DE1069199A1 - - Google Patents
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht .-ich auf elektrische Mehrkana]-Nachrichtenttbertragung<systeme,
die nach dem Zeitraffung^-Multiplex-Verfahren arbeiten.
Mehrkanalsvsteme arbeiteten bisher normalerweise entweder nach dem Frequenzmultiplex- oder nach dem
Zeitmultiplexverfahren. Bei dem Frequenzmultiplexverfahren ist jedem Kanal während der gesamten
Übertragungszeit ein bestimmter Ausschnitt des Übertragungsfrequenzbandes zugewiesen, während beim Zeitmultiplexverfahren
jeder Kanal das gesamte Übertragungsfrequenzband, aber nur während bestimmter Abschnitte der Überrragungszeit, einnimmt.
Xeben diesen beiden normalerweise verwendeten Svstemen sind Multiplexsvsteme bekannt, die einige der
Vorteile des Zeitmultiplexverfahren* haben, aber ein weniger breites Übertragungsfrequenzband erfordern.
Dieses Verfahren hat man Zeitraftungs-Multiplex-Wrfahren genannt. Es besteht, kurz gesagt, darin, dalj jede
Kar.alsignalwelle in gleich lange Abschnitte aufgeteilt wird, diese Abschnitte dann auf einen Bruchteil ihrer
ursprünglichen zeitlichen Länge gerafft und dann in zvklischer Folge mit den Absclmitten der anderen Kanäle
übertragen werden. Irn Emufänger werden die den einzelnen Kanälen zugeordneten Abschnitte durch eine
λVrteilereinrichtung zusammengefaßt und dann auf ihre ursprüngliche Länge gedehnt und wieder zusammengefügt.
Die Raffurig der zeitlichen Länge der einzelnen Abschnitte der Signalziige wird dadurch erreicht, daß die
Abschnitte mit einem bestimmte;1. Verhältnis in eine Speichereinrichtung eingegeben und mit einem Vielfachen
dieses Verhältnisses aus dem Speicher wieder abgefragt werden. Die Speichereinrichtung kann z. B.
aus einem Magnetbandspeicher, einem elektronischen Kondensatorspeicher oder einem Verzögerungsnetzwerk
bestehen. Die Dehnung der gerafften Signalabschnitte auf der Fmpfängerseite geschieht wie die Raffung auf der
Sei.derseite, nur mit dem l'ntersohied, daß die Abtragung Mehrkanal-Nachrichtenübertragungssystem
mit einem Verhältnis vor sich des Einspeicherverhältnisses ist.
<!er ^peicnereinnclitunu
geht, das ein Bruchteil
geht, das ein Bruchteil
Das eben beschriebene Svstem läßt sich mit großen Vorteilen, auf kurzen Ühertragungsstreekcn verwenden,
bei denen es nicht nötig ist, eine große Anzahl von Zwischenstationen einzufügen. Es ist auch denkbar, daß
es über kurze Entfernungen mit leichten Mehrleiterkabeln konkui'rieren kann, da es, z. 1:5. wie ein PAM-System,
eine große Zahl von Wrbindungen ohne die große Bandbreite und die strengen Anforderungen an die
Übertragungsstrecke, die dieses letztere System fordert, ermöglicht.
Zeitrafiungs-Multiplex-Systenie sind aller noch nicht in größerem Umfang verwendet worden. Dies liegt teilweise
daran, daß sich mit der praktischen Durchführung einige Schwierigkeiten ergeben haben, haue dieser Schwierig-Anmelder:
International
Standard Electric Corporation,
New York, N, Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Ing. Η. Ciaessen, Patentanwalt,
Stuttgart-Zuffenhausen, Hellmuth-Hirth-Str. 42
Stuttgart-Zuffenhausen, Hellmuth-Hirth-Str. 42
Beanspruchte Priorität:
Schweden vom 8. April 1957
Schweden vom 8. April 1957
Knut Stig Torbjorn Janson1 Stockholm,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
ketten ist, daß es nicht möglich ist, die gerafften Abschnitte
der SignaIweilen über Strecken mit wirtschaftlicher Bandbreite zu übertragen, ohne daß am Anfang
und am Ende der Abschnitte Ein- bzw. Ausschwingvorgänge auftreten. Diese Kin- und Ausschwingvorgänge
rufen beim Zusammenfügen der wieder gedehnten Signalabschnitte starke Verzerrungen und Rauschen
hervor.
