DE1094017B - Farbvergleichsmuster fuer die pH-Messung mit Indikatorpapier - Google Patents

Farbvergleichsmuster fuer die pH-Messung mit Indikatorpapier

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DE1094017B
DE1094017B DEK24099A DEK0024099A DE1094017B DE 1094017 B DE1094017 B DE 1094017B DE K24099 A DEK24099 A DE K24099A DE K0024099 A DEK0024099 A DE K0024099A DE 1094017 B DE1094017 B DE 1094017B
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N21/00Investigating or analysing materials by the use of optical means, i.e. using sub-millimetre waves, infrared, visible or ultraviolet light
    • G01N21/17Systems in which incident light is modified in accordance with the properties of the material investigated
    • G01N21/25Colour; Spectral properties, i.e. comparison of effect of material on the light at two or more different wavelengths or wavelength bands
    • G01N21/29Colour; Spectral properties, i.e. comparison of effect of material on the light at two or more different wavelengths or wavelength bands using visual detection
    • G01N21/293Colour; Spectral properties, i.e. comparison of effect of material on the light at two or more different wavelengths or wavelength bands using visual detection with colour charts, graduated scales or turrets

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Description

  • Farbvergleichsmuster für die pH-Messung mit Indikatorpapier Bei einem bekannten Farbvergleichsmuster für die pE-Messung mittels gesonderter Indikatorpapiere wurden die Vergleichsfarben kästchenweise mit Abständen auf festes Papier aufgedruckt oder aufgestrichen und einzeln mit einem Vermerk versehen, bei welchem pH-Wert der Indikator die betreffende Färbung zeigte.
  • Mitunter wurden auch Papierstreifen mit jeweils einer aufgedruckten oder aufgestrichenen Vergleichsfarbe auf einem steifen Karton neben- und untereinander aufgeklebt. Dazu wurde häufig ein Karton dunkler Farbe. insbesondere schwarz, gewählt, da für manche Benutzer die hellen Stellen zwischen den verschiedenen Vergleichsfarben beim Vergleich mit der Färbung des angeklebten Indikatorpapiers störend wirkten.
  • Das Indikatorpapier, bei welchem das Maß der Färbung des Indikators an Hand der Vergleichsfarhentafel festgestellt werden muß, ist vollkommen naß und damit durchscheinend. Der Prüfende sieht infolgedessen die Indikatorfärbung nicht nur in der Aufsicht, sondern auch in gewissem Umfang in der Durchsicht, in welcher die Indikatorfärbung um einige Töne heller ist als in der bloßen Aufsicht erscheint.
  • Die Färbung des Indikatorpapiers wird bei der nicht zu vermeidenden zusätzlichen Betrachtung in der Durchsicht außerdem durch die Beschaffenheit des Indikatorpapiers beeinflußt. Diese Umstände beeinträchtigen die Zuordnung der Indikatorfärbung zu einer der verschiedenen Vergleichsfarben, die sich oft nur im Ton unterscheiden, ganz beträchtlich, da diese ausschließlich in der Draufsicht betrachtet werden können. Der p-Wert kann deshalb meist nur in grober Annäherung bestimmt werden.
  • Im Hinblick darauf wurde bereits vorgeschlagen, auf einem saugfähigen Papierstreifen den Indikator nur in Form eines breiten Querstriches aufzutragen und neuen diesem Indikatorstrich unmittelbar auf dem gleichen Streifen die Vergleichsfarben, gleichfalls in breiteren Strichen, gestaffelt hintereinander anzubringen. Die Auswahl der Vergleichsfarben bereitet dabei gewisse Schwierigkeiten, da diese sich in der zu prüfenden Lösung unter keinen Umständen ändern und-auch von der Lösung nicht ausgewaschen werden dürfen. Die Herstellung solcher Indikatorpapiere ist gegenüber derjenigen von Indikatorpapieren, welche vollkommen mit dem Indikator getränkt sind, naturgemäß umständlich und zeitraubend, so daß die Kosten eines solchen Indikatorpapieres beträchtlich höher liegen als die von gewöhnlichem Reagenzpapier.
  • Dieser höheren Kosten wegen werden solche, gleichzeitig die Vergleichsfarben tragenden Indikatorpapiere im wesentlichen für feinere Untersuchungen ver wendet, insbesondere wenn dabei nicht nur allgemein das Eintreten eines Farhumschlages des Indikators festgestellt werden soll, sondern auch welchen pn-Wert die untersuchte Lösung tatsächlich besitzt.
  • Von verschiedenen Seiten werden diese Indikatorpapiere mit unmittelbar darauf befindlichen Vergleichsfarben abgelehnt, da der in der Farbe umgeschlagene Indikator nicht unmittelbar an die Vergleichsfarben angelegt werden kann, und da sich die in Betracht kommende Vergleichsfarbe sogar in einer größeren Entfernung von dem Indikatorstrich befindet. Die zwischen dem Indikatorstrich und der dem Farbumschlag entsprechenden Vergleichsfarbe befindlichen anderen Vergleichsfarben beeinträchtigen nach Ansicht dieser Verbraucher eine genaue Feststellung, mit welcher Vergleichsfarbe die beim Umschlag erzielte Indikatorfärbung gedeckt ist.
  • Für Folienkolorimeter, das sind für wässerige und wasserhaltige Lösungsmittel und darin gelöste Ionen durchlässige Membranen aus chemisch indifferenter, neutraler Zellulose, die Indikatorfarbstoff adsorbiert enthalten, ist schon vor langer Zeit vorgeschlagen worden, den nach Eintauchen der Folie nach längerer Zeit eintretenden Farbumschlag des Indikators zur Feststellung des jeweiligen pH-Wertes mit einem durchscheinenden oder sogar durchsichtigem Muster zu vergleichen. Am gebräuchlichsten waren in gut durchsichtigen Gefäßen aufbewahrte gepufferte Farblösungen, z. B. entsprechend eingestellte Lösungen des in der Folie adsorbierten Indikators. Selbst bei genauer Einstellung der Vergleichsfarblösung sieht diese in einem Glasgefäß wegen des Glases und wegen der viel größeren Menge aber ganz anders aus als die Färbung des in der dünnen Folie adsorbierten Indikators. Man ging deshalb dazu über, als durchscheinendes Vergleichsmuster gefärbte Glasstreifen oder Standardfolien zu verwenden. Deren Herstellung ist aber sehr umständlich und teuer. Erschwert wird deren Herstellung insbesondere dadurch, daß man für die Färbung des Glases bzw. der Folie auf ganz bestimmte Farben und Farbarten angewiesen war. Mit den für solche Zwecke geeigneten Farben war es schlechterdings unmöglich, eine den verschiedenen Umschlagsfarben der verschiedensten Indikatoren genau angepaßte Farbe des Glases oder der Folie zu erreichen.
