DE1027330B - Einschmelzteller aus Sinterglas - Google Patents
Einschmelzteller aus SinterglasInfo
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-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03C—CHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
- C03C27/00—Joining pieces of glass to pieces of other inorganic material; Joining glass to glass other than by fusing
- C03C27/06—Joining glass to glass by processes other than fusing
- C03C27/10—Joining glass to glass by processes other than fusing with the aid of adhesive specially adapted for that purpose
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Description
DEUTSCHES
Es ist bekannt. Einschmelzteller für A^akuumgefäße
oder Entladungsrohren aus Sinterglas herzustellen. Will man die Vorteile eines Einschmeiztellers aus
Sinterglas voll ausnutzen, so muß man als Ausgangsmaterial eine Fritte feinster Körnung wählen, wodurch
man z. ß. die elektrische Leitfähigkeit X, den Verlustwinkel tgö und die Dielektrizitätskonstante ε
in bezug auf die elektrischen Eigenschaften des gleichen Klarglases, aus der die Fritte hergestellt
wurde, herabsetzt. Durch die Wahl der feinen Körnung und durch einen entsprechend geführten Sinterprozeß
lassen sich diese Eigenschaften erzielen. Sie !«ruhen darauf, daß innerhalb des Sintertellers eine
Unzahl feinster Gaseinschlüsse annähernd gleichmäßig im ganzen Material verteilt ist. Gleichzeitig
mit der Gewinnung dieser Eigenschaften wird auch die Wärmeleitfähigkeit des Sintermaterials, bezogen
auf das gleiche Klarglas, herabgesetzt. Bei einem Sinterteller mit einem um 15% geringeren spezifischen
Gewicht gegenüber einem Teller aus dem gleichen Klarglas beträgt die Wärmeleitfähigkeit
■/.. B. nur noch etwa 75% der Wärmeleitfähigkeit des gleichen Klarglases. Soll ein solcher Einschmelzteller
mit einem Glaskolben oder Rohrstück verschmolzen werden, so wird hierfür eine viel schärfere Flamme
als bei dem Verschmelzen des gleichen Klarglases !«nötigt. Die höhere Temperatur der Einschmelzflamme
hat wiederum zur Folge, daß die auf den Einschmelzteller aufgebrachten Elektroden ebenfalls einer
höheren Temperatur beim Einschmelzvorgang auegesetzt werden, so daß leicht eine unerwünschte
Beeinträchtigung des Elektrodenmaterials eintritt. Gleichzeitig läßt es sich nicht völlig vermeiden, daß
bei der Durchschmelzung der Randzone des Sintertellers Blasen aus dem Sintermaterial austreten und
eine vakuum- und gasdichte Verschmelzung bzw. Verbindung in Frage stellen können.
Diese Nachteile werden bei einem Einschmelzteller aus Sinterglas vermieden, bei dem nach der Erfindung
der Verschmelzungs- oder Verbindungsrand aus Klarglas !«steht.
Der Gegenstand der Erfindung ist im folgenden an einem in der Abb. 1 in schematischer Weise dargestellten Ausführungsbeispiel erläutert, wobei vermerkt
sei, daß sich die Erfindung auf dieses Ausführungsl«ispiel allein nicht beschränkt. Abb. 1 stellt
einen Schnitt durch den Sinterteller dar, dessen angesinterter Verschmelzungsrand α aus Klarglas besteht.
Der aus Sintermaterial !«stehende Teil des Tellers selbst ist mit b bezeichnet, in welchem ein
Pumpstutzen c eingesintert ist.