Es ist bereits ein XaehriehteuülxTtnigungssvstem der genannten Art beschrieben worden, bei dem die genannten
Xachteile dadurch vermieden werden, daß zwischen den einzelnen Signalabsclmitten zeitliche Zwischenräume für
die Ein- und Ausschwingvorgänge vorgesehen sind. Diese zeitlichen Zwischenräume bedingen aber, so kurz sie
auch sein mögen, stets eine Erhöhung der Ubertragungszeit und damit eine Wrringenmg des Nachrichtenflusses
im Übertragungskanal.
Bei dem Nachrichtennbertragnngssvstem nach der Erfindung, bei dem im Sender die den einzelnen Kanälen
entsprechenden Signale in gleiche Absclmitte aufgeteilt und diese Abschnitte zeitlich gerafft werden, bei eiern
diese zeitlich gerafften, den einzelnen Kanälen entsprechenden Abschnitte in zvklischer Folge über einen
gemeinsamen Übertragungsweg mit begrenzter Bandbreite zu einem Empfänger übertragen werden, in
welchem die den einzelnen Kanälen zugeordneten Ab schnitte wieder zeitlich gedehnt und zu einem vollständigen
Signal für jeden Kanal zusammengesetzt werden, derart, dalj jeweils zwischen zwei aufeinanderfolgenden
Abschnitten bei der Übertragung zeitliche Zwischenräume für die Ein- und Ausschwingvorgänge
509 640 2S7
vorgesehen sind, werden die genannten Nachteile dadurch vermieden, dal.! im Empfänger Einrichtungen
vorgesehen sind, die den einzelnen Kanälen zugeordnete, zeitlieh gedehnte Abschnitte wieder derart zusammenfügen,
dali die Ein- und Ausschwingvorgänge dieser einzelnen Abschnitte einander aulheben und sich in dem
aus den einzelnen Abseimitten zusammengesetzten Signalzug eines jeden Kanals an den Verbindungsstellen
zwischen benachbarten Abschnitten keine nennenswerten Verzerrungen ergeben.
Im folgernden soll die Erfindung an Hand der Zeichnungen näher beschrieben werden. In
Eig. 1 ist das Blockschaltbild eines Ausführungsbeispieles eines mit PAM arbeitenden Senders nach dem
Svstem der Erfindung dargestellt;
Fig. 2 zeigt einige in dem Sender nach Fig. 1 auftretende Impulsfolgen; in
Fig. 3 ist das Blockschaltbild eine- mit dem Sender nach Fig. 1 zusammenarbeitenden Empfängers nach dem
Svstem der Erfindung dargestellt;
Fig. 4 zeigt einige in dem Empfänger nach Fig. 3 auftretende Wellenformen;
Fig. 5 zeigt eine weitere Ausfiihrungsform des Cbertragungs>vstem nach der Erfindung unter Verwendung
von magnetischen Speichern.
Fig. ! zeigt ein schematisches Blockschaltbild eines Senders mit Pulsamplitudenmodulation für ein Zeitraffungs-Miiltiplex-Svstem
nach der Erfindung. Zum besseren Verständnis sei angenommen, daß acht Übertragungskanäle
mit einer Bandbreite von je 4 kHz vorgesehen sind. Diese Werte sind nur als Beispiel zu
betrachten, das System kann leicht beliebigen anderen Werten angepaßt werden.
In Fig. 1 ist eine übliche Mehrkanal-Pulsniodulatious-Einrichtung 1 mit acht Eingangsschaltungen 2 für die
acht Kanalsignale vorgesehen. Die Einrichtung 1 erzeugt in bekannter Weise am Ausgang 3 mit Hilfe des Steuergenerators
4 und des Frequenzteilers 5 eine Folge von acht amplitudenmodulierten und miteinander verschachtelten
Impniszügen.
Diese verschachtelten Impulszüge werden vom Ausgangs einer Verztfgemngseinrichtung 6 zugeführt. Diese
Verzögerungseinrichtung hat eine Anzahl von z. B. fünf zeitlich gleichmäßig voneinander entfernten Anzapfungen,
die über fünf gleiche, normalerweise gesperrte Torschaltungen 7 in dem Punkt 8 zusammengefaßt sind.
Da< ;ui 8 auftretende Signal wird über einen Verstärker 9, ein Filter 10 und einen zweiten Verstärker 11 dem Sender
oder einer Cbertragungsleitung (in Fig. 1 nicht dargestellt) zugeführt.
