DE1069126B - Verfahren zur Gewiinnung von Titantetirachlorid aus gasformigen Gemischen, von Titantetrachlorid mit normalerweise festen Eisen- und/oder AHuminiuimchloiid - Google Patents

Verfahren zur Gewiinnung von Titantetirachlorid aus gasformigen Gemischen, von Titantetrachlorid mit normalerweise festen Eisen- und/oder AHuminiuimchloiid

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DE1069126B DENDAT1069126D DE1069126DA DE1069126B DE 1069126 B DE1069126 B DE 1069126B DE NDAT1069126 D DENDAT1069126 D DE NDAT1069126D DE 1069126D A DE1069126D A DE 1069126DA DE 1069126 B DE1069126 B DE 1069126B
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Palmerton Pa. Georige Thomas Mahler (V. St. A.)
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The New Jersey Zinc Company, New York, N. Y. (V. St. A.)
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B34/00Obtaining refractory metals
    • C22B34/10Obtaining titanium, zirconium or hafnium
    • C22B34/12Obtaining titanium or titanium compounds from ores or scrap by metallurgical processing; preparation of titanium compounds from other titanium compounds see C01G23/00 - C01G23/08
    • C22B34/1218Obtaining titanium or titanium compounds from ores or scrap by metallurgical processing; preparation of titanium compounds from other titanium compounds see C01G23/00 - C01G23/08 obtaining titanium or titanium compounds from ores or scrap by dry processes
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Description

  • Verfahren zur Gewinnung von Titantetrachlorid aus gasförmigen Gemischen von Titantetrachlorid mit normalerweise festem Eisen-und/oder Aluminiumchlorid Das im allgemeinen als am leistungsfähigsten und ;:m wirtschaftlichsten angesehene Verfahren zur Herstellung von Titantetrachlorid besteht im Chlorieren eines Titanoxyd enthaltenden Materials bei hohen Temperaturen. Dies erfolgt im allgemeinen, indem man gasförmiges Chlor bei einer Temperatur von mindestens etwa 700° C durch eine poröse Beschikkung leitet, die im wesentlichen aus einem innigen Gemisch eines titanhaltigen Rohstoffes, wie Rutil oder Ilmenit, und kohlehaltigem Material, wie Koks, besteht. Als primäres Produkt der Chlorierung erhält man ein gasförmiges Gemisch von Titantetrachlorid und Kohlenmonoxyd, das jedoch stark mit Chloriden anderer Metalle, wie Eisen und Aluminium, verunreinigt ist. die in dem titanhaltigen Ausgangsgut enthalten sind. Alle diese Verunreinigungen müssen entfernt werden, wenn das Titantetrachlorid als Ausgangsmaterial für die Herstellung von metallischem Titan verwendet werden soll.
  • Die das Titantetrachlorid verunreinigenden Metallchloride besitzen bei einem bei der Chlorierung im allgemeinen anfallenden Gemisch etwa folgende Taupunkte: Fe Cl. ..................... 7250C Fe Cl? ...................... 250° C A1 C1.3 ...................... 125° C Ti C1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88 bis 90° C Es ist daher unvermeidlich, daß die Chloride von Eisen und Aluminium sich beim Abkühlen der gasförmigen Gemische der Chloride bereits vor dem Titantetrachlorid zu kondensieren beginnen, wobei sie unmittelbar in die feste Phase übergehen, während das Titantetrachlorid sich zu einer Flüssigkeit kondensiert. Festes Eisen- und Aluminiumchlorid ist in trockenem Zustand klebrig, in mit flüssigem Titantetrachlorid angefeuchtetem Zustand noch klebriger und weist in trockenem oder benetztem Zustand eine noch stärkere Klebrigkeit auf, wenn durch Feuchtigkeit, die in das Chlorierungsgefäß gelangt, die Hvdrate von Eisen- und Aluminiumchlorid entstehen. Da die Wirkungen dieser Klebrigkeit am ausgesprochensten in Kondensieranlagen und damit im Zusammenhang stehenden Behandlungsanlagen für flüssiges Titantetrachlorid zu Tage treten, besteht die allgemein bevorzugte Arbeitsweise darin, das gasförmige Chlorierungsprodukt hinreichend stark zu kühlen, um aus ihm möglichst viel Eisen- und Aluminiumchlorid auszukondensieren, bevor das Titantetrachlorid kondensiert wird. Es hat sich jedoch als praktisch unmöglich herausgestellt, eine vollständige Trennung von Eisen- und Aluminiumchlorid einerseits und Titantetrachlorid andererseits auf diese weise zu erreichen, und die Kondensation von Titantetrachlorid war daher immer von der Bildung erheblicher Mengen feinverteilten Eisen- und Aluminiumchlorids begleitet.
