DE10226103C1 - Anordnung mit einer Backe, einem Bügel und einem Gelenk für eine Brille - Google Patents
Anordnung mit einer Backe, einem Bügel und einem Gelenk für eine BrilleInfo
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Abstract
Die Anordnung umfasst eine Backe (4), einen Bügel (2) und ein Gelenk für eine Brille, das die Backe und den Bügel derart gelenkig miteinander verbindet, dass der Bügel relativ zur Backe zwischen einer Nicht-Gebrauchsstellung und einer Gebrauchsstellung schwenkbar ist. Der Bügel weist an seinem der Backe benachbarten Endabschnitt (14) eine freie Stirnfläche auf, und die Backe weist an ihrem dem Bügel benachbarten Endabschnitt (26) eine Anschlagfläche auf. Diese Flächen liegen aneinander an, wenn der Bügel seine Gebrauchsstellung einnimmt und verhindern dadurch eine Schwenkbewegung des Bügels über eine Gebrauchsstellung hinaus. Das Gelenk ist durch ein flexibles Band (8) gebildet, das mit seinem einen Ende (34) am Endabschnitt des Bügels und mit seinem anderen Ende (36) am Endabschnitt der Backe befestigt ist und von der Innenseite des Bügels zu der Innenseite der Backe verläuft. Der Bügel, die Backe und das Band sind einstückig miteinander durch Spritzgießen eines spritzgießfähigen Kunststoffmaterials gefertigt. Wenn der Bügel seine Gebrauchsstellung einnimmt, ist zwischen dem Band und dem Kontaktbereich (38) der Anordnung, in dem die Stirnfläche und die Anschlagfläche aneinander anliegen, ein Zwischenraum (40) vorhanden.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung mit einer Backe
für eine Brille, mit einem Bügel für die Brille und mit einem
Gelenk, das die Backe und den Bügel derart gelenkig miteinander
verbindet, dass der Bügel relativ zur Backe zwischen einer
Nicht-Gebrauchsstellung und einer Gebrauchsstellung schwenkbar
ist. Der Bügel weist an seinem der Backe benachbarten
Endabschnitt eine freie Stirnfläche auf, und die Backe weist an
ihrem dem Bügel benachbarten Endabschnitt eine Anschlagfläche
auf, an der die freie Stirnfläche des Bügels anliegt, wenn
dieser seine Gebrauchsstellung einnimmt.
Eine solche Anordnung dient dazu, aus zwei dieser Anordnungen
und einem Brillenmittelteil, das zumindest zwei Brillengläser
und eine Brücke aufweist, eine Brille herzustellen. Wenn es
sich bei der Brille um eine randlose Brille handelt, wird im
Zuge der Herstellung der Brille am von der Brücke abgewandten
Randabschnitt jedes der beiden Brillengläser die Backe einer
der beiden Anordnungen auf geeignete Weise befestigt. Wenn es
sich bei der Brille um eine Brille mit einer Vollrandfassung
oder mit einer Halbrandfassung handelt, werden im Zuge der
Fertigung der Brille die Backen der beiden Anordnungen auf
geeignete Weise an der Vollrandfassung oder der Halbrandfassung
befestigt oder gegebenenfalls damit einstückig ausgebildet.
Das Gelenk der Anordnung ermöglicht es, den Bügel relativ zur
Backe zwischen der Nicht-Gebrauchsstellung und der
Gebrauchsstellung zu schwenken. Dabei ist die Gebrauchsstellung
des Bügels diejenige Stellung, in der der Bügel relativ zum
Mittelteil der Brille und somit relativ zur Backe soweit
aufgeschwenkt ist, dass er vom Mittelteil der Brille aus
parallel zur Schädelseite des Brillenträgers nach hinten
verläuft, um dazu beizutragen, die Brille am Kopf des
Brillenträgers zu halten. Da in der Gebrauchsstellung die freie
Stirnfläche am backenseitigen Endabschnitt des Bügels und die
Anschlagfläche am bügelseitigen Endabschnitt der Backe
aneinander anliegen, wird verhindert, dass der Bügel über seine
Gebrauchsstellung hinaus aufgeschwenkt werden kann. Dies heißt
mit anderen Worten, dass die freie Stirnfläche und die
Anschlagfläche gemeinsam den sogenannten Öffnungswinkel
bestimmen. In seiner Nicht-Gebrauchsstellung ist der Bügel nach
innen in eine Position verschwenkt, in der er im wesentlichen
parallel zum Mittelteil der Brille verläuft.
