DE1102154B - Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Aralkylhydroperoxyden - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Aralkylhydroperoxyden

Info

Publication number
DE1102154B
DE1102154B DEC15663A DEC0015663A DE1102154B DE 1102154 B DE1102154 B DE 1102154B DE C15663 A DEC15663 A DE C15663A DE C0015663 A DEC0015663 A DE C0015663A DE 1102154 B DE1102154 B DE 1102154B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oxidation
solution
reaction vessel
hydroperoxide
line
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC15663A
Other languages
English (en)
Inventor
William H Shiffler
John F Senger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
California Research LLC
Original Assignee
California Research LLC
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by California Research LLC filed Critical California Research LLC
Priority to DEC15663A priority Critical patent/DE1102154B/de
Publication of DE1102154B publication Critical patent/DE1102154B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C409/00Peroxy compounds
    • C07C409/02Peroxy compounds the —O—O— group being bound between a carbon atom, not further substituted by oxygen atoms, and hydrogen, i.e. hydroperoxides
    • C07C409/04Peroxy compounds the —O—O— group being bound between a carbon atom, not further substituted by oxygen atoms, and hydrogen, i.e. hydroperoxides the carbon atom being acyclic
    • C07C409/08Compounds containing six-membered aromatic rings
    • C07C409/10Cumene hydroperoxide
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C407/00Preparation of peroxy compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Aralkylhydrop eroxyden Die vorliegende Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren und eine Vorrichtung zur Oxydation von Kohlenwasserstoffen der allgemeinen Formel zu Aralkylhydroperoxyden der allgemeinen Formel In den Formeln bedeuten R1 und R2 niedermolekulare Alkylgruppen, d. h. Methyl-, Äthyl-, Propyl- oder Butylgruppen und Ar einen aromatischen Kohlenwasserstoffrest, z. B. einen Phenyl-, Tolyl- oder Naphethylrest. Ganz besonders betrifft die vorliegende Erfindung die Oxydation von Cumol, Cymol, Diisopropylbenzol, sec. -Butylbenzol und Isopropylnaphthalin zu den entsprechenden Hydroperoxyden.
  • Erfindungsgemäß befindet sich im unteren Teil des Reaktionsgefäßes eine wäßrige Lösung, im folgenden auch als »wäßrige Flüssigkeit« bezeichnet, die durch Alkalizugabe auf einem p-Wert zwischen 3 und 10 gehalten wird (vgl. die der Erläuterung der Zeichnungen vorausgehenden Ausführungen dieser Beschreibung). Diese wäßrige Lösung kann einige aus der Umsetzung stammende Verunreinigungen enthalten, die jedoch keinen Einfluß auf den Reaktionsverlauf haben. Innerhalb des Reaktionsgefäßes befinden sich mehrere in Reihe hintereinander angeordnete Oxydationsräume mit einem Gesamtquerschnitt, der dem des Reaktionsgefäßes entspricht. Die Seitenflächen der Oxydationsräume erstrecken sich bis unter die Oberfläche der wäßrigen Lösung, so daß ein Teil der genannten Fläche die wirksame untere Begrenzung jedes Oxydationsraumes darstellt.
  • In jedem Oxydationsraum befindet sich eine Lösung des herzustellenden Hydroperoxyds in einem Alkylarylkohlenwasserstoff der oben beschriebenen Art, wobei die Konzentration der Lösungen in den verschiedenen hintereinandergeschalteten Oxydationsräumen ansteigt, so daß sie im ersten Oxydationsraum bis 10 Gewichtsprozent und im letzten über 154 und gewöhnlich zwischen 15 und 40 Gewichtsprozent Hydroperoxyd beträgt. Ein Gas, das freien Sauerstoff enthält, wird aufwärts durch die Lösungen in den verschi edenen Oxydationszonen geleitet. Der Alkylarylkohlenwasserstoff wird kontinuierlich in den ersten Oxydationsraum eingeführt und eine Lösung des organischen Hydroperoxyds im Alkylarylkohlenwasserstoff kontinuierlich aus dem letzten Oxydationsraum abgezogen. Teilweise verbrauchtes, freien Sauerstoff enthaltendes Gas wird aus dem oberen Teil des Reaktionsgefäß es abgezogen, eine wäßrige Alkalilösung wird in jeden Oxydationsraum eingeführt und wäßrige Lösung aus dem unteren Teil des Reaktionsgefäßes mit solcher Geschwindigkeit abgezogen, daß im genannten Gefäß stets eine etwa konstante Menge der Lösung anwesend ist.