  • Die Kondensation von Titantetrachlorid kann in wirksamer Weise dadurch erreicht werden, daß man den Tetrachloriddampf durch einen Sprühregen von flüssigem Tetrachlorid leitet. Die zur wirksamen Kondensierung des Tetrachloriddampfes erforderliche i \len- ge an flüssigem Tetrachlorid hängt natürlich von den Temperaturen des einströmenden Dampfes und des kalten Tetrachlorids sowie von der gewünschten Endtemperatur des Gases ab; bei einem typischen Kondensiervorgang durch Besprühen ist z. B. 40mal so viel flüssiges Tetrachlorid erforderlich, wie dampfförmiges Tetrachlorid zu kondensieren ist. Infolgedessen müssen große Mengen flüssigen Titantetrachlorids geklärt, gekühlt und im Kreislauf durch den Sprühkondensator geführt werden. Die Aufgabe wird noch dadurch erschwert, daß die Chloride des Eisens und Aluminiums, die sich beim Kondensieren des Titantetrachlorids bilden, vom flüssigen Titantetrachlorid getrennt werden müssen, bevor dieses im Kreislauf geführt wird, weil sie sich sonst absetzen und die Leitungen verstopfen würden. Der Betrieb eines Wärmeaustauschers und der damit verbundenen Ausrüstung zum Kühlen des im Kreislauf geführten flüssigen Tetrachlorids gestaltet sich besonders mühselig, wenn festes Eisen- und Aluminiumchlorid anwesend ist. Die Anlagen. Behandlungszeiten und Zubehörteile, die zur Durchführung dieser Abtrennung der festen Chloride von dem im Kreislauf zu führenden Titantetrachlorid erforderlich sind, stellen ein Hindernis für die Herstellung von Titantetrachlorid in großtechnischem 1laßstabe dar.
  • Es wurde nun gefunden, daß es möglich ist, die Chloride des Eisens und Aluminiums praktisch vollständig aus dem gasförmigen Titantetrachlorid derart zu entfernen, daß der überwiegende Anteil des Titantetrachlorids anschließend kondensiert werden kann, ohne daß sich Schwierigkeiten durch die Anwesenheit von Eisen- und Aluminiumchlorid ergeben. Dies erzielt man erfindungsgemäß dadurch, daß man das Reaktionsgas, welches Eisen- und Aluminiumchlorid als Dampf oder als Gemisch von Dampf und festen Teilchen enthält, mit einer Suspension von in flüssigem Titantetrachlorid suspendiertem festem Eisen- und Aluminiumchlorid wäscht, wobei die Suspension heftig durch den eintretenden gasförmigen Strom von Eisen-, Aluminium- und Titanchlorid hindurchgeschleudert wird. Das erfindungsgemäße Verfahren besteht daher darin, daß man das gasförmige, die genanten anderen Chloride enthaltende Titantetrachlorid durch eine Waschkammer leitet, auf deren Boden sich eine Suspension der festen Chloride von Eisen- und Aluminium in flüssigem Titantetrachlorid befindet. Die Suspension wird mit solcher Gewalt durch die Kammer geschleudert, daß sie für sich selbst und dadurch, daß sie gegen die Innenwandungen der Kammer spritzt, einen turbulenten Schauer bildet. durch den das Gasgemisch hindurchströmt. Die Suspension wird auf einer in der Nähe, jedoch unterhalb des Taupunkts des Titantetrachlorids liegenden Temperatur gehalten, so daß praktisch die Gesamtmenge der normalerweise festen Chloride und etwas gasförmiges Titantetrachlorid aus dem Geinisch entfernt werden, ohne daß dabei alles Titantetrachlorid kondensiert wird. Das zurückbleibende unkondensierte eisen- und aluminiumfreie Titantetrachlorid wird dann kondensiert.
