DE1038245B - Kupolofen mit Abzug der Gichtgase kurz oberhalb der Schmelzzone und Verfahren zu seinem Betrieb - Google Patents

Kupolofen mit Abzug der Gichtgase kurz oberhalb der Schmelzzone und Verfahren zu seinem Betrieb

Info

Publication number
DE1038245B
DE1038245B DEK12818A DEK0012818A DE1038245B DE 1038245 B DE1038245 B DE 1038245B DE K12818 A DEK12818 A DE K12818A DE K0012818 A DEK0012818 A DE K0012818A DE 1038245 B DE1038245 B DE 1038245B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
furnace
gases
wind
cupola
withdrawn
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK12818A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Theodor Klingenstein
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
THEODOR KLINGENSTEIN DR ING
Original Assignee
THEODOR KLINGENSTEIN DR ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by THEODOR KLINGENSTEIN DR ING filed Critical THEODOR KLINGENSTEIN DR ING
Priority to DEK12818A priority Critical patent/DE1038245B/de
Publication of DE1038245B publication Critical patent/DE1038245B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B1/00Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces
    • F27B1/10Details, accessories or equipment specially adapted for furnaces of these types
    • F27B1/18Arrangements of dust collectors

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Waste-Gas Treatment And Other Accessory Devices For Furnaces (AREA)