  • Die alkylaromatische Kohlenwasserstoffbeschickung wird im flüssigen Zustand mit dem freien Sauerstoff enthaltenden Gas, gewöhnlich Luft, bei einer Temperatur vorzugsweise zwischen etwa 200 und 2500 C oxydiert. Höhere Temperaturen sind zu vermeiden, da die Hydroperoxyde bei steigenden Temperaturen zunehmende Unbeständigkeit zeigen, und bei Temperaturen von etwa 2500 C an sinken die Hydroperoxydausbeuten infolge Hydroperoxydzersetzung und erhöhten Nebenreaktionsgeschwindigkeiten. Jeder Oxydationsraum kann bei etwa der gleichen Temperatur betrieben werden, vorzugsweise jedoch wird zwischen den verschiedenen Oxydationsräumen ein TemperaturgefälIe eingehalten, so daß die Temperatur mit steigender Hydroperoxydkonzentration in den Oxydationsräumen abnimmt. Es wurde beobachtet, daß die Oxydationsgeschwindigkeit bei zunehmender Hydroperoxydkonzentration der Lösungen steigt. Infolgedessen wird die höchste Temperatur im ersten der in Reihe hintereinander angeordneten .xydationsräume, in welchen die frische alkylaromatische Beschickung eingeführt wird, und die niedrigste Temperatur im letzten der in Reihe hintereinander angeordneten Oxydationsräume aufrechterhalten, in dem die Hydroperoxydkonzentration am höchsten ist und aus dem die Lösung aus Hydroperoxyd und Kohlenwasserstoff abgezogen wird.
  • Die Oxydationsräume werden vorzugsweise unter einem erhöhten Druck von etwa 1,4 bis 14 kg/cm2 gehalten. Erhöhte Drücke vermindern die Verluste an Alkylarylkohlenwasserstoff durch Verdampfung und ermöglichen die Aufrechterhaltung höherer Molverhältnisse von freiem Sauerstoff zu alkylaromatischem Kohlenwasserstoff in den verschiedenen Oxydationsräumen. Die Verweilzeit der alkylaromatischen Kohlenwasserstoffbeschickung im Reaktionsgefäß wird zu kurz, wie es sich mit einer befriedigenden Umwandlung der Alkylarylkohlenwasserstoffe zu den entsprechenden Hydroperoxyden unter Herabsetzung der Hydroperoxydverluste infolge Nebenreaktionen auf ein Minimum vereinbaren läßt, gehalten. Gewöhnlich beträgt die Verweilzeit des Alkylarylkohlenwasserstoffes in jedem Oxydationsraum etwa l bis 3 Stunden.
  • Da die Hydroperoxyde durch Säure rasch zersetzt werden und während der Oxydation des alkylaromatischen Kohlenwasserstoffs durch Nebenreaktionen organische Säuren entstehen, wird zur Verhinderung einer durch Säureeinwirkung katalysierten Zersetzung des Hydroperoxyds der p-Wert im Oxydationsgemisch über 3 gehalten. Je nach der Art des zugeführten alkylaromatischen Kohlenwasserstoffs schwankt der optimale prWert hinsichtlich der Peroxydbeständigkeit und der Oxydationsgeschwindigkeit etwas, liegt jedoch in allen Fällen zwischen 3 und 10. Bei der Oxydation von Cumol wird der p11-Wert des Oxydationsgemisches durch kontinuierliche Einführung einer wäßrigen Alkalilösung, z. B. einer Natriumhydroxyd-, Natriumcarbonat-, Natriumbicarbonatlösung, in jeden Oxydationsraum über 7, vorzugsweise zwischen 7,5 und 10 gehalten. Die Konzentration des Alkalis in Wasser beträgt gewöhnlich etwa 0,1 bis 3, vorzugsweise etwa 0,5 bis 1,5 Gewichtsprozent. Die wäßrige Alkalilösung wird in Mengen von 0,01 bis 1Volumprozent, bezogen auf den eingesetzten Kohlenwasserstoff, eingeführt; gewöhnlich reichen 0,05 bis 0,3 Volumprozent, bezogen auf die Kohlenwasserstoffbeschickung, aus.
