DE103708C - - Google Patents
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- DE103708C DE103708C DENDAT103708D DE103708DA DE103708C DE 103708 C DE103708 C DE 103708C DE NDAT103708 D DENDAT103708 D DE NDAT103708D DE 103708D A DE103708D A DE 103708DA DE 103708 C DE103708 C DE 103708C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
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- G01F11/00—Apparatus requiring external operation adapted at each repeated and identical operation to measure and separate a predetermined volume of fluid or fluent solid material from a supply or container, without regard to weight, and to deliver it
- G01F11/02—Apparatus requiring external operation adapted at each repeated and identical operation to measure and separate a predetermined volume of fluid or fluent solid material from a supply or container, without regard to weight, and to deliver it with measuring chambers which expand or contract during measurement
- G01F11/08—Apparatus requiring external operation adapted at each repeated and identical operation to measure and separate a predetermined volume of fluid or fluent solid material from a supply or container, without regard to weight, and to deliver it with measuring chambers which expand or contract during measurement of the diaphragm or bellows type
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- Separation Using Semi-Permeable Membranes (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. Januar i8g8 ab.
Auf dem Gebiete der chemischen Industrie bietet sich häufig die Aufgabe, eine nach Bedarf
zu regelnde Flüssigkeitsmenge zeitweilig zu liefern, und zwar handelt es sich dabei
meistens nicht nur um ein einfaches Messen, sondern um ein solches unter bestimmten Bedingungen.
So soll z. B. die eine Flüssigkeit vor Licht und Luft geschützt, eine andere wiederum gemessen werden, ohne dafs der
vorhandene Druck aufhört.
Für diese Zwecke eignet sich besonders der im Nachfolgenden beschriebene, durch eine
biegsame Zwischenwand in zwei Räume getheilte Apparat. Die Eigenart desselben besteht
darin, dafs in einem bezw. auch in beiden Räumen eine einstellbare, gelochte oder geschlitzte
Scheibe, von denen die eine auch fest sein kann, angeordnet ist, um je nach Mafsgabe
der zu liefernden Flüssigkeit den Mefsraum vergröfsern oder verkleinern zu können.
Das auf der Zeichnung als Ausführungsbeispiel dargestellte Gefäfs G ist durch eine
biegsame Zwischenwand χ in zwei Theile getheilt. Diese Zwischenwand besteht aus einem
Material, das von den zu messenden Flüssigkeiten nicht angegriffen wird, und ist so grofs
zu wählen, dafs sie sich an die Wände jedes Raumes anzulegen vermag. Um wechselnde
gewünschte Flüssigkeitsmengen zu messen, ist beispielsweise im Raum B eine verstellbare
Scheibe S angeordnet, die der zu messenden Flüssigkeit selbst den Durchtritt gestattet, die
biegsame Zwischenwand χ aber zurückhält. Die Scheibe 5 ist zweckmäfsig mit feinen
Schlitzen versehen, deren Gesammtquerschnitt, um Druckverluste zu vermeiden, im Allgemeinen
mindestens gleich dem Querschnitt der Zuflufsbezw. Abflufsröhren sein mufs. Andererseits
sind die Schlitze oder Oeffnungen der Scheibe 5 möglichst fein zu wählen, damit bei hohem
Druck eine unnöthige Beanspruchung der biegsamen Zwischenwand χ und ein theilweises
Durchdrücken derselben durch die Oeffnungen vermieden wird. Das zur Herstellung der
Scheibe S zu verwendende Material darf von der zu messenden Flüssigkeit ebenfalls nicht
angegriffen werden; ferner ist es zweckmäfsig, auch in dem Raum A eine gleiche, verstellbare
oder feste Scheibe S1 anzuordnen. Das Verstellen
der Scheibe S kann durch eine mit einem Handrad h versehene Schraubenspindel s
erfolgen, deren Muttergewinde durch einen Ständer gehalten wird. Eine Gegenmutter t
dient zur Sicherung der Scheibe 5 in ihrer jeweiligen Lage.
Zur Erläuterung der Wirkungsweise des Apparates soll deren Benutzung beim Weifsdecken
von Rohzucker dienen. Der letztere erfordert hierbei je nach seiner Herkunft und
Beschaffenheit verschiedene Wassermengen, wobei auch eine möglichst feine Vertheilung des
Wassers vortheilhaft ist, wie diese sich beim Ausströmen des Wassers unter Druck durch
Düsen ergiebt.
Das an das Druckwasserleitungsrohr R0 angeschlossene
Rohr R dient zur Vertheilung der Flüssigkeit nach den Räumen B und A;
diese Vertheilung wird durch die Hähne a und b geregelt. Ein zweites Rohr R1, in
welches die Hähne c und d eingeschaltet sind, vermittelt die Ableitung zur Centrifuge. Die
Schlüssel der vier Hähne a, b, c und d sind
an einer gemeinsamen Steuerstange g angeordnet und können durch diese so eingestellt
werden, dafs immer α und d sowie b und c
in der bezeichneten Zusammengehörigkeit gleichartig stehen, d. h. beide geöffnet oder geschlossen
sind. Ist also, wie die Zeichnung veranschaulicht, Hahn α geöffnet, so ist es
auch d, und gleichzeitig sind b und c geschlossen.
