DE1024149B - Kontaktfedersatz fuer elektrische Apparate - Google Patents
Kontaktfedersatz fuer elektrische ApparateInfo
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- H01H50/54—Contact arrangements
- H01H50/56—Contact spring sets
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft einen Kontaktfedersatz für elektrische Apparate, insbesondere für Relais. Die
Anforderungen, die hinsichtlich der Schaltgeschwindigkeit an Kontaktfedersätze gestellt werden, werden
aus verschiedenen Gründen dauernd vergrößert. Das trifft besonders bei Relais der Fernmeldetechnik zu.
Elektrisch läßt sich dieses Problem in einfacher Weise durch schnelle Wicklungen (niedrige Windungszahl,
großen ohmschen Widerstand) und mechanisch durch Einschränkung der Masse bewegter Bauteile lösen.
Dabei stellt sich heraus, daß die üblichen Kontaktfedersätze mit flach angeordneten Blattfederkontakten
oder mit rundprofilierten Kontaktfedern besonders bei der gleichzeitigen Forderung nach niedrigen Kontaktdrücken
den steigenden Anforderungen nicht gewachsen sind. Sie beschränken die Möglichkeit einer
Vergrößerung der Arbeitsgeschwindigkeit durch ihre Neigung zu Prellerscheinungen, die einen Kontaktbrand
verursachen, der einen nicht tragbaren Verschleißfaktor zur Folge hat.
Die Erfindung bezweckt eine Beseitigung dieser einschränkenden Erscheinungen und erreicht dies dadurch,
daß die durch die Schmalseiten der Federquerschnitte bestimmten Ebenen senkrecht zur Bewegungsrichtung
des Betätigungsgliedes liegen.
Bei einer solchen Anordnung werden die Kontaktfedern beim Schaltvorgang über die hohe Kante des
Federquerschnitts beansprucht. Dadurch wird in der Beanspruchungsrichtung eine Versteifung erzielt, die
die Prellerscheinungen weitgehend ausschaltet und den vom Kontaktbrand abhängigen Verschleißfaktor
in der angestrebten Weise beeinflußt.
Darüber hinaus werden weitere Vorteile erreicht. Einer dieser Vorteile ist die Materialersparnis auf
Grund der zweckmäßig angewandten trapezförmigen Außenkontur der Kontaktfedern; ein weiterer Vorteil
besteht darin, daß die wesentlich in die Federkonstante eingehenden Höhentoleranzen des Federnquerschnitts
nicht mehr von fertigungsmäßig bedingten Dickenunterschieden gelieferter Bleche abhängig sind,
sondern von der Ausbildung der zu ihrer Herstellung verwendeten Schnittwerkzeuge. Durch genaue Ausbildung
dieser Werkzeuge kann man diese für den Kontakt- und Ankerenddruck wichtigen Toleranzen
sehr gering halten. Die Bestückung der Kontaktfedern mit einerseits auf die Schnittkante aufgebrachten
Kugeln gut leitenden Materials, z. B. Edelmetall, und andererseits U- oder V-förmigen Kontaktschuhen begünstigt
eine einwandfreie Kontaktgabe durch die gute Führung der Kugeln in den Kontaktschuhen und
die damit verbundene Doppelkontaktwirkung. Das Justieren dieses Kontaktfedersatzes läßt sich in einfacher
Weise durchführen, wenn man das Federpaket um eine Achse kippbar lagert. Zudem treten bei Ein-Kontaktfedersatz
für elektrische Apparate
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Wittelsbacherplatz 2
München 2, Wittelsbacherplatz 2
Franz Etzel, Erich Nöthe und Werner Grosse,
München,
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
bettung der Federn in Isolierstoffteilen sowieso keine großen Streuungen auf, wenn man die übereinanderliegenden
Federn gemeinsam so ausstanzt, daß sie durch einen stehenbleibenden Steg verbunden sind,
und diesen Steg nach erfolgter Einbettung wegschneidet. Die Kontaktabstände sind so nur von der
Genauigkeit der Schnittwerkzeuge abhängig und nicht, wie bei geschichteten Kontaktfedersätzen, von
bei der Schichtung verwendeten Zwischenlagen.
Einen weiteren Vorteil bringt das Einbetten übereinanderliegender Federn in getrennte Isolierstoffkörper,
die nebeneinander aufgereiht werden. So kann z. B. auf einfachste Weise ein Relais wahlweise mit
der jeweils erforderlichen Kontaktbestückung versehen werden.
Die Zeichnung zeigt die Erfindung am Beispiel eines in der Fernsprechtechnik gebräuchlichen Flachrelais.
Auf dem Kern 15 des Relais ist der beschriebene Kontaktfedersatz befestigt. Zum Zwecke einer übersichtlicheren
Darstellung sind nur zwei nebeneinander angeordnete Umschaltkontaktfedersätze voll ausgezeichnet.
Sie bestehen aus den trapezförmig ausgebildeten Federn 1, 2 und 3, die jeweils in durch
Spritzen oder Pressen herstellbare Kunststoffkörper 4 eingebettet sind. Auf einem in einem Winkelträger 5
gelagerten Vierkantbolzen 6 sind sieben solcher Isolierstoffkörper nebeneinander gelagert. Ebenfalls auf
dem Bolzen 6 aufgeschoben sind ein zwischen dem einen äußeren Isolierstoffkörper und dem benachbarten
Trägerwinkelschenkel liegendes, im Bild nicht sichtbares Federblech, das eventuell Schichtdickentoleranzen
aufnimmt und eine Axialbewegung der Kunststoffkörper verhindert, und ein Hebel 7, mit
dem sich das Federpaket kippen läßt. Eine Stellschraube 8 dient zur Arretierung der Kipplage. Die
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Anordnung der einzelnen Kontaktfedersätze nebeneinander ermöglicht es, die Kontaktbestückung des
Relais den jeweils geforderten Bedingungen anzupassen. Es kann wahlweise mit einem Umschaltkontaktfedersatz
bzw. mehreren, bis sieben Federsätzen versehen werden. Werden z. B. nur drei Sätze
benötigt, kann auf den Bolzen 6 ein der Länge der restlichen vier Kunststoffkörper entsprechender Abstandshalter
aufgesetzt werden, oder man sieht Kunststoffkörper der gleichen Abmessungen wie der mit den
Federn versehenen vor, die den verbleibenden Raum ausfüllen.
