DE1032002B - Vorrichtung zum Liefern von abgemessenen Gas- oder Dampfmengen - Google Patents

Vorrichtung zum Liefern von abgemessenen Gas- oder Dampfmengen

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DE1032002B
DE1032002B DEI10020A DEI0010020A DE1032002B DE 1032002 B DE1032002 B DE 1032002B DE I10020 A DEI10020 A DE I10020A DE I0010020 A DEI0010020 A DE I0010020A DE 1032002 B DE1032002 B DE 1032002B
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gas
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valve cone
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DEI10020A
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Inventor
Donald Harvey
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Imperial Chemical Industries Ltd
Original Assignee
Imperial Chemical Industries Ltd
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    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Liefern von genau abgemessenen, insbesondere kleinen Volumenmengen von Gasen oder Dämpfen für verschiedene Zwecke.
Es ist häufig erforderlich, genau abgemessene Mengen von Gasen zur Verfügung zu haben, beispielsweise bei der Gasanalyse. Dieses Problem ist neuerdings auch bei der in der Dampfphase durchgeführten Chromatographie aufgetreten. Bisher war es üblich, Glasmeßgefäße oder Pipetten mit entsprechend angebrachten Glashähnen für diesen Zweck vorzusehen, jedoch haben derartige Apparaturen den Nachteil, daß sie sehr brüchig sind, daß die Herstellung von Mehrwegehähnen sehr zeitraubend und schwierig ist und daß demgemäß die Anzahl von Einzelhähnen, die für einen bestimmten Apparaturaufbau erforderlich ist, vergrößert wird.
Gemäß der Erfindung wird nunmehr eine Apparatur oder Vorrichtung zum Abmessen und Liefern eines genauen Gasvolumens in bestimmten Zeitintervallen vorgeschlagen, die auf mechanischem Wege gesteuert werden kann und die aus zwei Ventilen besteht, von denen jedes einen fest angebrachten Metallkörper besitzt, der eine vorzugsweise nach außen größer werdende kegelstumpfförmige Bohrung aufweist, wobei in diese Bohrung ein dicht passender drehbarer Ventilkegel aus Metall eingesetzt ist. Die beiden Ventilhähne sind mittels einer Metallspindel fest verbunden, welche mit Einrichtungen ausgestattet ist, durch die die Spindel und die Ventilhähne gedreht werden können. An dem Metallkörper jedes Ventils sind vier Metallrohre angeschlossen, welche mit der kegelstumpfförmigen Bohrung desselben in Verbindung stehen. Das erste Rohr des ersten Ventils steht mit einem Vorrat des abzumessenden Gases in Verbindung, das zweite bildet das eine Glied einer Pipette, das dritte steht mit einem Vorrat eines unter Druck stehenden inerten Gases in Verbindung, und das vierte ist mit dem vierten Rohr des anderen Ventils verbunden. Das erste Rohr des zweiten Ventils ist gegenüber der Außenluft offen, das zweite bildet das andere Glied der Pipette, das dritte steht mit der Apparatur in Verbindung, der das Gas zugeführt werden soll, und das vierte steht, wie schon erwähnt, mit dem vierten Rohr des ersten Ventils in Verbindung. In jedem der Ventilhähne ist eine Querbohrung vorgesehen und eine zweite getrennte V-förmige Leitung, die sämtlich an der Oberfläche des Ventilkegels münden. Die Öffnungsfläche der Bohrungen und der Umfangsabstand zwischen diesen ist derart bemessen, daß in einer ersten Stellung die erste Bohrung eine Verbindung zwischen dem ersten und dem zweiten Rohr herstellt, wobei die zweite Leitung des Ventilkegels eine Verbindung Vorrichtung zum Liefern von
abgemessenen Gas- oder Dampfmengen
Anmelder:
Imperial Chemical Industries Limited,
London
Vertreter: Dipl.-Ing. A. Bohr, München 5,
Dr.-Ing. H. Fincke, Berlin-Lichterfelde, Drakestr. 51,
und Dipl.-Ing. H. Bohr, München 5, Patentanwälte
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 9. April 1954 und 7. März 1955
Donald Harvey, Norton - on-Tees (Großbritannien),
ist als Erfinder genannt worden
zwischen dem dritten und vierten Rohr herstellt. In einer zweiten Stellung stellt die zweite Leitung eine Verbindung zwischen dem zweiten und dritten Rohr her, während die erste Bohrung unwirksam ist. An der Vorrichtung sind Anschläge vorgesehen, um die genaue Lage der Leitungen und Bohrungen sicherzustellen.