  • Es sind Verfahren bekannt, nach denen manAralkylhydroperoxyde durch Oxydation der Kohlenwasserstoffe mit Sauerstoff oder sauerstoffhaltigen Gasen gewinnen kann. Dabei werden die Kohlenwasserstoffe in flüssiger Phase bei erhöhten Temperaturen und Drükken, gegebenenfalls in Gegenwart von säurebindenden Mitteln, Schwermetallverbindungen oder Aminen, oxydiert. Demgegenüber hat das erfindungsgemäße Verfahren den Vorteil, daß es kontinuierlich durchgeführt wird und durch dieTemperaturregelung in den einzelnen Oxydationsräumen (höhere Temperaturen haben höhere Reaktionsgeschwindigkeiten zur Folge) die Verweilzeit der Kohlenwasserstoffbeschickung in den Oxydationsräumen niedrig gehalten werden kann, wodurch höhere Durchsätze erzielt werden. Durch eine entsprechende Drucksteuerung werden die Verluste durch Verdampfung von Kohlenwasserstoff herabgesetzt und ein höheres Molverhältnis des freien Sauerstoffs zum Kohlenwasserstoff in den Oxydationsräumen aufrechterhalten. Durch die erfindungsgemäß angewandten Maßnahmen und die erfindungsgemäß angewandteVorrichtung werden unerwarteterweise optimale Ergebnisse erzielt.
  • Die vorliegende Erfindung wird an Hand der Zeichnungen erläutert.
  • Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Anlage sowie ein Fließbild für die Durchführung des vorliegenden Verfahrens; Fig. 2 bis einschließlich Fig. 5 sind Aufsichten auf die Querschnitte der in Fig. i gezeigten Vorrichtung an den entsprechenden, mit 2-2, 3-3, 4-4 bzw. 5-5 bezeichneten Stellen; Fig. 6 zeigt eine andere Ausführungsform der Vorrichtung und des Fließbildes für die Durchführung des vorliegenden Verfahrens; Fig. 7 bis einschließlich Fig. 10 sind Aufsichten auf die Querschnitte an den entsprechenden, mit 7-7, 8-8, 9-9 bzw. 10-10 bezeichneten Stellen der Vorrichtung nach Fig.6; Fig. 11 stellt eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dar, und Fig. 12 zeigt einen Querschnitt der in Fig. 11 dargestellten Anlage.
  • In der Vorrichtung nach Fig. 1 ist das Reaktionsgefäß von einem zylindrischen Gehäuse 20 umschlossen.
  • Das Reaktionsgefäß wird durch sich schneidende Platten 21 und 22 in vier Oxydationsräume unterteilt.
  • Wie aus der Zeichnung hervorgeht, erstrecken sich diese Platten nicht durch die gesamte Länge des Reaktionsgefäßes, sondern sind so angeordnet, daß am oberen Ende des Reaktionsgefäßes ein freier Gas raum und am unteren Ende des Reaktionsgefäßes ein ungeteilter offener Raum bleibt. Wie aus den Abbildungen der Querschnitte hervorgeht, teilen Platten 21 und 22 das Reaktionsgefäß in viertelkreisförmige Oxydationsräume A, B, C und D. Wie Fig. 1 und 2 im Schnitt zeigen, befindet sich oberhalb jedes Oxydationsraumes eine Spritzdüse23, welche mit einer Verzweigungsleitung 24 für wäßriges Alkali in Verbindung steht. Die Gasauslaßleitung 25 dient zur Entfernung des verbrauchten Oxydationsgases aus dem oberen Teil des Reaktionsgefäßes. Die Leitung 25 verläßt das Reaktionsgefäß oberhalb des Oxydationsraumes C. Der zwischen den Oxydationsräumen A und C liegende Teil der Platte 21 reicht vorzugsweise bis zum oberen Ende des Reaktionsgefäßes, so daß das aus der Flüssigkeit in den Oxydationsräumen A und B austretende verbrauchte Oxydationsgas sich um diese Verlängerung der Platten 21 (Position »21 « ist zweimal gebraucht, einmal in Fig. 1 oben und einmal unten) herumbewegen muß, umAuslaß 25 zu erreichen.
