DE1114993B - Vorrichtung zur Waermebehandlung bei der Herstellung von Einscheiben-Sicherheitsglas - Google Patents

Vorrichtung zur Waermebehandlung bei der Herstellung von Einscheiben-Sicherheitsglas

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DE1114993B
DE1114993B DEP24671A DEP0024671A DE1114993B DE 1114993 B DE1114993 B DE 1114993B DE P24671 A DEP24671 A DE P24671A DE P0024671 A DEP0024671 A DE P0024671A DE 1114993 B DE1114993 B DE 1114993B
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Ronald Ernest Richardson
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PPG Industries Inc
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Pittsburgh Plate Glass Co
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    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
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    • C03B27/00Tempering or quenching glass products
    • C03B27/04Tempering or quenching glass products using gas
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description

  • Vorrichtung zur Wärmebehandlung bei der Herstellung von Einscheiben-Sicherheitsglas Die Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen zur Wärmebehandlung von Glas mit einem Blasrahmen und Mitteln, mit denen eine Glasscheibe in der Nähe des Rahmens gehalten wird, wobei der Rahmen eine Mehrzahl von parallel und im Abstand voneinander liegenden Luftzuführrohren aufweist, die je mit einer Mehrzahl von durch eine Wandung des Rohres verlaufenden Kanälen versehen sind, die Luftstrahlen gegen die Glasscheibe richten.
  • Nach einer bekannten Ausführung wird die Verwendung von Blasrahmen empfohlen, bei denen die die Düsen darstellenden Kanäle derart angeordnet sind, daß die aus den Düsen austretenden Luftstrahlen auf die angrenzende Glasfläche in einem Muster auftreffen, das im wesentlichen gleichförmig über die Oberfläche verteilt ist. Dieses Muster erlaubt weiterhin ein leichtes Entweichen der erhitzten Luft von der Glasscheibe zwischen den Luftrohren hindurch, in denen die Düsenkanäle liegen.
  • Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, bei solchen Vorrichtungen zur Wärmebehandlung das Muster der auftreffenden Strahlen weiterhin zu verbessern.
  • Gemäß der Erfindung sind bei einer Vorrichtung zur Wärmebehandlung, die einen Blasrahmen sowie Mittel aufweist, mit denen eine Glasscheibe in der Nähe des Rahmens gehalten wird und bei der der Rahmen eine Mehrzahl von parallelen, gegenseitig im Abstand voneinander liegenden Luftzuführrohren besitzt, die je mit einer Mehrzahl von durch eine Wand verlaufenden Kanälen versehen sind, die die Luftstrahlen gegen die Glasscheibe richten, die Kanäle so gerichtet und längs jedes Rohres so angeordnet, daß die Luft in einem Muster gegen die Scheibe gerichtet wird, das im wesentlichen zwischen zwei abstandgleichen Sinuslinien liegt, deren mittlere Richtung parallel zur Längsachse des Rohres liegt, wobei Mittel vorgesehen sind, die wenigstens in Richtung parallel zur Längsachse der Rohre eine Oszillation des Rahmens relativ zu den Haltemitteln für das Glas hervorrufen.
  • In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung beispielsweise und schematisch dargestellt, die im folgenden im einzelnen erläutert werden.