Vorzugsweise liegen die Achsen der kegelstumpfförmigen Bohrungen im wesentlichen waagerecht, und vorzugsweise ist der Körper jedes Ventils im wesentlichen zylindrisch. Eine derartige Apparatur ist von großem Wert, wenn sie als Gasmeßelement für eine Dampfphase angewandt wird, die in einer chromatographischen Apparatur verwendet wird.
Vorzugsweise besitzt jeder der Ventilkegel an seinem schmaleren Ende einen Ansatz, auf den eine Druckfeder aufgesetzt ist, welche durch Unterlägscheiben und Stellschrauben gehalten wird. Diese' Feder ist bestrebt, den Ansatz aus dem Ventilkörper zu ziehen und preßt somit· den Ventilkegel fest in den Ventilkörper, wodurch ein fester Sitz und eine gute Dichtung des Ventils sichergestellt wird. Wenn die die beiden Ventilkegel verbindende Spindel aus zwei durch eine Hülse verbundenen Teilen besteht, um hierdurch zu ermöglichen, -daß die Ventile zwecks Reinigung auseinandergenommen werden können, so kann der feste Sitz der Ventile noch dadurch vergrößert werden, daß innerhalb der Hülse eine Druckfeder angeordnet wird, welche die beiden Spindelhälften auswärts preßt. ■■'■-'
809 530/350
3 4
Um zu erreichen, daß die Ventilöffnungen und 2. Der automatische Antrieb der Apparatur macht
Rohre in den beiden Arbeitsstellungen genau mitein- es möglich, daß diese mit einer derart hohen Frequenz ander übereinstimmen, sind entsprechende Anschläge angetrieben werden kann, daß für alle praktischen vorgesehen. Vorzugsweise bestehen diese aus einer Zwecke eine gleichmäßige Gas- oder Dampflieferung Metallscheibe, welche fest an der äußeren Endfläche 5 sichergestellt ist. Hierdurch wird es möglich, daß bei jedes Ventilkegels angebracht ist und die mit einem Anwendung gewisser gasförmiger Mischungen alle Umfangsschlitz versehen ist, welcher mit einem Stift drei Minuten ein vollkommenes Chromatogramm zusammenwirkt, der in der äußeren Endfläche des hergestellt werden kann.
entsprechenden Ventilkörpers angeordnet ist. 3. Diese Vorteile werden erzielt, ohne daß die
Vorzugsweise besteht das Mittel, durch das die io Genauigkeit darunter leidet. Die Genauigkeit ist so-Drehbewegung der Spindel und der Ventilkegel her- gar größer, als sie unter Anwendung von Glasappabeigeführt wird, aus einem Hebelarm. Dieser Hebel- raturen erhalten werden kann, arm kann durch einen entsprechenden Lenker mit 4. Die Apparatur ist im wesentlichen gasdicht,
einer Kraftquelle verbunden werden, welche beispiels- 5. Sie ist sehr dauerhaft und sehr lange brauchbar,
weise aus einem durch Druckluft (1,4 kg/cm2) ge- 15 6. Sie ermöglicht die Anwendung höherer Drücke, steuerten Diaphragmaventil besteht, wodurch das wodurch die Verwendung wesentlich längerer Lei-Gestänge mit bestimmten Zeitintervallen zwischen tungen möglich ist, ohne daß hierdurch die Zeitden beiden Endlagen hin und her bewegt wird. Die dauer vergrößert wird, welche für die Analyse einer Zeitintervalle können durch eine entsprechende Probe erforderlich ist. Dies hat eine vollkommenere Steuervorrichtung bestimmt werden. Die Überein- 20 Trennung zwischen den Komponenten der Mischung Stimmung zwischen den Ventilöffnungen und Rohren zur Folge, was seinerseits eine verbesserte Differenkann dann dadurch herbeigeführt werden, daß der zierung zwischen den Teilen des Chromatographen Hebelarm mit entsprechenden Begrenzungsanschlägen ermöglicht, welche den verschiedenen Komponenten versehen wird. der Mischung entsprechen.
