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Anordnung zum Aufhängen von Bündelleitern an Dreifachisolatorenketten
Zusatz zum Patent 1035 234 Gegenstand des Hauptpatentes ist eine Anordnung
zum Aufhängen von Bündelleitern an Dreifachisolatorenketten, von denen zwei jeweils
an den Eckpunkten und eine an dem gemeinsamen Gelenkpunkt zweier Abstandhalter befestigt
sind und an jedem Abstandhalter außerhalb der Mittelsenkrechten der Verbindungslinie
der Gelenkpunkte je eine Zuglasche angelenkt ist, die mit der am anderen Abstandhalter
in gleicher Weise befestigten Zuglasche in einem gemeinsamen Angriffspunkt für die
Bündelleiterlast gelenkig verbunden ist, so daß von den Abstandhaltern und Zuglaschen
ein Gelenkviereck gebildet und die Anordnung so getroffen ist, daß bei Bruch einer
Isolatorenkette die Bündelleiterlast gleichmäßig auf die Restketten verteilt ist.
Nach dem Hauptpatent erhalten die Zuglaschen an ihren einander zugekehrten Seiten
Abstützflächen entsprechender Form und Ausladung, die als Anschläge bei Bruch einer
äußeren Isolatorenkette die Schwenkbewegung der Abstandhalter begrenzen.
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Zu diesem Zweck geht das bei der Anordnung vorhandene Gelenkviereck
durch Aneinanderlegen der Abstützflächen beider Zuglaschen in ein als starres Ganzes
wirkendes Dreieckfachwerk über, und die Form der Abstützflächen an den. Zuglaschen
ist so gewählt, daß bei Bruch einer äußeren Isolatorenkette die Schwenkbewegung
in der Mittelsenkrechten des intakten Abstandhalters gehemmt ist.
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Mit den Mitteln des Hauptpatentes wird bei geringem Aufwand an Bauteilen
eine hohe Festigkeit und Zuverlässigkeit der Aufhängung bei günstiger Lastverteilung
vor und nach dem Bruch erzielt. Indessen treten bei der Anordnung nach dem Hauptpatent
im Augenblick des Bruches kurzzeitig hohe mechanische Belastungen auf, die dadurch
entstehen, daß der Abstandhalter mit der an ihm hängenden Last während des Überganges
von der Stellung bei intakten Isolatorenketten in die Stellung bei Bruch einer äußeren
Isolatorenkette eine Beschleunigung erfährt, die am Ende des Überganges von den
Abstützflächen der Zuglaschen abgefangen werden muß. Obwohl der zurückgelegte Weg
dabei nicht sehr groß ist, können doch infolge der großen Massen der Last erhebliche
mechanische stoßartige Beanspruchungen auftreten. Diese zu dämpfen bzw. zu vermeiden.,
ist das Ziel der vorliegenden Erfindung, die eine weitere zweckmäßige Ausgestaltung
des Gegenstandes des Hauptpatentes darstellt.
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Die Lösung der gestellten. Aufgabe erfolgt dadurch, daß gemäß der
Erfindung ein in seiner Dämpfungscharakteristik einstellbares Dämpfungsglied in
Form einer Feder oder Federkombination in dem Zwischenraum, der zwischen beiden
Zuglaschen vorhanden ist, angeordnet ist. Diese ist so bemessen, daß beim Bruch
einer Isodatorenkette allmählich und stetig ohne Überbeanspruchung einer der intakt
gebliebenen Isolatorenketten die Mehrbelastung dieser Ketten erfolgt und die Mehrlast
gleichmäßig auf die Restketten verteilt wird. Als Dämpfungsglied wird dabei zweckmäßig
eine oder ein System von Tellerfedern benutzt. Diese haben den Vorteil, daß sich
einerseits die Federwirkung genau dosieren läßt, wobei lediglich die Stärke oder
Anzahl der einzelnen Tellerfedern verändert zu werden braucht, und daß anderseits
für eine gegebene Federlast ein Minimum an Raum notwendig ist. Schließlich sind
die einzelneu Federn auch leicht auswechselbar und bequem zu reinigen.
