DE108686C - - Google Patents

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DE108686C
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prism
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mirror
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    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B5/00Optical elements other than lenses
    • G02B5/04Prisms

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Optical Elements Other Than Lenses (AREA)

Description

Die meisten als Reflexionsprismen gebrauchten Glaskörper werden in den meisten Fällen nur in der allgemein bekannten Weise verwendet. Dies gilt namentlich von dem Prisma der Camera lucida, das seit vielen Jahren bekannt, stets aber nur in derselben Weise und zu demselben Zwecke benutzt wurde.
Die Fig. 1 der beiliegenden Zeichnung stellt das Prisma in der Stirnansicht dar$ und zwar mit einem Strahlengange, der der bisherigen Anwendungsart entspricht. Die parallelen Kanten des Prismas sind der Einfachheit wegen mit abcd bezeichnet, und der senkrecht zur Fläche α d einfallende Strahl wird durch die Fläche α b total reflectirt, trifft die Fläche b c und tritt nach abermaliger Totalreflexion senkrecht zur Fläche cd wieder aus. Hierbei kommen nur zwei Flächen, nämlich α b und b c, zur praktischen Verwendung, welche wegen ihrer starken Neigung zur Strahlenrichtung eine nur geringe optische Wirkung zeigen. Das Gesichtsfeld ist unter diesen Bedingungen ein nur sehr geringes.
Fig. 2 zeigt nun unter Beibehaltung des Glaskörpers mit denselben Flächenwinkeln, also des Winkels bei d von 900 und der Winkel bei α und c von 67Y2 0, eine veränderte Anwendungsart, welche geeignet erscheint, das Prisma in günstigster Weise auszunutzen. Zu diesem Zwecke ist es erforderlich, die Flächen ab und bc mit Spiegelbelag zu versehen, wodurch ermöglicht wird, dafs der bei 1 senkrecht zur Fläche α d in das Prisma eintretende Lichtstrahl bei 2 unter einem kleinen Winkel (22 */2°) auf die Fläche b c auffällt. Von hier gelangt der Strahl der
.V-
bei dem Prisma der Camera lucida, d. h. also bei einem Prisma ohne Spiegelbelag, sogleich wieder austreten würde, unter dem Einflufs der spiegelnden Fläche b c bei 3 auf die Fläche cd, wo er wegen des schrägen Auffallens eine Totalreflexion erleidet und von da bei 4 auf die Fläche fällt, welche anfangs als Eintrittsfläche optisch nicht wirksam war. Bei 4 findet abermals eine Totalreflexion statt, so dafs der Strahl bei 5 auf-die Fläche α b gelangt, welche ebenfalls mit einem Spiegelbelag versehen ist, von wo aus er unter 45° derart reflectirt wird, dafs er senkrecht durch die Fläche c d austritt, welche schon vorher optisch auf den Strahl einwirkte. Auf diese Weise ist eine Verwendung sämmtlicher das Prisma bildenden Flächen erreicht und dadurch gewissermafsen eine Ausnutzung von 100 pCt. erzielt.
Es sei noch bemerkt, dafs die Lage der reflectirenden Flächen im vorliegenden Falle eine derart günstige ist, dafs das Gesichtsfeld weitaus gröfser ist, als dies jemals bei dem Strahlengang des Prismas der Camera lucida der Fall sein kann.
Da bei dem in Fig. 2 gezeigten Strahlengange keinerlei Bildumkehrung stattfindet, so mufs dies bei Bedarf durch geeignete Verbindung mit anderen Prismen geschehen. Wünscht man z.B. eine Höhenumkehrung, so ist es nur nöthig, in bekannter Weise eine der beiden Flächen α b bezw. b c durch zwei im. Raum senkrecht zu einander stehende Flächen zu ersetzen, wie dies in Fig. 3 angegeben ist, wobei der Spiegelbelag an dieser Stelle wegfallen kann.
Soll ein ' seitenverkehrtes Bild aus der Reflexion hervorgehen, so ist das Prisma der Fig. 2 mit einem beliebigen anderen zu vereinigen, z. B. einem rechtwinkligen Dreiecksprisma. Dieses ist mit seinen Katheten so zu stellen, wie dies Fig. 4 in einem Ausführungsbeispiel zeigt. -
. Durch Vereinigung der beiden Formen (Fig. 3 und 4) kann eine gleichzeitige Höhen- und Seitenumkehrung erzielt, dieses System schliefslich auch mit Linsen combinirt und zur Herstellung von optischen Instrumenten, z. B. Prismenfernrohren, photographischen Apparaten etc., verwendet werden.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Wollaston'sches Prisma, dadurch gekennzeichnet, dafs die beiden unter 13 5 ° gegen einander geneigten Flächen (a b und b c) mit Spiegelbelag versahen werden, so dafs ein durch eine der gegenüberstehenden Flächen (a d oder d c) senkrecht einfallender Strahl von der einen spiegelnden Fläche (z. B. b c) auf die Nachbarfiäche (z. B. c d) reflectirt und schliefslich durch die zweite spiegelbelegte Fläche (a b) zum senkrechten Austritt durch die gegenüberliegende Fläche (c d) gezwungen wird, wodurch eine Vergrößerung des Gesichtsfeldes erreicht wird.
    Bei dem unter Anspruch 1 gekennzeichneten Prisma der Ersatz einer der spiegelnden Flächen (a b oder b c) durch zwei im Raum zu einander senkrecht stehende, dachartig zusammenstofsende Ebenen (Fig. 3), wie sie zur Erzeugung einer Höhenverkehrung des Bildes bekannt sind.
    Das unter Anspruch 1 und Anspruch 2 gekennzeichnete Prisma in Verbindung mit einem rechtwinkligen Dreieckprisma (Fig. 4) oder dergl. zur Erzielung einer seitlichen Bildumkehrung in bekannter Art.
    Die unter Anspruch 1 bis 3 gekennzeichneten Prismen in Verbindung mit Linsen zum Zwecke der Herstellung optischer Instrumente (Prismenfernrohre, photographischer Apparate u. s. w.).
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1988006744A1 (fr) * 1987-03-05 1988-09-07 Optische Werke G. Rodenstock Dispositif deflecteur de faisceaux de rayons

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1988006744A1 (fr) * 1987-03-05 1988-09-07 Optische Werke G. Rodenstock Dispositif deflecteur de faisceaux de rayons

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