  • Der erfindungsgemäße Waschvorgang ist völlig verschieden von dein Waschen, das in den üblichen Sprühwäschern stattfindet. Zunächst findet bei einem Sprühwäscher üblicher Bauart kein Bespritzen und Abwaschen der Innenflächen des Waschgefäßes durch die in heftiger Bewegung befindliche Flüssigkeit statt. Außerdem ist eine Sprühvorrichtung üblicher Bauart nicht imstande, eine Suspension klebriger Feststoffe, wie Eisen- und Aluminiumchlorid, ohne ernsthafte Betriebsschwierigkeiten zu fördern, besonders wenn die Chloride hydratisiert sind. Bei dem erfindungsgemäßen Waschvorgang wird die Suspension aus der am Boden der Waschkammer befindlichen Suspension herausgehoben und mit so großer Gewalt umhergeschleudert, daß sie gegen die Innenwandungen der Kammern spritzt. Bei vielen Wäschern üblicher Bauart erzielt man die wirksamste Entfernung der Feststoffe aus einem Gasstrom nur dann, wenn der Austrittsdruck des Gases erheblich niedriger ist als der Eintrittsdruck. Da Titantetrachlorid :iußerst reaktionsfähig ist, ist es vorteilhaft, die Druckänderung im System so klein wie möglich zu halten, um den Eintritt von Luft in das Waschgefäß und den Austritt schädlicher Gase aus ihm in die Atmosphäre zu verhindern. Da die für das erfindungsgeinäße Waschverfahren erforderliche Kraft von außen her zugeführt wird und daher nicht von einem verhältnismäßig großen Druckunterschied des zu waschenden Gases abhängt, kann man mit einem sehr geringen Druckabfall arbeiten, der nur Zehntelmillimeter beträgt. Es ist zur Zeit noch nicht völlig aufgeklärt, warum der Suspensionsschauer die Chloride des Eisens und Aluminiums in so wirksamer Weise aus dem Titantetrachloriddampf entfernt; es erscheint jedoch möglich, daß die Kondensation einer geringen 1Tenge Titantetrachlorid aus dem einströmenden Gas die normalerweise festen Chloride des Eisens und Aluminiums in einen solchen Zustand bringt, daß sie beim Zusammentreffen mit den Suspensionsschauertropfen leicht von diesen aufgenommen und auf diese Weise aus dem Gasstrom entfernt werden.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren bietet den weiteren Vorteil, daß die normalerweise festen Chloride des Eisens und Aluminiums aufgefangen und aus der Waschvorrichtung in konzentrierter Form abgeführt werden. Würde man einen Sprühkondensator üblicher Bauart verwenden, um das genannte Titantetrachlorid und die festen Chloride zu kondensieren, so würde man eine verhältnismäßig geringe Feststoffkonzentration erzielen. Der übliche Weg, die Feststoffe durch Filtrieren oder Absetzenlassen vom Titantetrachlorid zu trennen, ist unzweckmäßig, weil das Titantetrachlorid sehr reaktionsfähig ist und die so gewonnenen Feststoffe noch durch Verdampfen des an ihnen haftenden restlichen Titantetrachlorids von letzterem befreit werden müssen, bevor sie weiter verarbeitet oder verworfen werden können. Bei dein erfindungsgemäßen Verfahren können die Feststoffe zusammen mit flüssigem Titantetrachlorid in Konzentrationen bis etwa 40% abgezogen und vorteilhaft unmittelbar einer Schlammtrockenanlage üblicher Bauart zur Entfernung und Gewinnung des in ihnen noch enthaltenen Titantetrachlorids zugeführt werden.