  • Fig. 1 zeigt schematisch das theoretische Auftreffmuster der Luftstrahlen auf eine Glasoberfläche einer bekannten Ausführung, wobei die Darstellung so abgewandelt ist, daß ein Nachteil dieses Musters erkennbar wird; Fig. 2 ist in vergrößertem Maßstab eine Teilansicht eines Luftrohres des Blasrahmens gemäß der vorliegenden Erfindung; Fig. 3 ist eine Seitenansicht des in Fig. 2 dargestellten Luftrohres; Fig. 4 zeigt einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 3 ; Fig. 5 ist ein Schnitt nach der Linie V-V der Fig. 3 ; Fig. 6 ist ein Schnitt nach der Linie VI-VI der Fig. 3 ; Fig. 7 zeigt schematisch eine Darstellung des theoretischen Auftreffmusters der Luftstrahlen auf eine Glasoberfläche, die mit einer Mehrzahl von Luftrohren gemäß den Fig. 2 bis 6 erhalten wird; Fig. 8 ist eine der Fig. 7 entsprechende Darstellung, die den Zustand zeigt, wenn das mittlere der drei dargestellten Luftrohre falsch ausgerichtet ist; Fig.9 ist eine weitere schematische Darstellung, die die Wirkung einer linearen Oszillationsbewegung des Rahmens relativ zur Glasscheibe bei dem in Fig. 8 dargestellten Zustand erkennen läßt ; Fig. 10 zeigt schematisch, wie durch eine lineare Oszillationsbewegung in Verbindung mit der besonderen Strahlausbildung nach den Fig. 2 bis 6 ein vergrößerter Abstand zwischen den Luftrohren ermöglicht wird; Fig. 11 läßt schematisch die Wirkung einer elliptischen Oszillationsbewegung des Rahmens relativ zur Glasscheibe bei dem Zustand nach Fig. 10 erkennen; Fig. 12 zeigt schematisch die Wirkung einer kreisförmigen Oszillationsbewegung des Rahmens relativ zur Glasscheibe bei dem Zustand nach Fig. 10; Fig. 13 ist eine Teildraufsicht auf eine andere Ausführungsform eines Luftrohres gemäß der Erfindung; Fig. 14 ist ein Schnitt =nach der- Linie XIV-XIV der Fig. 13; Fig. 15 ist ein Schnitt nach der Linie XV-XV der Fig. 13; Fig. 16 zeigt schematisch das theoretische Auftreffmuster der Luftstrahlen auf eine Glasoberfläche, das sich mit einer Mehrzahl von Luftrohren gemäß den Fig. 13 bis 15 ergibt.
  • In Fig. 1 ist ein Muster von auftreffenden Luftstrahlen dargestellt, wie es sich bei Verwendung einer bekannten Vorrichtung ergibt. Das obere Rohr 10 ergibt auf der Glasscheibe A Überdeckungsflächen, die jeweils einen der Mittelpunkte 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 71 a, 72 a, 74 a, 77 a und 78 a umgeben und drei parallele Rohre 10 erkennen läßt. Zum besseren Verständnis der Vorteile der vorliegenden Erfindung wurde dabei angenommen, daß das mittlere der in Fig. 1 dargestellten Luftrohre 10 etwas in falscher Richtung liegt, d. h. daß dieses Rohr um seine eigene Achse etwas aus der richtigen Lage herausgedreht ist, so daß das gesamte Auftreffgebiet der aus diesem Rohr austretenden Luftstrahlen etwas nach unten verschoben wird. Dabei überlappen die Überdeckungsflächen, die den Mittelpunkt 76 umgeben und auf beiden Seiten davon liegen, im wesentlichen die die Mittelpunkte 71 a und 77 a umgebenden Überdeckungsflächen. In gleicher Weise liegen die Überdeckungsflächen, die den Mittelpunkt 75 umgeben und auf beiden Seiten davon liegen, von den die Mittelpunkte 72 und 78 umgebenden überdekkungsflächen entfernt, so daß ein beträchtlicher Spalt G zwischen dem Teil des Musters, der von dem obersten Rohr 10 erzeugt wird, und dem von dem falsch eingestellten mittleren Rohr 10 erzeugten Muster entsteht.
