DE1114751B - Verfahren und Vorrichtung zum Abscheiden von ungeloesten Teilen aus Fluessigkeiten - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Abscheiden von ungeloesten Teilen aus Fluessigkeiten

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DE1114751B
DE1114751B DEH37067A DEH0037067A DE1114751B DE 1114751 B DE1114751 B DE 1114751B DE H37067 A DEH37067 A DE H37067A DE H0037067 A DEH0037067 A DE H0037067A DE 1114751 B DE1114751 B DE 1114751B
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liquid
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Dr Thomas Hinckeldey
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THOMAS HINCKELDEY DR
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THOMAS HINCKELDEY DR
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B04CENTRIFUGAL APPARATUS OR MACHINES FOR CARRYING-OUT PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES
    • B04CAPPARATUS USING FREE VORTEX FLOW, e.g. CYCLONES
    • B04C5/00Apparatus in which the axial direction of the vortex is reversed
    • B04C5/08Vortex chamber constructions
    • B04C5/081Shapes or dimensions

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Geometry (AREA)
  • Cyclones (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung C zum Abscheiden von ungelösten Teilen aus Flüssigkeiten Bei der Reinigung von Flüssigkeiten liegt oft das Problem vor, daß Flüssigkeiten gleichzeitig durch Leicht- und Schwerstoffteilchen verunreinigt sind und daß die Schwerstoffteilchen wenn es sich um Feststoffe handelt, Korngrößenunterschiede im Verhältnis von 1 - 10 000 und mehr besitzen. Die Trennung dieser Flüssigkeitsverunreinigungen soll in einem Verfahren und einer Vorrichtung gleichzeitig auf engstem Raum durchgeführt werden. Dies ist notwendig, da die verunreinigten Flüssigkeiten vielfach sehr tief unter der Erdoberfläche anfallen und großflächige Flachabsetzbecken wegen ihrer sehr hohen Kosten unwirtschaftlich sind oder wegen des nicht zur Verfügung stehenden Platzes nicht ausgeführt werden können.
  • Die Flachbecken können auch nicht gleichzeitig sehr große und sehr kleine Schwerstoffteilchen in einem Absetzraum zum Ausscheiden bringen, da sich die großen Schwerstoffteilchen bereits in den Verteilerrinnen und vor den Prallwänden absetzen. Besondere »Sandfänger« für große Schwerstoffteile sind vorgeschaltet, wodurch die Anlage räumlich vergrößert und verteuert wird.
  • Die bisher bekannte Form einer Absonderung auf kleinem Raum geschieht durch den sogenannten Hydrozyklon (gemäß der Veröffentlichung in der Zeitschrift »Stahl und Eisen« Jg. 1958, Heft 4 vom 20. 2. 1958, die der Patentauslegeschrift 1029 801 zugrunde gelegt wurde). In dieser Patentauslegeschrift ist jedoch der Name Hydrozyklon nicht mehr erwähnt worden, da offensichtlich - wie nachfolgend noch ausgeführt wird - eine Zyklonwirkung in einem solchen Becken überhaupt nicht vorhanden ist. Entsprechend der Veröffentlichung soll jedoch dieses Becken zur Kennzeichnung als Hydrozyklon bezeichnet werden, Gegenüber der Erfindung weist jedoch dieses Hydrozyklon folgende Nachteile auf (zur Erläuterung Zeichnung Abb. 1).
  • 1 . Der Hydrozyklon setzt ein ungeteiltes Becken voraus, in dem ohne Trennwand neben der Rotation auf- und abwärts gerichtete Flüssigkeitsströme gleichzeitig auftreten und in dem die schweren Teile zur Mitte wandern sollen.
  • Die Schwerteile müssen bei ihrer Wanderung zur Mitte immer durch eine Aufwärtsströmung kornmen, wodurch das Absetzen verzögert oder ganz verhindert wird.
  • Leichte Teile kommen in eine Abwärtsströmung, so daß deren Ausscheiden behindert wird. 2. Der Hydrozyklon hat zur Voraussetzung, daß der Flüssigkeitseintritt sehr tief unter dem Flüssigkeitsspiegel, etwa in halber Beckenhöhe, geschieht (Abb. 1). Damit ist jedoch der über der Eintrittsöffnung liegende Beckeninhalt für die Abscheidung nutzlos verloren.
