DE1069128B - Verfahren zur Herstellung von kristallwasserfreiem Bariumhydroxyd - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von kristallwasserfreiem Bariumhydroxyd

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DE1069128B
DE1069128B DENDAT1069128D DE1069128DA DE1069128B DE 1069128 B DE1069128 B DE 1069128B DE NDAT1069128 D DENDAT1069128 D DE NDAT1069128D DE 1069128D A DE1069128D A DE 1069128DA DE 1069128 B DE1069128 B DE 1069128B
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Germany
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barium hydroxide
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barium
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hydrate
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DENDAT1069128D
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English (en)
Inventor
Hannover-Wulf el Dr. Winfried Menzcr
Original Assignee
Kak-Chemie Aktiengesellschaft, Hannover
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F11/00Compounds of calcium, strontium, or barium
    • C01F11/02Oxides or hydroxides

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Description

Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von kristallwasserfreiem Bariumhydroxyd, welches durch die Umsetzung von Bariumhydroxyd-Hydraten mit Bariumoxyd entsprechend der folgenden Reaktionsgleichung gekennzeichnet ist:
Ba(OH)2 · jtrH2O
Verfahren zur Herstellung
von kristallwasserfreiem Bariumhydroxyd
+1) · Bat(OH)2+ Q.
Vom Bariumhydroxyd sind als definierte Verbindungen das Octahydrat, das Monohjdrat und die hydratfreie Verbindung bekannt. Daneben besitzen auch Produkte mit wechselnden Hydratgehalten zwischen Mono- und Octahydrat technisches Interesse. Bariumhydroxyd-Octahydrat als das praktisch meist verwendete Bariumhydroxyd schmilzt bei 78° C kongruent im eigenen Kristallwasser. Die völlige Entfernung des Wassers aus dieser Lösung ist entweder durch längeres Erhitzen bei Temperaturen bis etwa 300° C unter Normaldruck oder besser bei einer Temperatur von etwa 130° C unter vermindertem Druck erreichbar. Unter Normaldruck geht der Entwässerungsprozeß unter unangenehmen Verspritzungsund Verkrustungserscheinungen vor sich, während die Entwässerungsdauer beim Arbeiten unter vermindertem Druck zu lang ist. In beiden Fällen ist außerdem eine quantitative Verfolgung des Entwässerungsgrades während der Dehydratisation nicht möglich.
Es war ein neues Verfahren zur Dehydratisation von Bariumhydroxyd-Hydraten gefunden worden, nach welchem das Kristallwasser durch Erhitzen mit einem organischen Lösungsmittel entzogen wird, indem es zusammen mit dem Lösungsmittel entweder azeotrop destilliert oder durch bloßes Digerieren bei erhöhter Temperatur entfernt wird. Während des Entwässerungsvorganges nach dem Verfahren der azeotropen Destillation mit einem organischen Lösungsmittel, welches in der flüssigen Phase in keinem Verhältnis mit Wasser mischbar ist, ist der Dehydratisationsgrad leicht durch die Verwendung einer Vorlage mit Überlauf feststellbar.
Bei der vorliegenden Erfindung handelt es sich nun um ein weiteres Verfahren zur Dehydratisation von Bariumhydroxyd-Hydraten durch Umsetzung derselben mit einer der Hydratzahl des \-erwendeten Bariumhydroxyds entsprechenden Molmenge Bariumoxyd. Das Bariumhydroxyd-Hydrat, meist in Form von Octahydrat, wird allgemein durch Lösen von Bariumoxyd in Wasser hergestellt. Versuche zur Herstellung des hydratfreien Bariumhydroxyds durch direkte Umsetzung des Bariumoxyds mit der stöchiometrisch berechneten Menge Wasser sind nicht be-Anmelder:
Kali-Chemie Aktiengesellschaft,
Hannover, Hans-Böckler-Allee 20
Dr. Winfried Menzer, Hannover-Wülfel,
ist als Erfinder genannt worden
friedigend, da durch die stark exotherme Reaktion
BaO-I-H2O-
Ba (O H)2+ Q
das Wasser größtenteils verdampft wird. Diese Umsetzung führt außerdem zu uneinheitlichen Produkten.
Es wurde nun gefunden, daß das zur Hydroxydbildung erforderliche Wasser in Form des Kristallwassers vom Bariumhydroxyd-Hydrat dem Bariumoxyd zugeführt werden kann, indem Bariumhydroxyd-Hydrat mit Bariumoxyd in der obengenannten Menge innig vermischt zur Reaktion gebracht wird. Beispielsweise beträgt bei Bariumhydroxyd-Octahydrat die anzuwendende Bariumoxydmenge 8 Mol, um bei quantitativem Umsatz 9 Mol kristalhvasserfreies Bariumhydroxyd zu erhalten. Nach inniger Vermischung der Ausgangsstoffe werden diese während einer kurzen Zeit erwärmt, wobei das Einsetzen der Reaktion durch plötzliches Ansteigen der Temperatur angezeigt wird. Allgemein genügt ein einfaches Vermählen des Reaktionsproduktes, um zu einer verhältnismäßig reinen und einheitlichen Verbindung zu gelangen. Der Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens liegt insbesondere darin, daß zur Herstellung des hydratfreien Bariumhydroxyds nicht das gesamte Bariunioxyd erst in das Hydrat, meist Octahydrat, übergeführt zu werden braucht, sondern nur ein Bruchteil desselben.
909 608/387
r SSi ti
Beispiel
31,6g = 0,1 Mol feinzerriebenes Bariumhydroxyd- ^^ wurden mit 122,5 g = 0,8 Mol Bariumdxyd finriig' fvermlscht Nach zehnminutiger gelinder Erwärmung des Reaktionsgemisches setzte bei ansteigender Temperatur auf 80 bis 100° C die Reaktion ein In fast quantitativer Ausbeute wurde em kristallwasserfreies Banumhydroxyd erhalten.

Claims (1)

  1. Patentanspruch
    Verfahren zur Herstellung von kristallwasserfreiem Barmmhydioxyd, dadurch gekennzeichnet, daß Bariumhydroxyd-Hydrate mit einer der Hydratzahl entsprechenden Anzahl Mole Bariumoxyd in femgepulverter Form mnig vermischt und unter Erwärmung zur Reaktion gebracht werden
    X, ^ ^ Ii) YuGIIi hßH m9i9Tll9S2ßV
    OV 'Jj
    © 909 608/387 8 59
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