  • Die erläuterte Figur zeigt, wie ein derartiger Spalt entstehen kann. Es erübrigt sich, zu sagen, daß dieses für die richtige Wärmebehandlung des Glases schädlich ist. Weiterhin liegt der Fig. 1 die Annahme zugrunde, daß der Rahmen relativ zum Glas keinerlei Oszillationsbewegung ausführt. Aber wenn auch diese Überdeckungsflächen verkleinert und dafür eine Oszillationsbewegung verwendet würde, würde sich bei falscher Einstellung eines der Rohre ein ähnlicher Spalt ergeben. Um bei dem schon beschriebenen Muster zu verhindern, daß durch eine Falscheinstellung ein Spalt gebildet wird, wäre es erforderlich, sowohl eine kreisförmige Oszillationsbewegung als auch eine große, bei feststehenden Rohren erzeugte überdeckungsfläche, im folgenden als »statische« Überdeckungsfläche bezeichnet, zu verwenden, was jedoch einen unnötigen Verbrauch an Luft bedeutet und in jenen Bereichen vollkommen unnötig ist, in denen die Luftrohre richtig eingestellt sind. Das gilt üblicherweise für den größten Teil des Rahmens. Ein derartiges Vorgehen könnte auch schädlich sein, da dabei zuviel Luft gegen die Glasscheibe gerichtet wird und somit eine Polsterbildung der Luft begünstigt wird. Bei der Polsterbildung kann die warme Luft, nachdem sie die Scheibe gekühlt hat, nicht mehr von der Glasoberfläche entweichen.
  • Es ist klar, daß die in Fig. 1 angenommene Falscheinstellung des Rohres keine Verschiebung in irgendeiner Richtung, sondern vielmehr eine Verdrehung um die eigene Längsachse ist. Sämtliche Rohre sind vorzugsweise so angebracht, daß sie um ihre eigenen Längsachsen schwenkbar sind. Diese Bauart hat den Vorteil, daß eine leichte Einstellung und eine schnelle Anpassung der Vorrichtung an verschiedene Glasformen möglich wird, ohne daß eine bauliche Veränderung der Einrichtung vorgenommen werden muß. Dieser Vorteil der Anpassungsfähigkeit bringt es jedoch mit sich, daß sich ein Luftrohr mit größerer Wahrscheinlichkeit während der Einstellung oder auch während des Betriebes verstellt, und zwar insbesondere dann, wenn der Rahmenden mechanischen Beanspruchungen der Oszillationsbewegung ausgesetzt ist.
  • Ein Ziel der vorliegenden Erfindung liegt darin, ein Auftreffmuster der Luftstrahlen zu schaffen, das hinsichtlich dieser Schwierigkeiten eine Verbesserung bringt.
  • Es soll nun eine Möglichkeit beschrieben werden, wie dieses Ziel erreicht werden kann. In den Fig. 2 bis 6 ist die Ausbildung eines Luftzuführrohres dargestellt, das zusammen mit gleichartig ausgebildeten Rohren ein Auftreffmuster erzeugt, welches insbesondere hinsichtlich der oben geschilderten Schwierigkeiten Vorteile bringt. Dann wird an Hand der Fig. 7 bis 10 das Auftreffmuster der Luftstrahlen beschrieben, das sich bei Verwendung einer Mehrzahl von Rohren, wie sie in den Fig. 2 bis 6 dargestellt sind, erreichen läßt.