Die fünf Torschaltungen 7 werden nacheinander durch Impulse geöffnet, die von fünf zeitlich gleichmäßig voneinander
entfernte'.! Aiuapiungert einer Verzögerungseinrichtung 13. deren Laufrichtung der der Verzögerungseinrichtung
6 entgegengesetzt ist, entnommen werden. Diese Verzögerungseinrichtung wird mit einer vom
Steuergenerator 4 über den Frequenzteiler 12 abgenommenen Impulsfolge gespeist.
Da eine maximale Übertragungsfrequenz für jeden Kanal von 4 kHz angenommen wurde, ergibt sich für
jeden von der Modulationseinrichtung 1 erzeugten Impulszug ein Abtastvurhaitnis von 8000 Impulsen pro
Sekunde. Daraus ergibt sich ein Abstand für zwei aufeinanderfolgende Impulse des gleichen Kanals von
125 as. Kei insgesamt acht Kanälen ergibt sich dann in dem der Verzögerungseinrichtung 6 zugeführten verschachtelten Impulszug eine Gesamtzahl von 64000 Impulsen pro Sekunde. Der Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Impulsen des verschachtelten Impulszuges
ist dann 15,1)25 as.
Das Filter 10 soll eine konstante Laufzeit haben und so bemessen sein, daß seine Bandbreite etwas geringer
ist als die des Systems, über das die Impulse zu dem Empfänger (Fig. 3) übertragen werdet. Dis FilterlO
kann z. B. ein ldefpaß:ilter sein.
Die Verzögerungseinrichtungen 6 und 13 ordnen im Zusammenwirken mit ilen Torsehaltuugen 7 die Impulse
des verschachtelten Impulszuges so, daß die Impuls.· jedes Kanals zu Gruppen von ie fünf Impulsen zusammengefaßt
und diese so miteinander verschachtelt werden, daß zwischen zwei aufeinanderfolgenden Gruppen
ein angemessener Abstand bleibt. Dies wird durch die Fig. 2 näher erläutert.
Im Diagramm 1 der Fig. 2 sind über der horizontal.-n Zeitachse einige der Impulse des verschachtelten amplitudenmodulierten
Impulszuges, der fiber die Leitung 3 dem Verzögerungsnetzwerk 6 in Fig. 1 zugeführt wird,
aufgetragen. Die Impulse habet in diesem Diagramm alle die gleiche Amplitude. Zur Vereinfachung der
Darstellung sei die Dauer der Impulse gegenüber dem Impulsabstand als vernachlässigbar klein angenommen.
Die Impulse sind entsprechend den Kanälen, zu denen sie gehören, mit .1 bis H bezeichnet. Der zeitliche Abstand I1
zwischen zwei aufeinanderfolgenden Impulsei ist, wie bereits gesagt. 15,625 as und der Abstand zwischen
zwei Impulsen des selbem Kanais t., = 125 as. Die Impuls.·
des Kanals .4 sind mit A1, A., usw. bezeichnet und durch
Pfeile besonders liervorgehobe 1.
Das Diagramm 2 zeigt einige Impulsgiunpen, wie sie sich nach der Umgruppierung an der Leitung 8 ergeben. Der
Zeitmaustab ist gleich dem des Diagramms 1. Jede Impulsgruppe enthält fünf zu demselben Kanal gehörende Impuls·.'.
Die Wiederholungsperiode der Gruppen ist daher Sll. Die
Impulse in jeder Gruppe sind um die Zsdtdauer die klein ist, verglichen mit I.,, voneinander entfernt. Di
diese fünf Impulse alle zu einem Kanal gehören, könne 1 sie zweifellos so eng zusammengefaßt werden, daß Zi
kleiner ist als tv Der Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgende
Impulsgruppe.! sei mit I1 bezeichnet. Er i<t dann gleich ts — \t -y Die Impuisgruppen-Wie lerholuugsperiode
t-0 ist gleich St1. Wie der Abstand in Abhängigkeit von
/ä gewählt werden muß. wird weiter unten erläutert. Wenn die Zahl der Impulse pro Grupp·· (im Beispiel 51
feststeht, ergibt sieh G aus dem gewählten Wert für
Es ist zu beachten, daß es bei der Schaltungsanordnung nach Fig. 1, die hier wegen der einfacheren Erkiirbarkeit
gewählt wurde, Bedingung ist, daß die Zahl ;i der Kanäle und die Zahl a der Impulse pro Crruppe keinen gemeinsamen
Faktor habet. E- sind natürlich auch andere Schaltungsanordnu igei möglich, bei dv.i/n die Zah1 der
Kanäle und die Zahl der Impulse pro Trrupji..· frei und unabhängig voneinander gewählt werden k inuei.
