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Mundstück mit schalenförmigem Oberkessel Die Erfindung bezieht sich
auf ein Mundstück mit Doppelkessel, an diesen anschließender zylindrischer Bohrung
und auf diese folgendem Konus für Blasinstrumente. Mit der Erfindung wird eine Verbesserung
der bekannten Mundstücke in der Hinsicht he-Zweckt, daß sie für mehrere Blasinstrumente
verwendbar sind, ohne daß der Ton der Instrumente eine Beeinträchtigung erfährt,
möglichst aber gleichzeitig noch eine Verbesserung des Tones erreicht wird.
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Bei den heute gebräuchlichen Mundstücken kann man drei Arten unterscheiden.
Allen gemeinsam ist am Mundansatz eine mehr oder weniger flache, halbkugelförmige
Vertiefung, der sogenannte Kessel. Bei der ältesten im Gebrauch befindlichen Art
schließt sich an den Kessel unmittelbar der untere Konus an; bei der zweiten, heute
am meisten gebrauchten Art befindet sich zwischen dem Kessel und dem unteren Konus
eine zylindrische Bohrung, die länger ist als die Tiefe des Kessels; eine dritte,
neuere Art besteht aus einem schalenförmigen Oberkessel und kreisförmiger Bohrung
in dessen Boden, an diese anschließendem, als konische Bohrung ausgebildetem Unterkessel,
auf diesen folgender zylindrischer Bohrung und hierauf folgendem Konus. Im letzteren
Fall bilden der obere Kessel und der an ihn anschließende kurze Konus, der sogenannte
untere Kessel, einen Doppelkessel. Bei der an zweiter Stelle genannten, heute am
meisten gebräuchlichen Art wird gegenüber der älteren, an erster Stelle genannten
Art schon eine 'Verbesserung dies Tones erreicht. Das an dritter Stelle genannte
Mundstück mit Doppelkessel ergibt eine weitere Verbesserung des Tones. Mundstücke
nach allen drei Arten sind aber jeweils, immer nur für ein bestimmtes Instrument
einer Größenklasse brauchbar, so z. B. für Konzerttrompete, Jazztrompete oder Flügelhorn.
Das hängt vor allem von der mehr oder weniger großen Tiefe des oberen Kessels ab.
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Der Erfindung liegt nun dlie Aufgabe zugrunde. Mundstücke der an dritter
Stelle genannten Art so auszubilden, daß ein einziges Mundstück ohne Änderungen
für mehrere Blasinstrumente einer Größenklasse, also beispielsweise für Konzerttrompete,
Jazztrompete oder Flügelhorn, verwendet «-erden kann bei weiterer, möglichst hoher
Verbesserung des Tone:. Es wurde gefunden, daß dieses wünschenswerte Ziel in ausgezeichneter
'\7#'e.ise erreicht werden kann, wenn bestimmte Längenverhältnisse zwischen den
Bohrungen innerhalb des Mundstückes eingehalten werden, Erfindungsgemäß ist der
untere, als konische Bohrung ausgebildete Teil des Doppelkessels länger als der
Oberkessel und die an den Doppelkessel anschließende zylindrische Bohrung. Die Wirkung
ist dann besonders gut, wenn der untere, konische Teil des Doppelkessels etwa doppelt
so lang ist wie die an ihn anschließende zylindrische Bohrung. Eine weitere Steigerung
der Wirkung kann erreicht werden, wenn am unteren Ende der zylindrischen Bohrung
eine Erweiterung vorgesehen ist, die in den unteren Konus übergeht. Bei Einhalten
dieser Längenverhältnisse werden unerwartet und überraschend gute Ergebnisse erhalten
und Wirkungen erzielt. Das Mundstück wird beispielsweise für die genannten drei
Instrumente einer Größenkla,s,se gleich gut verwendbar ohne jegliche Beeinträchtigung
bei dem einen oder anderen Instrument. Alle erwünschten Eigenschaften, die ein Mundstück
haben soll, werden in hohem Maße erreicht. Die Tonreinheit und Klangfülle werden
erheblich gesteigert, der Tonbereich erweitert sowohl nach oben als auch nach unten,
das Spielen ist auch bei hohen Tönen weniger anstrengend. Die Tonhöhe ist nur durch
den Tonansatz begrenzt. Tonsicherheit und Tonstimmung sind hervorragend.
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In der Zeichnung ist die Erfindung durch ein Aucführungsbeispiel veranschaulicht.
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Abb. 1, 2 und 3 zeigen im Längsschnitt die bisher im Gebrauch befindlichen
drei Arten von llundstüclzen; Abb. 4 zeigt ein Mundstück nach der Erfindung ebenfalls
im Längsschnitt.
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Das -Mundstück 1 nach Abb. 1 besitzt lediglich einen oberen Kessel
2 und ein sich unmittelbar an diesen anschließenden unteren Konus 3. Bei dem Mundstück
4 nach Abb. 2 schließt sich an den oberen Kessel 5 zunächst die zylindrische Bohrung
6 und erst an diese der untere Konus 7 an. Die zylindrische Bohrung 6 ist dabei
etwas länger, als der obere Kessel 5 tief ist. Bei dem Mundstück 8 nach Abb. 3 wiederum
befindet
sich zwischen dem oberen Kessel 9 und der zylindrischen Bohrung 11 noch der als
kurzer Konus ausgebildete untere Kessel 10, der mit dem oberen Kessel 9 einen
Doppelkessel bildet. Der kurze Konus 10 ist dabei etwas länger, als der obere Kessel
9 tief ist, während die zylindrische Bohrung 11, an die sich der untere Konus 12
anschließt, länger ist als der kurze Konus 10. Das erfindungsgemäße Mundstück 13
nach Abb. 4 hat im wesentlichen den gleichen Aufbau wie das Mundstück 8 nach Abb.
3 ; es besitzt den oberen Kessel 14, hieran anschließend den konischen unteren Kessel
15, dann anschließend die zylindrische Bohrung 16 und schließlich den unteren Konus
18; c s unterscheidet sich von dem Mundstück nach Abb. 3 jedoch durch andereLängenverhältnisse
zwischen dem konischen unteren Kessel 15 und der zylindrischen Bohrung 16, und zwar
ist letztere wesentlich kürzer als der untere Kessel 15, der etwa doppelt so lang
ist wie die zylindrische Bohrung 16, während diese Längenverhältnisse bei dem bekannten
Mundstück nach Abb.3 gerade umgekehrt liegen. Ferner ist bei dem neuen Mundstück
nach Abb. 4 am unteren Ende der zylindrischen Bohrung 16 noch eine Erweiterung 17
vorgesehen, die in den unteren Konus 18 übergeht, dabei gleichsam zu diesem einen
düsenförmigen übergang schafft, durch den die Strömungsverhültnisse wesentlich verbessert
und hierdurch der Blaswiderstand vermindert werden.