  • Die Fig. 2 bis 6 zeigen ein Luftrohr 310, das mit einer Anzahl von Düsen 340 a bis 340 f versehen ist. Diese Düsen sind als kleine Gewindebolzen ausgeführt, die sechseckige Köpfe und mit Gewinde versehene Schäfte aufweisen, welche in das Rohr 310 eingeschraubt sind. Diese Düsen sind entlang dem Rohr in Gruppen angeordnet, wobei zu jeder Gruppe zwei Düsen gehören und die Gruppen entlang dem Rohr im Abstand voneinander liegen. Das gewünschte Auftreffmuster der Luftstrahlen wird durch die Neigungen der einzelnen Düsen hervorgerufen. Die Düsen 340 a und 340 b einer ersten Gruppe, die in Fig. 4 dargestellt sind, sind beide etwas nach einer Seite des Rohres geneigt, wobei aber die Düse 340a, die auf der Seite liegt, nach der beide Düsen geneigt sind, unter einem größeren Winkel geneigt angeordnet ist als die zugehörige Düse 340 b. Mit anderen Worten: Die beiden Düsen dieser Gruppe divergieren gegeneinander. Die stärker geneigte Düse 340a erzeugt einen Luftstrahl, dessen Mittellinie mit N bezeichnet ist. Die Düse 340 b erzeugt einen Luftstrahl mit einer Mittellinie O. Die Ebene durch den Mittelpunkt des Rohres und normal zur Glasoberfläche ist mit Y bezeichnet. Die Düsen 340 c und 340 d der nächsten Gruppe, die in Fig. 5 dargestellt sind, sind gegeneinander divergierend symmetrisch zur Ebene Y angeordnet und erzeugen Luftstrahlen mit den Mittellinien P und Q. Die Düsen 340 e und 340 f der nächsten Gruppe, die in Fig.6 zu erkennen sind, sind gegenüber den Düsen 340 a und 340 b zur anderen Seite des Rohres 310 geneigt angeordnet und besitzen Strahhnittellinien R und T, die gegeneinander divergieren. Diese Anordnung wiederholt sich zyklisch, so daß als nächste Gruppe zwei Düsen entsprechend den Düsen 340 c und 340 d verwendet werden, die wie in Fig. 5 geneigt angeordnet sind. Die aus den Düsen 340 a und 340 b bestehenden Gruppen bilden somit eine erste Schar von Gruppen, deren mittlere Luftstrahlrichtung eine erste Ebene V festlegt, die nach einer Seite von der Ebene Y divergiert.
  • Die aus den Düsen 340 e und 340 f bestehenden Gruppen bilden eine zweite Schar von Gruppen, deren mittlere Luftstrahlrichtung eine zweite Ebene W festlegt, die nach der anderen Seite von der Normalebene divergiert. Die aus den Düsen 340 c und 340 d bestehenden Gruppen stellen schließlich eine dritte Schar von Gruppen dar, deren mittlere Luftstrahlrichtung eine dritte Ebene festlegt, die zwischen den Ebenen V und W liegt und in diesem Fall mit der Ebene Y zusammenfällt. Die Gruppen der ersten und zweiten Schar sind entlang dem Rohr abwechselnd angeordnet, wobei die Gruppen der dritten Schar immer abwechselnd mit den Gruppen der ersten und zweiten Schar angeordnet sind.
  • Das theoretische Auftreffmuster, das von den drei parallel und im Abstand voneinander liegenden Rohren 310 austretenden Luftstrahlen auf einer Glasscheibe A hervorgerufen wird, ist in Fig. 7 dargestellt. Die Mittelpunkte der aus dem oberen Rohr 310 austretenden Luftstrahlen sind bei 341 a, 341 b, 341 c, 341d, 341e und 341f dargestellt, wobei die Buchstabenbezeichnung der Bezeichnung der Düsen entspricht. Jeder dieser Punkte ist der Mittelpunkt einer statischen überdeckungsfläche, die als Kreis um den entsprechenden Mittelpunkt dargestellt ist,. wie z. B. die um den Punkt 341 c herum liegende Fläche 342 c. Die im wesentlichen sinusförmige Ausbildung des Musters der aus dem oberen Rohr 310 austretenden Luftstrahlen ist in Fig. 7 zu erkennen. Das nächste Rohr 310, das wiederum ein sinusförmiges Muster erzeugt, ist so angeordnet, daß seine Düsen in einer Richtung mit den entsprechenden Düsen des oberen Rohres liegen, so daß die Auftreffmuster der beiden Rohre ineinandergreifen. Es erschien nicht erforderlich, die übrigen Mittelpunkte und überdeckungsflächen noch mit Bezugszeichen zu versehen. Um das Verständnis zu erleichtern, sind die zu den drei Rohren gehörenden Muster der statischen überdeckungsflächen verschiedenartig angelegt.