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Das Vorsehen von stoßdämpfenden Einrichtungen bei derartigen Anordnungen
zum Aufhängen von Bündelleitern ist an sich bekannt.
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So ist es nicht mehr neu, bei Schutzvorrichtungen für Leitungen Stoßdämpfer,
insbesondere Federn, vorzusehen, die bei Beschädigungen oder Bruch einer Leitung
den auftretenden Stoß mildern.
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Ferner sind bei einer Anordnung zum Aufhängen von Bündelleitern an
Dreifachisolatorenketten gelenkig miteinander verbundene Winkelstücke und Stäbe
nach Art eines Gelenkvierecks bekannt, und es werden hier bei Bruch eines der Hängeisolatoren
die intakten Isolatorenketten ebenfalls gleichmäßig belastet. Beim Bekannten sind
auch stoßdämpfende Einrichtungen vorhanden, die beim Übergang vom Normal- zum Störungsfall
eine Dauerverformung erleiden. Soll beim Bekannten der Übergang in die neue Lage
stoßdämpfend erfolgen, so geschieht das mit Stoßdämpfermitteln, welche bei ihrer
Beanspruchung dauernd verformt werden und dabei zu Bruch gehen. Sofern noch Restkräfte
einwirken, wird sich die bekannte Anordnun
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bereits geringe Kräfte ausreichen, da die entgegenwirkenden seitlichen Komponenten
der Aufhängelast ebenfalls nur gering sind und bei Angreifen der Last in der Symmetrielinie
der beiden verbleibenden Abspannketten sogar Null sind. Federnde oder lediglich
verformbare stoßdämpfende Mittel sind daher bei der bekannten Anordnung wegen der
dadurch bewirkten Aufhebung der gleichmäßigen Lastverteilung nicht brauchbar. Bei
der Anordnung gemäß dem Hauptpatent bleibt dagegen der betreffende Tragarm nach
dem Bruch einer Außenisolatorenkette in einer eindeutig bestimmbaren Schräglage,
nämlich -so. daß trotz außermittigem Aufhängepunkt des Tragarms der Lastangriffspunkt
genau in der Symmetrielinie zwischen den beiden verbleibenden Abspannketten liegt.
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Es ist zweckmäßig, nicht eine gewöhnliche Feder mit linearer Federcharakteristik
zu verwenden, sondern diese nichtlinear und derart zu wählen, daß während des Lastüberganges
die Belastung der am stärksten beanspruchten Kette die zumutbare Last nach dem Bruch
nicht oder nur unwesentlich übersteigt. Es läßt sich natürlich nicht vermeiden,
daß die verbleibenden Ketten nach dem Bruch einer Kette höher als vorher belastet
sind, jedoch kann durch eine entsprechend gewählte Federkennlinie ein unzulässiger
Anstieg über die neue Belastung hinaus verhindert tverden.
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Das gelingt in verhältnismäßig einfacher Weise durch Kombination von
verschiedenartigen, z. B. dünnen und dicken Tellerfedern, die auf einem mittleren
Führungsstab aufgereiht werden. Die genaue Anzahl und Kombination wird zweckmäßig
durch `ersuch bestimmt bzw. überprüft.
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Der erwähnte Führungsstab kann in einfacher Weise in dem einen Abstützglied
mit einem Bolzen gelagert und in dem andern in seiner Längsrichtung lediglich geführt
sein. Als Endglied der Tellerfederkombination ist zweckmäßig ein Druckkörper vorgesehen,
der sich mit balliger Abstützfläche an dem benachbarten Abstützkörper abwälzt, so
daß vor und nach dem Bruch eine möglichst satte Auflage erzielt wird. Ferner soll
der Bolzen an seinem vorderen Ende parallel zur Längsrichtung abgeflacht sein, damit
eine gute Führung in einer entsprechenden Führungsbahn des Abstützkörpers möglich
ist.