  • Dadurch besteht für das Gas auf diesem Weg zum Auslaß 25 die Möglichkeit, mitgerissene Flüssigkeitströpfchen an die Flüssigkeit abzugeben. Jeder Oxydationsraum enthält eine Kühlschlange 26 zum Kontrollieren der Temperatur, eine Heizschlange27 und eine weitere Kühlschlange 28 für Bedarfsfälle. Die Leitung des Kühlwassers und des Wasserdampfes durch die Schlangen 26 und 27 kann so geregelt werden, daß die Temperatur in jedem Oxydationsraum auf dem gewünschten Stand gehalten werden kann. Die Aufgabe der Kühlschlange 28 ist es, zu verhindern, daß die Temperatur plötzlich den erforderlichen Wert übersteigt. Die Alkylarylkohlenwasserstoffbeschickung wird durch die Leitung 29 in den Oxydationsraum A eingeführt, und dieLösung des Hydroperoxyds in demAlkylarylkohlenwasserstoff wird durch die Leitung 34 aus dem Oxydationsraum D abgezogen. Der Weg der Beschickung durch die verschiedenen Oxydationsräume wird in dem in Fig. 4 gezeigten Schnitt gezeigt. Die Beschickung tritt durch die Leitung 29 in den Oxydationsraum A ein, strömt durch die Öffnung 30 in den Oxydationsraum B, bewegt sich von dort durch die Leitung 31 und die Öffnung 32 in den Raum C, fließt von dort durch die Öffnung 33 in den Raum D und wird durch die Leitung 34 aus Zone D abgezogen, die durch die Prallwand 35 geschützt ist, so daß der Gehalt der abgezogenen Hydroperoxydlösung an wäßrigem Alkali herabgesetzt wird. Im unteren Teil jedes Oxydationsraumes befindet sich ein Luftverteiler 36, deren jeder mit einer Luftverzweigungsleitung 37 in Verbindung steht. Während des Betriebes des Reaktionsgefäßes befindet sich im unteren Teil des Reaktionsgefäßes eine wäßrige Flüssigkeit, deren Spiegel 38 sich oberhalb der unteren Ränder der Platten 21 und 22 befindet, so daß die Oberfläche der wäßrigen Lösung die wirksame untere Begrenzung jedes Oxydationsraumes darstellt.
  • Die Auslässe der Luftverteiler 36 befinden sich vorzugsweise oberhalb der Oberfläche der wäßrigen Lösung, so daß die Luft statt in sie unmittelbar in den zu oxydierenden Kohlenwasserstoff eingeführt wird.
  • Die Auslässe der Luftverteiler können aber gegebenenfalls auch unterhalb der Oberfläche der wäßrigen Lösung liegen, wodurch eine innige Berührung der wäßrigen Lösung mit hohem p-Wert mit dem zu oxydierenden Kohlenwasserstoff gewährleistet wird und der Gehalt der aus dem Oxydationsraum D abgezogenen Hydroperoxydlösung an Wasser nicht so stark ansteigt. Die organische Schicht in jedem Oxydationsraum schwimmt auf der wäßrigen Schicht im unteren Teil des Reaktionsgefäßes. Gewöhnlich liegen die oberen Spiegel der organischen Schichten 39 unterhalb der oberen Enden der Platten 21 und 22, so daß kein Uberlauf über diese Platten von einer Oxydationszone in die andere stattfindet. Die Dichten der organischen Schichten in den Oxydationsräumen werden mit zunehmendem Hydroperoxydgehalt größer, weshalb die Spiegel der organischen Schichten in den Oxydationsräumen nicht gleich hoch liegen, sondern am höchsten im Raum A, in dem die organische Schicht die geringste Dichte besitzt, und am niedrigsten im Oxydationsraum D, in dem die organische Schicht die größte Dichte besitzt. Die Öffnungen 30, 31, 32 und 33 können auch weggelassen werden, wenn die Höhen der oberen Teile der Platten 21 und 22 von einem höchsten Stand zwischen den Räumen A und B zu einem niedrigsten Stand zwischen den Räumen C und D abgestuft werden, so daß eine Überleitung des Reaktionsgemisches von einem Oxydationsraum in den nächsten durch Überlauf möglich ist. Infolge der Wirkung der Verbindungsöffnungen zwischen den verschiedenen Oxydationsräumen liegen die unteren Begrenzungsflächen der Flüssigkeiten in den Oxydationsräumen nicht unbedingt auf gleicher Höhe. Die Platten 21 und 22 müssen daher genügend tief unter die unterste dieser Begrenzungsflächen ragen, so daß ein Vermischen der organischen Flüssigkeiten der verschiedenen Oxydationsräume miteinander durch Bewegung rund um die unteren Ränder der Platten 21 und 22 verhütet wird.
