DE106397C - - Google Patents

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DE106397C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01GPRELIMINARY TREATMENT OF FIBRES, e.g. FOR SPINNING
    • D01G15/00Carding machines or accessories; Card clothing; Burr-crushing or removing arrangements associated with carding or other preliminary-treatment machines
    • D01G15/02Carding machines
    • D01G15/12Details
    • D01G15/26Arrangements or disposition of carding elements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 76: Spinnerei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. November 1898 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Krempel, die mehrere Tamboure besitzt, von denen jeder einzelne den von ihm selbständig bearbeiteten Flor an einen allen Tambouren gemeinsamen Abnehmer (Peigneur) abgiebt, auf welchem dann die einzelnen Florschichten zu einem einzigen Flor durch Uebereinanderlagerung vereinigt und als solcher von einem Kamm abgenommen werden.
Der Vortheil, welchen die vorliegende Erfindung gegenüber anderen Krempeln mit mehreren Tambouren gewährt, liegt darin, dafs sich von zwei oder mehreren vollständig von einander unabhängigen und selbständig gespeisten Tambouren in Bezug auf Beschaffenheit und Farbe verschiedene oder auch gleiche Flore in der bekannten Weise bearbeiten lassen, um sie dann auf dem die verschiedenen Tamboure sämmtlich berührenden gemeinsamen Peigneur auf einander zu schichten und zu einem einzigen Flor zu vereinigen. Durch diesen allen Tambouren gemeinsamen Peigneur unterscheidet sich die vorliegende ErBndung beispielsweise von den durch Patentschrift 2274 bekannt gewordenen Krempeln, bei weichen jede Krempel einen Peigneur besitzt und die von den Peigneuren gelieferten Flore durch einfaches Uebereinanderlegen im Flortheiler vereinigt werden, während bei der vorliegenden Anordnung die Vereinigung der beiden Flore in der Krempel selbst auf dem Peigneur geschieht, wobei eine völlig innige Verbindung der beiden Flore gesichert wird.
Die Zeichnung stellt in beispielsweiser ,,Ausführungsform eine solche Krempel mit zwei über einander geordneten Tambouren schematisch dar, welche auf den gemeinsamen Abnehmer ablegen. A und B sind die Tamboure und C ist ihr gemeinschaftlicher Abnehmer (Peigneur). Der Stoff bezw. die Watte wird dem Tambour A von der Wickelauflage K L aus durch die Speisewalzen HI zugeführt. Dieser Stoff wird wie bei allen Krempeln behandelt und geht nach Lüftung durch den Wender F an dem Berührungspunkt T des. Abnehmers C mit dem Tambour A auf ersteren über, um auf demselben eine Florschicht zu bilden.
Dem Tambour B wird der Stoff von der Vorreifserwalze E aus, die ihn von den Speisewalzen OP empfängt, zugeführt, die ihn der Wickelauflage MN entnehmen. Nachdem die Stofffasern die verschiedenen Krempeltheile durchgegangen, gehen sie nach Lüftung durch den Wender G bei V auf den Abnehmer C über, wo der Tambour B mit diesem in Berührung kommt, und bilden auf C eine Florschicht. Die beiden so über einander zu liegen kommenden Schichten bilden zusammen einen einheitlichen Flor, welcher von dem Abnehmer C durch den Kamm X abgenommen wird.
Unterliegt beispielsweise auf dem Tambour A blaues, auf dem Tambour B rothes Fasergut der Bearbeitung, so bildet sich am Punkt T eine blaue Florschicht, die sich über eine rothe legt, welche vorher am Punkt V aufgenommen wurde. Der Flor, welcher sich vom Abnehmer unter Einwirkung , des Kammes X ablöst, ist theilweise roth, theilweise blau, derart, dafs, wenn man ihn in irgend einem Theil abschneidet, man ein Band erhält, welches nach
Streckung und Spinnen einen Faden ähnlich einem roth und blau gezwirnten bildet.
Es ist jedoch dieses Ergebnifs noch nicht der Hauptvortheil der vorliegenden Erfindung, ein bemerkenswerther Fortschritt ist vielmehr auch darin zu erkennen, dafs der Flor beim Verlassen der Krempel anstatt aus einer Einzelschicht aus mehreren über einander angeordneten Schichten gebildet wird. Diese unmittelbare Verdoppelung der Stärke giebt nothwendigerweise eine gröfsere Gleichheit, in der Stärke des Flors und verhütet das Entstehen offener Stellen, welche zur Puppenbildung in den zum Spinnen vorbereiteten Bändern führen. Man erhält somit eine vollkommenere Bearbeitung des Fasergutes als mit den üblichen Krempeln.
Die Einrichtung gemäfs der vorliegenden Erfindung ist mehr für den Gebrauch in der Garnspinnerei zum Bearbeiten jeder Art Fasergut bestimmt, als etwa nur zur Vorbereitung von Mischgarn.
Die Tambouranordnung ist als mehrfache bezeichnet worden, denn wenn die vorbeschriebene Einrichtung sich nicht auf zwei Tamboure beschränken soll, so kann man durch veränderte Wahl der gegenseitigen Abmessungen der verschiedenen Theile, insbesondere der Tamboure und des Abnehmers, die Zahl der ersteren vermehren.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Krempel mit mehreren Tambouren, dadurch gekennzeichnet, dafs jeder Tambour selbständig gespeist wird und das ihm zugeführte Fasergut selbständig bearbeitet, wonach sämmtliche Tamboure ihre Florschicht an einen gemeinsamen Abnehmer abgeben.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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