Di-e Herstellung eines solchen Einschmeiztellers
-wird in einer entsprechend vorbereiteten Form durchgeführt. Man schneidet zu diesem Zweck von einem
Einschmelzteller aus Sinterglas
Anmelder:
Deutsche Bundespost,
vertreten durch den Präsidenten
des Fernmeldetechnischen Zentralamts,
Darmstadt, Rheinstr. 110
Hellmuth Mohr, Darmstadt,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
dünnwandigen Rohrstück einen schmalen Glasring mit dem angenäherten Durchmesser des Verschmelzungsrandes α ab, setzt ihn und den vorbereiteten Pumpstutzen
c in die Form ein und füllt die Form im Teil b mit einer feinkörnigen Glasfritte. Im erforderlichen
Fall können im Teil b auch noch metallische Durchführungen vorgesehen werden, deren Form den jeweiligen
Aufgaben angepaßt werden kann. Der Teller wird in bekannter Weise zusammengesintert. Der
Sinterprozeß kann an Luft oder unter Einwirkung eines neutralen Gases bzw. unter geringem Druck von
wenigen Torr vollführt werden. Die Wahl des neutralen Gases wird zweckmäßig so getroffen, daß weder
das Formmaterial noch das Material der einzuschmelzenden metallischen Elektroden durch den Wärmeprozeß
beim Sintervorgang nachteilig beeinflußt wird.
Beispielsweise kann bei einer Graphitform und Einschmelzelektroden
aus Molybdän Stickstoff benutzt werden. Ein auf diese Weise hergestellter Einschmelzteller
läßt sich mit einem Glaskolben besonders gut bei mäßiger Temperatur am Schmelzrand α verschmelzen.
Hierbei wird die Eigenschaft der geringeren Wärmeleitfähigkeit des gesinterten Glases ausgenutzt.
An der Begrenzungszone zwischen dem Verschmelzungsrand α aus Klarglas und dem Teil b des
Tellers, der aus Sinterglas besteht, entsteht eine Wärmedämmung, die dafür sorgt, daß ein unnötiges
Abfließen der Schmelzwärme von der Verschmelzungszone in das Innere des Tellers vermieden und
daß ein gleichmäßiger Wärmefluß in der Verschmelzungszone erreicht wird. Die erwärmte Zone für den
Verschmelzungsprozeß kann sehr schmal gewählt und die Verschmelzungsdauer kann auf ein Minimum
herabgedrückt werden. Auf diese Weise läßt sich mit geringstem Wärmeaufwand eine saubere Verschmelzung
zwischen dem Sinterteller und dem Glaskolben
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erzielen. Ein Verziehen der vorgegebenen Form des Sintertellers tritt nicht auf. Durch den geringen
Wärmeaufwand werden auch die Elektroden der Vakuumröhre oder des Entladungsgefäßes nicht angegriffen.
Aus dem Verschmelzungsrand des Ein-Schmelztellers können keine Blasen auftreten, die die
Vakuum- oder Gasdichte der Einschmelzung in Frage stellen könnten, soweit das Ausgangsmaterial des
Verschmelzungsrandes aus blasenfreiem Material gewählt wurde. Der Verschmelzungsvorgang läßt sich
erleichtern, wenn man dem Klarglasring α einen Krümmungsradius in Richtung des zu verschmelzenden
Röhrenteiles oder Röhrenkolbens gibt.
Besondere Bedeutung hat der Krümmungsradius des Klarglasringes in Richtung des vakuum- oder
gasdicht zu verbindenden Röhrenteiles oder Röhrenkolbens in einem Verfahren, bei dem in einer ruhenden
Form unter Erhitzung der Verbindungszone bis zum Erweichungspunkt, also nicht bis zum Schmelzpunkt
des Glases, die vakuum- oder gasdichte Verbindung erfolgt. In der Abb. 2 ist ein so hergestelltes
Bauteil in schematischer Weise im Schnitt dargestellt. Der Klarglasring α des Einschmelztellers ist mit dem
Röhrenteil bzw. dem Röhrenkolben d vakuumdicht verbunden. Auf die Krümmung des Klarglasringes
des in die Form eingebrachten Einschmelztellers wird der zu verschmelzende Kolben d gesetzt. Die Schnittkante
des Röhrenkolbens bzw. des Röhrenteiles soll dabei annähernd senkrecht zu seiner Achse verlaufen.
Man kann die Schnittkante verschmolzen oder geschliffen aber auch im unbearbeiteten Zustand aufsetzen.