  • Die gestrichelten Linien; die die Mittelpunkte 341 a, 341b, 341c und 341d verbinden, lassen erkennen, daß die bekannte Anordnung der Mittelpunkte auf gleichseitigen Dreiecken auch hier erhalten bleibt, obwohl sie insofern von der in Fig. 1 gezeigten Anordnung abweicht, da.ß keine Seite der Dreiecke mehr parallel zu den Längsachsen der Rohre liegt. Dagegen liegen nunmehr einige Seiten senkrecht zu den Längsachsen.
  • Bei Fig. 7 wurde angenommen, daß sämtliche drei Rohre 310 richtig eingestellt und ausgerichtet sind. Fig. 8 zeigt nun die Veränderung, wenn bei dem Auftreffmuster gemäß Fig.7 das mittlere Rohr in gleicher Weise wie in Fig. 1 falsch eingestellt wird. Das von dem mittleren Rohr 310 erzeugte Auftreffmuster, bei dem zwei überdeckungsflächen mit 354 und 355 bezeichnet sind, wird von dem vom oberen Rohr 310 erzeugten Muster wegbewegt, zu dem die Überdeckungsflächen 356 und 357 gehören. Gleichzeitig wird das Muster des unteren Rohres von dem unteren Teil des Auftreffmusters des mittleren Rohres überlappt. Dadurch entsteht in der gleichen Weise wie bei Fig. 1 auf der Glasoberfläche A zwischen den beiden Auftreffmustern ein Spalt G'. Dieser Spalt weicht insofern vom Spalt G nach Fig. 1 ab, als er im wesentlichen sinusförmige Gestalt besitzt. Damit ist aber die Möglichkeit gegeben, den Spalt durch eine lineare Oszillationsbewegung des Rahmens relativ zum Glas zu schließen. Bei Fig. 1 hätte eine line@ are Oszillationsbewegung in Querrichtung der Glasscheibe, d. h. in Richtung der Längserstreckung der Rohre, keinerlei Einfluß auf den Spalt G. Wenn dagegen bei einem Auftreffmuster, wie es in Fig. 8 dargestellt ist, eine lineare Oszillationsbewegung angewendet wird, ergibt sich die in Fig.9 dargestellte Wirkung. Hier ist dargestellt, daß sich eine obere statische überdeckungsfläche ergibt, die von zwei Sinuskurven 358 und 359 begrenzt wird, während die mittlere überdeckungsfläche in gleicher Weise zwischen zwei Sinuslinien 360 und 361 liegt. Wenn nun eine lineare Oszillationsbewegung hinzutritt, wie es durch die Pfeile F angedeutet ist, ergibt sich eine ;dynamische« Überdeckungsfläche oder Umhüllende einer überdeckungsfläche, die rechteckige Gestalt besitzt und von den Linien 362, 363 und 364 begrenzt wird, wobei die muldenförmigen Bereiche 365, 366, 367, 368, 369 und 370 in dem sinusförmigen Muster ausgefüllt werden. Obwohl diese Flächen der Glasscheibe, die durch die muldenförmigen Bereiche dargestellt werden, nicht kontinuierlich mit Luft beaufschlagt werden, wie es bei den Mittelteilen der sinusförmigen Umhüllenden der Fall ist, erhalten sie normalerweise eine genügende Luftmenge, die für eine richtige Wärmebehandlung ausreicht. Bei den Fig. 8 und 9 wurde angenommen, daß die Größe des Spaltes G' gerade der Tiefe der muldenförmigen Bereiche des sinusförmigen Musters entspricht. Wenn die Falscheinstellung jedoch größer sein sollte als dieser Wert, bleibt ein dauernder Spalt bestehen. Es ist jedoch zu erkennen, daß das Auftreffrnuster nach Fig. 7 eine beträchtliche Falscheinstellung zuläßt, ohne daß dabei irgendein Teil der Glasoberfläche A überhaupt nicht von Luft betroffen wird.