Die vordere Spulenendscheibe 9 ist am Ende gabelförmig
ausgebildet und mit Schlitzen zur Führung der Kontaktfedern versehen, die eine Biegung über
die kleinen Querschnittsbreiten der Federn verhindern. Die untere Kontaktfederlage liegt am unteren Schlitzrand
auf, die beim Ankeranzug bewegte Lage ragt durch Schlitzverbreiterungen, die ein seitliches Ausweichen
erlauben und so ein gutes Zusammenfinden der Kontakte sicherstellen. Die obere Kontaktfederlage
stützt sich auf einen in die Gabel eingeschobenen Isolierstoffkörper 10 ab. Die Gabelung kann im Bereich
der Schlitze auch verbreitert ausgeführt werden; dadurch läßt sich bei entsprechender Ausbildung des
Körpers 9 eine Längsverschiebung verhindern, wenn dieser an den Enden mit Zapfen in die dort schmaler
ausgebildeten Gabelschlitze zu liegen kommt.
Zur Verringerung des Schaltweges sind die Federn der oberen Federnlage gekröpft. Bei den zwei ausgezeichneten
Umschaltkontaktfedersätzen sind die oberen Federn mit zwei verschieden ausgebildeten
Kontaktschuhen 11 und 12 versehen. Die außenliegende Feder besitzt einen V-förmig ausgebildeten
Kontaktschuh 11, die benachbarte einen U-förmig ausgebildeten Kontaktschuh 12. Diese Kontaktschuhe
sind auf die Kontaktfedern aufgesetzt und mit ihnen verschweißt. Die Federn der mittleren Federlage sind
verlängert und greifen mit den Verlängerungen in Aussparungen einer mit dem Anker in Verbindung
stehenden Betätigungskarte 14 ein. Durch entsprechende Ausbildung dieser Aussparung läßt sich
zusätzlich eine gute Führung dieser Federlage sicherstellen.
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Claims (11)
1. Kontaktfedersatz für elektrische Apparate, insbesondere für Relais mit durch ein Betätigungsglied betätigten Kontaktfedern rechteckigen Quer-
Schnitts, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die Schmalseiten der Federn bestimmten Ebenen
senkrecht zur Bewegungsrichtung des Betätigungsgliedes liegen.
2. Kontaktfedersatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfedern (1 bis 3)
trapezförmig ausgebildet und die Kontaktstellen in der Nähe der kurzen Grundlinie vorgesehen
sind.
3. Kontaktfedersatz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß vorzugsweise die beim Schaltvorgang
bewegten Federn (2) an den Kontaktstellen mit auf die Schnittkanten aufgebrachten
Kugeln (13) aus gut leitendem Material versehen sind.
4. Kontaktfedersatz nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die entsprechenden Gegenfedern
mit U- oder V-förmig ausgebildeten Kontaktschuhen (12 oder 11) versehen sind.
5. Kontaktfedersatz nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß die übereinanderliegenden
Federn (1 bis 3) gemeinsam in einen Isolierstoffkörper (4) eingebettet sind.
6. Verfahren zur Einbettung der Kontaktfedern nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kontaktfedern (1 bis 3) gemeinsam so ausgestanzt werden, daß sie durch einen Steg stehend beliebigen
Materials zusammengehalten werden und dieser Steg erst nach erfolgter Einbettung weggeschnitten
wird.
7. Kontaktfedersatz nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierstoffkörper (4) so
auf einen in einer Halterung ruhenden Bolzen (6) aufgereiht sind, daß sie um die durch den Bolzen
bestimmte Achse gekippt werden können.
8. Elektromagnetisches Relais mit Kontaktfedersatz nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die vordere Spulenendscheibe (9) am oberen Ende gabelförmig ausgebildet und
mit Schlitzen zur Führung der Kontaktfedern versehen ist.
9. Elektromagnetisches Relais nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschlitze
im Bereich der beim Ankeranzug bewegten Federn (2) verbreitert sind.
10. Elektromagnetisches Relais nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein in die Gabel eingeschobener
Isolierstoffkörper (10) zur Auflage der oberen Kontaktfederlage dient.
11. Elektromagnetisches Relais nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die beim Ankeranzug bewegten Kontaktfedern (2) mit Verlängerungen
in Aussparungen einer mit dem Anker in Verbindung stehenden Betätigungskarte (14) eingreifen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
1 709 87S/311 2.58
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES49269A DE1024149B (de) | 1956-06-29 | 1956-06-29 | Kontaktfedersatz fuer elektrische Apparate |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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|---|---|
| DE1024149B true DE1024149B (de) | 1958-02-13 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES49269A Pending DE1024149B (de) | 1956-06-29 | 1956-06-29 | Kontaktfedersatz fuer elektrische Apparate |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1024149B (de) |
-
1956
- 1956-06-29 DE DES49269A patent/DE1024149B/de active Pending
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