Es ist seit langem bekannt, bei Anordnungen der vorstehend
erläuterten Art das Gelenk in der Weise auszubilden, dass es
Gelenkaugen und eine durch die Gelenkaugen verlaufende
Gelenkschraube oder einen durch die Gelenkaugen verlaufenden
Gelenkzapfen aufweist. Ferner ist es bekannt (US-A-6 145 985),
das Gelenk aus einem Gelenkelement zu bilden, das an den
zueinander benachbarten Endabschnitten von Bügel und Backe
angebracht ist und aus einem dehnbaren Material besteht, das
weicher ist als das Material des Bügels und der Backe. Diese
bekannten Anordnungen erfordern jedoch, dass zunächst zumindest
drei Bauteile, nämlich die Backe, der Bügel und die
Gelenkschraube oder der Gelenkzapfen oder das Gelenkelement
separat gefertigt werden und dann miteinander verbunden werden.
Dies verursacht einen dementsprechend hohen Aufwand bei der
Herstellung.
Bekannt sind auch Anordnungen mit einer Backe, einem Bügel und
einem Gelenk für eine Brille, bei der die Backe, der Bügel und
das Gelenk einstückig miteinander ausgebildet sind. Bei einer
dieser bekannten Anordnungen (US-A-6 139 143) bestehen die
Backe, der Bügel und das Gelenk im wesentlichen aus einem
flachen Kunststoff- oder Metallband, das im Bereich des Gelenks
eine flexible Blattfeder bildet. Bei einer anderen dieser
bekannten Anordnungen (WO-A-00/75715) bestehen die Backe, der
Bügel und das Gelenk aus einem spritzgießfähigen Kunststoff,
wobei diese Anordnung im Bereich des Gelenks durch Nuten
geschwächt ist. Ferner ist eine Anordnung mit einer Backe,
einem Bügel und einem Gelenk für eine Brille bekannt (DE-B-12 29 751),
bei der die Backe und der Bügel als separate Teile
gefertigt sind und das Gelenk aus zwei Blattfedern besteht, die
die Backe und den Bügel miteinander verbinden. Für alle diese
Anordnungen mit einem federartig ausgebildeten Gelenk gilt,
dass der Bügel entgegen der Federkraft im Gelenk sowohl in
seine Nicht-Gebrauchsstellung als auch in seine
Gebrauchsstellung geschwenkt wird. Irgendwelche Element, die
die Gebrauchsstellung des Bügels definieren, sind dabei nicht
vorhanden, so dass es nicht möglich ist, das Mittelteil der
Brille zuverlässig in seiner Soll-Stellung am Kopf des
Brillenträgers zu halten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung mit
einer Backe, einem Bügel und einem Gelenk für eine Brille zu
schaffen, die auf möglichst einfache Weise hergestellt werden
kann und hohe Funktionstüchtigkeit haben soll. Insbesondere
soll gewährleistet sein, dass die Gebrauchsstellung des Bügels
relativ zur Backe zuverlässig bestimmt ist, so dass der
geöffnete Bügel in dieser bestimmten Gebrauchsstellung gehalten
wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Anordnung gemäß
Patentanspruch 1 gelöst.
Bei der erfindungsgemäßen Anordnung ist das Gelenk durch ein
flexibles Band gebildet. Als Band wird hier ein
Materialstreifen bezeichnet, dessen Dicke gering ist im
Vergleich zu seiner Breite. Der Bügel, die Backe und das durch
das flexible Band gebildete Gelenk sind einstückig miteinander
ausgebildet, und zwar durch Spritzgießen des spritzgießfähigen
Kunststoffmaterials. Diese einstückige Ausbildung durch
Spritzgießen bedeutet, dass der Bügel, die Backe und das
Gelenk, also die gesamte Anordnung, als zusammenhängendes
Bauteil in einem einzigen Spritzgießvorgang gefertigt werden
kann. Hierdurch ist die Herstellung der Anordnung wesentlich
vereinfacht, da zur Herstellung der Anordnung statt mehrerer
Bauteile nur ein Bauteil gefertigt zu werden braucht und da das
Montieren mehrerer Bauteile zu der Anordnung entfällt.