  • Die einzige Anforderung, die an die Waschvorrichtung im Sinne der Erfindung gestellt werden muß, ist die, eine aus festen Chloriden und flüssigem Titantetrachlorid bestehende Suspension heftig in der Waschkammer umherzuschleudern. In der Zeichnung sind mehrere Vorrichtungen dargestellt, mit denen das erfindungsgemäße Verfahren durchgeführt werden kann, die Figuren stellen Schnitte durch Waschkaminern dar, wobei gemäß Fig. 1 ein Rotor, der auf einer schrägen Achse drehbar gelagert ist, gemäß Fig. 2 ein Rotor, der auf einer waagerechten Achse sitzt und gemäß Fig.3 ein senkrecht angeordneter Rotor für das Umherschleudern der Suspension dient.
  • Die in Fig. 1 bis 3 dargestellten Waschkammern bestehen im wesentlichen aus einem rechteckigen Stahlgefäß 5, welches an allen Stellen, an denen dies möglich ist, von einem Wassermantel 6 umgeben ist. Der Mantel wird durch das Rohr 7 mit Kühlwasser gespeist, das durch 8 abfließt. Die Kammer ist mit einem Gaseinlaß 9 ausgestattet, durch welchen das Reaktionsgas eingeführt wird. Das Gefäß ist ferner mit einem Gasauslaß 10 versehen, durch den die gewaschenen, von Eisen- und Aluminiumchlorid befreiten, Titantetrachlorid enthaltenden Gase abgezogen werden. Auf dem Boden der Kammer befindet sich die Suspension 11, die im wesentlichen aus flüssigem Titantetrachlorid und festem Eisen- und/oder Aluminumchlorid besteht. In der Kammer 5 ist ein Rotor derart angebracht, daß er in die Suspension eintaucht, und zwar so, daß bei schneller Drehbewebung des Rotors ein Teil der Suspension in das Innere des Gefäßes geschleudert wird. In Fig. 1 befindet sich der Rotor 12 auf der schräggestellten Antriebswelle 13, in Fig. 2 auf der waagerechten Antriebswelle 15, während in Fig. 3 ein auf einer senkrechtenAntriebswelle 17 sitzender schraubenförmiger Rotor 16 dargestellt ist. Jede dieser Antriebswellen erstreckt sich durch mindestens eine Wandung der Kammer, so daß sie von außen her angetrieben werden kann. Die Kammer ist ferner mit einer als Überlauf wirkenden Abzugsleitung 18 versehen, damit (las Suspensionsvolumen konstant bleibt, wenn sich in der Kammer durch gleichzeitige Kondensation von etwas Titantetrachlorid zusammen mit dein Eisen- und Aluminiumchlorid frische Suspension bildet.