In Fig. 2 sind die Impulse .•I1 und .1- im Diagramm 1
und die entsprechenden Impulse im Diagramm 2 mit gestrichelten Linien verbunden. Die näch-te Grunpe1 deren
erster Impuls um die Zeit Ii später a'.s der Inmuls .-I1 auftritt, gehört
zum Kanal F. Daraus ist zu erkenne 1, daß die Impulsgnippen im Diagramm 2 in einer zvküsch'C.
Folge aus den Iminilsen des Diagramms 1 g • •»Met werden.
Diese Umordnung der Impulse ergibt sich aus der Wahl der Anzapfungen der Verzögeruagsleinn gen 6 und 13
(Fig. 1) und der Wie.IerhohingTre prmz der vom Frequenzteiler 12 gelieferten Steuerimpuls»·. Die Wahl wird
so getroffen, daß jede der Torsehaltungeri 7 in dem Moment eatsperrt wird, in dem ein Krrialimrvais au der
entsprechenden Anzapfung der Verzögerungsleitung 6 auftritt, so daß, wenn ein Impuls des Kanals .1 an der
fünften Anzapfung c· auftritt, die fit ifte IOrschaltuug geöffnet wird, wenn
dann der nächste Impuls deswillen Kanals an der viertel Anzapfung auftritt, die vierte
Torschaltung geöffnet wird usf. Sd ergibt sich also an der Leitung 8 eine (",nippe von fünf aufeinanderfolgenden
Impulsen des Kanals .4.
Um dies zu ermöglichen, muli der zeitliche Abstand '.wischen zwei benachbarten Anzapfungen der Verzögeruimsleitung
13 gleich t., sein. Au der Verzögerungsleitung 6 muß, da der Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden
Impulsen desselben Kanals gleich I1 (im Beispiel 125 μ*) ist, der Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden
Anzapfungen gleich t., —sein. Dabei ist es klar, daß die Folgefrequenz der von dem Frequenzteiler
12 gelieferten SteuerimpuUe gleich der Folgefrequenz der Impulsgruppen von l- sein muß.
Die durch die Verzögerungsleitung 6 hervorgerufene »5 absolute Verzögerimgszeit der KanaliminiNe ist nicht
kritisch, sie ist aber zweckrniiüigerweise so zu wählen, daß die Verzögerungszeit für die letzten Impulse jeder
Gruppe sehr klein oder gleich Xull ist.
Jede Gruppe von fünf Impulsen stellt jetzt einen Ausschnitt aus der ursprünglichen SignaUvelle dar, der auf
eine zeitliche Länge von 4 · /., gerafft wurde.
Xachdem jede Impulsgruppe das Filter 10 passiert hat, hat sie wegen der begrenzten Handbreite des Filters ihre
idiarfe definierte Form verloren und ist jetzt ein Wellenmg mit Em- und Ausschwingvorgängen. Dies ist in den
Diagrammen 3 und 4 der Fig. 2 näher dargestellt. Diagramm 3 zeigt in größerem ZeitmaHstab eine Gruppe
von fünf Impulsen eines Kanals, bei denen die Amplitudenmodulation durch die verschiedene Höhe der 3»
Einzelimpulse angedeutet ist. Xachdem diese Impulsgruppe das Filter 10 durchlaufen hat, ergibt sich ein
'.Vellenzug mit relativ langen Ein- und Ausschwing-'•erioden, wie er im Diagramm 4 dargestellt ist.
Obwohl alle Impulse in der Fig. 2 unipolar dargestellt sind, ist es doch ohne Beeinträchtigung der bisher gegebenen
Erklärungen verständlich, daß der der Verzögerungsleitung 6 über die Leitung 3 zugeführte Impulszug
Impulse mit beiden Polaritäten enthalten kann.