Das Band der erfindungsgemäßen Anordnung verläuft von der
Innenseite des Bügels zur Innenseite der Backe, wobei ein
Zwischenraum zwischen dem Band und demjenigen Bereich der
Anordnung vorhanden ist, in dem die freie Stirnfläche des
Bügels und die Anschlagfläche aneinander anliegen, wenn der
Bügel seine Gebrauchsstellung einnimmt. Aufgrund dieser
relativen Positionierung des Bandes einerseits und des
Kontaktbereichs zwischen Stirnfläche und Anschlagfläche
andererseits ist es möglich, den Bügel aus seiner Nicht-
Gebrauchsstellung, in der die Endabschnitte von Backe und Bügel
ausschließlich durch das Band verbunden sind und ansonsten
nicht in Berührung miteinander stehen, in Richtung seiner
Gebrauchsstellung zu schwenken, wobei während dieses
Schwenkvorgangs das Band gebogen wird, was aufgrund seiner
Flexibilität möglich ist. Während dieses Schwenkvorgangs
gelangen schließlich die freie Stirnfläche am Endabschnitt des
Bügels und die Anschlagfläche an der Backe in Anlage
aneinander, so dass eine weitere Schwenkbewegung des Bügels
nicht möglich ist und dadurch der Bügel seine Gebrauchsstellung
erreicht und einnimmt.
Durch den Zwischenraum zwischen dem Band einerseits und dem
Kontaktbereich zwischen freier Stirnfläche und Anschlagfläche
andererseits ist dafür gesorgt, dass das Band zwischen seinen
Enden eine Länge haben kann, die ausreicht, um dem Band die
erforderliche Flexibilität zu geben, ohne dass es notwendig
ist, zur Erzielung der erforderlichen Flexibilität das Band
besonders dünn auszubilden.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen gekennzeichnet.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen
dargestellt und werden im Folgenden näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines bevorzugten
Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Anordnung, wobei es
sich bei der dargestellten Anordnung um eine Anordnung handelt,
die an einer Brille deren linken Bügel und deren linke Backe
bildet;
Fig. 2 eine Draufsicht zur Fig. 1;
Fig. 3 in vergrößertem Maßstab eine perspektivische
Ansicht von schräg unten der Backe und eines backenseitigen
Endabschnitts des Bügels der Anordnung gemäß den Fig. 1 und
2;
Fig. 4 in vergrößertem Maßstab die Backe und den
backenseitigen Endabschnitt des Bügels der Anordnung gemäß den
Fig. 1 und 2 in Draufsicht wie in Fig. 2;
Fig. 5 eine Schnittdarstellung gemäß A-B in Fig. 4;
Fig. 6 eine Fig. 4 ähnliche Draufsicht, wobei der Bügel
- abweichend von Fig. 4 - seine Gebrauchsstellung einnimmt;
Fig. 7 in Fig. 6 ähnliche Darstellung ausschnittsweise
eine Abwandlung des Ausführungsbeispiels gemäß den Fig. 1
bis 6; und
Fig. 8 ausschnittsweise in Fig. 6 ähnlicher Darstellung
ein zweites Ausführungsbeispiel.
Im Folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der
erfindungsgemäßen Anordnung anhand der Fig. 1 bis 6
erläutert.
Die in den Fig. 1 bis 6 dargestellte Anordnung besteht aus
einem Bügel 2, einer Backe 4 und einem Gelenk 6, das den Bügel
2 und die Backe 4 gelenkig miteinander verbindet und durch ein
flexibles Band 8 gebildet ist.
