DE10719C - Kontrol-Apparat für Eisenbahnzüge - Google Patents
Kontrol-Apparat für EisenbahnzügeInfo
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Description
1880.
Klasse 20.
VICTOR SALEMANN in ST. PETERSBURG. Controlapparat für Eisenbahnzüge.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. Januar 1880 ab.
Vorliegender Control-Apparat, vom Erfinder
Kynopausigraph genannt, in den Fig. 1 bis 12
dargestellt, hat eine .. vollständig selbstständige Wirkung und giebt folgende Daten: 1. Die
Geschwindigkeit der Bewegung des Zuges oder der Locomotive für jeden Zeitpunkt in Kilometern
pro Stunde ausgedrückt; 2. die Zeiten der Ankunft des Zuges oder der Locomotive
auf den Haltepunkten, sowie des Abganges von letzteren, somit auch die Dauer des Aufenthalts
daselbst, mit einer Genauigkeit von '/2 Minute;
3. die Orte auf der Bahn, Benennung der Stationen etc., welchen die beiden ersten Angaben
entsprechen.
Der ganze Mechanismus ist ah einer. Metallplatte α α, Fig. ι, 2 und 3, befestigt, und in
einem eisernen Gehäuse eingeschlossen, welches ihn äufseren Einflüssen unzugänglich macht und
als Schutz dient. Die Haupttheile des Apparates sind folgende:
I. Die unteren Riemscheiben oder Rollen,
nebst einem System von Zahnrädern, in welche Schrauben ohne Ende eingreifen; diese Theile
dienen dazu, der runden Papierscheibe, auf welcher der Apparat die oben genannten Angaben
. selbsttätig verzeichnet, eine drehende Bewegung zu ertheilen. .
..II. Ein Schwungkugel-Regulator, nebst anderen
mit demselben in Einwirkung stehenden Theilen, deren Bestimmung es ist, die Geschwindigkeiten
der Bewegung der Züge oder Locomotiven während der ganzen Dauer der Fahrzeit
auf der Papierscheibe als Diagramm zu verzeichnen. ' :
III. - Das Uhrwerk, welches, die entsprechenden
Zeiten ebenfalls auf der Papierscheibe ahgiebt.
Der Antrieb der Papierscheibe besteht aus der Rolle A, Fig. 1, 2 und 3, deren Axe B in
zwei Halslagern der in Gehäuse E geführten Hängestangen C und C läuft, welche letztere
an ihren oberen. Enden durch eine Platte verbunden sind. Die Feder F dient dazu, den
Riemen, Welcher über die Rolle A und eine auf der Waggon- oder Tenderaxe aufgesetzte
Riemscheibe läuft, in beständiger Spannung zu erhalten, ungeachtet der veränderlichen Entfernung
zwischen beiden, welche . von der. Belastung, dem Zustande des Oberbaues und von
anderen Ursachen abhängig ist.
Die Bewegung der Axe B wird mittelst eines Riemens und der Rollen G und .ff" auf die
verticale Welle Ä" übertragen; diese hat an dem oberen Ende eine Schraube ohne Ende, welche
in das Zahnrad L eingreift, dessen Axe eine zweite Schraube ohne Ende hat, welche in
Zahnrad M eingreift, welches wieder durch eine gleiche Schraube das Zahnrad N in Bewegung
setzt und mit demselben dessen röhrenförmige Axe O, deren freies Ende mit einem Ringe
und einem Schraubengewinde versehen ist, so dais die Papierscheibe R mittelst der knopfförmigen
Mutter Q fest an den Ring geprefst werden kann. Die Papierscheibe R rotirt auf
der unbeweglich in Platte α eingeschraubten horizontalen
Axe Ο'. Der Umfang der Scheibe R ist' in gleiche Theile getheilt, von denen jeder
einem Kilometer des durchlaufenen Weges entspricht. Die graphischen Indikationen (Diagramme
des Apparates erfolgen auf der Papierscheibe R mittelst der Stifte S und T, welche
von zwei bogenförmigen Hebeln q und u getragen werden. Diese beiden Hebel von vollkommen
gleicher Länge haben ihren gemeinsamen Drehpunkt in W. , Die schreibenden
Stifte der Hebel beschreiben Kreisbögen, die durch O gehen, und dementsprechend sind die
Papierscheiben vorgedruckt. . ; '
Der abgebildete Apparat ist derart constriiirt,
dafs bei 800 Umdrehungen der verticalen Welle K die Papierscheibe R sich um einen Kilometer-Theilstrich
dreht. Der ganze Umkreis der Scheibe enthält 305 Theilstriche und entspricht einem durchlaufenen Wege von ebenso vielen
Kilometern Bahnlänge. Aufser den Kilometerzahlen werden auf den Papierscheiben, an den
betreffenden Orten, die Benennungen der Stationen, Haltestellen, die Brücken, Tunnels etc.,.