Die Wahl des Wertes von t, wird zu einem Teil durch die effektive Grenzfrequenz /·* des Filters 10 (die etwas
kleiner als die Bandbreite des Cbertragungssvstems ist) und zum anderen Teil durch den zulässigen Grad der
Überlappung der Ein- und Ausschwingperioden der Gruppen verschiedener Kanäle bestimmt. Zuerst ergibt
sich der Abstand /a zwischen den Impulsen jeder Gruppe aus dem Verhältnis zwischen der effektiven Bandbreite F
und der ursprünglichen Signalbandbreite f = 4 kHz. Er ist
f Die Pieziehung zwischen der Zahl der Kanäle deSystems
ji, der Zahl der ImpuKe in einer Gruppen und der effektiven Bandbreite F ergibt sich aus d-τ Tatsache
daß die ("iruppenwiederholungsperiode t:> = (<i—1) · f,— '
ist. Unter Berücksichtigung der Tatsache, daß die Gruppierung das Abtastverhält'us (8000 pro Seku icle) durch
teilt, folgt
8000 ■ " .= Is. a
Setzt man die oben gegebene Beziehung für t-, und I ein, so ergibt sich
F
F
η ■ f
= "(«-I) -r 2 A d,
wenn F und f in denselben Einheiten eingesetzt werden
Sind ζ. Β. η = S, a = 5, f = 4 kHz und
dann ist F — 140,8 kHz, und bei
Ist /' =-= 4 kHz, t.2 ·= 125 ■ 10 " s und wird F in MHz
eingesetzt. dann ist
0,5
55
Die Wahl von I1 wird durch den angenommenen Amplitudenwert
bestimmt, bei dem sich der Ausschwingvorgang des Wellenzuges eines Kanals (4 in Fig. 2) mit dem
Einscliwingvorgang des nächsten Wellenzuges des nächsten Kanals schneidet. Dieser Amplitudenwert liegt um
.ν db unter dem maximalen Amplitudenwert. Dann ist ti=-- 1I , wobei A" von χ und vom Tvp des verwendeten
J-
Filters abhängt und /·' in MHz eingesetzt wird.
Ein günstiger Wert für .v ist 80 db. In diesem Falle
ist A' für ein einfaches Filter etwa gleich 9, bei einem komplizierteren Filter ist der AVert für A' kleiner; er soll
jedoch immer größer als 1 sein.
ist F = 78,8 kHz.
Fig. 3 zeigt das Blockschaltbild eines mit dem Sende: nach Fig. 1 zusammenarbeitenden Empfängers. Die de.
einzelnen Impulsgruppen entsprechenden empfangene: Wellenzüge (solch ein Wellenzug ist im Diagramm 4 de
Fig. 2 dargestellt) werden über ein dem Filter 10 i: Fig. 1 entsprechendes Filter 14 und einen Verstärker Ii
der Abtasteinrichtung 16 zugeführt. Es ist bereits weite oben erläutert worden, daß die Impulsform der Sender
wellenzüge durch das Filter 10 und oder das Empfänger filter 14 stark verwischt wurde. Daher ist es nötig, di
Impulse in dem Empfänger wieder herzustellen. Die Ab tasteinrichtung 16 besteht aus einer Torschaltung, di.
von dem Impulsgenerator 17 mit kurzen Impulsen, dere Wiederholungsperiode gleich /., ist, gesteuert wird. Wen:
es nötig ist, kann zwischen den Impulsgenerator 17 under Abtasteinrichtung 16 mich eine Frequenzteilerstuf
eingefügt werden.
Die sich am Ausgang der Abtasteinrichtung 16 er gebende, die nacheinander empfangenen Wellenzüge dar
stellende Folge von amplitudenmodulierten Impulse: wird einer Verzögerungseinrichtung 18 zugeführt, die mi
Hilfe der Torschaltungeu 19 und der Verzögerungs leitung 20 die Impulsgruppen zeitlich dehnt und so an
ordnet, daß wieder ein Impulszug entsteht, wie er ii Diagramm 1 der Fig. 2 dargestellt ist. Diesel' Dehnungs
prozeß ist praktisch die Umkehrung des Zeitratfungprozesses, der weiter oben an Hand der Fig. 1 beschriebe
wurde, nur mit dem Unterschied, daß die Verzögerungeinrichtung 18 in Fig. 3 eine größere Zahl von Anzapfur
gen aufweist als die Einrichtung 6 in Fig. 1. Dies is nötig, um die einzelnen Einschwing- und Ausschwim
vorgänge der Wellenzüge wieder herzustellen. So hat z. I die Verzögerungseinrichtung 18 in Fig. 3 neun zeitlic
gleich weit voneinander entfernte Anzapfungen, dermittlere fünf mit a bis e bezeichnete Anzapfungen de
Anzapfungen der Verzögerungseinrichtung 6 in Fig. 1 en sprechen. Für die Einschwingperioden sind an der Eii
gangsseite zwei Anzapfungen ;e und ν und für die Au Schwingvorgänge an der Ausgangsseite zwei Anzapfu;
gen y und ζ vorgesehen. Dabei ist es möglich, um die Ei:
und Ausschwingvorgänge genauer zu bestimmen, me! als zwei zusätzliche Anzapfungen an der Ein- und d
Ausgangsseiteder Verzögerungseinrichtung 18 vorzusehe:
Die neun Torschaltungen 19 sind mit den neun Ai zapfungen der Verzögerungseinrichtung 18 verbund-
und werden über die neun Anzapfungen der zweiten Ve zögerungseinrichtung 20 gesteuert. Diese Anordnung en
spricht völlig der in Fig. 1 mit der Ausnahme, daß die Torschaltiingen in der Reihenfolge ;.··, .v, a, b, c usw. entsperrt
werden, anstatt in der umgekehrten Reihenfolge in Fig. 1.