  • Dieser Vorteil wird allerdings auf Kosten des Abstandes der Rohre erkauft. Der Rohrabstand S und der Rohrdurchmesser D in Fig. 1 sind die gleichen wie in der bekannten Ausführung. Ein Vergleich zwischen den Werten S in Fig. 1 und dem entsprechenden Wert S1 in Fig. 7 läßt eine Verkleinerung um etwa 40 % erkennen. Wenn dieser verringerte Abstand nicht zugelassen werden kann, läßt er sich auf die in Fig. 10 dargestellte Weise vergrößern. In Fig. 10 sind drei gleichartige Rohre 310 dargestellt, die um den Abstand S2 auseinanderliegen, der etwa 40'°/o größer ist als S. Bei diesem größeren Abstand besteht dauernd ein Snalt zwischen den statischen sinusförmigen Mustern, jedoch wird dieser Spalt wirksam dadurch beseitigt, daß die muldenförmigen Bereiche durch eine lineare Oszillationsbewegung ausgefüllt werden, wie es bereits bei Fig. 9 beschrieben wurde. Dabei kann natürlich keine Falscheinstellung mehr zugelassen werden. Jegliche Falscheinstellung würde bei einer Anordnung nach Fig. 1.0 einen dauernden Spalt hervorrufen.
  • Man hat also die Wahl, eine maximal zulässige Falscheinstellung bei verhältnismäßig kleinem Rohrabstand (Fig. 7), einen größeren Rohrabstand ohne jede zulässige Falscheinstellung (Fig. 10) oder aber irgendeine Zwischenstufe anzuwenden, bei der eine gewisse Falscheinstellung zulässig ist und sich hinsichtlich des Rohrabstandes einige Verbesserungen ergeben. Auf jeden Fall hat aber das vorgeschlagene Auftreffmuster, gleichgültig, welche Wahl man trifft, einige Vorteile gegenüber der Anordnung nach der bekannten Ausführung. Weiterhin ergibt sich der Vorteil, daß der Fachmann hinsichtlich der Wahl des Rohrabstandes und der zulässigen Falscheinstellung eine größere Freizügigkeit walten lassen kann als bei der bekannten Anordnung.
  • Wenn der in Fig. 10 dargestellte größere Rohrabstand verwendet wird, ist es nicht mehr erforderlich, die statischen überdeckungsflächen in einer Richtung liegend anzuordnen, da sie nicht mehr ineinander eingreifen. Jedes Auftreffmuster kann also in Längsrichtung gegenüber dem angrenzenden Muster beliebig verschoben werden, ohne daß dabei das sich einstellende dynamische Auftreffmuster beeinflußt wird.
  • Es ist klar, daß das Auftreffmuster gemäß der vorliegenden Erfindung auch bei einem Blasrahnten verwendet werden kann, der so ausgebildet ist, daß er an Stelle einer linearen eine annähernd lineare Oszillationsbewegung ausführt. Als »annähernd lineare« Oszillationsbewegung soll dabei eine zusammengesetzte Bewegung verstanden werden, bei der die Amplitude in einer Richtung beträchtlich größer ist als die in der anderen Richtung. Bei Anwendung einer derartigen Bewegung werden die Vorteile der annähernd linearen Oszillation mit denen eines sinusförmigen Auftreffmusters kombiniert, und es wird eine weitere Vergrößerung der zulässigen Falscheinstellung oder eine zusätzliche Verbesserung beim Rohrabstand ermöglicht.
