DE1084397B - Vakuum-Induktionsofen - Google Patents
Vakuum-InduktionsofenInfo
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-
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- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B6/00—Heating by electric, magnetic or electromagnetic fields
- H05B6/02—Induction heating
- H05B6/22—Furnaces without an endless core
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Description
Bei den bekannten Vakuum-Induktionsöfen ist es üblich, die Induktionsspule in unmittelbarer Berührung
mit aem Tiegel, der zurJ Aufnahme des Glüh- und oder
Schmelzgutes dient, anzubringen. Bei dieser Anordnung treten erhebliche Wärmeverluste durch unmittelbare
Wärmeübertragung vom Tiegel auf die Induktionsspule auf.
Gemäß der vorliegenden Erfindung werden diese Wärmeverluste bei einem Vakuum-Induktionsofen, insbesondere
bei einem Hochvakuum-Induktionsofen, dadurch erheblich herabgesetzt, daß zwischen der Induktionsspule
und dem Tiegel eine Vakuumfuge liegt. In diesem Falle fällt die Wärmeübertragung durch Berührung
fort, und es bleiben nur noch Wärmeverluste durch Strahlung. Wegen des Vakuums in der Fuge sind die
durch Wärmekonvektion entstehenden Verluste vernachlässigbar und um so bedeutungsloser, je höher das Vakuum
in der Fuge bzw. im Ofen ist. Die erfindungsgemäße Anordnung ist daher besonders vorteilhaft bei Hochvakuum-Induktionsöfen.
Zur Verminderung der Strahlungsverluste werden, wie der Erfinder bereits früher vorgeschlagen hat, zumindest
die dem Tiegel zugekehrten Flächen der Induktionsspule mit einem bezüglich Wärmestrahlen hochreflektierenden
Belag versehen, z. B. in Form einer Versilberung oder anderer Wärmestrahlen gut reflektierender, z. B. durch
Aufdampfen angebrachter Schichten.
Die Anordnung eines Vakuum-Induktionsofens nach der Erfindung ist in der Zeichnung schematisch dargestellt:
Mit 1 ist der Tiegel angedeutet, in dem das Glüh- oder Schmelzgut untergebracht wird, mit 2 die Induktionsspule
und mit 3 die Fuge zwischen Tiegel und Induktionsspule. Für den Abstand zwischen Tiegel und Induktionsspule,
also für die Breite der Fuge, genügen bereits 1 bis 2 mm. Dies ist deshalb besonders wichtig, weil diese geringe
Ausdehnung der Fuge keine ins Gewicht fallende Volumenvergrößerung des erfindungsgemäßen Vakuumofens
gegenüber den bisherigen Ausführungen solcher Öfen bedingt.
Der durch die Erfindung erreichte bedeutende Fortschritt hinsichtlich der Herabsetzung der Wärmeverluste
und somit hinsichtlich der Verbesserung des Wirkungsgrades der bisher gebräuchlichen Vakuum-Induktionsöfen
ist aus der nachfolgenden Rechnung zu entnehmen:
Steht der Tiegel in unmittelbarem Kontakt mit der gekühlten Spule, so fließt vom Glühgut zur Spule pro cm2
ein Wärmestrom
Vakuum-Induktionsofen
Anmelder:
Siemens-Schuckertwerke ■
Aktienges ells ctiaft,
Berlin und Erlangen,
Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
Aktienges ells ctiaft,
Berlin und Erlangen,
Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
Dr. se. nat. Walter Hänlein,
und Dr. rer. nat. Werner Oldekop, Erlangen,
sind als Erfinder genannt worden
Tsp = Temperatur der (kalten) Spule,
χ = Wandstärke des Tiegels.