Die Verzögerungseinrichtung 20 wird mit einer vom Steuergenerator 17 über den Frequenzteiler 21 abgenommenen
Impulsfolge gespeist.
Die über die Torseluiltungcn 19 an der Leitung 22 zusammengefaßten
Impulse werden dann einer üblichen Mehl kanal-Impulsemptängerschaltung 23 zugeführt, die
dann an den Ausgängen 24 die zu den einzelnen Kanälen gehörenden Signale abgibt.
Um die verschachtelte Impulsfolge (Diagramm 1 in Fig. 2) wieder herzustellen, müssen die Anzapfungen der
Verzögerungseinrichtung 20 um die zeitliche Länge /„ voneinander entfernt sein, da alle Impulse einer Gruppe zu
demselben Kanal gehören und nach der Dehnung wieder um die Kanalperiode U voneinander entfernt sein müssen.
Die Wiederholungsfrequenz der Steuerimpulse, die von dem Freiiuenzteiler 21 der Verzögerungseinrichtung 20 zugeführt
werden, muß, da die Wiederhohmgsperiode der im Diagramm 2 der Fig. 2 dargestellten Impulsgruppen
gleicii ist, ebenfalls gleich t-0 sein. Schließlich ist es klar,
daß der zeitliche Abstand der Anzapfungen an der Verzögerungseinrichtung 18 ebenso wie bei der Verzögerungseinrichtung
6 in Fig. 1 gleich L—13 sein muß.
Hierdurch ergibt sich an der Leitung 22 eine dem Diagramm 1 in Fig. 2 entsprechende FOlge von zeitlich gedehnten
miteinander verschachtelten amplitudenmodulierten Impulsen, nur mit dem Unterschied, daß sich
einige Impulse wegen der durch die Übertragung hervorgerufenen Ein- und Ausschwingvorgänge aus zwei Teilimpulsen,
einer aus einem Ausschwingvorgang und der andere aus einem Einschwingvorgang, zusammensetzen.
Dies wird durch die Fig. 4 näher erläutert.
In den Diagrammen 1 und 2 der Fig. 4 ist eine Serie von nacheinander gedehnten, zu demselben Kanal gehörenden
und aus amplitudenmodulierten Impulsen bestehenden Wellenzügen, wie sie hinter der Abtasteinrichtung
16 auftreten, dargestellt. Dabei ist zu bemerken, daß der optimale Abtastzeitpunkt um ein Iialbes Intervall
später liegt und er auch noch um ein weiteres gleiches Intervall verschoben werden kann. Daherist kein strenger
SyuehronismiiS zwischen dem Sender und dem Empfänger notig. Diese beiden Diagramme haben ilen gleichen Zeitmaßstab.
Zwei benachbarte Impulse sind um die Kanalperiode L1 (125 ;jls) voneinander entfernt. Jeder Wellenzug
ist, wie in Fig. 4 dargestellt, durch neun, den neun Anzapfungen xc, χ, a bis c, ν und ; der Verzögerungseinrichtung
18 entsprechende Impulse dargestellt. Es ist zu erker.r.en, daß die Impulse ν und : ans dem Ausschwingv
Mgarg des W eller.zuges 1 gleichzeitig mit den Iinpulsenif ur.d h aus dom Wellenzug 2 auftreten. Entsprechend
treten die Iuipui-e to ur.d χ aus dem Einsclnvingvorgang des Wi-llenziigi-s 2 gleichzeitig mit den Impulsen d und c
aus dem Welieiizug 1 auf.