Der Bügel 2 besteht aus einem spritzgießfähigen
Kunststoffmaterial und umfasst einen Bügelschaft 10, am
hinteren Ende des Bügelschaftes 10 ein Bügelendstück 12 und am
vorderen Ende des Bügelschaftes 10 einen vorderen, der Backe 4
benachbarten Endabschnitt 14. Am Endabschnitt 14 ist eine freie
Stirnfläche 16 ausgebildet, die im Wesentlichen senkrecht zu
der (nicht dargestellten) Längsachse des Bügels 2 verläuft.
Die Backe 4 besteht aus demselben spritzgießfähigen
Kunststoffmaterial wie der Bügel 2 und umfasst einen
Anlageabschnitt 18, der zur Anlage an der Vorderseite eines
Randabschnitts eines Brillenglases 20 bestimmt ist, das in den
Fig. 4 und 6 gestrichelt dargestellt ist. Am Anlageabschnitt
8 ist ein Zapfen 22 angeformt, der dazu bestimmt ist, in ein
Loch im Brillenglas 20 eingesetzt zu werden, um mit Hilfe des
Zapfens 22 das Brillenglas 20 und die Backe miteinander zu
verbinden. Die Einzelheiten dieser Verbindung zwischen dem
Brillenglas 20 und der Backe sind für die vorliegende Erfindung
ohne Bedeutung und werden daher hier nicht im Einzelnen
erläutert. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass der Zapfen
22, der zunächst mit der in den Fig. 2 und 3 gezeigten Länge
gefertigt wird, im Zuge der Herstellung der Verbindung zwischen
dem Brillenglas 20 und der Backe 4 derart abgelängt wird, dass
die Stirnfläche des Zapfens 22 bündig mit der Rückseite des
Brillenglases 20 verläuft, wie dies in den Fig. 4 und 6
gezeigt ist.
Die Backe 4 umfasst ferner einen gekrümmten Abschnitt 24, der
in Verlängerung des Anlageabschnitts 18 ausgebildet ist und in
einen dem Bügel 2 benachbarten länglichen Endabschnitt 26 der
Backe 4 übergeht. An seinem freien Ende weist der Endabschnitt
26 eine Anschlagfläche 28 auf, die im Wesentlichen senkrecht zu
der (nicht dargestellten) Längsachse des Endabschnitts 26
verläuft.
Das das Gelenk 6 bildende flexible Band 8 ist einerseits mit
dem backenseitigen Endabschnitt 14 des Bügels 2 und
andererseits mit dem bügelseitigen Endabschnitt 26 der Backe 4
verbunden. Dabei verbindet das Band 8 die Endabschnitte 16 und
26 derart miteinander, dass der Bügel 2 relativ zur Backe 4 in
eine Nicht-Gebrauchsstellung und eine Gebrauchsstellung des
Bügels 2 geschwenkt werden kann. Fig. 4 zeigt den Bügel 2 in
Draufsicht in einer Zwischenstellung zwischen der Nicht-
Gebrauchsstellung und der Gebrauchsstellung. Aus der in Fig. 4
gezeigten Zwischenstellung kann der Bügel 2 relativ zur Backe 4
aufgrund der Flexibilität des Bandes 8 in Richtung eines
Pfeiles K in seine Nicht-Gebrauchsstellung geschwenkt werden
und in Richtung eines Pfeiles L in seine Gebrauchsstellung
geschwenkt werden, die er in Fig. 6 einnimmt. Die bei dieser
Schwenkbewegung vom Bügel 2 überstrichene Fläche wird hier als
Schwenkfläche bezeichnet und fällt im Wesentlichen mit der
Zeichenebene der Fig. 4 und 6 zusammen. Diejenige Seite des
Bügels 2, die in der Nicht-Gebrauchsstellung des Bügels 2 der
Backe 4 zugewandt ist, ist die Innenseite 30 des Bügels, und
diejenige Seite der Backe 4, die in der Nicht-Gebrauchsstellung
des Bügels dem Bügel zugewandt ist, ist die Innenseite 32 der
Backe 4.