  • 3. Die Einführung durch ein unzugängliches dückerföriniges Rohrstück erschwert die Wartung. Bei sehr unterschiedlich anfallenden Flüssigkeitsmengen wie in Walzwerken bei Abspritzvorgängen und Regenbeimengungen muß der Rohrquerschnitt auf die größte Flüssigkeitsmenge abgestimmt werden, so daß sich die Geschwindigkeit in dem Dückerrohr bei Trockenwetterabfluß oder Niedrigstmengen so stark verringert, daß eine Abscheidung großer Teilchen bereits in diesem Rohrstück erfolgt, was zu Betriebsstörungen führen kann. An einem bereits ausgeführten Hydrozyklon mußte deshalb das Dückerrohr abgebrochen und durch einen zugänglichen Einlaufabsturz ersetzt werden. Damit wurde jedoch das System auf eine Vorrichtung zurückgeführt, die von den Erflndern als unwirksam bezeichnet wird.
  • Bei großen Geschwindigkeiten der Flüssigkeit werden beim Übergang von offenem Gerinne zum Dückerrohr vielfach Luftblasen mitgerissen, die im Becken aufsteigen und Veränderungen in der Vertikalströmung des Beckens ergeben.
  • 4. Wenn ein Abscheiden nach dem Prinzip des Hydrozyklons durchgeführt wird, so setzt dies voraus, daß die Flüssigkeitsrotation mit einer großen Geschwindigkeit vor sich gehen muß. Dies bedeutet, daß- die kinetische Energie der ankommenden Flüssigkeit meist nicht ausreicht, die nötige Rotationsgeschwindigkeit zu erzielen. So liegt zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch kein eindeutiger Beweis dafür vor, daß bei der in der Praxis auftretenden Rotationsgeschwindigkeit die Abscheidung überwiegend durch die Zyklonbewegung erfolgt. Aus diesem Grunde muß vielfach durch eine wesentliche Absenkung des Beckenspiegels gegenüber dem Einlauf ein zusätzlicher hydrostatischer Druck geschaffen werden, durch den über die zusätzlich vorhandene düsenförmige Verengung am Eintritt eine Flüssigkeitsbeschleunigung erzeugt wird, die jedoch im Becken eine erhebliche Flüssigkeitsturbulenz bewirkt, was nachteilig für den Absetzvorgang ist. Die Verwendung eines zusätzlichen Druckgefälles kostet Energie, die nachträglich durch erhöhte Pumpkosten wieder ausgeglichen werden muß. Die Anordnung der Düse am Einlauf unterliegt einem hohen Verschleiß, die Wartung ist während des Betriebs nicht möglich.
  • 5. Eine gleichmäßige Rotationsgeschwindigkeit kann nur erreicht werden, wenn der Flüssigkeitszulauf weitgehend gleich stark ist. Bei Zulaufschwankungen im Verhältnis bis zu 1: 10, z. B. bei Sinterabsetzanlagen, ergibt sich für Trockenwasseranfall oder Geringstanfall nicht mehr die nötige Rotationsenergie, wodurch die Wirkungsweise des Hydrozyklons in Frage gestellt wird. Da die zur Rotation der Flüssigkeit nötige Energie in der Praxis nicht beliebig gesteigert werden kann, muß auch das Beckenvolumen und vor allem der Beckendurchmesser gering gehalten werden. Dies wirkt sich jedoch auf die Größe des Absetzraumes aus, wodurch die vertikalen Flüssigkeitsgeschwindigkeiten sehr groß werden. Ein Absetzen feiner Teile kann damit behindert oder sogar verhindert werden.
  • Der Raum für die bereits abgesetzten Schwerstoffe geht dem- Flüssigkeitsinhalt verloren, bei kleinerem Beckeninhalt ist auch die Absetzmenge begrenzt, so daß in sehr kurzen Abständen die Räumung der abgesetzten Stoffe erfolgen muß.
  • 6. Hohe Rotationsgeschwindigkeiten bewirken einen starken Abrieb und Angriff der Beckenwände, wodurch- vielfach besonders teure Verkleidungen notwendig werden.
  • 7. Das Abscheiden der Leichtstoffe erfolgt gegen die Vertikalströmung, wodurch das Abscheiden behindert wird. Die tiefe Einführung der Flüssigkeit erschwert das Hochschwimmen. Durch die Einlaufdüse werden die bereits auf der Oberfläche in offenen Gerinnen schwimmenden Leichtstoffe wieder mit der Flüssigkeit und den Schwerteilen in einer besonders stark turbulenten Strömung vereinigt, g so daß die Bildung von Emulsionen aus Leicht- und Schwerstoffen zusammen mit der Flüssigkeit eintreten kann, was den Ausscheidungsprozeß behindert oder gar verhindert.