  • Beim Betrieb der Waschkammer wird der Rotor oder eine andere mechanische Vorrichtung von entsprechender Wirksamkeit mit hoher Geschwindigkeit angetrieben, so daß er Teile der Suspension im Inneren der Kammer umherschleudert. Im Falle der Rotoren 12 und 14 liebt jeder taschenartige Teil einen Teil der Suspension und schleudert ihn aufwärts und nach außen ins Innere der Kammer oberhalb der Hauptsuspensionsmasse 11. Im Falle des senkrecht angeordneten Schraubenrotors 16 wird die Suspension längs der Schraubenwindung hochgehoben und dann durch die Zentrifugalkraft nach außen in den gasgefüllten oberen Teil der Kammer geschleudert. In allen Fällen wird die Suspension mit solcher Gewalt umhergeschleudert, daß sie auf die Innenwandungen der Kammer 5 auftrifft und oberhalb der Hauptmasse der Suspension durch das Innere des Gefäßes hin und her spritzt. Wenn dann das gasförmige Gemisch von Titan-, Eisen- und Aluminiumchlorid durch den oberen Teil der Kammer geleitet wird, wird es durch die Suspension kräftig ausgewaschen und in innige Berührung mit dieser gebracht. Durch die heftige Bewegung der Hauptmasse der Suspension werden die Feststoffe in ihr in gleichmäßiger Suspension gehalten, während durch das Auftreffen und 'Umherfliegen der Suspension die Innenwandungen der Kammer dauernd abgewaschen werden, so daß sich kein festes Eisen- und Aluminiumchlorid auf ihnen ansammeln kann.
  • Die Temperatur der Suspension wird in der Nähe. jedoch unterhalb des Taupunktes (etwa 88 bis 90° C) des in dem einströmenden Gasgemisch enthaltenen Titantetrachlorids gehalten. In der Praxis hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, die Temperatur der Suspension auf etwa 70 bis 80° C zu halten, jedoch sind auch niedrigere Temperaturen wirksam. Allgemein soll jedoch die Temperatur der Suspension tief genug unterhalb des Taupunkts des Titantetrachlorids gehalten werden, damit nicht nur eine Kondensation von Eisen- und Aluminiumchlorid stattfindet, sondern außerdem noch gleichzeitig genügend Titantetrachlorid kondensiert wird, um ein geeignetes Verhältnis von Feststoffen zu Flüssigkeit in der Suspension innezuhalten. Nähert sich die Temperatur des Suspension stärker dem Taupunkt des Titantetrachlorids im Gasgemisch, steigt sie z. B. bis auf 1 oder 2° C unterhalb des Taupunkts, dann werden praktisch nur noch die festen Chloride im Wäscher entfernt, und das Verhältnis von Feststoffen zu Flüssigkeit in der Suspension muß von Zeit zu Zeit wieder eingeregelt werden, damit sie ihre Fließfähigkeit beibehält. Hält man dagegen die Temperatur der Suspension deutlich unterhalb, aber immer noch nahe am Taupunkt des Titantetrachlorids, so kondensiert sich zusammen mit den Chloriden des Eisens und Aluminiums auch etwas Titantetrachlorid, und es bildet sich dauernd eine Suspension von der richtigen Fließfähigkeit, die bis ebva 40% Feststoffe enthält. Die Suspension wird aus der Kammer durch die Abzugsleitung 18 mit der gleichen Geschwindigkeit abgezogen, wie sie sich ini Wäscher bildet. Die erforderliche Temperatursteuerung der Suspension läßt sich leicht durch Regelung des Kühlwasserstroms durch den Kühlmantel 6 bewerkstelligen. Das praktisch beständige Abwaschen der Innenflächen der Kammer 5 durch die darin umhergeschleuderte Suspension gewährleistet auch eine wirksame Wärmeübertragung zwischen der Suspension und dem durch den Kammermantel strömenden Kühlwasser.
  • Das folgende Beispiel dient zur weiteren Erläuterung der Erfindung Ein 700° C heißes Gasgemisch, das 54 Gewichtsprozent Titantetrachlorid, 4,5 Gewichtsprozent Ferrochlorid, 6,5 Gewichtsprozent Ferrichlorid und 4,5 Gewichtsprozent Aluminiumtrichlorid sowie Kohlenmonoxyd, Kohlendioxyd, Stickstoff, Chlorwasser-. stoff und geringe Mengen anderer Chloride, wie Siliciumtetrachlorid, Vanadinoxychlorid usw., enthielt, wurde zunächst mit einer Geschwindigkeit von etwa 5,4 m3/min (gemessen bei 700° C) durch einen mit Wasser gekühlten Gaskühlturm geleitet, in welchem es auf etwa 125° C gekühlt wurde, wobei sich etwa 70 Gewichtsprozent des im Gemisch enthaltenen Eisen- und Aluminiumchlorids abschieden.