Das Band 8 ist ein Materialstreifen, der aus demselben
spritzgießfähigen Kunststoffmaterial wie der Bügel 2 und die
Backe 4 besteht und eine wesentlich größere Breite B als Dicke
D hat (siehe Fig. 5). Beim dargestellten Ausführungsbeispiel
hat das Querschnittsprofil des Bandes 8 die Form eines flachen
Rechtecks, dessen lange Seiten im wesentlichen senkrecht zu der
vom Bügel 2 überstrichene Schwenkfläche verlaufen, wie dies in
den Fig. 4 und 5 verdeutlicht ist. Die kurzen Seiten des
Rechtecks sind abgerundet, wie dies in Fig. 5 gezeigt ist. Das
Band 8 geht an seinem einen, in Fig. 6 durch einen Punkt
angedeuteten Ende 34 in den Endabschnitt 14 des Bügels 2 über
und geht an seinem anderen, in Fig. 6 ebenfalls durch einen
Punkt angedeuteten Ende 36 in den Endabschnitt 26 der Backe 4
über. Wie insbesondere die Fig. 4 und 6 zeigen, verläuft das
Band 8 von der Innenseite 30 des Bügels 2 zur Innenseite 32 der
Backe 4. Die Länge des Bandes 8, d. h. der längs des Bandes 8
gemessene Abstand zwischen seinen beiden Enden 34 und 36, liegt
üblicherweise im Bereich von 2 bis 7 mm und liegt vorzugsweise
im Bereich von 3 bis 5 mm. Die Breite B des Bandes 8 ist im
wesentlichen gleich der senkrecht zu der Schwenkfläche
gemessenen Höhe H (siehe Fig. 1) des backenseitigen
Endabschnitts 14 des Bügels 2.
Um den Bügel 2 in seine Gebrauchsstellung zu bringen, wird er
über die in Fig. 4 gezeigte Zwischenstellung hinaus in
Richtung des Pfeiles L geschwenkt, bis die freie Stirnfläche 16
und die Anschlagfläche 28 in Kontakt miteinander treten, d. h.
aneinander anliegen, wie dies in Fig. 6 gezeigt ist, so dass
eine weitere Schwenkung des Bügels 2 in Richtung des Pfeiles K
nicht möglich ist und der Bügel an einer Schwenkung über seine
gewünschte Gebrauchsstellung hinaus gehindert ist. Diese
Schwenkung des Bügels 2 bis in seine Gebrauchsstellung ist
aufgrund der Flexibilität des Bandes 8 möglich, das den in
Fig. 6 gezeigten bogenförmig gekrümmten Verlauf hat, wenn der
Bügel 2 seine Gebrauchsstellung einnimmt.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel verlaufen die beiden
Endabschnitte 14 und 26 im gradliniger Verlängerung
voneinander, wenn der Bügel 2 seine Gebrauchsstellung einnimmt,
wie dies in Fig. 6 gezeigt ist. Zwischen demjenigen Bereich
der Anordnung, in dem die Stirnfläche 16 und die Anschlagfläche
28 aneinander anliegen, d. h. zwischen dem in Fig. 6
gestrichelt eingekreisten Kontaktbereich 38, und dem Band 8 ist
ein materialfreier Zwischenraum 40 vorhanden, der in Richtung
der (nicht dargestellten) Längsachsen von Bügel 2 und
Endabschnitt 26 ungefähr die gleiche Länge wie das Band 8 hat.
Der Zwischenraum 40 gewährleistet, dass das Band 8 über seine
gesamte Länge, d. h. den Abstand zwischen seinen beiden Enden 34
und 36, unbehindert gebogen werden kann, so dass es hinreichend
flexibel ist, ohne dass es sehr dünn ausgebildet zu werden
braucht.
Es ist bereits darauf hingewiesen worden, dass das Band 8 von
der Innenseite 30 des Bügels 2 zur Innenseite 32 der Backe 4
verläuft. Dementsprechend ist der Kontaktbereich 38 auf
derjenigen Seite des Bandes 8 angeordnet, die den Außenseiten
des Bügels 2 und der Backe 4 zugewandt ist.