  • 8. In Fällen, in denen Schwerstoffe in der Größenordnung von mehreren Zentimetern Durchmesser bis zu wenigen Tausendstelmillimetern gleichzeitig aus der Flüssigkeit ausgeschieden werden sollen (Verhältnis. 1 : 10 000), ergibt der Hydrozyklon sehr unterschiedliche Beschleunigungen der Schwerstoff--, so daß verschieden Horizontal-und Vertikal-cschwindigkeiten im Becken auf-C treten, wodurch eine gegenseitige Behinderung beim Ausscheiden der einzelnen Größenstufen der Schwerteile erfolgen kann.
  • 9. In Fällen, bei denen die Flüssigkeiten mit stark wechselnden Temperaturen in das Becken eintreten, entstehen beim Hydrozyklon gegen die Normalströmung gerichtete Vertikalströmungen, die den Abscheidungsvorgang behindern, z. B. beim Abspritzen von Walzzunder heizt sich die Flüssigkeit durch das heiße Walzgut und den Walzzunder gegenüber anderen anfallenden Flüssigkeiten stark auf. Diese heißen Flüssigkeitsmassen treffen als besonderer Flüssigkeitsschwall im Becken ein, sie bilden nach oben strömende sogenannte »Temperaturwolken«, die in dem Becken ohne Führung der Flüssigkeiten in nach oben und unten gerichtete Ströme eine starke vertikale Turbulenz erzeugen, die den Absetzvorgang behmdert.
  • Die vorgenannten Nachteile des Hydrozyklons sollen erfindungsgemäß vermieden werden.
  • Die Erfindung sieht ein zylindrisches Becken vor mit klarer Trennung des Beckenraumes in eine Absetzzone und eine Auslaufzone. Grundsätzlich sollen die in der Zuflußrinne bereits an der Oberfläche schwimmenden Leichtstoffe auch nicht durch dückerartige Einführung oder Prallwände mit der übrigen Flüssigkeit vermengt oder durchwirbelt werden, sondem diese Leichtstoffe bleiben an der Oberfläche, indem die Flüssigkeit auf die Oberfläche des Beckenraumes aufgetragen wird. Damit ist auch gleichzeitig die Kontrolle und die Zugänglichkeit zur Abflußrinne bis zum unmittelbaren Beckeneintritt auch während des Betriebes gewährleistet.
  • Durch die taugentiale Einleitung der Flüssig-keit dergestalt, daß die horizontale Komponente um ein Mehrfaches größer ist als die sich physikalisch einstellende vertikale Komponente, wird die Flüssigkeit in eine Kreisströmung versetzt, wodurch die punktförmig eingeleitete Flüssigkeit über den Beckenraum so verteilt wird, daß der gesamte Beckenraum gleichmäßig beaufschlagt wird. (Abb. 2 zeigt, wie sich jede neu hinzukommende Flüssigkeitsströmung schrauben-oder spiralförmig auf die vorhandene Flüssigkeit aufträgt. In der Abb. 2 sind die aufeinanderliegenden Flüssigkeitsströme zur besseren Kenntlichmachung auseinandergezeichnet.) Eine unkontrollierte Flüssigkeitsströmung, wie sie in einem ungeteilten Becken möglich ist, kann somit nicht auftreten. Die Leichtstoffe selbst können nicht in den Auslaufteil gelangen.
  • Durch die Bemessung des Absetzraumes ist es möglich, die vertikale Flüssigkeitsgeschwindigkeit so klein über den ganzen Absetzraum zu halten, daß die Auftriebsgeschwindigkeit der Leichtstoffe größer ist, so daß sich die Leichtstoffe an der Oberfläche sammeln.
  • Die Schwerstoffe erhalten zusätzlich zu ihrer eigenen Sinkgeschwindigkeit noch die Komponente der vertikalen Flüssigkeitsströmung, so daß die Schwerstoffteilchen schneller sinken als in einem nur horizontal durchströmten Absetzbecken.
  • Es ist deshalb möglich, die Flüssigkeit auf kürzerem Wege in der Absetzzone seitlich abzulenken-, es genügt, wenn die horizontale Ablenkgeschwindigkeit der Flüssigkeit kleiner ist als die Vertikalgeschwindigkeit der abzuscheidenden Schwerstoffteilchen, um ein sicheres Abscheiden zu gewährleisten. Abb. 3 bis 7 zeigen beispielhaft das Absetzverfahren sowie die einzelnen Vorrichtungen.
