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Die
Anmeldung betrifft ein Bauelement, insbesondere eine Anzeigevorrichtung
(Display) mit organischen Leuchtdioden (OLEDs), nach dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1.
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Die
Funktionsschicht kann im vorliegenden Zusammenhang eine einzelne
Schicht oder ein Schichtenverbund sein, der in der Lage ist, bestimmte
elektronische und/oder optoelektronische Funktionen zu erfüllen.
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Die
nachfolgende Beschreibung des Standes der Technik sowie der Erfindung
erfolgt beispielhaft an Hand eines als OLED-Display ausgebildeten Bauelements. Dies
ist jedoch nicht in dem Sinne zu verstehen, dass sich die Erfindung
ausschließlich
auf solche Anzeigevorrichtungen bezieht.
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Verglichen
mit konventionellen LCDs (liquid crystal displays) weisen OLEDs
eine Anzahl an Vorteilen auf: Sie haben einen geringen Leistungsverbrauch,
benötigen
wenig Fläche,
haben schnelle Schaltzeiten in einem breiten Temperaturbereich von -40 ° C bis 80° C sowie
einen weiten Betrachtungswinkel. Nicht zu vergessen, OLEDs sind
selbst-emittierend und benötigen
daher keine separate Hinterleuchtung.
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OLEDs
besitzen eine organische lichtemittierende Schicht, die zwischen
zwei Elektroden angeordnet ist. Wenn an den Elektroden ein hinreichendes
elektrisches Potential anliegt, emittiert die organische lichtemittierende
Schicht Strahlung aufgrund der Rekombination von Löchern und
Elektronen, die in die organische Schicht injiziert werden. Die
organische Schicht und die beiden Elektroden sind typischerweise
in Dünnschicht-Technologie ausgeführt und
auf ein beispielsweise aus Glas bestehendes Substrat aufgebracht.
Die vom Substrat abgewandte Seite des Verbundes aus Elektroden und
organischer lichtemittierender Schicht ist von einer weiteren Glas- oder
Metallplatte bedeckt, wobei die Befestigung üblicherweise mittels eines
Klebers erfolgt. Durch die beidseitige Anordnung eines Substrates
und der weiteren Glas- oder Metallplatte sowie ein den Verbund aus
Elektroden und organischer lichtemittierender Schicht (im Folgenden
OLED-Verbund) umlaufendes Dichtungsmittel, z.B. in Form eines Kleberings,
ist der OLED-Verbund weitgehend hermetisch eingekapselt. Dies ist
notwendig, weil das organische Material und die Elektroden meist
sehr empfindlich gegenüber Feuchtigkeit
und Sauerstoff sind. Für
einen zuverlässigen
Betrieb ist deshalb eine solche hermetische Einkapselung notwendig.
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Bei
der oben beschriebenen Anordnung sind das Substrat und die als Deckschicht
dienende Glas- oder Metallplatte unflexibel. Für viele Anwendungen ist es
jedoch notwendig, dass das Bauelement eine gewisse Flexibilität aufweist.
Eine solche Flexibilität hinsichtlich
Biegebelastungen kann deshalb notwendig sein, weil das Bauelement
auf einem unebenen, genauer gekrümmten
Untergrund, angeordnet werden soll. Weiterhin ist ein solche Flexibilität gegebenenfalls
für die
Handhabung des Bauelements vorteilhaft, beispielsweise bei einem
biegsamen oder auf rollbaren Display.
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Um
ein flexibles Bauelement herstellen zu können, werden statt des Glas-Substrates
und der Glas- oder Metallplatte beispielsweise ein Kunststoff-Substrat
und eine aus Kunststoff bestehende Deckschicht eingesetzt. Aufgrund
der nun eingesetzten flexiblen Materialien erhöhen sich jedoch die Anforderungen
an die Verbindungstechnologie zwischen Substrat und Deckschicht,
um den OLED-Verbund hinreichend vor Feuchtigkeit und Sauerstoff
zu schützen.