  • Die untere, die wäßrige Flüssigkeit wird kontinuierlich aus dem unteren Teil des Reaktionsgefäßes durch die Leitung 40 abgezogen und zum großen Teil mit der Pumpe 41 durch die Leitung 42 zu der ver zweigten Einlaßleitung 24 für die wäßrige Alkali lösung zurückgeleitet, so daß der erforderliche hohe pH-Wert aufrechterhalten bleibt. Der Rest der unteren wäßrigen Flüssigkeit wird durch die Leitung 43 aus dem Reaktionsgefäß entfernt. Eine annähernd konstante Höhe der unteren wäßrigen Schicht läßt sich dadurch aufrechterhalten, daß man durch die Leitung 24 frische wäßrige Alkalilösung zum Ersatz der wäßrigen Flüssigkeit einführt, die durch die Leitung 43 abgezogen und mit der Hydroperoxydlösung durch die Leitung 34 aus dem Reaktionsgefäß ausgetragen wurde.
  • Fig. 6 und die in Fig. 7 bis einschließlich Fig. 10 gezeigten Schnitte erläutern eine andere, gleichermaßen zweckmäßige Ausführungsform der Vorrichtung für die Durchführung des vorliegenden Verfahrens, bei welcher die Platten 50, 51 und 52 das zylindrische Reaktionsgefäß in Segmente von gleichem Volumen teilen. Die Oxydationsräume A, B, C und D sind aufeinanderfolgende Segmente des zylindrischen Reaktionsgefäßes, in denen ein Temperaturgefälle aufrechterhalten wird, das von der höchsten Temperatur im Oxydationsraum A bis zur niedrigsten Temperatur im Oxydationsraum D reicht. Die anderen Teile der Vorrichtung entsprechen den in Fig. 1 gezeigten und sind so beziffert, daß sie mit der Bezifferung in Fig. 1 übereinstimmen, wobei der Ziffer, die dem in Fig. 1 gezeigten Teil entspricht, der Buchstabe »a« hinzugefügt wird.
  • Fig. 11 und 12 erläutern eine weitere Ausführungsform gleicher Wirkung der Vorrichtung für die Durchführung des vorliegenden Verfahrens und zeigen Schnitte durch die Vorrichtung. Die Teile sind entsprechend den in Fig. 1 gezeigten Teilen beziffert, und die Ziffern erhalten den zusätzlichen Buchstaben »b«. Der in Fig. 12 gezeigte Ouerschnitt zeigt eine Reihe von senkrechten Projektionen von aufeinanderfolgend tieferen Punkten in Oxydationszonen A, B, C und D von Fig. 11.
  • Die Oxydation von Cumol zu Cumolhydroperoxyd vollzieht sich glatt in der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung unter folgenden Bedingungen: Die in den Oxydationsräumen A, B, C und D aufrechterhaltenen Temperaturen betragen 116,5, 111,1, 107,6 und 105,80 C. während die Konzentration an Cumolhydroperoxyd in der gleichen Reihenfolge 6,25, 12,5, 18.7 bzw. 25 Gewichtsprozent beträgt. Das Cumol wird mit einer Geschwindigkeit von 355 Gewichtsteilen je Stunde in den Oxydationsraum A des Reaktionsgefäßes eingeführt. Die durchschnittliche Verweilzeit des Cumols in jedem Oxydationsraum beträgt 1,65 Stunden.
