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Strahlungsquellenanordnung Es ist bekannt, eine auf einem Träger montierte
Fassung für eine elektrische Strahlungsquelle in einer durchgehenden Öffnung einer
Wand aus Stein oder einem steinartigen Material anzubringen. Es handelt sich bei
den bekannten Anordnungen jedoch um eine verwickelte Bauart, bei der die Montage
in der Öffnung und deren Bedrabtung verhältnismäßig zeitraubend ist.
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Die vorliegende Erfindung, die von dieser Bauart ausgeht, beruht auf
der Erkenntnis, daß unter Durchführung bestimmter Maßnahmen eine Bauart geschaffen
werden kann, die sich ihrer Einfachheit wegen vorzüglich dazu eignet, im Wohnungsbau
angewendet zu werden, z. B. zur Erzielung einer einfachen Deckenheizung für Badezimmer,
Duschzellen, Küchen, Gänge, Vestibüle, Torbogen u. dgl. oder eine: Beleuchtungssystems
für diese Art von Räumen.
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Die Erfindung weist das Kennzeichen auf, daß der die Öffnung in der
Wand abschließende Träger auf einem Tragrand in der Wand ruht und der Träger niit
der mit ihm verbundenen Strahlungsquellenfassung, Montagedose und Leitungsumhüllung
auf derjenigen Seite der Wand befestigt ist, die von dein zu bestrahlenden Raum
abgekehrt ist.
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Bei einer Wand aus Stein, oder einem steinartigen aterial, wie z.
13. Zement, Beton u.. dgl., ist das 1
Schlagen von Löchern für die Befestigung
von Strahlungsquellenfassungen eine zeitraubende Arbeit. Trotzdem werden wegen ihrer
vielen Möglichkeiten gegenwärtig Beton und Zement vielfach als Ausgangsmaterial
für die Herstellung von Wänden (unter denen auch Fußbäden und Decken zu verstehen
sind) angewendet.
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Man kann aber z. B. während des Schüttens eines Betonfußbodens in
einfacher Weise darin Öffnungen aussparen durch Verwendung von auf dem Schütthoden
angebrachten Kernen. Nach Erhärtung des Betons können diese Kerne entfernt werden,
und irrt betonierten Fußboden bleibt somit an der Stelle der verwendeten Kerne nur
eine Öffnung. Auch bei Anwendung von sogenannten Cusveller-Fußböden kann rnan durch
Verwendung von im Fußboden angebrachten Spezialelementen, die eine durchlaufende
Öffnung aufweisen, direkt im Fußboden Öffnungen erzielen, die dann zum Unterbringen
eines Trägers rnit einer Strahlungsquellenfassung dienen können. Wenn dann die bereits
miteinander verbundene Strahlungsquellenfassung,Montagedose und Leitungshülle, die
mit dein Träger ein: Ganzes bilden und vor dem Einsetzen montiert sein. können,
auf den Tragrand in der Öffnung gesetzt und an derjenigen Seite der \Vand befestigt
werden, die vom zu bestrahlenden Raum abgekehrt ist, so ist die elektrische Anlage
bis auf das Anbringen der Stromzuleitungsdrähte fertiggestellt. Die erwähnte Befestigung
erfolgt vorzugsweise mit Hilfe von Zement oder Mörtel.
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Weitere Vorteile werden an Hand der Zeichnung näher erläutert. In
Fig. 1 ist ein Schnitt einer in einem aus Beton bestehenden Fußboden vorhandenen
Öffnung mit einer darin angebrachten Strahlungsquellenfassung dargestellt ; Fig.2
stellt die Unteransicht der Decke einer Duschzelle dar, in der drei der Einheiten
nach Fig. 1. angeordnet sind; Fig. 3 ist die Draufsicht auf diese Decke; Fig. 4
stellt die Ansicht der örtlichen aus Mörtel bestehenden Aufschüttung auf die Oberseite
dieser Decke dar.
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In Fig. 1 bezeichnet 1 eine Decke, wobei an der Unter- und Oberseite
der Betonschicht 1 a. die Abarbeitungsschichteri 2 und 3 angebracht sind. Vor dem
Schütten dieser Decke ist an der Stelle 4 eine aus Asbestzement bestehende Hülse
4a auf den Schüttfußboden gesetzt. Diese wird also beim Schütten völlig in den Beton
aufgenommen.
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Ferner «erden vor dein Betonschütten, z. B. in der Werkstätte, an
einer kreisförmigen. als Träger dienenden Platte 5 in einer darin vorhandenen mittleren
Öffnung 6 mittels eines mit Schraubengewinde versehenen Rohrstücks 7 an einer Seite
eine Strahlungsquellenfassung 8 und an der anderen Seite eine mit einem abnehmbarenGummidichtungsring
und Decke19a
versehene und aus Isoliermaterial bestehende Montagedose9
befestigt. Im Zweigstück 10 der Montagedose 9 ist eine aus Kunststoff bestehende
Leitungsumhüllung 11 angebracht.