Während
geklebte, steife Anordnungen lediglich auf die Klebeverbindung einwirkende
Scherkräfte
zu absorbieren brauchen, müssen
bei flexiblen Anordungen Substrat- und Deckschicht auch Zugkräften widerstehen
können,
die insbesondere im Randbereich der Einkap selung auftreten und dort das
Dichtungsmittel zusätzlich
mechanisch belasten. Der Verbund aus Substrat, OLED-Verbund und Deckschicht
muß auch
den bei Biegung der Anordnung auftretenden Belastungen so weit standhalten, dass
eine Delamination von Substrat, OLED-Verbund und Deckschicht weitestgehend
vermieden ist.
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Diese
Problematik ist an Hand der Darstellung in den 1a und 1b veranschaulicht.
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1a zeigt in der Draufsicht
ein OLED-Display. Die 1b zeigt
das Display in einem Querschnitt entlang der in 1a gestrichelt eingezeichneten Linie
I-I.
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Auf
einem rechteckig ausgebildeten Substrat 2, welches aus
einem flexiblen Kunststoff besteht, ist ein OLED-Verbund 3 aufgebracht.
Der OLED-Verbund 3 weist beispielsweise ein Array aus OLED-Bildpunkten
auf. Da der prinzipielle Aufbau von OLEDs mit organischer Schicht
und Elektroden aus dem Stand der Technik bekannt ist an dieser Stelle
und in den Figuren diesbezüglich
auf eine genaue Darstellung verzichtet.
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Wie
aus 1a hervorgeht, kann
der OLED-Verbund 3 mittels Anschlussleitungen 6 von außen kontaktiert
sein. Die Anschlussleitungen 6 sind auf einer Oberfläche des
Substrates 2 aufgebracht und erstrecken sich von dem OLED-Verbund 3 zu
den Rändern
des Substrates 2. Beispielhaft sind die Anschlussleitungen 6 entlang
zweier Seitenkanten des OLED-Verbundes 3 und in entsprechender Weise
entlang zweier Seitenkanten des Substrates 2 angeordnet.
Für die
nachfolgend beschriebene Problematik ist der Verlauf der Anschlussleitungen
jedoch von keiner Bedeutung.
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Wie
aus 1b besser zu ersehen
ist, ist auf dem OLED-Verbund 3 eine
Deckschicht 4 angeordnet. Die Deckschicht weist gegenüber dem OLED-Verbund 3 eine
größere Fläche auf,
so dass entlang aller Seitenkanten des OLED-Verbundes 3 ein etwa
gleich großer
Rand übersteht.
In diesem Überlappungsbereich
ist ein Dichtring 5 angeordnet, der den OLED-Verbund 3 in
geringem Abstand umläuft.
Der Dichtring 5 weist keinerlei Unterbrechungen auf und
dient dazu, den OLED-Verbund 3 vor äußeren Einflüssen, Feuchtigkeit und Sauerstoff
zu schützen.
Zu diesem Zweck ist eine innige Verbindung zwischen dem Dichtring 5 und
der Deckschicht 4 sowie dem Substrat 2 gegeben.
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Der
Dichtring 5 besteht beispielsweise aus Kleber, der gleichzeitig
die mechanische Verbindung zwischen dem Substrat 2 und
der Deckschicht 4 sicherstellt. Andererseits ist er hinsichtlich
seiner Materialeigenschaften derart gewählt, dass Sauerstoff und Feuchtigkeit
nicht in den von ihm umschlossenen Bereich eindringen kann.
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Da
sowohl das Substrat 2 als auch die Deckschicht 4 aus
einem flexiblen Kunststoff bestehen, kann das Bauelement Biegebelastungen
ausgesetzt werden. Die Zuverlässigkeit
des Bauelements ist jedoch nur. so lange sichergestellt, so lange
keine Undichtigkeiten zwischen dem Dichtring 5 und dem Substrat 2 bzw.
der Deckschicht 4 entstehen.
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In
der Druckschrift
US
6,080,031 A ist weiterhin ein Verfahren zur Einkapselung
einer organischen elektrolumineszierenden Vorrichtung beschrieben,
bei dem zusätzlich
die organischen Funktionsschichten von einer Folie bedeckt werden,
die mittels eines Dichtungsmaterials mit dem Substrat verbunden
wird.
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Ähnliche
Vorrichtungen, bei denen zusätzlich zudem
Dichtring weitere Verbindungen zwischen der Deckschicht und dem
Substrat vorgesehen sind, sind in den Druckschriften
US 6,210,815 B1 und
DE 100 05,296 A1 genannt.