Description

  • Kupolofen mit Abzug der Gichtgase kurz oberhalb der Schmelzzone und Verfahren zu seinem Betrieb Die Entwicklung des Kupolofens hat in den letzten 100 Jahren manche Wandlung durchgemacht. Auch die Anwendung von heißem Wind, der unter Benutzung der Wärme der Abgase erzeugt wird, kann noch nicht als abgeschlossen betrachtet werden.
  • Es sind bereits Verfahren und Kupolöfen normaler Bauart, insbesondere Schachthöhe, bekanntgeworden, bei welchen die Gichtgase weit oberhalb der Schmelzzone, nämlich unmittelbar unterhalb des Gichtverschlusses mit Hilfe eines Rohres abgezogen werden. Die Anordnung hat jedoch mit dem Gegenstand der Erfindung grundsätzlich nichts zu tun.
  • Es sind auch bereits entsprechende Verfahren und Ofen bekannt, bei welchen die Gichtgase durch kurz oberhalb der Schmelzzone angeordnete Öffnungen abgezogen werden. Diese Verfahren haben den Beweis erbracht, daß die Erzeugung heißen Eisens nicht ausschlaggebend von der Vorwärmung des Gichtgutes in den hohen Schächten der Kupolöfen abhängig ist, zum mindesten nicht dann, wenn die abgezogenen Gase zur Wiedererwärmung benutzt werden. Keines der bekannten Verfahren jedoch hat die Folgerung daraus gezogen, die Bauart der Ofen zu ändern und bauliche Ersparnisse zu machen, die bei der Erstellung von Kupolofenanlagen sehr erheblich sind.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Kupolofen der letzterwähnten Bauart, welcher sich dadurch kennzeichnet, daß derjenige Teil des Ofenschachtes, der sich über dem kurz oberhalb der Schmelzzone liegenden Abzugsring für die Verbrennungsgase befindet, hinsichtlich seiner Höhe auf etwa ein dem lichten Schachtdurchmesser entsprechendes Maß verkürzt ist. Die Gichtgase werden hierbei ganz oder in dem gewünschten Umfang über der Schmelzzone abgezogen, und die Begichtung erfolgt kurz über dem Gasabzug. Durchschnittlich werden dadurch die Kupolöfen um etwa die Hälfte kürzer wie bisher, was insbesondere in baulicher Hinsicht einen erheblichen Vorteil bedeutet. Auch wird auf diese Weise eine nicht unbeträchtliche Menge an Kohle eingespart. Die Gase können außerdem mit den abgezogenen Gasen, soweit nicht ein hundertprozentiger Abzug erfolgt, vereinigt werden.
  • Neu und erfindungsbegründend ist also die Kombination einer Gasabzugseinrichtung kurz oberhalb der Schmelzzone mit einer wesentlichen Verkürzung des über dieser liegenden Teiles des Schachtes auf nur etwa ein dein Ofendurchmesser entsprechendes Maß. Daß hierbei auch die Beschickungsöffnung nur wenig über dein Gasabzugskanal angeordnet ist, ergibt sich aus der Verkürzung des Schachtes von selbst. Nicht dieser Gedanke soll geschützt werden, sondern die erstmals durch den Erfindungsgegenstand erreichte gesamte Verkürzung des oberhalb der Schmelzzone befindlichen Schachtes. In weiterer Ausgestaltung des Gegenstandes der Erfindung werden die Gichtgase vollständig abgezogen und der Ofen mit einer Gichtklappe verschlossen. Die abgezogenen Gase werden hierbei in an sich bekannter Weise zur Vorwärmung des Windes benutzt. Dabei ist es möglich, diese Gase in bekannter Weise nur zum Teil abzuziehen und die restlichen, durch den Schachtofen abziehenden Gase mit ersteren zu vereinigen und anschließend erst einem Rekuperator zur Vorwärmung des Windes zuzuführen.
  • Ein Ausführungsbeispiel einer Kupolofenanlage gemäß der Erfindung ist in der Zeichnung in rein schematischer Weise in Gestalt eines Doppelofens mit gemeinsamem Winderhitzer dargestellt.
  • Mit 1 sind die beiden Kupolöfen bezeichnet, mit 2 die kurz oberhalb der Verbrennungszone liegenden Abzugsringe für die Verbrennungsgase, mit 3 der Rekuperator, mit 4 die Anschlußleitung zum Exhaustor. 5 ist eine Reinigungsklappe, die auch als Explosionsklappe ausgebildet sein kann. 6 sind die in geringer Höhe oberhalb der Abzugsringe angeordneten Begichtungsöffnungen, die mit einer verschließbaren Gichtklappe versehen sind. 8 ist der Winddüsenmantel, 9 der Ventilator zur Erzeugung des Verbrennungswindes, 10 eine Umgehungsleitung für den Winderhitzer, welche bei Störungen im Rekuperator ein Weiterfahren mit Kaltwind ermöglicht.
  • Die Vorteile einer solchen Anlage bestehen a) in der Koksersparnis: während bei den seither bekannten Verfahren zur Ausnutzung der latenten Wärme der Gichtgase eine Verbrennung unter Zufuhr von Luft stattfand, arbeitet die Ofenanlage nach der Erfindung nur unter Ausnutzung der fühlbaren Wärme. Dies gestattet die Anwendung sehr hoher Windtemperaturen, auch über 500° C, bei gleichzeitig niedrigem Kokssatz, da die Gase mit sehr hohen Temperaturen (etwa 1120° C) abgezogen werden. Bei niedrigerem Kokssatz und gleichzeitigem Abzug der Gase durch den Schacht wird das Gas so C O-artn, daß eine Nachverbrennung immer schwieriger wird und im allgemeinen Heißwindtemperaturen von oder sogar über 500° C kaum zu erzielen sind; b) in der dadurch bedingten geringeren Schwefelaufnahme: c) in dem außerordentlich verringerten Abbrand; d) in dem zwangläufigen Abzug der Gichtgase, der eine genaue Regelung der Heißwindtemperatur ermöglicht und eine Kohlensäurereduktion fast ganz vermeidet; e) in der Kostenersparnis durch die niedrige Bauweise der Öfen; f) in der leichten Regelbarkeit des Schmelzbetriebes bei der Anwendung verschiedenartiger Wechsel der Gattierungen.
  • Die Entwicklung im Bau von Kupolöfen mit Gasabzugsvorrichtungen hat die baulichen und betrieblichen Schwierigkeiten in der letzten Zeit beherrschen gelernt.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCFIE: 1. Kupolofen, bei dem die Gichtgase durch kurz oberhalb der Schmelzzone angeordnete Öffnungen abgezogen werden, dadurch gekennzeichnet, daß derjenige Teil des Ofenschachtes, der sich über dem kurz oberhalb der Schmelzzone liegenden Abzugsring (2) für die Verbrennungsgase befindet, hinsichtlich seiner Höhe auf etwa ein dem lichten Schachtdurchmesser entsprechendes Maß verkürzt ist.
  2. 2. Verfahren zum Betrieb des Kupolofens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gichtgase vollständig abgezogen werden und der Ofen mit einer verschließbaren Gichtklappe verschlossen wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die abgezogenen Gase in an sich bekannter Weise zur Vorwärmung des Windes benutzt werden.
  4. 4. Verfahren zum Betrieb des Kupolofens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gase in an sich bekannter Weise nur zum Teil abgezogen und die übrigen durch den Schachtofen abziehenden Gase mit ersteren vereinigt und erst dann einem Rekuperator (3) zur Vorwärmung des Windes zugeführt werden.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Windvorwärmung ohne Fremdbeheizung des Rekuperators so gestaltet wird, daß mit höherer als seither üblicher Windtemperatur, vorzugsweise mit einer Windtetnperatur von etwa 500 bis 700° C geschmolzen wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 234100; österreichische Patentschrift Nr. 19889; französische Patentschrift Nr. 412 803.
DEK12818A 1952-01-12 1952-01-12 Kupolofen mit Abzug der Gichtgase kurz oberhalb der Schmelzzone und Verfahren zu seinem Betrieb Pending DE1038245B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK12818A DE1038245B (de) 1952-01-12 1952-01-12 Kupolofen mit Abzug der Gichtgase kurz oberhalb der Schmelzzone und Verfahren zu seinem Betrieb

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK12818A DE1038245B (de) 1952-01-12 1952-01-12 Kupolofen mit Abzug der Gichtgase kurz oberhalb der Schmelzzone und Verfahren zu seinem Betrieb