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Bei der Montage wird der Träger 5 mit einem Zentrierrand 12 auf die
Oberseite der Hülse 4a gesetzt; hierbei nimmt die Lampenfassung 8 selbsttätig die
vorgeschriebene- Lage ein.. Die am Träger vorhandene Leitungsumhüllung 11 wird dann
lose auf die Oberseite der Wand 1 gelegt und zu einer Öffnung 15 in dieser Wand
geführt, durch welche hindurch die Umhüllung (nach einer z. B. im zu beheizenden
Raum befindlichen Anschlußdose bzw. Schalter) geführt werden kann. Darauf wird auf
die Oberseite der Abdeckschicht 2 der Decke eine Menge Zement oder Mörtel 13 geschüttet
und mit der Oberseite des Deckels 9 a der Montagedose 9 glattgestrichen. Die Schicht
13 ist ebenfalls in den Fig. 3 und 4 ersichtlich; die Aufschüttung braucht sich
nur über denjenigen Teil der Oberseite der Decke zu erstrecken, wo sich die Träger
mit den, zugeordneten Montagedosen, und Leitungsumhüllungen befinden. Bei der Ausführungsform
nach Fig. 3 hat man der Aufschüttung einfachheitshalber die Form eines Rechtecks
gegeben..
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Wenn auf diese Weise verfahren wird, kann: zum Anbringen und Befestigen
der Fassungen für die Strahlenquellen mit den zugeordneten. Montagedosen und Leitungsumhüllungen
ungeschultes Personal benutzt werden. Das einzige, was in dieser Bearbeitungsphase
geschehen muß, ist das Anbringen der Einheiten und das Schütten und Abstreichen
einer Schicht von Zement oder Mörtel. Dabei können die Einheiten vorher in Reihe
montiert sein. Wenn die Schicht 13 hinreichend, erhärtet ist, brauchen nur die Montagedosen
9, die Fassungen 8 und die Anschlußdosen oder Schalter geöffnet zu werden., um die;
elektrischen Leitungen, anbringen zu können.. Beim Schütten des Zements muß dafür
Sorge getragen werden, daß die Ausmündungen der Leitungsumhüllungen 11, die vorzugsweise
aus einem plastischen Kunststoff bestehen, von der aufgeschütteten Zementschicht
13 frei bleiben..
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Auf diese Weise sind in der in Fig. 2 dargestellten Duschzelle drei
Strahlungsquellenfassungen 20, 21 und 22 angebracht. Diese können mit Strahlungsquellen
in Form von elektrischen Heizlampen und/oder Glühlampen versehen sein. Auf diese
Weise ist eine billige und einfache Lösung für das Heiz- und/oder Beleuchtungsproblem
in den erwähnten Räumen erzielt.
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Obwohl man an der Fassung 8 einen, getrennten Reflektor befestigen
könnte, wird es im allgemeinen einfacher sein, in der Fassung eine Strahlungsquelle
zu verwenden, die mit einem reflektierend ausgebildeten Kolben versehen ist. Man
kann dabei, wie es in Fig. 1 dargestellt ist, den Außendurchmesser des Kolbens 23
gegenüber dem Innendurchmesser der Hülse 4a derart bemessen, da der verbleibende
ringförmige Raum 24 so klein ist, daß die Berührung von unter Spannung stehenden
Strahlungsquellen- und Fassungsteilen unmöglich wird. Ferner ist es von Wichtigkeit,
daß insbesondere das Material der als Träger dienenden Platte 5 hygroskopisch ist,
so daß nicht die Gefahr besteht, daß Kondensationswasser von der Platte 5 her auf
den Kolben der Strahlungsquelle gelangt.
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Es ist einleuchtend, daß die Hülse 4d gewünschtenfalls weggelassen
werden kann; in diesem Falle ruht also die als Träger dienende Platte 5 unmittelbar
auf einer Paßfläche der Decke 1. Aus ästhetischen. Gründen wird man aber im allgemeinen
die Verwendung einer Hülse vorziehen, zumal auf den Schüttfußboden für die Decke
sowieso Formstücke gesetzt werden müssen, welche die notwendigen Öffnungen. 4 in
der Decke beim Betonschütten frei halten. Selbstverständlich kann die Hülse-4a auch
eckig, konisch oder auf andere geeignete Weise gestaltet sein. Man kann die Hülse
auch weiter aus der Wand hervorragen, lassen. Für Räume beschränkter Höhe ist es
aber vielfach vorteilhaft, die Strahlungsquellen möglichst völlig zwischen den Begrenzungsflächen
der Wand aufzunehmen.
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Neben bei durch Schütten. erzielten Wänden ist die Erfindung auch
vorteilhaft anwendbar in denjenigen Fällen, in denen die Wand aus vorher gebildeten,
aus Stein oder einem steinartigen, Material bestehenden Formstücken aufgebaut ist,
wie es z. B. beim sogenannten Cusveller-Fußboden der Fall ist. In diesem Fall kann
man an, den dazu bestimmten Stellen ein Formstück aufnehmen, das mit einer von einer
Seite der Wand nach der anderen durchlaufenden Öffnung versehen ist.