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Es
ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Bauele- ment der
eingangs genannten Art derart weiter zu bilden, dass die Funktionsfähigkeit desselben
auch bei häufig
auftretenden Biegebelastungen gewährleistet ist. Insbesondere
soll das Eindringen von Feuchtigkeit und Sauerstoff in das Innere des
Dichtringes vermieden werden.
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Diese
Aufgabe wird mit einem Bauelement mit den Merkmalen des Patentanspruches
1 gelöst.
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Vorteilhafte
Weiterbildungen des Bauelements ergeben sich aus den auf Anspruch
1 zurückbezogenen
abhängigen
Ansprüchen.
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Der
Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass besondere Schwachpunkte
des Bauelementes aus 1 an den vier
Eckbereichen des Substrat-Deckschicht-Verbundes 4 angesiedelt
sind. Bereits bei vergleichsweise geringer Biegebelastung schält sich
die Deckschicht 4 von dem Dichtrahmen oder Dichtring 5 ab
und die hermetische Verkapselung bricht auf.
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Die
Erfindung sieht deshalb ein Verbindungsmittel umfassend einen Verstärkungsrahmen, -ring
oder -streifen, der Unterbrechungen aufweist, zur mechanischen Verbindung
der Deckschicht und der Substratschicht vor, das hinsichtlich seiner
Adhesiveigenschaften sowohl zur Deckschicht als auch zur Substratschicht
hin optimiert ist.
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Vorzugsweise
ist. ein erster zwischen der Substratschicht und der Deckschicht
angeordneter und mit diesen in inniger Verbindung stehender Verstärkungsrahmen
oder -ring vorgesehen, der die Funktionsschicht umläuft. Der
erste Verstärkungsrahmen
oder -ring wirkt vorteilhafterweise einer Ablösung des Dichtrahmens oder
-ringes von der Deckschicht bzw. der Substratschicht entgegen.
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Insbesondere
ist es deshalb vorteilhaft, wenn der erste Verstärkungsrahmen oder -ring innerhalb
des Dichtrahmens oder – rings
angeordnet ist.
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Es
hat sich weiterhin als vorteilhaft erwiesen, wenn das Verbindungsmittel
einen zweiten zwischen der Substratschicht und der Deckschicht angeordneten
und mit diesen in inniger Verbindung stehenden Verstärkungsrahmen
oder -ring umfasst, der die Funktionsschicht ebenfalls umläuft. Vorzugsweise
ist der zweite Versätärkungsrahmen
oder -ring von der Funktionsschicht gesehen außerhalb des Dichtrahmens oder
-rings angeordnet.
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Sowohl
der erste als auch der zweite Verstärkungsrahmen oder -ring sorgen
für eine
mechanisch stabile und feste Verbindung zwischen Substratschicht
und Deckschicht. Der zwischen dem ersten und dem zweiten Verstärkungsrahmen
oder -ring angeordnete Dichtrahmen oder -ring kann hingegen hinsichtlich
der Durchlässigkeit
von Feuchtigkeit und Sauerstoff optimiert werden. Der erste und/oder zweite
Verstärkungsrahmen
oder -ring weisen dagegen ein Material auf, das hinsichtlich seiner
Adhesiv-Eigenschaften zur Sustratschicht und zur Deckschicht hin
optimiert ist.
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Der
erste und/oder zweite Verstärkungsrahmen
oder -ring weisen Unterbrechungen auf. Ins besondere kann es vorteilhaft
sein, wenn der zweite Verstärkungsrahmen
oder -ring die Bereiche zwischen zwei punktuellen Verbindungsmitteln
ausfüllt. Auf
diese Weise kann die Deck-schicht
in ihrer Fläche
klein gehalten werden. Ebenso denkbar ist, dass der erste Verstärkungsrahmen
oder -ring Unterbre- chungen aufweist.
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Die
primäre
oder sögar
alleinige Aufgabe des Verbindungsmittels besteht somit darin, die
mechanische Verbindung und Fixierung der Substratschicht zur Deckschicht
sicher zu stellen. So lange durch dieses Verbindungsmittel eine
Relativbewegung zwischen Substratschicht und Deckschicht weitestgehend
verhindert oder minimiert wird, sind die auf den Dichtrahmen oder
Dichtring einwirkenden Kräfte
verringert oder sogar vollständig
absorbiert. Die Gefahr einer Relativbewegung, in deren Folge es
insbesondere zu einem Abschälen
der Deck schicht oder der Substratschicht gegenüber vom Dichtring kommen kann,
kann durch das Verbindungsmittel wirksam verringert werden. Die
Zuverlässigkeit
des Bauelementes ist dadurch deutlich verbessert.
