen Tragröhrchen 36 erforderlich ist. Wie
aus Fig. 3 ersichtlich ist, liegen verhältnismäßig große Bereiche 60, die den abgerundeten Ecken 54 des unverformten
Röhrchens entsprechen, unter einem gewissen Druck satt an der Innenwand der Kathoden-
hülse 40 an, die zwischen den Ecken liegenden Teile sind nach außen gebogen und in Fig. 3 mit 62
bezeichnet.
Claims (11)
1. Elektronenröhre mit einer indirekt geheizten Kathode, die ein Kathodentragröhrchen und eine
auf dieses aufgeschobene, mit einer emissionsfähigen Schicht überzogene Kathodenhülse enthält,
dadurch gekennzeichnet, daß das Tragröhrchen (36) im unverspannten Zustand einen polygonalen
Querschnitt besitzt und so bemessen ist, daß sich mit der aufgeschobenen Kathodenhülse
(40) ein guter thermischer Kontakt ergibt.
2. Elektronenröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kathodenhülse (40) einen
kreisförmigen Querschnitt besitzt, dessen Innendurchmesser kleiner ist als der Durchmesser des
kleinsten Kreises, der um den Querschnitt des TragrÖhrchens beschrieben werden kann.
3. Elektronenröhre nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die sich in Längsrichtung
erstreckenden Kanten (54) des Tragröhrchens (36), die im Querschnitt die Ecken des
Vielecks bilden, gebogen sind, daß die Teile (56) des TragrÖhrchens zwischen den Kanten (54)
nach außen gewölbt sind und daß die Kathodenhülse (40) auf den Kanten (54) aufliegt und das
Tragröhrchen unter Druck fällt.
4. Elektronenröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragröhrchen und die
Kathodenhülse unter Druck ineinandergeschoben sind, daß die Kathodenhülse (40) einen praktisch
unverzerrten, kreisförmigen Querschnitt besitzt und daß das Tragröhrchen einen verformbaren
Querschnitt besitzt, der durch Verspannung einer
' annähernd sechseckigen Form unterhalb der Elastizitätsgrenze
entstanden ist.
5. Elektronenröhre nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Tragröhrchen einen Teil eines zu einer Einheit verbundenen Elektrodensystems bildet.
6. Elektronenröhre nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Teile des TragrÖhrchens zwischen den Kanten nach außen gebogen sind und daß die
Kathodenhülse zuerst im Preßsitz, unter Ausübung eines radialen Druckes auf die Kanten, auf das
Tragröhrchen aufgesetzt ist und daß die Kathodenhülse und das Tragröhrchen dann an den
Berührungsflächen zusammengesintert sind.
7. Elektronenröhre nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Tragröhrchen eine geringere Wandstärke aufweist als die Kathodenhülse.
8. Verfahren zur Herstellung einer Elektronenröhre mit einer indirekt geheizten Kathode, dadurch
gekennzeichnet, daß ein zylindrisches Röhrchen zu einem Kathodentragröhrchen mit polygonalem
Querschnitt mit abgerundeten Ecken verformt wird und daß dann eine zylindrische,
emissionsfähige Kathodenhülse über das polygonale Tragröhrchen gesteckt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragröhrchen so geformt
wird, daß es im entspannten Zustand einen größeren Außendurchmesser hat als der Innendurchmesser
der Kathodenhülse.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß Tragröhrchen und Hülse
nach dem Ineinanderschieben zusammengesintert werden.
11. Elektronenröhre nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß sich
das obere Ende (50) des Kathodentragröhrchens (36) zu einem vorzugsweise kreisförmigen Querschnitt
verjüngt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 109 747/458 11.61
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