  • Trägt man eine Vergleichsfarbe auf Papier auf, so sind dazu viel mehr Farben und Farbarten verwendbar als für die Färbung von Glas oder Folie. Auf Papier aufgetragene Vergleichsfarben können deshalb den verschiedenen Umschlagsfarben eines Indikators viel leichter und genauer angepaßt werden. Dazu kommt noch, daß sich die auf Papier aufgetragenen Vergleichs farben gegebenenfalls nachträglich durch Schwächen, Stärken oder Überdecken mit einem anderen Farbton noch genauer einstellen lassen. Dieser Umstand und auch die billigere und einfachere Herstellung von Vergleichsmustern auf Papier sind so wesentlich, daß praktisch fast ausschließlich auf Papier aufgetragene Vergleichsfarben verwendet werden, zum mindesten wenn zur Prüfung von Lösungen Indikatorpapierstreifen verwendet werden.
  • Bei der Prüfung von Lösungen mittels Indikatorpapierstreifen und Feststellung des dem Farbumschlag des Indikators entsprechenden pH-Wertes an auf Papier aufgetragenen Vergleichsmustern macht sich nun aber ein Umstand geltend, der bei Folienkolorimetern nicht auftritt, nämlich der Umstand, daß der Indikatorpapierstreifen durchnäßt ist, das die Vergleichsmuster tragende Papier jedoch nicht. Die Farbe des Indikators auf dem nassen Papierstreifen wirkt etwas anders als die auf trockenem Papier aufgetragene Vergleichsfarbe. Dieser Unterschied beeinträchtigt die Genauigkeit in der Feststellung der Vergleichsfarbe an Hand des p-Wertes.
  • Bisher ist aber auch bei der Verwendung von farbigen Gläsern oder Folien als Vergleichsmuster nicht berücksichtigt worden, daß die Prüfung in durchscheinendem Licht nur dann eine genaue Feststellung des p-Wertes ermöglicht, wenn das Material des Vergleichsmusters absolut gleich mit dem Material des Indikatorstreifens ist. Diese Identität ist auch beim Vergleich von Folienkolorimetern mit gefärbten Standardfolien nicht ohne weiteres gegeben, da es Folien aus dem verschiedensten Material und der verschiedensten Stärke gibt und außerdem verschiedene Folien in der Durchsicht nicht immer gleich aussehen.
  • Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Farbvergleichsmuster zur p-Messung mittels gesonderter Indikatorpapiere unter Ausnutzung des bekannten Prinzips einer getrennten Vergleichstafel mit transparenter Farbskala zu schaffen, das die oben geschilderten Nachteile der bekannten Farbvergleichsmuster nicht mehr aufweist bzw. gegenüber dem Indikatorpapier, das gleichzeitig die Vergleichsfarben trägt, einfacher ausgebildet und mit einem geringeren Kostenaufwand herstellbar ist.
  • Zu diesem Zwecke schlägt die Erfindung vor, daß das Farbvergleichsmuster aus dem gleichen Papiermaterial besteht wie der Indikatorstreifen und durch Tränken mit einem geeigneten Stoff durchscheinend gemacht ist.
  • Durch das Imprägnieren des die Vergleichsfarben tragenden Papiers derart, daß es durchscheinend wird, entspricht das Farbvergleichsmuster weitgehend dem feuchten Indikatorpapier, so daß der Vergleich desselben mit dem Vergleichsmuster nahezu unter den gleichen Verhältnissen stattfindet. Durch diese Maßnahme wird außerdem dem Vergleichsmuster aus Papier die gleiche Eigenschaft wie den Vergleichsgläsern oder Vergleichsfolien gegeben, daß nämlich der Vergleich des Indikatorpapierstreifens mit der Vergleichsfarbe nicht nur in reflektiertem sondern auch in durchscheinendem Licht vorgenommen werden kann.
  • Um die Übereinstimmung zwischen dem Vergleichsmuster und dem feuchten Indikatorpapier noch vollkommener zu machen, sind die Farbvergleichsmuster mit den Vergleichsfarben vollkommen durchtränkt.
  • Dieses Anbringen der Farben gestattet die Verwendung jeder beliebigen Farbe, d. h. Lackfarbe, Pigmentfarbe oder eines direkten Farbstoffes, während beim Aufdrucken der Vergleichsfarben nur Pigmentfarben verwendet werden können. Infolgedessen ist es möglich, als Vergleichsfarbe den entsprechend eingestellten Indikator zu verwenden. Das ist von besonderer Bedeutung, da die Herstellung einer Vergleichsfarbe aus anderen Farbstoffen, die genau einer bestimmten Umschlagfarbe des Indikators entspricht, außerordentliche Schwierigkeiten bereitet und mitunter überhaupt nicht gelingt. Wird als Vergleichsfarbe der entsprechend eingestellte Indikator verwendet, so ist die absolute Identität gegeben. Diese Art der Anbringung der Farbe behebt außerdem die sonst bei der Anfertigung von Vergleichsfarbtafeln bestehende Unannehmlichkeit, daß die Vergleichsfarben bei verschiedenen Beleuchtungsarten und unter verschiedenem Licht verschieden aussehen.
  • Die Vergleichsfarben werden auf dem Farbvergleichsmuster in gewissen Abständen voneinander angebracht, um das Anlegen des zu vergleichenden Indikatorpapieres an einer bestimmten Vergleichsfarbe zu ermöglichen. Manche Beobachter werden bei einem so vorzunehmenden Vergleich durch den hellen Zwischenraum zwischen zwei Vergleichsfarben beeinträchtigt.
  • Um diese Beeinträchtigung zu beheben, können die Zwischenräume zwischen den Vergleichsfarben durch Auftragen einer dunkleren Farbe geschwärzt werden.
  • Mit dem Farbvergleichsmuster gemäß der Erfindung wird der Vergleich der jeweiligen Färbung des Indikatorstreifens mit den Vergleichsfarben wesentlich vereinfacht und die Genauigkeit der Zuordnung der Indikatorfärbung zu einer bestimmten Vergleichsfarbe und dem dieser Farbe entsprechenden pu-Wert beträchtlich erhöht.