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Die
erfindungsgemäße technische
Lehre ermöglicht
es darüber
hinaus, für
den Dichtrahmen oder Dichtring ein Material auszuwählen, welches
in erster Linie hinsichtlich der Durchläs sigkeitvon Feuchtigkeit und
Sauerstoff optimiert ist. Die Adhesiv-Kraft des Dichtringes gegenüber der
Substratschicht bzw. der Deckschicht spielt dagegen bei einem Bauelement
gemäß der Erfindung
eine untergeordnete Rolle.
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Gemäß einer
vorteilhaften Weiterbildung des Bauelements ist es ausreichend,
wenn das Verbindungsmittel punktuell, insbesondere - von der Funktionsschicht
gesehen - außerhalb
des die Funktionsschicht umgebenden Dichtrahmens oder Dichtrings, in
einem Überlappungsbereich
von Substratschicht und Deckschicht angeordnet ist. Es ist somit
nicht zwingend notwen- dig, einen die Funktionsschicht umlaufenden
Ring vorzusehen, der hinsichtlich seiner Adhesiv-Eigenschaften an
die Materialen der Deckschicht und der Substratschicht angepasst
ist.
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Vorzugsweise
ist das Verbindungsmittel in den Eckbereichen des Verbundes aus
Deckschicht, Funktiansschicht und Substratschicht angeordnet. Durch
das mechanische Verbinden der Eckbereiche wird die Stabilität des gesamten
Bauelementes we- sentlich verbessert.
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Das
Merkmal des Eckbereichs ist dabei wie folgt zu intepretieren: Sind
die Substratschicht und die Deckschicht gleich groß, d.h.
sind diese beiden Elemente im Wesentlichen deckungsgleich zueinander
angeordnet, so meint der Begriff Eck-bereich die Ecken sowohl der Substratschicht
als auch der Deckschicht. Ist die Deckschicht, wie in Figur 1 dargestellt, jedoch
kleiner als das Substrat, so ist das Verbindungsmittel im Eckbereich
der Deckschicht angeordnet. Für
den Fall, dass
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die
Substratschicht kleiner als die Deckschicht ist, sind hingegen die
Ecken der Substratschicht zu verstehen.
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Vorzugsweise
ist das Verbindungsmittel durch eine Klebeverbindung, eine Ultraschall-Schweiss-Verbindung,
einen Schweisspunkt, eine Lötverbindung,
eine Schraubverbindung, eine Niete oder eine Klammer oder durch
eine Kombination von zwei oder mehreren dieser Mittel gebildet.
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Alternativ
oder zusätzlich
zu dem beschriebenen Verstärkungsrahmen,
-streifen oder -ring kann dieses punktuelle Verbindungsmittel gemäß einer vorteilhaften
Weiterbildung umfassen.
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Verschiedene
Ausführungsformen
des erfindungsgemäßen Bauelementes
sowie weitere Vorteile, Zweckmäßigkeiten
und Wirkungen ergeben sich aus den im folgenden unter Bezugnahme
auf die Figuren erläuterten
Ausführungsbeispiele.
Es zeigen:
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1a, 1b ein
nicht zur Erfindung gehöriges
und weiter oben bereits beschriebenes Bauelement in Form eines Displays
in der Draufsicht und im Querschnitt längs der Linie I-I aus 1a,
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2a, 2b ein
nicht zur Erfindung gehöriges
Bauelementes in der Draufsicht und im Querschnitt längs der
Linie II-II aus 2a
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3a, 3b eine
schematische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Bauelementes
in der Draufsicht und im Querschnitt längs der Linie III-III aus 3a und
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4a, 4b eine
schematische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Bauelementes
in der Draufsicht und im Querschnitt längs der Linie IV-IV aus 4a.
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Gleiche
bzw. gleichwirkende Elemente sind in den Ausführungsbeispielen und in den
Figuren jeweils mit gleichen Bezugszeichen versehen.