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Die Erfindung wird an Hand der Figuren, die ein Ausführungsbeispiel
darstellen, näher erläutert. Es zeigt Fig. 1 die Seitenansicht einer Anordnung gemäß
der Erfindung, Fig. 2 einen Schnitt durch den einen Abstandhalter im Bereich des
Bolzenendes.
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Bei dem Ausführungsbeispiel sind drei Isolatorenspannketten
1, 2, 3 an ihren Angriffspunkten 4, 5. 6
paarweise durch Abstandhalter
7 und 8, die je doppelwandig aus einem Stück mit U-förmigem Querschnitt hergestellt
sind, verbunden.. Die äußere Gestalt der Querstreben ist, iv ie ersichtlich, ein
stumpfwinkliges 5reieck.
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Zwischen den flachen Schenkeln der doppelwandigen Abstandhalter
7 und 8 befindet sich je eine Zuglasche 9 bzw. 10, die
bei 11 und 12 in Abstandhaltern 7 und 8 so gelagert
sind, daß alle Isolatorenketten gleichmäßig belastet werden. Die freien Enden der
Zuglaschen 9 und 10 sind durch einen Bolzen 13
gelenkig miteinander
verbunden, an dem ein Gelenkarm 14 angreift, an dessen unteres Ende bei 15 ein Tragarm
16 eingehängt ist, an dem die Last 17 der Bündelleiter angreift. Im Zwischenraum
zwischen den Abstandhaltern 9 und 10 ist gemäß der Erfindung ein Dämpfungsglied
in Form einer Federkombination, bestehend aus einer Reihe von Tellerfedern 18, die
auf einem Bolzen 19 aufgereiht sind, angeordnet. Der Bolzen 19 ist mit einem
Ende bei 29 in dem Abstandhalter 9 gelagert, während sein anderes Ende 20 in einen
Führungsschlitz 21 des zweiten Abstandhalters 10 eingreift. Der Bolzen
19 besitzt im Bereich seines einen Endes einen Bund 22 zum Abstützen der
Tellerfedern 18, während diese auf der anderen Seite gegen ein bewegliches Zwischenstück
23 anliegen, das an seiner freien Stützfläche 24 ballig, und und zwar derart ausgeführt
ist, daß in jeder Lage stets eine satte Auflage an der Gegenfläche 25 erzielt wird.
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Die Gestalt des Bolzens 19 und der Führung 21 ist aus der Schnittzeichnung
Fig.2 zu ersehen. Der Bolzen, der in seinem Hauptteil kreisförmigen Querschnitt
aufweist, ist an seinem vorderen Ende 20, mit dem er in die Führung 21 hineinragt,
parallel zu seiner Längsrichtung an beiden Seiten abgeflacht. Die Schenkel der Zuglasche10
sind im Bereich des Bolzens 19 ausgeschnitten und die Schnittstelle teilweise
durch Führungsbleche oder Platten 26 aus entsprechend widerstandfähigem Material
wieder geschlossen. Die Außenseite der Führungsbleche schließt zweckmäßig mit der
Außenseite der Zuglasche 10 bündig ab. Durch außen aufgeschweißte Platten
27 werden die Bleche oder Platten 26 gehalten und abgestützt. Der backenartig
etwas überstehende Teil 28 der Zuglaschenschenkel dient zugleich als obere und untere
Führung für das Ende 20 des Bolzens 19.
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Durch das vorgesehene Dämpfungsglied ist es möglich, während des Bruchvorgangs
in den einzelnen Phasen des Überganges von der Normalstellung in die Stellung nach
Bruch einer Isolatorenkette mechanische Überbeanspruchungen zu vermeiden und die
Dämpfung genau den Erfordernissen in diesen einzelnen Phasen anzupassen.