DE106372C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
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- B21D22/02—Stamping using rigid devices or tools
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Description
KAISERLICHES
PATENTSCHRIET
KLASSE 49: Metallbearbeitung, mechanische.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. Januar 1899 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Presse bezw. die sie bildende Patrize und Matrize
zum Formen von Metallplatten, wie dieselben für Decken, Wände, Dächer, Verkleidungen
u. s. w. Verwendung finden; sie bezweckt die Gestaltung und Einrichtung der Patrize in der
Weise, dafs, wenn dieselbe aus weichem Metall hergestellt wird, die Dauerhaftigkeit derselben
wesentlich gesteigert, ihre Schärfe erhalten und eine erhebliche Ersparnifs der Kosten des Patrizenmetalles
und der Erneuerung desselben, sowie der damit verbundenen Arbeit erzielt werden kann.
Nach den bisher üblichen Verfahrensweisen der Herstellung der Stempel- oder Pressentheile
zum Pressen von Blech, z. B. Eisenoder Stahlblech für Bau- und Decorationszwecke,
wird zunächst eine volle Matrize aus Stahl gegossen, deren obere Fläche das zu
pressende Muster in vertiefter Arbeit zeigt. Darauf wird eine Patrize durch Abgiefsen der
Stahlmatrize in einer Legirung, gewöhnlich aus Babbitmetall mit anderen Metallen, wie
Kupfer oder Antimon, hergestellt. Diese beiden Stempel- oder Pressencylinder werden alsdann
in einer Presse angeordnet, die obere Patrize ausreichend gehoben, um zwischen Patrize
und Matrize das zu pressende Blech einführen zu lassen, und die obere Patrize alsdann
nach unten gedrückt, um in dem Blech das Muster in der üblichen Weise zu erzeugen.
In dieser Weise hergestellte Patrizen und Matrizen haben mannigfache Mangel: Die
Kosten für die Herstellung der Patrize in dem weichen Metall sind verhältnifsmäfsig sehr hohe
und andererseits die Verwendungsdauer derartiger Patrizen eine sehr kurze. Es ist infolge
dessen nach der Abnutzung ein häufiges Umschmelzen und wiederholtes Abgiefsen erforderlich.
Hierbei wird erfahrungsgemä'fs aber stets ein Verlust von 10 pCt. des Metalles festzustellen
sein, so dafs eine entsprechende Menge neues Metall hinzuzusetzen ist; aufserdem
ist die Arbeit des Abgiefsens u. s. w. in Rechnung zu ziehen. Aufserdem ist das Weiche
Metall der Patrize so viel weicher und nachgiebiger als der Stahl der Matrize, dafs die
Patrize schon nach einer verhältnifsmäfsig geringen Anzahl von Pressungen durch Verdrücken
des Metalles u. s. w. für die Herstellung scharfer Abdrücke unbrauchbar wird.
Aus diesem Grunde . ist alsdann wiederum das Umgiefsen nothwendig, und selbst, wo ein
Verdrücken der weichen Patrize nicht schon am Anfange der Arbeit festzustellen ist, leidet
die Schärfe der Contouren doch durch das Pressen in der Weise, dafs nur eine beschränkte
Anzahl Platten geprefst werden können; besonders macht sich auch als erheblicher Mangel
die Ungleichmäfsigkeit der Erzeugnisse geltend.
Vorliegende Erfindung bezweckt, diese und andere Uebelstände der bekannten Pressen zu
beseitigen; sie besteht darin, dafs der Patrize aus weichem Metall eine harte oder verhältnifsmäfsig
harte und dauerhafte Oberfläche gegeben wird, die so lange gebrauchsfähig
bleibt wie die untere Matrize und · die Nothwendigkeit einer häufigen Erneuerung des Metalles
der weichen Patrize ausschliefst.
Fig. ι ist ein Schnitt durch eine Patrize und zugehöriger Matrize nach der Erfindung.
Fig. 2 ist eine Oberansicht der Matrize.
Fig. 3 ist eine Draufsicht der Patrize.
Fig. 4 ist eine Ansicht der Belagsplatte. ' Bei Ausführung der Eröndung wird zunächst die Stahlmatrize A in der üblichen Weise, z. B. durch Giefsen in eine entsprechende Form oder durch Graviren bezw. Ausstechen des Musters in einen Stahlblock hergestellt; das Abgiefsen ist indessen als billiger und in gleicher Weise geeignet vorzuziehen, ausgenommen vielleicht in dem Falle, wo es sich um Producte von grofser Festigkeit handelt. Alsdann wird in , die Stahlmatrize eine Patrize B eingegossen, die aus einer geeigneten Legirung gebildet wird; man nimmt für diesen Zweck' das billigste, dabei aber geeignete Material, da gegen eine Abnutzung oder Beschädigung der Patrize besondere Vorkehrungen nicht zu treffen sind; es braucht infolge dessen zu der Patrize das theure Legirungsmetall, welches bisher Verwendung findet, nicht benutzt werden. Nach der Herstellung der Matrize und Patrize in dieser Weise wird eine Belagsfläche für die Patrize hergestellt, und zu diesem Zwecke wird ein Blech aus einem Metall, welches härter als die Patrize ist, z. B. aus Stahl oder Messing, gewählt und dieses Blech in die Vertiefungen der Stahlmatrize eingehämmert, bis ein vollständiger Abdruck der letzteren erzeugt ist; es kann auch dieses Blech aus hartem Metall in die Stahlmatrize durch die obere Patrize eingedrückt werden. Es empfiehlt sich indessen mehr die Herstellung der Vertiefungen bezw. des Musters durch Einhämmern des Bleches, da hierdurch eine Beschädigung des weicheren Metalles der Patrize ausgeschlossen wird. Nachdem das Belagsblech so weit als möglich durch Hämmern fertig gestellt ist, wird die obere Patrize niedergedrückt, bis sich das Belagsblech der Fläche der oberen Patrize vollständig anpai'st; alsdann wird die Patrize abgehoben und das Blech A1 an der Patrize in geeigneter Weise befestigt.