  • Frische 0,5gewichtsprozentige wäßrige Natriumcarbonatlösung wird mit einer Geschwindigkeit von 17 Gewichtsteilen je Stunde in den oberen Teil der Oxydationsräume eingeführt, und die wäßrige Flüssigkeit im unteren Teil des Reaktionsgefäßes wird durch die Leitungen 42 und 24 mit der Geschwindigkeit von 17 Gewichtsteilen je Stunde in den oberen Teil des Reaktionsgefäßes zurückgeleitet. Das Gemisch aus Cumol und Cumolhydroperoxyd wird durch Leitung 34 aus dem Oxydationsraum D abgezogen. Die Konzentration des Cumolhydroperoxgds in der abgezogenen Lösung beträgt 25 Gewichtsprozent. Die Abzugsgeschwindigkeit des Cumol-Cumolhydroperoxyd-Gemisches richtet sich nach der Bildungsgeschwindigkeit des Cumolhydroperoxyds, die wiederum von den angewandten Temperaturen abhängt. Diese Lösung enthält eine beträchtliche Menge Wasser, das während der Oxydation entstanden ist, und kleine Mengen organischer, Nebenprodukte, wie Natriumformiat, Methylphenylcarbinol und Acetophenon. Das in der Lösung enthaltene Cumolhydroperoxyd kann zur Verwendung als Dieselkraftstoffzusatz oder zur Umwandlung in Phenol und Aceton durch Spaltung in Gegenwart eines Säurekatalysators konzentriert werden.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRUCHE: 1. Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Aralkylhydroperoxyden durch Oxydation von alkylaromatischen Kohlenwasserstoffen der allgemeinen Formel in welcher Rj und R2 niedermolekulare Alkylreste und Ar einen Aryl- oder Alkarylrest darstellen, in flüssigem Zustand mit einem freien Sauerstoff enthaltenden Gas bei erhöhter Temperatur und erhöhtem Druck in Gegenwart von Alkalilösungen, dadurch gekennzeichnet, daß man das oxydierende Gas bei einer vorzugsweise zwischen 200 und 2500 C liegenden Temperatur der Reihe nach durch mehrere hintereinandergeschaltete Lösungen des herzustellenden Hydroperoxyds im entsprechenden Alkylarylkohlenwasserstoff mit steigendem Hydroperoxydgehalt, in welche eine wäßrige Alkalilösung eingeführt wird, leitet, wobei der Druck etwa 1,4 bis 14 atü beträgt, den Alkylarylkohlenwasserstoff kontinuierlich der ersten Lösung zuführt, dieHydroperoxydlösung im Alkylarylkohlenwasserstoff kontinuierlich aus der letzten Lösung abzieht und gegebenenfalls konzentriert.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hydroperoxydgehalt der ersten Lösung 1 bis 10 Gewichtsprozent und der der letzten Lösung 15 bis 40 Gewichtsprozent beträgt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die sich unterhalb der zu oxydierenden Lösungen absetzende wäßrige Alkalilösung im gleichen Maße abgezogen wird, wie frische Alkalilösung zugeführt wird.
  4. 4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch ein zylindrisches Gehäuse 20, sich schneidende, das Reaktionsgefäß in vier Oxydationsräume (A, B, C und D) unterteilende Platten (21 und 22), deren Länge kleiner als die Gesamtlänge des Reaktionsgefäßes ist und die den unteren Teil des Reaktionsgefäßes nicht unterteilen, während der zwischen Oxydationsräumen (A und C) liegende Teil der Platte (21) vorzugsweise bis zum oberen Ende des Reaktionsgefäßes reicht, durch Einspritzdüsen (23) für die Alkalilösung über jedem Oxydationsraum, durch die Gas auslaß leitung (25) über dem Oxydationsraum (C), durch eine Kühlschlange (26), eine Heizschlange (27), eine Bedarfs-Kühlschlange (28), durch eine Beschickungsleitung (29) für Aralkylkohlenwasserstoffe in den Oxydationsraum (A) und eine Abzugsleitung (34) mit Prallwand (35) für die Hydroperoxydlösung im Alkylarylkohlenwasserstoff aus dem Oxydationsraum (D), durch eine Überlauföffnung (30) in den Oxydationsraum (B), eine Leitung (31) und eine Überlauföffnung (32) in den Oxydationsraum (C) und eine ebensolche Leitung (33) in den Oxydationsraum (D), durch Verteiler (36) für das sauerstoffhaltige Gas, deren Länge gegebenenfalls ausreicht, daß sie in die organische Flüssigkeit ragen, durch eine Abzugsleitung (40) für die wäßrige Alkalilösung, eine Rückführungsleitung (42) und Austragungsleitung (43) für die wäßrige Alkalilösung.
  5. 5. Abänderung der Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das zylindrische Reaktionsgefäß durch Platten (50, 51, 52) in aufeinanderfolgende Segmente von gleichem Volumen unterteilt ist.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 1 002 357, 969 234, 924449.