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1038245B true DE1038245B (de) 1958-09-04

Family

ID=7213904

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEK12818A Pending DE1038245B (de) 1952-01-12 1952-01-12 Kupolofen mit Abzug der Gichtgase kurz oberhalb der Schmelzzone und Verfahren zu seinem Betrieb

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1038245B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1183635B (de) * 1959-06-12 1964-12-17 Strico Ges Fuer Metallurg Und Heisswind-Kupolofen mit Abgasumwaelzung

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE234100C (de) *
AT19889B (de) * 1903-04-27 1905-04-25 Albert Seydel Einrichtung zur vollkommeneren Verbrennung und Ausnützung der Gichtgase bei Kupolöfen.
FR412803A (fr) * 1910-01-22 1910-07-23 Alfred Baillot Perfectionnements apportés aux fourneaux à manche

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE234100C (de) *
AT19889B (de) * 1903-04-27 1905-04-25 Albert Seydel Einrichtung zur vollkommeneren Verbrennung und Ausnützung der Gichtgase bei Kupolöfen.
FR412803A (fr) * 1910-01-22 1910-07-23 Alfred Baillot Perfectionnements apportés aux fourneaux à manche

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1183635B (de) * 1959-06-12 1964-12-17 Strico Ges Fuer Metallurg Und Heisswind-Kupolofen mit Abgasumwaelzung

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2428891C3 (de) Schachtofen zum Schmelzen von mineralischen Substanzen zur Herstellung von Mineralwolle
DE1038245B (de) Kupolofen mit Abzug der Gichtgase kurz oberhalb der Schmelzzone und Verfahren zu seinem Betrieb
DE973814C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Abschrecken und Fertigkuehlen von Zementklinker oder aehnlichem Gut
EP0500517B1 (de) Verfahren zur Inbetriebnahme einer Anlage zur Herstellung von Roheisen oder Stahlvormaterial, sowie Anlage zur Durchführung des Verfahrens
DE1909496B1 (de) Zerstaeubungsbrenner fuer fluessige Brennstoffe zur Beheizung von Schachtoefen
AT242720B (de) Verfahren zum Betrieb von Gas- oder Winderhitzeranlagen und Anlage zur Durchführung desselben
DE1007934B (de) Verfahren zum Betrieb der Zyklonfeuerungen fuer eine Dampfkesselanlage
DE740569C (de) Stahlschmelzofen mit Rekuperator, insbesondere Metallrekuperator, und Verfahren zum Betriebe des Ofens
DE561845C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Betrieb von mit Kohlestaub, Gas oder OEl betriebenen Schachtoefen
DE625038C (de) Verfahren zur gleichzeitigen Erzeugung von Roheisen oder Stahl und einer als Zement verwendbaren Schlacke
DE2001563C3 (de) Drehrohrofen zur thermischen Behandlung von Feststoffen und Verfahren zum Betreiben des Drehrohrofens
DE1039176B (de) Verfahren zum Betrieb von Rostfeuerungen mit Zonenunterteilung
DE691073C (de) Diskontinuierliches Verfahren zur unmittelbaren Erzeugung von fluessigem Eisen oder Stahl
DE976317C (de) Verfahren zum Betrieb eines Schachtofens zum Brennen von Kalkstein oder Dolomit
DE1032550B (de) Verfahren zur Reduktion von Eisenoxyden und anderen Metalloxyden im Drehrohrofen
DE487314C (de) Verfahren zur Erzeugung von Brennstaub durch Vermahlung des entgasten Brennstoffs
DE376116C (de) Kupolofen mit Einsatz und achsialer, unterer Windzufuehrung
DE884240C (de) Verfahren zum Betriebe von Roestoefen
DE4324699A1 (de) Verfahren und Einrichtung zur vollständigen Nachverbrennung von Prozeßgasen in einem koksbeheizten Schachtofen
AT221411B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Karbonatzersetzung bei Mineralien, wie Kalkstein, Dolomit, Magnesit u. dgl., durch Gasheizung in einem Schachtofen
DE550830C (de) Kohlenstaubfeuerung mit Vorerhitzung des Staubluftgemisches vor seinem Austritt aus der Brennduese
AT202780B (de) Verfahren zum Betrieb eines Schachtofens, in welchem das Behandlungsgut reduziert wird
DE472139C (de) Kupolofen mit zwischen Vorherd oder Eisensammler und dem Schacht eingeschaltetem Schlackenabscheider
DE937369C (de) Verfahren zum Betriebe von mit Waermespeichern arbeitenden, mit Generator-, Misch- oder Koksofengas und/oder Kohlenstaub gefeuerten Siemens-Martin-OEfen
DE343259C (de) Tiegelschmelzofen mit Ausnutzung der Abhitze zum Vorwaermen der fuer den naechsten Schmelzvorgang bestimmten Tiegel