Fig. 4 ist eine Ansicht der Belagsplatte. ' Bei Ausführung der Eröndung wird zunächst die Stahlmatrize A in der üblichen Weise, z. B. durch Giefsen in eine entsprechende Form oder durch Graviren bezw. Ausstechen des Musters in einen Stahlblock hergestellt; das Abgiefsen ist indessen als billiger und in gleicher Weise geeignet vorzuziehen, ausgenommen vielleicht in dem Falle, wo es sich um Producte von grofser Festigkeit handelt. Alsdann wird in , die Stahlmatrize eine Patrize B eingegossen, die aus einer geeigneten Legirung gebildet wird; man nimmt für diesen Zweck' das billigste, dabei aber geeignete Material, da gegen eine Abnutzung oder Beschädigung der Patrize besondere Vorkehrungen nicht zu treffen sind; es braucht infolge dessen zu der Patrize das theure Legirungsmetall, welches bisher Verwendung findet, nicht benutzt werden. Nach der Herstellung der Matrize und Patrize in dieser Weise wird eine Belagsfläche für die Patrize hergestellt, und zu diesem Zwecke wird ein Blech aus einem Metall, welches härter als die Patrize ist, z. B. aus Stahl oder Messing, gewählt und dieses Blech in die Vertiefungen der Stahlmatrize eingehämmert, bis ein vollständiger Abdruck der letzteren erzeugt ist; es kann auch dieses Blech aus hartem Metall in die Stahlmatrize durch die obere Patrize eingedrückt werden. Es empfiehlt sich indessen mehr die Herstellung der Vertiefungen bezw. des Musters durch Einhämmern des Bleches, da hierdurch eine Beschädigung des weicheren Metalles der Patrize ausgeschlossen wird. Nachdem das Belagsblech so weit als möglich durch Hämmern fertig gestellt ist, wird die obere Patrize niedergedrückt, bis sich das Belagsblech der Fläche der oberen Patrize vollständig anpai'st; alsdann wird die Patrize abgehoben und das Blech A1 an der Patrize in geeigneter Weise befestigt.
Das vorgängige Hämmern des Bleches in die Matrize kann fortfallen und die Belagsplatte A1
dadurch erzeugt werden, dafs die beiden durch Gufs hergestellten Pressentheile (Patrize und
Matrize) auf ein Stahlblech üblicher Handelswaare einwirken, das nach späterer Befestigung
an der Patrize eine Fläche bildet, zwischen welcher und der unteren Matrize das zu
pressende Blech eingeführt wird.
Es sind derartige Patrizen und Matrizen in ausgedehnter Weise bereits praktisch verwendet
worden, und es hat sich dabei gezeigt, dafs die Abnutzung der wirksamen Fläche der Patrize
so klein ist, dafs dieselbe für die Frage der Oeconomie überhaupt nicht in Betracht
kommt; es sind mit derartigen Pressen thatsä'chlich 40 000 Stahlplatten gedruckt worden,
ohne dafs die Qualität oder Schärfe der Pressentheile gelitten hat; es verlängert danach
der harte Metallbelag der Patrize die Verwendung der Pressentheile ins Unbegrenzte.
Wenn aus irgend einem Anlafs der harte Metallbelag unvollkommen werden sollte, so
ist nur dieser zu erneuern, ohne dafs der weiche Metallkörper B der Patrize umgegossen
werden braucht.
Wenn sich zeigt, dafs die untere Matrize sich etwas abgenutzt hat, dabei aber noch gute
Arbeit herzustellen vermag, so ist nur nothwendig, die obere Patrize zu entfernen, sie
umzuschmelzen und auf der unteren Matrize abzugiefsen, auf welcher das Blech aus hartem
Metall genau geformt wird, das hinterher an der oberen umgegossenen Patrize in der, angegebenen
Weise befestigt wird.
Claims (2)
1. Stempelpaar für Stanzmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dafs der Unterstempel (A)
aus hartem Metall und der Oberstempel (B) aus weichem Metall in der Weise gebildet
wird, dafs letzteres durch eine von dem Unterstempel abgeformte Belagsplatte (A1)
aus hartem Metall gegen schnelle Abnutzung oder VerdrUckung widerstandsfähig gemacht ist.
2. Ein Verfahren zur Herstellung der Belagsplatte für den Oberstempel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dafs ein Hartmetallblech, in den Unterstempel eingeprefst
oder eingehämmert wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE106372C true DE106372C (de) |
Family
ID=376549
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT106372D Active DE106372C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE106372C (de) |
-
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- DE DENDAT106372D patent/DE106372C/de active Active
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