wie in Fig. 5 angegeben.
Durch das unvermeidliche Gleiten der Riemen auf den Scheiben etc. sollte es scheinen,
als wäre ein constantes Verhältnifs des durchlaufenen Weges zu der Gröfse der Drehung der
Papierscheibe unmöglich zu erzielen. Es hat sich jedoch herausgestellt, dafs das richtige
.Verhältnifs ganz genau bestimmt werden kann; das einmal richtig hergestellte Verhältnifs wird
bios gestört durch Abnutzen der Räder und
durch deren Abdrehen. Um hierdurch entstehenden Unrichtigkeiten in den Angaben des
Apparates zu heben, ist die Rolle A derart eingerichtet, dafs ihr Durchmesser in bestimmten
Grenzen vergröfsert werden kann. Zu diesem Zwecke ist auf die Axe B, Fig. 6 bis π, die
Scheibe X gesetzt; dieselbe hat sechs radiale Oefifnungen oder Schlitze, welche als Führungen
für ebenso viele Speichen dienen, welche mit den sechs Segmenten des Rollenumfanges zusammenhängen.
Um die radiale Bewegung der Segmente, d. h. die Vergröfserung des Rollenumfanges
hervorzubringen, sind die Speichen mit Zähnen versehen, welche in eine schneckenförmige Vertiefung
auf der Scheibe y eingreifen; durch Drehung der Scheibe y nach der einen Richtung
werden die Segmente von der Axe entfernt und umgekehrt bis zum Minimalradius der
<Rolle genähert.
Die eben beschriebenen Theile bilden das Innere der Rolle; es wird umschlossen von zwei
Platten Z und Z*, von denen Z fest auf der
Axe B sitzt. Die Platte Z' wird mit der Platte Z mittelst dreier Schrauben fest verbunden, welche
zwischen den Speichen und durch die Scheibe X, aber aufserhalb des Umfanges der Scheibe y,
gezogen werden. Diese Schrauben gestatten somit eine freie Drehung der Scheibe y, halten
aber die der Scheibe X fest. Die Nabe der Scheibe y tritt aufserhalb der Platte Z1 zum
Vorschein und auf derselben ist ein Zeiger γ befestigt, welcher durch seine Stellung auf der
ioo-theiligen Scala des Umfangs der Platte Z,
auf die mehr oder weniger bedeutende Vergröfserung des Rollendurchmessers schliefsen
läfst. Wenn die vom Apparat angezeigte Zahl der durchlaufenen Kilometer nicht dem in Wirklichkeit
zurückgelegten Wege entspricht, so hat man mittelst des Zeigers γ die Scheibe y zu
verstellen.