Aufgrund der beschriebenen Geometrie des Bandes 8 und seiner
Positionierung relativ zum Bügel 2 und zur Backe 4 ist das Band
8 nachgiebig, wenn es im Sinne einer Biegung um eine in seiner
Breitenrichtung verlaufende Achse X (siehe Fig. 3) belastet
wird. Wenn das Band 8 im Sinne einer Biegung um eine zur Achse
X senkrechte Achse Y belastet wird, gibt das Band jedoch
praktisch nicht nach, d. h. gegen Biegungen um die Achse Y ist
es steif. Diese Steifigkeit ist umso größer, je größer die
Breite B des Bandes 8 ist. Daher kann im Bedarfsfall die Breite
B des Bandes 8 auch größer gewählt werden als die Höhe H des
backenseitigen Endabschnitts 14 des Bügels 2. Diese Steifigkeit
ist erwünscht und zweckmäßig, weil sie Verlagerungen des Bügels
senkrecht zu seiner Schwenkfläche vorbeugt. In seiner
Längsrichtung ist das Band 8 praktisch nicht dehnbar, so dass
es einer Schwenkung des Bügels 2 über seine Gebrauchsstellung
hinaus entgegenwirkt.
Wie bereits erwähnt wurde, bestehen der Bügel 2, die Backe 4
und das das Gelenk 6 bildende Band 8 aus demselben
spritzgießfähigen Kunststoff und sind sie einstückig
miteinander ausgebildet. Demzufolge können sie durch einen
einzigen Spritzgießvorgang als zusammenhängendes Bauteil
hergestellt werden. Es hat sich gezeigt, dass dieses Bauteil,
also die gesamte Anordnung aus dem Bügel 2, der Backe 4 und dem
Band 8, durch Spritzgießen hergestellt werden kann, indem der
dem Bauteil entsprechende Formhohlraum von dem dem
Bügelendstück 12 entsprechende Ende aus mit dem
Kunststoffmaterial gefüllt wird. Dabei strömt dann das
schmelzflüssige Kunststoffmaterial durch den dem Band 8
entsprechenden Abschnitt des Formhohlraums weiter in den der
Backe 4 entsprechenden Abschnitt des Formhohlraums. Damit diese
Strömung nicht zu stark gedrosselt wird, sollte die Fläche des
Querschnittsprofils des dem Band 8 entsprechenden Abschnitts
des Formhohlraums nicht zu gering sein. Die Dicke D des Bandes
8 wird unter diesem Gesichtspunkt festgelegt. Die Abnahme der
Flexibilität des Bandes 8 bei zunehmender Dicke D kann durch
entsprechende Dimensionierung der Länge des Bandes 8
kompensiert werden. Die Fig. 1 und 2 zeigen die Anordnung in
demjenigen Zustand, in dem sie nach dem Spritzgießen den
Formhohlraum verlässt. Die Fig. 1 und 2 zeigen somit
zugleich die Geometrie des Formhohlraumes der Spritzgießform
zum Spritzgießen der Anordnung.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die
freie Stirnfläche 16 des Endabschnitts 14 des Bügels 2 mit
einem Vorsprung in Form einer Leiste 42 versehen. Diese Leiste
hat zueinander parallele Flanken. Die Anschlagfläche 28 am
Endabschnitt 26 der Backe ist mit einer Ausnehmung in Form
einer Nut 44 versehen, die komplementär zu der Leiste 42
geformt ist. Die Leiste 42 und die Nut 44 sind derart an der
Stirnfläche 16 bzw. der Anschlagfläche 28 angeordnet, dass sie
miteinander in Eingriff stehen, wenn der Bügel 2 seine
Gebrauchsstellung einnimmt, wie dies in Fig. 6 gezeigt ist.
Die Leiste 42 und die Nut 44 verlaufen im Wesentlichen parallel
zur Breitenrichtung des Bandes 8, d. h. senkrecht zur
Zeichenebene der Fig. 4 und 6. Die Leiste 42 und die Nut 44
bilden gemeinsam eine Arritiervorrichtung, die den Bügel 2 und
die Backe 4 in der Gebrauchsstellung des Bügels 2 aneinander
lösbar arritiert und einer unerwünschten Verlagerung der beiden
Endabschnitte 14 und 26 relativ zueinander in Richtung der
Pfeile N und M in Fig. 6 vorbeugt.