Der Umfangsabstand zwischen den Leitungen und 25 Wie schon erwähnt, ist die beschriebene Ventilder Körper- bzw. Kegelfläche eines Ventils und deren pipette von größter Bedeutung für die in der Dampf-Winkelverteilung werden mit Bezug auf die Umfangs- phase durchgeführte Chromatographie. Ein weiteres länge der Ventilfläche ausgewählt, und zwar derart, Merkmal der Erfindung wird also darin erblickt, daß daß im wesentlichen kein Gasdurchtritt an irgend- eine Apparatur für die in der Dampfphase durcheiner Stelle der Ventilfläche stattfindet. Es wurde 30 geführte Chromatographie vorgeschlagen wird, die gefunden, daß die Winkel verteilung bei Ventilkegeln durch folgende Mittel gekennzeichnet ist: eine mittlerer Größe vorzugsweise derart sein sollte, daß Pipette, ein Steuerglied, beispielsweise ein Hebel, der Winkel zwischen den Achsen des zweiten und ein unter Federspannung stehendes Diaphragma, ein dritten Rohres, welches der gleiche ist wie derjenige elektrischer Stromkreis, der ein Solenoid enthalten zwischen den Achsen des zweiten und dritten Rohres, 35 kann, ein Motor und eine Steuervorrichtung üblicher der wiederum der gleiche ist wie derjenige zwischen Art zum Steuern der Zeitintervalle. Die Steuervorden Achsen des dritten und vierten Rohres nicht richtung und der Motor können durch eine Synchronkleiner als 30° sein sollte und daß der Winkel zwi- uhr mit einem Nocken ersetzt werden oder durch sehen dem ersten und zweiten Rohr ebenfalls nicht eine Steueruhr, welche durch komprimierte Luft bekleiner als 30° sein sollte und daß derjenige zwischen 40 tätigt wird, zusammen mit einem Nocken. Der Nocken dem ersten und vierten Rohr nicht kleiner als 60° kann an bestimmten, in Abständen voneinander ansein sollte. Wenn die Winkel unter den angegebenen geordneten Stellen geschlitzt sein, um einen Schalter Werten liegen, wurde gefunden, daß in diesem Falle zu steuern, der einen elektrischen Stromkreis schließt, die Gefahr des Gasübertrittes und infolgedessen eine welcher ein Solenoid enthält, das ein Ventil öffnet Ungenauigkeit der Förderung und bzw. oder eine 45 oder schließt, welches in einer Druckluftleitung oder Verunreinigung der gelieferten Probe auftritt. Vor- einer solchen eines inerten Gases angeordnet ist. zugsweise sollte der Winkel zwischen dem zweiten In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der
und dritten und zwischen dem dritten und vierten erfindungsgemäßen Apparatur dargestellt, und zwar Rohr nicht größer als 65° sein, um den Weg des zeigt
Arbeitshebels oder des anderen Schwingmittels klein 50 Fig. 1 eine Seitenansicht der Ventileinheit, zu halten. Bei Anwendung von Rohren mit kleinerem Fig. 2 einen Querschnitt auf der Linie A-A, der
Durchmesser ist es vorteilhaft, den Umfangsabstand Fig. 1 in größerem Maßstab;
zwischen den öffnungen zu verringern und bzw. oder Fig. 3 und 4 zeigen schematisch die Arbeitsweise
den Winkel zwischen den Achsen benachbarter Rohre der Ventile, und zu vergrößern. Es wird vorgezogen, Rohre und Lei- 55 Fig. 5 stellt allgemein das Ventil und die Pipette tungen von kreisförmigem Querschnitt zu verwenden, als ein Element einer in der Dampfphase arbeitenden weil diese leicht hergestellt und bearbeitet werden chromatographischen Apparatur dar. können, jedoch können selbstverständlich auch Rohre Gleiche Teile des Zwillingsventils sind mit gleichen
mit anderen Querschnitten, beispielsweise elliptischem Bezugszeichen versehen, und sie werden unterein-Querschnitt, verwendet werden, was den Vorteil hat, 60 ander durch ein »'« unterschieden, daß hierdurch Ventilkegelöffnungen mit geringerem Wie sich aus den Zeichnungen ergibt, bestehen die
Durchmesser angewandt werden können. Ventile 1 aus einem im wesentlichen zylindrischen
Die Vorteile der beschriebenen Apparatur sind Körper 2, der an einer schweren Metallgrundplatte 30 folgende: befestigt ist. In dem Ventilkörper 2 befindet sich der
1. Infolge ihres kräftigen Aufbaues kann diese 65 mit diesem zusammenwirkende Ventilkegel 3, der vorleicht hin und her bewegt werden. Dies ermöglicht zugsweise eingeschliffen ist, um eine gute Dichtung auch, daß diese mechanisch angetrieben und somit herbeizuführen. Die beiden Ventilkegel 3,3' sind automatisch betätigt werden kann. Bei einer Glas- durch eine Spindel 4 verbunden, welche zweckapparatur würde dies infolge der Zerbrechlichkeit mäßigerweise aus zwei Hälften 4 und 4' besteht, die derselben nicht möglich sein. - 70 durch eine Hülse 31 miteinander verbunden sind. Ein'.