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Das
Bauelement gemäß den 1a, 1b wurde
einleitend bereits beschrieben, so dass an dieser Stelle auf eine
weitere Erörterung
verzichtet wird.
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Zwischen
einer Substratschicht 2 und einer Deckschicht 4,
die beide aus einem flexiblen Material, z.B. einem Kunststoff, bestehen,
ist eine Funktionsschicht in Form eines OLED-Verbundes 3 angeordnet (siehe 2b,
die einen Schnitt längs
der Linie II-II aus 2a darstellt).Der OLED-Verbund 3 stellt
beispielsweise ein LED-Array aus OLEDs dar. Das Bauelement ist damit
als Anzeigeeinrichtung ausgebildet. An Stelle des OLED-Verbundes 3 könnte auch
eine Solarzelle oder eine beliebige andere integrierte Schaltung,
vorzugsweise auf der Basis organischer Materialien, vorgesehen sein.
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Wie
aus 2a besser hervorgeht, ist der OLED-Verbund 3 von
einem Dichtring 5 umgeben. Der Dichtring 5 weist
eine innige Verbindung zu der Deckschicht 4 und der Substratschicht 2 auf,
wie in der 2b zu entnehmen ist, um den
eingeschlossenen OLED-Verbund 3 hermetisch vor äußeren Einflüssen zu
schützen.
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Um
bei qauftretenden Biegungen eine Ablösung der Deckschicht oder der
Substratschicht 2 von dem Dichtring zu vermeiden, sind
weiterhin in den Eckbereichen der Deckschicht 4 punktuelle
Verbindungsmittel 7 vorgesehen. Die Verbindungsmittel 7 sind
beispielsweise Klebetropfen, die hinsichtlich ihrer Klebeeigenschaften
an die Materialien des Substrates 2 und der Deckschicht 4 angepaßt sind.
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Der
Dichtring 5, der zwar auch eine gewisse mechanische Verbindung
zwischen der Substratschicht 2 und der Deckschicht 4 darstellt
kann aufgrund der vorhandenen Verbindungsmittel 7 hinsichtlich
seiner Materialeigenschaften an die Durchlässigkeit von Sauerstoff und
Feuchtigkeit optimiert werden.
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Durch
die Verstärkung
der Eckbereiche mittels des Verbindungsmittels 7 ist das
Bauelement in seiner Stabilität
wesentlich verbessert. Eine Testanordnung, bei dem die äußeren Ecken
der Deckschicht 4 mittels Klebetropfen verstärkt waren, überstand
100.000 Biege-Zyklen unversehrt, wobei ein Biegeradius von 20 mm
verwendet wurde. Ein den gleichen Belastungen ausgesetztes Bauelement
gemäß 1 war bereits nach deutlich weniger Biege-Zyklen
schadhaft. Eine noch höhere
Stabi- lität wird
erzielt, wenn anstatt punktueller Klebepunkte eine Verbindung mittels
Ultraschall-Schweissen erfolgt.
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Die
nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispiele
greifen auf den in den Figuren 1a, 1b, 2a und 2b dargestellten
Aufbau zurück
und weisen darüber
hinaus erfindungsgemäße Verbindungsmittel
auf, die eine erhebliche Steigerung der Zuverlässigkeit bewirken.
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Die 3a, 3b zeigen
ein ersten Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Bauelements.
Wiederum ist in 3a die Draufsicht auf das erfindungsgemäße Bauelement
dargestellt, während 3b einen
Querschnitt entlang der strich-punktierten Linie III-III aus 3a zeigt.
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Experimente
haben gezeigt, dass ein weiterer Schwachpunkt der innere Rand des
Dichtringes 5 sein kann. Dieser Schwachpunkt tritt insbesondere dann
zu Tage, wenn die punktuellen Verbindungen 7 verwendet
werden.
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Um
ein Ablösen
Delamination) des Dichtringes von der Deckfolie 4 bzw.
der Substratschicht 2 zu verhindern, ist deshalb ein erster
Verstärkungsring 8 mit
nicht gezeigten Unterbrechungen vorgesehen.
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Der
Verstärkungsring 8 verläuft vom OLED-Verbund 3 gesehen
innerhalb des Dichtringes 5 und wird deshalb nachfolgend
als innerer Verstärkungsring
bezeichnet. Wie der Dichtring 5, umläuft auch er den OLED-Verbund 3.