Da die von der \ erzögertiiigseinrichtung 20 abgeleiteten Impulse durch den Abstand I2 der Anzapfungen und den
Abitaiui I3 der eingespeisten Impulse bestimmt sind und da I2 gleich 8 · Z1 ist und L0 gleich 5 · I1 ist, werden diese
Impulse an die zu den Anztipfungen ,o und d. χ und o, a und y, b und ζ gehörenden TorsehaItungen gleichzeitig
angelegt. Diese Impulse werden dann zu vollständigen Impulsen mit der korrekten Amplitude zusammengefaßt,
so daß sich der im Diagramm 3 der Fig. 4 dargestellte vollständige Iinpulszug.ergibt, dessen Ungenauigkeit an
der Verbindungsteile der beiden ursprünglichen Wellenzüge vernachlässigbar ist.
In der Praxis ist es vorzuziehen, die Filter 10 und 14 SO zu bemessen, daß an ihnen kein Überschwingen auftritt.
Bisher ist noch nichts über die Synchronisation zwischen dem Empfänger der Fig. 3 und dem Sender der
Fig. 1 gesagt worden. Sie kann auf irgendeinem der üblichen Wege vorgenommen werden. So kann man z. P>.
einen der Kanäle als Synchronisierkanal benutzen. Im Sender (Fig. 1) wird dann ein SvnchronisieroszilIator 25
an einen der Kanäle, z. P>. Kanal 8. angeschlossen. Dieser Oszillator erzeugt ein Svnchronisiersignal mit fester
Frequenz, z. B. 50 Hz. Im Empfänger (Fig. 3) wird der
ίο Ausgang des Kanals 8 mit einem auf die Synclironisierfrequenz
von 50 Hz abgestimmten selektiven Filter 26 verbunden. Das durch das Filter 26 herausgetrennte Synchronisiersignal
wird dann einer Kontrollschaltung 27 zugeführt, die den Steuergenerator des Empfängers 17
stabilisiert oder synchronisiert. Ebenso können andere geeignete Svnchronisieranordmingen verwendet werden.
Dabei ist zu bemerken, daß an die Phasenstarrheit der Synchronisation keine großen Ansprüche gestellt werden,
es ist nur zu gewährleisten, daß die zusammengehörigen Sender- und Empfangskanäle miteinander gekoppelt sind.
Durch die Tatsache, daß alle empfangenen Impulse eine feste Beziehung zueinander haben, ist sichergestellt, daß
nur die entsprechenden durch die Abtasteinrichtung 16 erzeugten Impulse die Torschaltungen 19 passieren
können, obwohl zwischen den zeitlich gerafften Signalabschnitten noch viele zusätzliche Impulsintervalle auftreten.
In dem an Hand der Fig. 1 und 3 beschriebenen Ausführungsbeispiel wurde die L'mordnung der Impulse
durch Verzögerungsnetzwerke vorgenommen. In der Praxis sind verschiedene Ausführungen dieser Verzögerungseinrichtungen
denkbar; so kann man z, B. normale Verzögerungsnetzwerke oder elektromechanische Verzögeruiigseinrichtungen,
so z. B. nach dem Magnetostriktionsprinzip arbeitende verwenden. Ebenso lassen sich
zur Umgruppierung der Impmlse elektronische Speichereinrichtungen verwenden, in denen die Impulse etwa in
Kondensatoren gespeichert werden und durch Torschaltungen oder Elektronenstrahlen wieder herausgelesen
werden.
In der Fig. 5 ist ein weiteres, mit einem Magnetbandspeicher arbeitendes Ausführungsbeispiel der Ertinduiig
dargestellt. Die beiden mit .1/ bezeichneten Magnetbänder oder ähnliche magnetische Speicher, wie z. 1>. magnetische
Scheiben, laufen in den durch die Pfeile bezeichneten Richtungen um. Die löinspeicherköpfe sind mit /. Z1,
Ii. . .In und die Ableseköpfe durch .1, .I1, Λ.,...Λ„ bezeichnet.
Die Indizes beziehen sich auf einzelne Kanali.·, deren Gesamtzahl gleich ist. Der Eiiispeicherkopi /
und der Ablesekopf .-1 sind auf rotierenden Armen befestigt, deren Umlaufrichtung in der Fig. 5 angedeutet
ist. Alle Ableseköpfe A, A1, A2...An sind mit Einriehtungen
versehen, um die auf den Magnetbändern 37 gespeicherten Xachrichteii zu l."isi*hvr.. Der obere Teil der
Fig. 5 stellt den Sender, der untere Teil den Empfänger dar. Sender und Empfiinger sind über die Verstärker 9,
11, 15 und Filter 10 und 14 auf die gleiche Art und W eise verbunden wie in dem oben luschriebenen Ausführungsbeispiel.