Hebelarm 5 besitzt einen winkelförmigen Ansatz 6, der mit einem Schlitz 6' versehen sein kann, an dem geeignete Antriebsmittel angeschlossen sein können. Der Ventilkegel 3 besitzt eine Querbohrung 14, welche zwei öffnungen 16 und 17 besitzt, und eine weitere V-förmige Leitung 15, welche an der Oberfläche des Kegels in zwei öffnungen 18 und 19 mündet.
Die öffnungen stimmen mit entsprechenden Rohren 7, 8, 9 und 10 überein. Jeder Ventilkegel 3 besitzt an dem der Spindel 4 gegenüberliegenden Ende einen Ansatz 20, 20', auf den eine Druckfeder 22 aufgesetzt ist, und zwar zwischen entsprechenden Scheiben 21 und 23, und die Spannung dieser Feder wird durch Stellmuttern 24,25 eingestellt, wodurch der Ventilkegel 3 in den Ventilkörper 2 gezogen wird. Die hintere Scheibe 21 ist fest mit dem Ventilkegel 3 verbunden und mit einem Umfangsschlitz versehen, in den ein Anschlag 26 hineinragt, der an der äußeren Fläche des Ventilkörpers angebracht ist. Dieser Schlitz besitzt eine solche Länge, daß durch ihn die beiden Endstellungen bei der Verdrehung des Ventilkegels festgelegt werden.
In den Fig. 3 und 4 ist die Anwendung der Apparatur in Verbindung mit in der Dampfphase arbeitenden chromatographischen Apparatur dargestellt.
Fig. 4 zeigt die Stellung der Apparatur, nachdem die Probe in die Absorptionskolonne übergeführt worden ist und das letztere arbeitet. Trägerstickstoff tritt unter einem Druck von etwa 1,4 kg/cm2 in das Rohr 8 ein, durchströmt die V-förmige Leitung 15, tritt durch die Leitung 7 aus und gelangt über die Leitung Y in die Leitung 7', die V-förmige Leitung 15' und das Rohr 8' in die Säule. Unterdessen ist das Rohr 10 mit dem zu behandelnden Gas in Verbindung gebracht worden, und das Gas strömt durch die Leitung 14 in die Pipette 9, X, 9', durch die Leitung 14' und das Rohr 10' in die Atmosphäre.
Nach einer gewissen Verweilzeit, die sich durch Versuche als für eine Analyse als ausreichend erwiesen hat, wird durch eine Steuervorrichtung ein Stromkreis geschlossen, wodurch ein Druckluftventil oder ein solches für ein inertes Gas geöffnet wird. Die Druckluft wirkt auf ein unter Federdruck stehendes Diaphragma ein, welches mit einer Stange verbunden ist, die den Hebelarm 6 verschwenkt, so daß das System dann in die in Fig. 3 dargestellte Stellung bewegt wird, wobei die Endstellung durch die geschlitzten Scheiben 21 und die entsprechenden Anschläge 26 festgelegt wird.
Durch das Rohr 8 tritt nunmehr Stickstoff in die V-förmige Leitung 15 ein, wodurch das Volumen des reinen Gases, welches in der Pipette 9, Z, 9' enthalten ist, durch die V-förmige Leitung 15' und das Rohr 8' in die Absorptionskolonne ausgespült wird. Unterdessen ist das System 7, Y, T abgeschaltet worden, wie sich aus Fig. 3 ergibt. Nach einer gewissen Zeitdauer wird der Stromkreis wieder geschlossen, und das System kehrt in die in Fig. 4 dargestellte Stellung wieder zurück.
Eine in der Dampfphase arbeitende chromatographische Apparatur, die die neue Ventilpipette gemäß der Erfindung enthält, ist in Fig. 5 dargestellt und dient lediglich zur Erläuterung vor Anwendung des Erfkidungsgegenstandes, ohne hierfür Schutz zu beanspruchen.