Claims (3)

  1. Durch das Tränken des die Vergleichsfarbe tragenden Materials mit Paraffin werden die Tafeln vor Verschmutzen und Verkratzen geschützt. Sofern die Vergleichsfarben durch den entsprechend eingestellten Indikator selbst gebildet werden, verhindert der Paraffinüberzug die Beeinflussung dieser Vergleichsfarben durch die in der Luft enthaltenen Säuren und Basen. Es ist somit Gewähr dafür gegeben, daß die Vergleichsfarben immer in der ursprünglichen Form erhalten bleiben. pATENTANSPPt}CIIE: 1. Farbvergleichsmuster zur Verbesserung der pH-Messung mittels gesonderter Indikatorpapiere unter Ausnutzung des bekannten Prinzips einer getrennten Vergleichstafel mit transparenter Farbskala, dadurch gekennzeichnet, daß das Vergleichsmuster aus dem gleichen Papiermaterial besteht wie der Indikatorstreifen und durch Tränken mit einem geeigneten Stoff durchscheinend gemacht ist.
  2. 2. Farbvergleichsmuster nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zur Herstellung des Musters verwendete Papiermaterial mit den Vergleichsfarben durchtränkt ist.
  3. 3. Farbvergleichsmuster nach einem oder beiden der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn- zeichnet, daß als Vergleichsfarben die entsprechend eingestellten Indikatoren dienen.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 663 478, 460 108; USA.-Patentschrift Nr. 2567445; ATM V 332-6, Oktober 1933.
DEK24099A 1954-11-17 1954-11-17 Farbvergleichsmuster fuer die pH-Messung mit Indikatorpapier Pending DE1094017B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2462960C2 (de) * 1973-12-12 1983-12-29 Olympus Optical Co., Ltd., Tokyo Prüfgerät für chemische Reaktionen
DE19608129A1 (de) * 1996-03-02 1997-09-04 Karl H A Dr Schmidt Selbstklebender Indikator

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DE460108C (de) * 1926-04-16 1928-05-21 Edmond Pestiaux Befestigung der leistenfoermigen Schleifmittel-Fuehrungselemente an umlaufenden, ebenen Halteplatten bei Maschinen zum Schleifen von Gestein und Glas
DE663478C (de) * 1933-10-03 1938-08-06 Gerhard Kloz Dr Reagenzpapier
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