  • Das gekühlte Gasgemisch, welches etwas suspendierte Feststoffteilchen von Eisen- und Aluminiumchlorid enthielt, wurde dann durch die in Fig. 1 abgebildete Waschkammer geleitet, die eine Suspension von festem Eisen- und Aluniiniuinchlorid in flüssigem T itantetrachlorid mit einem Feststoffgehalt von etwa 23 Gewichtsprozent enthielt. Die Suspension wurde durch Regeln der durch den Kühlmantel fließenden Kühlwassermenge auf eine Temperatur von etwa 75° C gehalten. Der Rotor, der einen Durchmesser von etwa 35,5 cm besaß, lief mit einer Geschwindigkeit von 480 U/min um. Die gesamten, im eintretenden Gemisch enthaltenen Eisen- und Aluminiumchloriddämpfe wurden in den festen Zustand übergeführt, wobei sich gleichzeitig etwa 45% des im eintretenden Gasgemisch enthaltenen Titantetrachlorids kondensierten. Das flüssige Titantetrachlorid enthielt außerdem etwas Aluminium-, Eisen-, Siliciumchlorid und andere Chloride in Lösung. Die Chloride des Eisens und des Aluminiums, und zwar sowohl diejenigen, die in den eintretenden Gasen suspendiert waren, als auch diejenigen, die sich im Wäscher kondensierten, sammelten sich im Wäscher zusammen mit gewissen Mengen flüssigen Titantetrachlorids an und vermehrten hierdurch das Volumen der in der Waschkammer befindlichen Suspension. Deshalb wurde ein Teil der Suspension abgezogen, um die Suspensionsmenge in der Kammer praktisch konstant zu halten. Die abgezogene Suspension wurde einem Trockner üblicher Art zugeführt, in welchem das Titantetrachlorid verdampft und mit Hilfe eines Kühlers üblicher Bauart zurückgewonnen wurde.
  • Das aus dem Wäscher austretende, Titantetrachlorid enthaltende Gasgemisch war praktisch völlig frei von Eisen- und Aluminiumchlorid und verließ die Waschkammer mit einer Temperatur von etwa 75° C. Dieses Titantetrachlorid wurde einem Turmsprühkondensator üblicher Bauart zugeführt. Der Sprühregen in diesem Turm bestand aus flüssigem Titantetrachlorid, welches mit einer Geschwindigkeit von 132,5 ]/min im Kreislauf geführt und auf eine Sprühregentemperatur von etwa 20° C gekühlt wurde. Ein Teil des flüssigen Titantetrachlorids wurde mit der gleichen Geschwindigkeit abgezogen, mit der es sich aus dem einströmenden Gasgemisch auskondensierte. Das im Kreislauf geführte flüssige Titantetrachlorid war praktisch frei von festem Eisen- und Aluminiumchlorid, und es waren daher keine Vorkehrungen nötig, um diese Feststoffe zu entfernen.
  • Es ist zu beachten, daß die eingangs beschriebene @'orbehandlung zwecks teilweiser Entfernung von Eisen- und Aluminiumchlorid aus dem das Titantetrachlorid enthaltenden Gasgemisch vor dem eigentlichen Waschvorgang im Sinne der Erfindung nicht erforderlich ist. Das erfindungsgemäße Waschverfahren ist durchaus geeignet, das gesamte Eisen- und Aluminiumchlorid aus diesem Gemisch zu entfernen. Die Vorkühlung des Gemisches zwecks Entfernung von etwas Eisen- und Aluminiumchlorid hat lediglich den Zweck, die Beladung der Waschkammer und des ihm nachgeschalteten Trockners zu vermindern. An Stelle des oben beschriebenen vorgeschalteten Gaskühlturmes kann man auch eine ähnliche Waschkammer, wie sie in den Figuren dargestellt ist, verwenden.