  • Die Wirkung einer elliptischen, annähernd linearen Oszillationsbewegung auf das Auftreffmuster nach Fig. 7 ist in Fig. 11 dargestellt, die einen Vergleich zwischen der statischen Umhüllungslinie 359, der mit einer linearen Oszillationsbewegung erhaltenen dynamischen Umhüllungslinie 363 und der dynamischen Umhüllungslinie 371 zeigt, die mit einer elliptischen Oszillationsbewegung erhalten wird, bei der das Verhältnis der Haupt- zur Nebenachse 2:1 beträgt. Es ist zu erkennen, daß die Umhüllende 371 für die elliptische Oszillation gegenüber der Umhüllenden 363 für die lineare Oszillation noch weiter über die statische Umhüllende 359 hinausreicht, obwohl einige flache Mulden 372 auftreten. Wenn diese Mulden nicht in Übereinstimmung mit den Mulden gelegt werden, die sich bei der dynamischen Umhüllenden des angrenzenden Rohres ergeben, kann eine weitere Vergrößerung des Rohrabstandes S3 erreicht werden, oder es kann andererseits eine größere Falscheinstellung zugelassen werden, wie es bereits erläutert wurde. Die Werte von S, S1 .und S2 sind im gleichen Maßstab auf der rechten Seite der Fig. 11 zum Vergleich eingetragen. Diese Vorteile wurden nur durch die elliptische Oszillationsbewegung erreicht. Die Nachteile der elliptischen Oszillationsbewegung sind verhältnismäßig gering im Vergleich mit denen einer kreisförmigen Oszillationsbewegung. Fig. 12 zeigt die dynamische Umhüllende 373, die sich bei einer kreisförmigen Oszillationsbewegung ergibt. Dabei ergibt sich nur ein Rohrabstand S4, der etwas schlechter ist als der Abstand S3, der mit der elliptischen Oszillationsbewegung erhalten wurde. Dementsprechend ist die elliptische der kreisförmigen Oszillationsbewegung vorzuziehen.
  • Die Fig. 13, 14 und 15 sind Ansichten und Schnitte eines abgeänderten Luftrohres 380 gemäß der Erfindung. Fig. 16 zeigt das statische Auftreffmuster, das mit zwei Rohren nach der Fig. 13 erhalten wird. In Fig. 13 ist die Anordnung der Düsen zu erkennen. Die Düsen sind dreieckförmig in Gruppen angeordnet, die Rücken an Rücken liegen. Eine erste Gruppe ist aus den Düsen 381 a, 381 b und 381 c zusammengesetzt, aus denen Luftstrahlen austreten, die gegeneinander divergieren. Die Gruppe als Ganzes ist nach einer Seite des Rohres hin geneigt, so daß sich Strahlmittellinien 382 a, 382 b und 382 c sowie auf der Glasscheibe die Mittelpunkte 383 a, 383 b und 383 c ergeben (Fig. 16). Die Düsen 381d, 381e und 381f der nächsten Gruppe sind wiederum gegeneinander divergierend angeordnet und sind als Gruppe zur anderen Seite des Rohres hin geneigt, so daß sich Strahlmittellinien 382 d, 382 e und 382 f sowie Mittelpunkte 383 d, 383e und 383f ergeben. Das Muster wird dann mit einer weiteren Düsengruppe 381 a, 381 b und 381 c wiederholt, an die sich eine weitere Gruppe 381d, 38l e und 381f anschließt, usw.
  • Bei dieser abgeänderten Form werden also nur zwei Scharen von Düsengruppen verwendet, von denen die eine gegenüber der Normalen zur einen Seite und die andere zur anderen Seite gerichtet ist. Die dritte Schar von dazwischenliegenden Düsengruppen ist nicht erforderlich.