Sie besteht aus einem Vorrat eines unter Druck stehenden inerten Gases, beispielsweise einer Stickstoffflasche 40, die mit einer Druekmesservorrichtumg 41 und einem Reduzierventil 42 ausgestattet ist, der durch die Leitung Z dargestellten Ventilpipette, einem Manometer 44, einem Strömungsmesser 45, einer mit einem geeigneten Absorptionsmittel, wie beispielsweise Silicagel, das in einem mit einem Mantel 47 versehenen Rohr von weitem Durchmesser enthalten ist, ausgestatteten chromatographischen Säule 46, einem Wärmeleitfähigkeksmeßgerät 48, mit dem ein unter hoher Geschwindigkeit aufzeichnendes Registriergerät zusammenwirkt, und aus einem Ventil 49. Dieses Registriergerät besteht aus einem sich
ίο selbst ausgleichenden elektronischen Potentiometer, welches als wesentliche Elemente einen Schleifdraht, der sich durch einen Servomotor verschieben läßt, und einen Röhrenverstärkerstromkreis enthält. Es ist wünschenswert, daß die Empfindlichkeit des Instruments bei vollem Skalenausschlag etwa 10 Millivolt und die Ansprechgeschwindigkeit für vollen Skalenausschlag etwa 2 Sekunden betragen sollte. Derartige Instrumente werden von der Firma Brown Instrument Co. in Philadelphia, USA., hergestellt.
Diese Apparatur arbeitet wie folgt: Stickstoff wird aus der Flasche 40 abgelassen und mit Hilfe des Ventils 42 auf einen bestimmten Druck eingestellt, und zwar von etwa 0.14 bis 1,4 kg/cm2. Das zu analysierende Gas oder der Dampf tritt in die Pipette X durch eine Leitung 43 ein. Die Gasprobe wird gemessen und unter Anwendung der in den Fig. 3 und 4 dargestellten Stellungen der Ventilpipette der chromatographiiischen Säule zugeführt. Durch diese Säule strömt ständig Stickstoff. Die Zusammensetzung des aus der Säule austretenden Gases wird ständig bestimmt, indem seine Wärmeleitfähigkeit mit Bezug auf diejenige des Trägergases gemesßen wird, und dieser Wert wird auf das Registriergerät aufgetragen Die Amplitude der Spitzen, welche der gewünschten Verbindung entsprechen, wird gemessen, und die Konzentration der Verbindung kann sofort aus entsprechenden Kalibrierungstafeln abgelesen werden. Das Ventil 49 dient dazu, die Druckdifferenz einzustellen, so daß die Geschwindigkeit der Absorption derart ist, daß eine gute Differenzierung der Absorptionseigenschaften der Verbindungen der Gasmischungen erhalten wird.
Gewünschtenfalls kann an den Austritt der Säule ein Unterdruck angelegt werden, während das Einlaßende derselben entweder über oder bei Atmosphärendruck oder unter einem Unterdruck gehalten wird, der größer ist als der an dem Auslaßende herrschende Druck.
Andere geeignete Absorptionsmittel, wie beispielsweise aktivierter Kohlenstoff oder Holzkohle in feinverteilter Form oder eine eine geringe Flüchtigkeit aufweisende Flüssigkeit, wie beispielsweise medizinisches Paraffin, das von einem inerten, in feinverteilter Form vorliegenden Träger getragen wird, wie beispielsweise Diatomeenerde, können ebenfalls angewandt werden.
An Stelle eines Wärmeleitfähigkeitsmeßgeräts kann ein Thermistor verwendet werden.