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Der
innere Verstärkungsring 8 ist
hinsichtlich seiner Adhesiveigenschaften zu der Deckschicht 4 und
der Substratschicht 2 optimiert. Besondere Anforderungen
bezüglich
der Durchlässigkeit
von Feuchtigkeit oder Sauerstoff sind nicht zu beachten. Diese Aufgabe übernimmt
der Dichtring 5.
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Der
Vorteil des erfindungsgemäßen Bauelementes
besteht insbesondere darin, dass gegenüber den bekannten Bauelementen
keinerlei Modifikation notwendig ist. Die unter dem Begriff „low permeation-glue" bekannten Dichtringe,
die hinsichtlich ihrer Materialeigenschaften hinsichtlich Feuchtigkeit
und Oxidation optimiert sind, können
weiterhin verwendet werden. Diese Dichtringe verhindern das Eindringen von
Feuchtigkeit und Sauerstoff wirkungsvoll, während das Verbindungsmittel
gemäß der Erfindung
die Stabilität
und Zuverlässigkeit
des Bauelementes sicherstellt.
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Die
punktuellen Verbindungen 7 gemäß 2 können auch
durch Löten,
Klammern, Schrauben, Nieten oder Schweissen hergestellt werden.
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Das
zweite Ausführungsbeispiel
gemäß den 4a, 4b ist
um einen zweiten Verstärkungsring 9 mit
Unterbrechungen ergänzt.
Der zweite Verstärkungsring 9 wird
auch als äußerer Verstärkungsring
bezeichnet, da er vom OLED-Verbund 3 aus gesehen außerhalb
des Dichtringes 5 angeordnet ist.
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Um
die Fläche
der Deckschicht 4 möglichst gering
ausführen
zu können,
ist der äußere Verstärkungsring 9 in
Abschnitte aufgeteilt, die sich jeweils zwischen zwei punktuellen
Verbindungen 7 erstrecken. Zwischen einer punktuellen Verbindung 7 und einem
Abschnitt des äußeren Verstärkungsringes 9 sind
so mit Unterbrechungen 10 vorgesehen. Wie der rechts angeordnete
Abschnitt des äußeren Verstärkungsringes 9 in 4a zeigt,
kann auch der Abschnitt seinerseits Unterbrechungen 10 aufweisen. Die
Unterbrechungen können
dabei im Gegensatz zur Darstellung, in jedem der vier Abschnitte
vorgesehen sein.
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Die
gemäß den 3 bis 4 dargestellten Auführungsbeispiele
können
beispielsweise ein Matrix-Display darstellen. Ein Matrix-Display,
welches auf der Basis von lichtemittierenden Polymeren arbeitet,
wird auf einem flexiblen Kunststoffsubstrat in bekannter Weise angeordnet.
Anschließend
wird eine aus Kunststoff bestehende Deckschicht auf die Anordnung
geklebt, wobei ein Kleber mit einer geringen Durchlässigkeit
für Feuchtigkeit
und Sauerstoff die lichtemittierenden Polymere umgibt. Anschließend werden
in den Eckbereichen der Deckschicht punktuelle Verbindungen mittels
Ultraschall-Schweissen hergestellt. Hierdurch ist ein mechanisch
stabiles Bauelement, das gegen Umgebungseinflüsse gut geschützt ist,
realisiert, welches gleichzeitig eine hohe Biegefähigkeit
aufweist.
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Weiterhin
könnte
das Bauelement bei der Erfindung eine flexible Lichtquelle darstellen,
welche, wie oben beschrieben hergestellt wird.
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Auch
kann im Rahmen der Erfindung die Funktionsschicht als Solarzelle
aus konjugierten Polymeren ausgebildet sein. Darüber hinaus sind viele weitere
Anwendungen vorstellbar, insbesondere organische Detektoren sowie
integrierte Schaltungen auf der Basis von Polymeren.
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Die
Erläuterung
der Erfindung anhand eines eines OLED-Display-Bauelements ist nicht in dem Sinne
zu verstehen, dass sich die Erfindung ausschließlich auf solche Anzeigevorrichtungen
bezieht. Die Erfindung ist vielmehr unter anderem auch für insbesondere
auf Polymeren basierende integrierte Schaltungen, Solarzellen, Sensoren
und Detektoren anwendbar.