  • Das sich ergebende Auftreffmuster entspricht in gewisser Weise dem Muster der Fig. 1 insofern, als bei den gleichseitigen Dreiecken im Gegensatz zu Fig. 7 wieder Seiten parallel zu den Längsachsen der Rohre liegen. Andererseits ist jedoch auch das Merkmal des sinusförmigen Musters wie bei Fig. 7 vorhanden, so daß die Vorteile der sinusförmigen Ausbildung gewahrt bleiben und die Nachteile der Verringerung des Rohrabstandes von S auf S1 vermieden werden. Der Abstand zwischen den Rohren ist bei Fig. 16 S5, dessen Wert größer als S1 und sogar noch größer als S ist, das auf der rechten Seite der Fig. 16 eingetragen ist, wobei aber die zulässige Falscheinstellung nicht verringert wird.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung zur Wärmebehandlung bei der Herstellung von Einscheiben-Sicherheitsglas mit einem Blasrahmen und Mitteln, mit denen eine Glasscheibe in der Nähe des Rahmens gehalten wird, wobei der Rahmen eine Mehrzahl von parallel und im Abstand voneinander liegenden Luftzuführrohren aufweist, die je mit einer Mehrzahl von durch eine Wandung des Rohres verlaufenden Kanälen versehen sind, die Luftstrahlen gegen die Glasscheibe richten, dadurch gekenn- zeichnet, daß die Kanäle so ausgebildet und längs des Rohres (380, 310) so angeordnet sind, daß sie die Luft in einem Muster gegen die Glasscheibe (A) richten, das durch zwei abstandgleiche, sinusförmige Linien (358, 359) begrenzt wird, deren mittlere Richtung parallel zur Längsachse des Rohres liegt, wobei Mittel vorgesehen sind, mit denen eine Oszillationsbewegung des Rahmens relativ zu den Haltemitteln für die Glasscheibe in wenigstens einer parallel zu den Längsachsen der Rohre liegenden Richtungen erzeugt wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Erzeugung der Oszillationsbewegung eine Bewegung des Rahmens relativ zu den Haltemitteln für das Glas in einer im wesentlichen zur Glasscheibe parallelen Ebene hervorrufen, wobei die Amplitude der Oszillationsbewegung in Richtung der Längsachsen der Rohre beträchtlich größer ist als die Amplitude in Richtung quer zu den Längsachsen.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Erzeugung der Oszillationsbewegung eine lineare Bewegung des Rahmens relativ zu den Haltemitteln für das Glas in einer Richtung parallel zu den Längsachsen der Rohre hervorrufen.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanäle entlang jedem Rohr in Gruppen angeordnet sind und daß die aus den Kanälen jeder Gruppe austretenden Luftstrahlen in Strömungsrichtung gegeneinander divergieren und eine mittlere Strömungsrichtung festlegen, wobei eine erste Schar von Gruppen (381 a, 381 b, 381 c) so angeordnet ist, daß die mittlere Strömungsrichtung eine erste Ebene festlegt, die gegenüber einer normal zur Glasoberfläche (A) und in der Längsachse des Rohres (380) liegenden Ebene (Y) nach einer Seite divergiert, und wobei eine zweite Schar von Gruppen (381 d, 381 e, 381f) so angeordnet ist, daß die mittlere Strömungsrichtung eine zweite Ebene festlegt, die gegenüber der Normalebene (Y) nach der anderen Seite divergiert, und daß die Gruppen der zweiten Schar abwechselnd mit den Gruppen der ersten Schar entlang dem Rohr angeordnet sind.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine dritte Schar von Gruppen (340 e, 340 d) vorgesehen ist, bei der die Gruppen so angeordnet sind, daß die mittlere Strömungsrichtung eine dritte Ebene festlegt, die zwischen der ersten und zweiten Ebene liegt, wobei die Gruppen der dritten Schar abwechselnd mit kombinierten Gruppen der ersten und zweiten Schar längs des Rohres angeordnet sind. In Betracht gezogene Druckschriften Deutsche Patentschrift Nr. 1056 332; belgische Patentschriften Nr. 574 019, 583 418.
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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1056332B (de) 1955-08-15 1959-04-30 Pittsburgh Plate Glass Co Blasrahmen fuer die Waermebehandlung von Glasscheiben
BE583418A (fr) * 1958-10-08 1960-02-01 Pittsburgh Plate Glass Co Procédé et appareil pour temper le verre.

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