  • Es wurde weiter gefunden, daß man den Sprühkondensator üblicher Bauart, der im obigen Beispiel zum Kondensieren des eisen- und aluminiumfreien Titantetrachloriddampfs verwendet wurde, vorteilhaft durch einen Kondensator ersetzen kann, der ebenso arbeitet wie die erfindungsgemäße Waschvorrichtung, jedoch mit dem Unterschied, daß man an Stelle der Suspension aus festem Chlorid und flüssigem Titantetrachlorid praktisch feststofffreies flüssiges Titantetrachlorid verwendet und dieses auf einer niedrigeren Temperatur, im allgemeinen unterhalb etwa 35° C, hält. Die Kombination dieser neuartigen Wasch- und Kondensierv erfahren liefert ein Gewinnungssystem für Titantetrachlorid, in welchem keine besonderen Vorkehrungen zur Verhinderung von Rohrverstopfungen oder des Vollsetzens der Ausrüstung mit Ablagerungen oder Anhäufungen von festem Eisen- oder Aluminiumchlorid mehr getroffen zu werden brauchen.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Gewinnung von Titantetrachlorid aus gasförmigen Gemischen von Titantetrachlorid mit normalerweise festem Ferro-, Ferri- und/oder Aluminiumchlorid, dadurch gekennzeichnet, daß man das Gasgemisch durch einen in einer Waschkammer erzeugten turbulenten Suspensionsschauer strömen läßt, der dadurch entsteht, daß man die am Boden der Kammer befindliche, aus flüssigem Titantetrachlorid und normalerweise festen, bei der Chlorierung titanhaltigen Materials außer TiC14 sich bildenden Chloriden bestehende, auf in der Nähe, jedoch unterhalb des Taupunkts des Titantetrachlorids des Gasgemischs, vorzugsweise auf 70 bis 80°C, gehaltene Suspension mechanisch mit solcher Gewalt bewegt, daß sie für sich selbst und dadurch, daß sie gegen die Innenwandungen der Kammer spritzt, einen Schauer bildet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man solche Gemische von gasförmigem Titantetrachlorid und normalerweise festen Chloriden in die Waschkammer leitet, aus denen zuvor durch Kühlen auf eine Temperatur unterhalb des niedrigsten Taupunkts der normalerweise festen Chloride, jedoch oberhalb des Taupunkts des Titantetrachlorids, bereits ein Teil der festen Chloride abgetrennt worden ist.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Auswaschen der Eisen- und Aluminiumchloride aus dem Ausgangsgemisch mit einer Suspension durchgeführt wird, die bis zu etwa 40 % Feststoffe enthält.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man das von Eisen- und Aluminiumchlorid befreite, aus der Waschkammer strömende gasförmige Titantetrachlorid durch einen in einer der Waschkammer nachgeschalteten Kammer in der gleichen Weise wie der Suspensionsschauer erzeugten, praktisch kontinuierlichen, turbulenten Schauer von praktisch feststofffreiem flüssigem Titantetrachlorid leitet, dessen Temperatur unterhalb etwa 35°C gehalten wird.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1225625B (de) * 1962-07-03 1966-09-29 Laporte Titanium Ltd Verfahren zur Gewinnung von reinem Titantetrachlorid
DE2051963A1 (de) * 1969-10-22 1971-04-29 Du Pont Verfahren zur Gewinnung von Titan tetrachlond
DE2947312A1 (de) * 1979-10-18 1981-06-19 Vsesojuznyj naučno-issledovatel'skij i proektnyj institut titana, Zaporož'e Vorrichtung zur abtrennung von titantetrachlorid aus einem dampf-gas-gemisch

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