Die beiden Magnetbänder im Sender und Empfänger laufen mit der gleichen Geschwindigkeit von
wUmdrehungen pro Sekunde 11m. Ebenso rotieren die beiden Arme / und A synchron zueinander mit A* Umdrehungen
pro Sekunde.
Der Lbertragungsvorgang kann jetzt wie folgt beschrieben werden.
Der Lbertragungsvorgang kann jetzt wie folgt beschrieben werden.
Auf der Sendeseite zeichnen die Einspeicherköpfe I1. I2-■■In die zu den einzelnen Kanälen gehörenden Nachrichten
auf das umlaufende Magnetband M auf. Der Ablesekopf A rotiert in der der Laufrichtung des .Magnetbandes
entgegengesetzten Richtung, wobei er die Nach-
Claims (4)
1. Mehrkanal-Nachrichtenübertragungssystem, bei dem die den einzelnen Kanälen entsprechenden
Signale im Sender in gleiche zeitliche Abschnitte aufgeteilt, diese Abschnitte zeitlich gerafft und diese
zeitlich gerafften, den einzelnen Kanälen entsprechenden Abschnitte in zyklischer Folge über einen gemeinsamen
Übertragungsweg mit begrenzter Bandbreite zu einem Empfänger übertragen werden, in
welchem die den einzelnen Kanälen zugeordneten Abschnitte wieder zeitlich gedehnt und zu einem
vollständigen Signal für jeden Kanal zusammengesetzt werden, derart, daß jeweils zwischen zwei
aufeinanderfolgenden Abschnitten bei der Übertragung zeitliche Zwischenräume für die Einschwing- und
Ausschwingvorgänge vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß im Empfänger Einrichtungen vorgesehen
sind, die den einzelnen Kanälen zugeordnete, zeitlich gedehnte Abschnitte wieder derart zusammenfügen,
daß die Ein- und Ausschwingvorgänge dieser einzelnen Abschnitte einander aufheben und sich in
dem aus den einzelnen Abschnitten zusammengesetzten Signalzug eines jeden Kanals an den Verbindungsstellen
zwischen benachbarten Abschnitten keine nennenswerten Verzerrungen ergeben.
2. Mehikanal-Nachrichtenübertragungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ein-
und Aiisschwingvorgänge der zeitlich gerafften Abschnitte im Empfänger derart beeinflußt werden, daß
kein Überschwingen auftritt und die Zwischenräume zwischen zwei aufeinanderfolgenden Abschnitten auf
ein zur Erzielung einer ausreichenden Nebensprechdämpfung notwendiges Minimum verkleinert werden
können.
3. Mehrkanal-Nachrichtenübertragungssystem nach Anspruch 1 und 2, bei dem im Sender durch die Signalwellen
der einzelnen Kanäle legelmäßige Impulsfolgen amplitudenmoduliert und die den einzelnen
Kanälen zugeordneten Impulsfolgen dann verschachtelt werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Sender
eine Speichereinrichtung enthält, die die verschachtelten Impulse in Gruppen von je a, alle jeweils zu einem
bestimmten Kanal gehörigen Impulsen anordnet, und daß diese den einzelnen Kanälen entsprechenden
Impulsgruppen mit einem bestimmten zeitlichen Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Gruppen
nacheinander in zyklischer Folge über den gemeinsamen Cbertragungsweg übertragen werden, bei
dessen Durchlaufen aus jeder Impulsgruppe ein Wellenzug mit Ein- und Ausschwingvorgän^en entsteht.
4. Mehrkanal-Nachrichteiiübertragungssvsteni nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Empfänger
Einrichtungen enthält, die die empfangenen Wellenzüge so abtasten, daß sich eine Folge von amplitudenmodulierten
Impulsen mit einer bestimmten Folgefrequenz ergibt, daß er ferner eine Speichereinrichtung
enthält, die aus jedem We'leizug b Impulse auswählt, wobei b größer als a ist, und diese Impulse
zu einer verschachtelten Folge amplitudenmodulierter Impulse zusammenfaßt, von denen bestimmte Impulse
sich aus einem Impuls aus dem Einschwing-
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