Hat nun z. B. ein Korb Zucker zum Decken 4 1 Wasser nöthig, so wird die bewegliche
Scheibe S so eingestellt, dafs der Raum zwischen ihr und der unteren Scheibe S1 4 I
fafst. Oeffnet man dann die Hähne α und d,
so dringt das Wasser durch Rohr R in das Gefäfs G ein, durch die gelochte Scheibe S
hindurch und füllt den Raum B an, indem es die Luft vor sich her und durch Hahn d
und Düse N austreibt. Die Zwischenwand oder Membran χ wird nach unten gedrückt
und legt sich fest an die Scheibe S1 an. Eine nunmehr erfolgende Aufwärtsbewegung
der Steuerstange g hai den Abschlufs. der Hähne α und d, sowie die Oeffnung von b
und c zur Folge mit der Wirkung, dafs sich der Raum A unter fester Anlegung der biegsamen
Zwischenwand oder Membran χ gegen die gelochte Scheibe S mit Wasser anfüllt
und der Wasserdruck die Abführung von 4 1 Wasser durch Rohr R1, Hahn c und Düse N
vermittelt. Durch Wiederöffnung der Hähne a und d, sowie Schliefsung von b und c werden
jetzt 4 1 Flüssigkeit aus dem Raum A durch Rohr R1 und Düse N abgeführt u. s. w.
Beim Decken mit Saft wird ebenso verfahren. Sollte dieser aber nicht unter genügend
hohem Druck stehen und deshalb beim Austritt aus der Düse N nicht genügend fein zertheilt
werden, so läfst sich der vorhandene Druck der Wasserleitung wie folgt dazu benutzen:
Nach Schlufs der Hähne c und b, Loslösung ihrer Schlüssel von der Steuerstange
g, dagegen A.nschlufs der Hähne e und f, welche in die hinzugefügte Saftleitung i?2
und bezw. Wasserleitung Rs eingeschaltet sind,
läfst man zunächst aus dem Raum A durch Oeffnen von α und d, wobei e und f geschlossen
sind, das Wasser ablaufen, stellt alsdann die Hähne e und/ auf »offen«, α und d
auf »zu« und veranlagst damit das Eintreten des unter mäfsigem Druck stehenden Saftes
durch f und i?2 in den Raum A. Hierbei hebt sich die biegsame Zwischenwand χ bis
zur festen Anlage an die gelochte Scheibe 5 und drängt das über ihr stehende Wasser
durch Rohr i?3 und Hahn e fort. Stellt man nun die Hähne α und d auf »offen« und e f
auf »zu«, so tritt der Saft unter dem Wasserleitungsdruck, der durch Hahn α und Rohr R
sich in dem Raum über der biegsamen Zwischenwand χ verbreitet , durch Hahn d
und Rohr R1 sowie Düse N in die Schleudermaschine.
Die technischen Vorzüge, welche sich für die erläuterte Anwendung der Vorrichtung in
der Zuckerfabrikation ergeben, bestehen hauptsächlich in einer Herabminderung der Verluste
an Krystallzucker vermöge der feinen Vertheilung des Wassers bezw. Saftes und in der
hinsichtlich richtiger Bemessung der Flüssigkeitsmenge geschaffenen Unabhängigkeit vom Arbeiter
und,in der Ersparnifs an Arbeitslöhnen.
Handelt es sich aufserdem um eine Bläuung des Krystallzuckers, so schaltet man in das
Ausflufsrohr eine der bekannten Federdruckbüchsen ein, füllt diese mit einem Brei aus
einem Bläumittel (z. B. Ultramarin) und etwas Zuckersaft oder Kalkbrei und regelt den Austritt
aus der Büchse durch einen Hahn. Das vorbeiströmende Wasser löst dann den heraustretenden
Brei auf und spritzt gebläut gegen den in der Trommel befindlichen Zucker.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Membran-Flüssigkeitsmesser mit einer oder zwei durchlochten Querwänden im Mefsraum/ dadurch gekennzeichnet, dafs die in einem bezw. beiden Räumen angeordnete gelochte oder geschlitzte Scheibe (S S1-) einstellbar ist, um je nach Mafsgabe der zu liefernden Flüssigkeitsmenge den Mefsraum vergröfsern oder verkleinern zu können.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE103708C true DE103708C (de) |
Family
ID=374172
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT103708D Active DE103708C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE103708C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2464459A1 (fr) * | 1979-09-04 | 1981-03-06 | Quest Medical Inc | Dispositif de dosage pour fluides biologiques |
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Cited By (1)
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