Bei den Apparaten, welche für den Rangirdienst bestimmt sind, mufs die Drehung der
Papierscheibe stets in einer Richtung erfolgen, ob die Locomotive rückwärts oder vorwärts
läuft. Dieses wird dadurch erzielt, dafs auf der Axe B aufser der Rolle A noch zwei lose Rollen
aufgesetzt werden (auf den Zeichnungen nicht angegeben), beide durch Riemen mit der Rolle H
verbunden, von denen der eine offen, der andere gekreuzt aufgezogen wird. Die beiden
Rollen sind mit Sperrrädern versehen, deren Zähne in der einen links, in der anderen rechts
laufen. Ein auf der Axe B befestigter doppelter Sperrhaken greift in das Sperrrad der einen
oder der andern Rolle ein, je nach der Richtung der Drehung der Axe B.
II.
Der Schwungkugel-Regulator, dessen untere Arme b und b', vermittelst des Ringes d und
der Schraube e mit der verticalen Welle K fest verbunden sind, wird durch den Riemen gleichzeitig
mit der Papierscheibe R in Umdrehungen versetzt, deren Anzahl der jeweiligen Fahrgeschwindigkeit
proportional ist. Die Centrifugalkraft der Kugeln überwindet den Widerstand der dieselben hebenden Spiralfeder und hat ein
Auseinandergehen der Kugeln zur Folge, wobei durch die Arme c und c' der Ring d1 längs
der Axe K sich senkt. An d' ist die Hülse e' fest, mit der der Messingcylinder / mit der
Zahnstange g versehen, in Verbindung steht, eingeschraubt; g folgt den Umdrehungen des
Regulators nicht, geht aber je nach den Umdrehungsgeschwindigkeiten auf und ab. Die
Zahnstange g versetzt das Getriebe h in Drehung, welche sich der Rohraxe j und der
Scheibe i mittheilt. Da das Auseinandergehen der Kugeln des Regulators nicht in Proportion
zu den Aenderungen der Geschwindigkeiten erfolgt, andererseits auf der Papierscheibe R jede
Geschwindigkeitsänderung in proportionellen Angaben gemacht werden soll, so ist die Scheibe i
mit einer schneckenförmigen Führung derart versehen, dafs der hineingreifende Knopf J des
Hebels u das Hinauf· und Hinabgehen des Hebels u .bewirkt, und der Stift T am Ende
desselben Hebels jede Geschwindigkeit auf der Papierscheibe markirt.
Die Form der Schneckenlinie wurde auf analytischem Wege bestimmt.
Um das Mafs der Entfernung des Stiftes T vom Centrum der Papierscheibe oder die Fahrgeschwindigkeit
beurtheilen zu können, ist die .Papierscheibe mit Kreisen versehen.
Während des Stillstandes und bis zu einer Fahrgeschwindigkeit von 5 km pro Stunde bleibt
der Stift T unbeweglich auf dem inneren concentrischen Kreise stehen. Bei gleichförmiger
Geschwindigkeit des Zuges ist die Spur des Stifts ein concentrischer Kreis. Beispielsweise
wird eine Spur, welche den 56. concentrischen Kreis auf dem 294. kreis-curvenförmigen Radius
schneidet, angeben, dafs an dem 294. Kilometerpfahl der Zug sich mit einer Geschwindigkeit
von 56 km die Stunde bewegt hat.
Auf Fig. 5 ist ein Theil einer Papierscheibe mit dem bezw. Theil eines Diagramms dargestellt,
welches in den Grenzen des Kerns der Scheibe alle Orts- und Geschwindigkeits-, sowie
Stillstands-Angaben durch einen continuirlichen Linienzug illustrirt.
III.
Das Uhrwerk, Fig. 4, hat die Bestimmung, auf der Papierscheibe die Zeit und Dauer der
Bewegung und des Stillstandes des Zuges, auf jedem Punkte der Bahn und auf jeder Haltestelle
anzuzeigen. Dieses wird erreicht mittelst eines Zahnrades in im Uhrwerk, mit einem eingefrästen
leitenden Kanal, dessen Herzform derart bestimmt ist, dafs bei einer Umdrehung des
Rades m, welche sich in einer gewissen Zeitdauer
vollzieht, der Zeiger q und mit ihm der Stift .S1 sich um einen bestimmten Bogen auf-
oder abwärts bewegt, und zwar in den auf der
Papierscheibe angewiesenen Grenzen des Zeitringes.