Wird die Form so weit erhitzt, bis die Verbindumgszone
zwischen dem Teller und dem Röhrenkolben bzw. Röhrenteil eine derartige Temperatur
erhält, daß das Glas den Erweichungspunkt erreicht hat, dann kann durch geringen Druck auf den Röhrenkolben
bzw. auf das Röhrenteil der Rand des Kolbens bzw. des Röhrenteiles über die Krümmung des Klarglasringes
dies Einschmelztellers gestülpt werden. Bei diesem Arbeitsprozeß ergibt sich eine vakuum- bzw. 4"
gasdichte Verbindung zwischen dem Teller und Röhrenkolben bzw. dem Röhrenteil. Die Aufheizung
der Form kann z. B. mittels eines Hochfrequenzsenders durch Wirbelstrom bewirkt werden. Der Arbeitsvorgang
kann in bekannter Weise unter einer Glocke durchgeführt werden, die evakuiert oder mit einem
neutralen Gas durchspült wird.
Claims (7)
1. Einschmelzteller aus Sinterglas, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschmelzungs- oder
Verbinduiigsrand aus Klarglas besteht.
2. Einschmelzteller nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschmelzungs- oder
Verbindungsrand einen Krümmungsradius hat, der in Richtung des zu verschmelzenden bzw. vakuum-
oder gasdicht zu verbindenden Röhrenteiles oder Röhrenkolbens verläuft.
3. Verfahren zur Herstellung eines Einschmelztellers nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Sintern unter geringem Druck von wenigen Torr durchgeführt wird.
4. Verfahren zur vakuum- bzw. gasdichten Verbindung eines Röhrenkolbens oder Röhrenteiles
mit einem Einschmelzteller nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung
bei Temperaturen im Erweichungspunkt des Glases unter Aufwendung geringen Druckes auf
den Röhrenkolben bzw. auf den Röhrenteil erfolgt und daß die zu verschmelzende Kante des
Kolbens über den gekrümmten Verbindungsrand des Eins'ohmelztellers gestülpt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine ruhende Form benutzt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Form mittels Wirbelstrom eines Hochfrequenzsenders aufgeheizt wird.
7. Verfahren nach den Ansprüchen 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschmelzung
im Vakuum oder in einem neutralen Spülgas durchgeführt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 764 078, 860 248, 513.
Deutsche Patentschriften Nr. 764 078, 860 248, 513.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 958/346 3.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED20677A DE1027330B (de) | 1955-06-16 | 1955-06-16 | Einschmelzteller aus Sinterglas |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED20677A DE1027330B (de) | 1955-06-16 | 1955-06-16 | Einschmelzteller aus Sinterglas |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1027330B true DE1027330B (de) | 1958-04-03 |
Family
ID=7036806
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED20677A Pending DE1027330B (de) | 1955-06-16 | 1955-06-16 | Einschmelzteller aus Sinterglas |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1027330B (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE860248C (de) * | 1942-04-25 | 1952-12-18 | Philips Nv | Verfahren zur Herstellung von Glaskoerpern mit einem rohrfoermigen Glasteil |
| DE869513C (de) * | 1951-04-17 | 1953-03-05 | Blaupunkt Elektronik G M B H | Verfahren zur Herstellung von Sinterglas-Tiegeln |
| DE764078C (de) * | 1940-08-17 | 1954-03-08 | Philips Nv | Anschmelzung zwischen einem Metall- und einem Glasteil |
-
1955
- 1955-06-16 DE DED20677A patent/DE1027330B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE764078C (de) * | 1940-08-17 | 1954-03-08 | Philips Nv | Anschmelzung zwischen einem Metall- und einem Glasteil |
| DE860248C (de) * | 1942-04-25 | 1952-12-18 | Philips Nv | Verfahren zur Herstellung von Glaskoerpern mit einem rohrfoermigen Glasteil |
| DE869513C (de) * | 1951-04-17 | 1953-03-05 | Blaupunkt Elektronik G M B H | Verfahren zur Herstellung von Sinterglas-Tiegeln |
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