  • Die beim Flüssigkeitseintritt entstehende Turbulenz wird in der Zone 1 ausgeglichen. Diese Zone ist jeweils so groß auszubilden, daß auch bei sehr gerin-CY n Ce Flüssigkeitsmengen eine volle Verteilung über die Zone 1 möglich ist. Dies ist in Normalfällen ohne besondere Vergrößerung der Zone 1 der Fall, da bei geringem Flüssigkeitsanfall zwar auch die Umlaufgeschwindigkeit geringer ist, gleichzeitig jedoch auch die Zeit wesentlich größer ist, in der die jetzt viel flachgängigere Schraubenbewegung die Zone in vertikaler Richtung verläßt.
  • Erfindungsgemäß hat der Flüssigkeitsumlauf die Aufgabe, eine straffe Führung der Flüssigkeit hinsichtlich ihrer anteiligen vertikalen Komponente zu erzielen und die Turbulenz in vertikaler Richtuna, C verkleinern. Flüssigkeiten mit unterschiedlicher Temperatur werden in dieser Zone 1 vergleichmäßigt, und die in dieser Zone auftretende Vermischung verschieden warmer Flüssigkeiten ermöglicht eine gleichmäßig in den Absetzraum verlaufende vertikale Flüssigkeitsströmung.
  • Der Eintritt der Flüssigkeit mit voller Geschwindigkeit hat den Vorteil, daß die Schleppkraft besonders für die schweren Teile gleich groß bleibt und somit ein Abscheiden dieser Teile bereits vor dem Absetzraum vermieden wird.
  • Der Eintritt der Flüssigkeit auf den Flüssigkeitsspiegel begünstigt besonders das Abscheiden von Leichtstoffen, die bereits in der Zulaufrinne oberflächennah schwimmen und beim Eintritt in das Becken ebenfalls an der Oberfläche bleiben.
  • Da das Einlaufbecken vom Auslaufbecken durch eine Trennwand 2 oder ein zwischengeschaltetes Pumbecken 3 völlig getrennt ist, können Leichtstoffe nicht in die Auslaufzone mitgerissen werden. Die Umlaufbewegung befördert die Leichtstoffe zwangläufig auf die Rückseite des Flüssigkeitseintrittes, wo sie in einfacher Form 4 ohne maschinelle Apparatur abgezogen werden können.
  • Die Absetzzone 5 zeichnet sich erfindungsgemäß dadurch aus, daß die Schwerteilchen in sie bereits mit einer vertikalen Flüssigkeitsgeschwindigkeit eintreten. Hinzu kommt die zusätzliche eigene Vertikalgeschwindigkeit aus der Schwerkraft gegenüber der Flüssigkeit.
  • Die Vertikalgeschwindigkeit der Schwerteile ist somit größer als beim Absetzvorgang aus der Schwerkraft allein, wie sie bei den Flachbecken vorherrscht. Es ist folglich möglich, die Flüssigkeit auf kürzerem Weg in horizontaler Richtung abzuführen, da durch die Massenträgheit die Schwerteile weniger seitlich abgelenkt werden und somit ein steilerer Verlauf des Absetzweges der Schwerteile vorliegt als beim Flachbecken mit nur horizontaler Flüssigkeitsströmung.
  • Die Schwerteile setzen sich weitgehend an der Schrägwand des Absetzraumes ab, während die Flüssigkeit langsam in Querrichtung zur Auslaufzone strömt.
  • Der untere Querschnitt der Absetzzone 5 soll nicht wesentlich größer als der Querschnitt der Umkehrzone 6 sein, um eine Beschleunigung der Flüssigkeit und ein Mitreißen von Schwerteilen zu vermeiden.
  • Die Ablaufzone 7 kann jedoch nach oben verhältnismäßig schnell verkleinert werden, da für das Ab- scheiden der Schwerteile der untere Querschnitt der Umkehrzone maßgebend ist. Kleinstteile, deren Ab- setzgeschwindigkeit kleiner ist als die Aüfwärtsgeschwindigkeit in der Umkehrzone 6, werden nicht ausgeschieden, wenn sie sich nicht schon vorher abgeschieden haben, sondern sich in Zone 6 befinden. Die Ablaufzone 7 kann deshalb wesentlich kleiner als Zone 6 gemacht werden, da dies auf den Absetzprozeß keinen Einfluß hat. Ebenso kann der Auslauf 8 durch wenige Öffnungen erfolgen, bei denen die Geschwindigkeit der Flüssigkeit nicht wie bei anderen Beckensysternen besonders gering gehalten werden muß, da auf abzuscheidende Leichtstoffe keine Rücksicht genommen werden muß und besondere Tauchwände, die bei allen übrigen Systemen zum Abscheiden von Leichtstoffen verwandt werden, Überflüssig sind. Die Ablaufzone 7 muß nur so groß gehalten werden, daß ein Entleeren der abgesetzten Stoffe durch Greifer oder andere mechanische Mittel möglich ist, und zwar durch Schacht 9.