Die gleichförmige Geschwindigkeit der auf- und abgehenden Bewegung des Stiftes S
gestattet es, die Amplitude dieser Bewegung auf/der Scheibe durch eine zweite Serie concentrischer
Kreise in gleiche Theile zu theilen und aus der Stellung des Stifts innerhalb dieser
Kreise auf die Zeit zu schliefsen. In dem abgebildeten Apparate beschreibt das Rad m eine
volle Umdrehung in der Zeit von zwei Stunden; der Stift S bewegt sich somit während einer
Stunde aufwärts und während der zweiten Stunde abwärts u. s. w. Die Amplitude oder der vom
Stift in einer Stunde durchlaufene Weg ist auf der Scheibe in zwölf gleiche Theile getheilt,
von denen jeder somit fünf Minuten entspricht. Die Viertelstunden sind durch dickere concentrische
Kreise bezeichnet (s. Fig. 5).
Fig. 5 a zeigt die Construction der Herzcurve des Rades m.
Beim Einstellen der Papierscheibe in dem Apparat verzeichnet man die laufende Stunde
an dem äufseren Zeitkreise bei χ Kilometer (x bedeutet die Kilometerzahl der Abfahrtsstation). Die verstrichenen Minuten der Stunde
werden berücksichtigt, indem man den Stift auf den entsprechenden Theilstrich rückt, durch
directes Umdrehen mit der Hand, des Viertelrades η und somit auch des Rades m mit der
Herzformführung. Die letzte Berührung des Stiftes S mit dem inneren oder äufseren concentrischen
Kreise des Ringes der Zeiten wird mit der letztverflossenen vollen Stunde bezeichnet.
Während der Dauer des Stillstandes des Zuges umschreibt der Zeithebel .S auf der
Papierscheibe einen kreisbogenförmigen Radius, welcher durch Schneiden der concentrischen
Kreise zugleich den Ort des Stillstandes bezeichnet. Die Dauer des Stillstandes wird durch
die Länge des vom Stift £ beschriebenen Radius bestimmt.
Setzt sich der Zug und somit auch die Papierscheibe in Bewegung, so bildet die Spur des
Stiftes S keinen kreisbogenförmigen Radius, sondern eine Diagonale, die um so flacher wird,
je schneller der Zug sich bewegt.
Aus den Diagrammen, auf Fig. 5 dargestellt, wäre folgendes zu ersehen:
Die Papierscheibe wurde in den Apparat auf der Abgangsstation Hamburg eingesetzt, und
der Hebelstift auf dieselbe gestellt um 10 Uhr 27 Minuten. Um 10 Uhr 35 Minuten ging der
Zug ab, somit ist auf der Scheibe ein Stillstand von 8 Minuten bestimmt verzeichnet.
Auf der Strecke zwischen Hamburg und Wandsbeck erreichte der Zug die gröfste Schnelligkeit
(3 5 y2 km pro Stunde) auf Kilometer 2+88 m, und zwar um 10 Uhr 41 Minuten.
Um ίο Uhr 44'/2 Minuten blieb der Zug auf
der Axe X der Station Wandsbeck stehen. Um ι ο Uhr 49 '/2 Minuten verliefs der Zug die
Station Wandsbeck u. s. w. Nach Verlauf von H Stunden, und zwar um 9 Uhr 45'/2 Minuten
blieb der Zug auf der Axe y der Station Grambow stehen und verliefs dieselbe · um
9 Uhr 57 Minuten. Darauf traf der Zug um.
10 Uhr 14 Minuten in Stettin ein; 4 Minuten
nach Eintreffen > des Zuges, d, h. vim 10 Uhr
18 Minuten, wurde die Papierscheibe aus dem
Apparat entfernt. Zwischen Grambow und Stettin, und zwar um 10 Uhr 5 Minuten passirte
der Zug den Kilometerpfahl No. 289 mit einer Schnelligkeit von 50 km pro Stunde. Die gröfste
Schnelligkeit, 58V2 km pro Stunde, erreichte der Zug auf Kilometer 2921^, und zwar um
10 Uhr 7 Minuten, indem er das Ende des Gefälles von 1,8: ΐοοό erreichte, und auf die
Horizontale vor der Station Stettin überging.