DEC15663A 1957-10-19 1957-10-19 Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Aralkylhydroperoxyden Pending DE1102154B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEC15663A DE1102154B (de) 1957-10-19 1957-10-19 Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Aralkylhydroperoxyden

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEC15663A DE1102154B (de) 1957-10-19 1957-10-19 Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Aralkylhydroperoxyden

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1102154B true DE1102154B (de) 1961-03-16

Family

ID=7015887

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEC15663A Pending DE1102154B (de) 1957-10-19 1957-10-19 Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Aralkylhydroperoxyden

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1102154B (de)

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE924449C (de) * 1948-11-12 1955-03-03 Distillers Co Yeast Ltd Verfahren zur Herstellung von tertiaeren organischen Hydroperoxyden durch Oxydation alkylsubstituierter aromatischer Verbindungen
DE1002357B (de) 1951-07-03 1957-02-14 Bataafsche Petroleum Verfahren zur Herstellung von Aralkylhydroperoxyden
DE969234C (de) * 1951-11-08 1958-05-14 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von aromatischen oder hydroaromatischen Hydroperoxyden

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE924449C (de) * 1948-11-12 1955-03-03 Distillers Co Yeast Ltd Verfahren zur Herstellung von tertiaeren organischen Hydroperoxyden durch Oxydation alkylsubstituierter aromatischer Verbindungen
DE1002357B (de) 1951-07-03 1957-02-14 Bataafsche Petroleum Verfahren zur Herstellung von Aralkylhydroperoxyden
DE969234C (de) * 1951-11-08 1958-05-14 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von aromatischen oder hydroaromatischen Hydroperoxyden

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69706268T2 (de) Direkte Sauerstoffinjektion in Blasensäulereaktoren
DE966223C (de) Verfahren und Vorrichtung zum katalytischen Cracken von Kohlenwasserstoffen
EP0798039B1 (de) Verfahren zur Durchführung von Stoffumwandlungen mit in Flüssigkeiten suspendierten Katalysatoren
EP0229587B1 (de) Verfahren zum Entschwefeln von schwefelwasserstoffhaltigem Gas und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE102012005450A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Entgasung von flüssigem Schwefel
DE1941969B2 (de) Verfahren zum Abziehen eines fein verteilten Katalysators aus einem Hochdruckreaktor
DE2003268C3 (de) Vorrichtung zur Durchführung der Oxydation im Anthrachinonverfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxid
EP0117986A2 (de) Verfahren und Einrichtung zum Konzentrieren und Reinigen von organische Verunreinigungen enthaltender Schwefelsäure
DE2053115C3 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Durchführung heterogener katalytischer Reaktionen in flüssiger Phase im Fließbett
DE927744C (de) Verfahren zur Gewinnung von Cyanwasserstoff
DE1102154B (de) Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Aralkylhydroperoxyden
DE1542385C3 (de) Verteiler für ein Emulsions-Behandlungsgerät
EP0111253A2 (de) Verfahren zum Durchführen (bio-)chemischer Reaktionen
WO1991003454A1 (de) Verfahren zur herstellung von alkalisalzen von ethercarbonsäuren
DE3885622T2 (de) Verfahren zum kracken mit flüssigen katalysator und vorrichtung dafür mit geringem querschnitt.
DE1800435A1 (de) Verfahren zur UEbertragung von Waerme und/oder Masse bei Fluessigkeitsstroemen und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens
DE2638388C3 (de) Verfahren zum Ingangbringen und Stillegen einer Reaktionszone eines katalytischen Kohlenwasserstoffumwandlungsverfahrens
DE2824061A1 (de) Adiabatischer reaktor und dessen verwendung in einem verfahren zur durchfuehrung von exothermen reaktionen
DE1906448A1 (de) Verfahren und Einrichtung zur kontinuierlichen und selektiven katalytischen Teilhydrierung von organischen Verbindungen
DE2654234C3 (de) Verfahren zur Verringerung des Gehaltes an nitrosen Gasen in Abgasen
DE952923C (de) Verfahren und Vorrichtung zur katalytischen Spaltung von Kohlenwasserstoffoelen
DE1004612B (de) Verfahren zum Stabilisieren von Aralkylhydroperoxyden
DD281803A5 (de) Verfahren und vorrichtung zur oxydation von kohlenwasserstoffen
DE2801841C2 (de)
DE2263752C3 (de) Vorrichtung und Verfahren zum Stabilisieren von Abwasserschlamm oder ähnlichem Abfallmaterial