Claims (12)

Patentansprüche:
1. Mechanisch steuerbare Vorrichtung zum Liefern von abgemessenen Gasvolumen in bestimmten Zeitintervallen, gekennzeichnet durch zwei vorzugsweise im wesentlichen zylindrisch ausgebildete Ventile (1,1'), von denen jedes aus einem fest angebrachten Metallkörper (2, 2') besteht, der eine vorzugsweise im wesentlichen waagerechte kegelförmige Bohrung aufweist, die sich vorzugsweise nach außen erweitert, wobei in dieser Bohrung ein darin drehbarer gut passender
metallischer Ventilkegel (3., 3') sitzt und die Ventilkegel durch eine Spindel (4) starr miteinander verbunden sind, an der Einrichtungen (5, 6, 6') zum Drehen der Spindel und der Ventilkegel angeordnet sind und an jedem Ventilkörper vier Rohre (7, 8, 9,10) angeschlossen sind, die mit dem in den Ventilkörper angeordneten Ventilkegel in Verbindung stehen; das erste Rohr (10) des ersten Ventils (1) steht mit einer Vorratsmenge des zu messenden Gases in Verbindung, das zweite Rohr (9) bildet ein Glied einer Pipette, das dritte Rohr ((8) steht mit einem Vorrat eines unter Druck stehenden inerten Gases in Verbindung, und das vierte Rohr (7) stellt die Verbindung mit dem vierten Rohr (7') des zweiten Ventils (I') dar; das erste Rohr (10') des zweiten Ventils (1') ist offen gegenüber der Atmosphäre, das zweite Rohr (9') bildet das andere Glied der Pipette, das dritte (8') steht mit der Apparatur in Verbindung, der das Gas zugeführt werden soll, das vierte (T) steht mit dem vierten Rohr (7) des ersten Ventils (1) in Verbindung; in jedem der Ventilkegel (3) ist eine erste Querbohrung (14) und eine zweite getrennte V-förmige Leitung (15) oder eine etwa sektorförmige Ausnehmung vorgesehen, deren Öffnungen auf der Oberfläche des Ventilkegels liegen; die Fläche der Öffnungen (16 bis 19) und der Umfangsabstand zwischen ihnen ist derart, daß bei einer ersten Stellung die erste Bohrung (14) eine Verbindung zwischen dem ersten (10) und dem zweiten Rohr (9) herstellt, wobei die zweite Leitung (15) das dritte (8) mit dem vierten Rohr (7) verbindet und bei einer zweiten Stellung die zweite Leitung (15) mit dem zweiten (9) und dritten Rohr (8) in Verbindung steht, während die erste Bohrung (14) isoliert ist, wobei Anschlagmittel (26) vorgesehen sind, um die Übereinstimmung der Leitungen mit den Rohren sicherzustellen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der Ventilkegel (3, 3') mit einer Einrichtung (20, 20') ausgestattet ist, durch, die dieser fest in die Bohrung des jeweiligen Ventilkörpers eingepreßt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Einpressen des Ventilkegels (3, 3') in das Ventil durch eine Druckfeder (22) erfolgt, welche auf einen Ansatz (20) des Ventilkegels aufgesetzt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Stellmutter (24, 25) zum Einstellen der Federspannung vorgesehen ist, wobei diese Mutter auf das mit entsprechendem Gewinde versehene Ende des Ventilansatzes (20) aufgeschraubt ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die die Ventilkegel (3, 3') verbindende Spindel aus zwei Hälften (4, 4') besteht, welche durch eine Hülse (31) miteinander verbunden sind, wobei in der Hülse ein Element vorgesehen ist, durch das die Ventilkegel in ihre Ventilführungen gepreßt werden, und dieses Element aus einer in der Hülse angebrachten Druckfeder besteht.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlagmittel je eine an der äußeren Endfläche jedes Ventilkegels fest angebrachten Metallscheibe (21) sind und diese mit einem Umfangsschlitz versehen ist, der mit einem an der äußeren Fläche des Ventilkegels angebrachten Stift (26) zusammenwirkt, wobei der Schlitz eine derartige Länge aufweist, daß die beiden Anschlagstellungen den beiden Endstellungen des Ventils entsprechen.
7. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Wiil·- kel zwischen je zwei der Rohre nicht weniger als 30° und derjenige zwischen dem ersten und vierten Rohr nicht weniger als 60° beträgt.
8. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel zwischen den Achsen des zweiten und dritten Rohres und zwischen den Achsen des dritten und vierten Rohres nicht größer als 65° ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohre und Leitungen kreisförmigen Querschnitt besitzen.
10 Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehung der Ventilspindel (4, 4') durch einen Hebelarm (5) erfolgt.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Apparatur mit Steuermitteln versehen ist, wobei ein elektrischer Stromkreis zum öffnen oder Schließen eines die Zufuhr von Luft oder eines anderen inerten Gases steuernden Ventils öffnet oder schließt, ein unter Federdruck stehendes durch Druckluft gesteuertes Diaphragma und eine durch das Diaphragma betätigte Stange vorgesehen ist, welche mit dem die Drehbewegung der Spindel und der Ventilkegel steuernden Arm zusammenwirkt.
12. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß sie in gaschromatographischen Anordnungen verwendet ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Zeitschrift für Elektrochemie, 55 (1955), S. 66,67; Journ. Chem. Soc. (1953), S. 1600 bis 1603.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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