Die beiden Stifte .S und T werden durch im Gehäuse derselben angebrachte Spiralfedern
fest an die Papierscheibe gedrückt, welcher letzterer eine unbewegliche Metallplatte rr als
Unterlage dient. Die Stifte selbst sind aus Messing und hinterlassen auf dem mit einer
Bleisalzlösung getränkten Papier der Scheibe einen dunklen Strich.
Für jede Eisenbahnstrecke von 160 bis 320 km wird ein besonderes Netz von concentrischen
Kreisen und kreisbogenförmigen Radien, die Stations-Benennungen, Tunnels etc., und endlich
auf dem freien Ringe zwischen dem Kern der Geschwindigkeiten und dem Ringe der Zeiten
das entsprechende Längenprofil in »Hellblau« gedruckt.
Die unbewegliche Metallplatte r trägt an ihrem oberen Theile einen Kopfaufsatz, mit
einem festen Zeiger ν versehen, dessen Spitze genau auf die von den Stiften S und T beschriebene,
kreisbogenförmige Radialbahn fällt. Hierdurch wird es möglich, durch einen Blick
auf die Papierscheibe durch das Glasfenster des Gehäuses zu jeder Zeit zu wissen, an welcher
Stelle der Bahn der Zug sich befindet, wie viel es an der Zeit ist und mit welcher Schnelligkeit
der Zug sich bewegt.
Der Kopfaufsatz mit dem Zeiger υ ist von der Metallplatte r und somit vom ganzen Apparat
durch eine Kautschukschicht isolirt. An seinen Enden trägt er eine kleine, Platinkugel, welche
durch die Federung des Zeigers an den äufsersten freien Ring der Papierscheibe beständig
angedrückt wird, und somit als Leitung für die verticale Lage der Scheibe dient.
Dieser Aufsatz mit dem Zeiger ν stellt das
Organ des Apparates vor, welches an vorher bestimmten Orten der Bahn, wo die Geschwindigkeit
des Zuges durch Bremsen gehemmt werden soll, dem Zugführer ein Zeichen giebt. Zu diesem Zwecke wird an Stellen, wo ein
Umbau stattfindet, vor dem Einsetzen der Scheibe in dem Apparate,1 auf dem freien,
äufsersten Ringe an der entsprechenden Stelle ein Loch d', Fig. 5, ausgeschlagen.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Die Gesammt-Anordnung von Mechanismen in dem neuen Apparate »Kynopausigraph«, zum Zweck der gleichzeitigen, graphischenund selbstthätigen Darstellung auf einer kreisförmigen Papierscheibe: der Zeiten, der Geschwindigkeiten und des Orts, die Bewegung eines Eisenbahnzuges oder einer Locomotive in zwei gesonderten Diagrammen, wesentlich wie dieselbe in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt und vorstehend erläutert ist.Die oben erläuterte Art der graphischen Darstellung der Zeiten mittelst eines eigenthümlich geformten Herzleitstückes m, Fig. 4, als Führung für einen Hebel, an einem Uhrwerk angebracht.Die oben beschriebene Art der graphischen Darstellung der Geschwindigkeiten mittelst eines Schwungkugel-Regulators, einer Zahnstange und einer durch dieselbe in Drehung versetzbaren, besonders construirten Leitschnecke, welche als Führung eines Hebels dient.Bei Geschwindigkeitsmessern zur Herstellung der richtigen Uebersetzung die oben beschriebene Contraction der Riemscheibe mit veränderlichem Durchmesser.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10719C true DE10719C (de) |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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|---|---|
| DE (1) | DE10719C (de) |
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- DE DENDAT10719D patent/DE10719C/de active Active
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