  • Erfindungsgemäß genügt zur Trennung der beiden Zonen, in denen nur eine aufwärts bzw. abwärts gerichtete Strömung auftritt, eine Trennwand 2, zweckmäßig ist jedoch die Trennzone so weit zu verbreitern, daß zwischen beiden Zonen ein besonderes Becken 3 geschaltet wird, aus dem durch tiefliegende bzw. selbstabsaugende Pumpen oder andere Vorrichtungen die gereinigte Flüssigkeit befördert wird.
  • Der erfindungsgemäße Einlauf der Flüssigkeit auf die Oberfläche der Beckenflüssigkeit macht es möglich, durch Umsetzen der Trennscheibe 10 die ankommende Flüssigkeit direkt in den Ablauf bzw. in das Pumpbecken 3 zu leiten, so daß eine Reinigung und Entleerung des Absetzraumes auch während des Betriebes möglich ist, wenn, wie z. B. bei ständigem Zufluß von Kühlwasser, der Zufluß nicht außer Betrieb genommen werden kann.
  • In besonderen Fällen, bei denen der Schacht 9 besonders groß ausgebildet ist, kann die Flüssigkeit auch ringförmig in die Innenzone eingeführt werden und die Flüssigkeitsströmung in umgekehrter Richtung erfolgen (Abb. 8), wodurch jedoch der erfindungsgemäße Flüssigkeitseintragungs- sowie der Absetzvorgang in allen Phasen voll erhalten bleibt.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Abscheiden von ungelösten schweren und leichten Teilen aus Flüssigkeiten, insbesondere zum Reinigen der Abwässer von Walzstraßen od. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß a) in einem Klärbecken mit kreisförmiger Oberfläche die zu reinigende Flüssigkeit tangential und horizontal auf die Oberfläche mit einer derartigen Strömungsgeschwindiggkeit eingeleitet wird, daß die horizontale Komponente der Flüssigkeitsströmung um ein Mehrfaches größer ist als die physikalisch g >egebene, sich einstellende vertikaler Komponente (Abb. 2), b) die Flüssigkeitsmenge und der Querschnitt der Kreisringfläche (1) derart aufeinander abgestellt werden, daß die senkrechte Flüssigkeitskomponente kleiner ist als der Auftrieb der Teilchen der Leichtgutfraktion, c) die von den Schwerstoffen abzuscheidende Flüssigkeit im unteren Teil des Klärbeckens (5) seitlich zur Beckenmitte abgelenkt wird, und zwar durch eine derartige Abschrägung des Innenkörpers des Klärbeckens (2, 3), daß die zur Beckemnitte gerichtete Strömungsgeschwindigkeit kleiner ist als die Vertikalgeschwindigkeit der Teilchen der Schwergutfraktion (Abb. 4).
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Zuleitung der zu reinigenden Flüssigkeit zum Klärbecken die Fließgeschwindigkeit in der Rinne so hoch gehalten wird, daß alle Feststoffe mit durchgeschwemmt, die Leichtgutfraktion jedoch bereits an die Oberfläche geschwemmt wird. 3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch ein hohes zylindrisches Becken (Abb. 3 bis 5) mit konischem Absetzraum, durch einen zylindrischen Trennkörper (2) zwischen Außenwand und Ausflußzone mit schräg zulaufendem Unterteil sowie mit Ausflußöffnungen (8) in der Ausflußzone (7). 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine überströralippe (4) für den Leichtgutanteil auf der Rückseite des Einlaufes, wobei der Lippenunterteil strömungstechnisch abgerundet ist (Abb. 6). 5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Trennkörper (2) hohl ausgebildet und als Pumpensumpf (3) verwendet ist (Abb. 3 bis 5). 6. Vorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch Sperrorgane und einen Durchlauf (10) am Einlauf zwecks unmittelbarer Einleitung der zu reinigenden Flüssigkeit aus der Zuleitungsrinne in den Pumpensumpf (Abb. 5 und 6). 7. Vorrichtung nach Ansprach 3, gekennzeichnet durch die Anordnung des Zulaufes der zu reinigenden Flüssigkeit im Innenraum und Abfüh- rung des Klarwassers im Außenring (Abb. 8).
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