Befindet sich zwischen Tiegelaußenwand und Spule eine Fuge, so erfolgt in diesem Bereich der Wärmetransport
nur durch Strahlung. Die Wärmekonvektion in der Fuge ist wegen des in ihr herrschenden Vakuums
gegenüber den Strahlungsverlusten praktisch vernachlässigbar, und zwar um so mehr, je höher das Vakuum im
Ofen bzw. in der Fuge ist. Bei der nachfolgenden Rechnung
kann daher die Wärmekonvektion unberücksichtigt bleiben, und es ergeben sich folgende Verhältnisse:
Ist Ta die Temperatur an der Tiegelaußenwand, so ist
der Wärmestrom im Tiegel gegeben durch
Tg-Ta
während der Wärmestrom im Luftspalt gegeben ist durch q = ετ · δ · Γβ* (1 - Qsp) (3)
Hierbei ist δ = 5,8 · 10~12 Wattsec/cm2 Grad see die
Stefan-Boltzmannsche Strahlungskonstante, ετ das
Emissionsvermögen des Tiegelmaterials (ετ ^ 1), ρ$Ρ das
Reflexionsvermögen der Spule bzw. des Reflexionsspiegeis. Im stationären Zustand müssen die durch (2)
und (3) gegebenen Wärmeströme gleich sein, woraus sich folgende graphisch oder numerisch zu lösende Gleichung
für die Temperatur Ta ergibt:
Ta - Ts
(1) so Tg-Ta =
ετ ■ δ · (1 —
Ta*. (4)
wobei λ — Wärmeleitfähigkeit des Tiegels,
Tg = Temperatur des Glühgutes,
Tg = Temperatur des Glühgutes,
Zahlenmäßig erkennt man den Vorteil der Erfindung an folgendem Beispiel:
009 548/360
Bei einem Ofen mit einem Tiegelvolumen von 701 ist
ein Magnesittiegel mit einer Wandstärke χ von etwa 10 cm
vorgesehen. Die Wärmeleitfähigkeit von Magnesit beträgt etwa 3· 10-2 Watt/cm Grad. Die Temperatur T3 des
Glühguts sei 15000C. Bei einem Al-Spiegel kann man mit
einem Reflexionsvermögen qsp von 0,95 rechnen. Aus (4)
erhält man dann für die Temperatur Ta rund 1100° C. Die
Differenz Tg — Ta würde also rund 400° C betragen. Setzt
man diesen Wert in (2) ein, so zeigt ein Vergleich mit (1), wo Tg—Tsp praktisch 15000C ist, daß der Wärmestrom
und somit die Verluste um den Faktor 400/1500 = 0,27 verringert werden. Bei großen Anlagen kann dies ohne
weiteres eine Energieersparnis von 50 kW und mehr bedeuten. Ohne Al-Spiegel würde die Energieersparnis
wegen des geringeren Reflexionsvermögens nicht ganz so groß, aber immer noch beträchtlich sein.
Claims (2)
1. Vakuum-Induktionsofen, insbesondere Hochvakuum-Induktionsofen, bei dem sich die Induktions-
spule' zusammen mit dem Tiegel im Vakuumraum
befindet, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verringerung der Wärmeübertragung vom Tiegel auf die
Induktionsspule zwischen der Induktionsspule und dem Tiegel eine Vakuumfuge liegt.
2. Induktionsofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß — zur Herabsetzung von Strahlungsverlusten—
die dem Erhitzungsgefäß zugekehrten Flächen der Induktionsspule in an sich bekannter
Weise mit einem für Wärmestrahlen hochreflektierenden Belag versehen sind, z. B. in Form eines
Aluminiumbelages oder anderer reflektierender, insbesondere durch Aufdampfen angebrachter Schichten.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Buch von Espe und Knoll: »Werkstoffkunde der
Buch von Espe und Knoll: »Werkstoffkunde der
Hochvakuumtechnik«, 1936, S. 124, 125, Abb. 130;
Gerätebauanstalt Balzers, Lichtenstein: Druckschrift
Gerätebauanstalt Balzers, Lichtenstein: Druckschrift
VSG, Hochvakuum-Schmelz- und Gießanlagen, S. 9, Zeichn. Nr. 200 202.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
® 009 548/360 6.60
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DES39688A DE1084397B (de) | 1954-06-22 | 1954-06-22 | Vakuum-Induktionsofen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DES39688A DE1084397B (de) | 1954-06-22 | 1954-06-22 | Vakuum-Induktionsofen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1084397B true DE1084397B (de) | 1960-06-30 |
Family
ID=7483369
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES39688A Pending DE1084397B (de) | 1954-06-22 | 1954-06-22 | Vakuum-Induktionsofen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1084397B (de) |
-
1954
- 1954-06-22 DE DES39688A patent/DE1084397B/de active Pending
Non-Patent Citations (1)
| Title |
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