Fig. 7 zeigt eine Abwandlung des zuvor beschriebenen
Ausführungsbeispiels, wobei die Abwandlung allein darin
besteht, dass die Leiste 42 an ihrem Kopf breiter als an ihrem
Fuß ist und dementsprechend die Nut an ihrem Boden breiter als
an ihrer Öffnung ist. Auf diese Weise bilden die Leiste 42 und
die Nut 44 eine Schnappverbindung. Wenn der Bügel 2 in seine
Gebrauchsstellung geschwenkt wird, schnappt die Leiste 42 in
die Nut 44 ein. Dadurch wird der Bügel 2 entgegen der zwar
geringen, jedoch vorhandenen Rückstellkraft des Bandes 8 noch
zuverlässiger in seiner Gebrauchsstellung gehalten.
Bei dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel und seiner
Abwandlung hat das das Gelenk 6 bildende Band einen bogenförmig
gekrümmten Verlauf, wenn der Bügel 2 seine Gebrauchsstellung
einnimmt. Dieser bogenförmige Verlauf ist jedoch nicht
unbedingt notwendig. Fig. 8 zeigt ein zweites
Ausführungsbeispiel, das sich von dem ersten
Ausführungsbeispiel dadurch unterscheidet, dass das Band 8 im
wesentlichen geradlinig zwischen dem Bügel und der Backe
verläuft, so dass, in der Draufsicht gemäß Fig. 8, durch das
Band 8 keine Verdickung der Anordnung hervorgerufen ist. Bei
dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 8 ist eine
Arritiervorrichtung, wie sie das erste Ausführungsbeispiel in
Form der Leiste 42 und der Nut 44 aufweist, nicht vorgesehen.
Bei den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen verlaufen die
Endabschnitte 14 und 26 von Bügel und Backe im Wesentlichen in
gerader Verlängerung voneinander, wenn der Bügel 2 seine
Gebrauchsstellung einnimmt. Dies ist jedoch kein notwendiges
Merkmal der Erfindung. Vielmehr kann die erfindungsgemäße
Anordnung auch in der Weise realisiert sein, dass die (nicht
dargestellte) Längsachse des Endabschnitts 14 und die (nicht
dargestellte) Längsachse des Endabschnitts 26 einen Winkel
kleiner als 190° miteinander einschließen.
Die Erfindung ist nicht auf die Einzelheiten der vorstehend
beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern durch
die Patentansprüche definiert.
Claims (12)
1. Anordnung mit einer Backe (4) für eine Brille, mit
einem Bügel (2) für die Brille und mit einem Gelenk (6),
das die Backe und den Bügel derart gelenkig miteinander
verbindet, dass der Bügel relativ zur Backe zwischen einer
Nicht-Gebrauchsstellung und einer Gebrauchsstellung
schwenkbar ist, wobei diejenige Seite des Bügels und
diejenige Seite der Backe, die in der Nicht-
Gebrauchsstellung des Bügels einander zugewandt sind, die
Innenseite (30) des Bügels und die Innenseite (32) der
Backe bilden,
wobei der Bügel an seinem der Backe benachbarten Endabschnitt (14) eine freie Stirnfläche (16) aufweist und die Backe an ihrem dem Bügel benachbarten Endabschnitt (26) eine Anschlagfläche (28) aufweist, an der die freie Stirnfläche des Bügels anliegt, wenn dieser seine Gebrauchsstellung einnimmt,
wobei das Gelenk (6) durch ein flexibles Band (8) gebildet ist, das mit seinem einen Ende (34) am Endabschnitt (14) des Bügels (2) und mit seinem anderen Ende (36) am bügelseitigen Endabschnitt (26) der Backe (4) befestigt ist und von der Innenseite des Bügels (30) zu der Innenseite (32) der Backe verläuft,
wobei der Bügel, die Backe und das Band einstückig miteinander ausgebildet sind und durch Spritzgießen eines spritzgießfähigen Kunststoffmaterials gefertigt sind,
wobei, wenn der Bügel seine Gebrauchsstellung einnimmt, zwischen dem Band und demjenigen Bereich (38) der Anordnung, in dem die freie Stirnfläche (16) des Bügels und die Anschlagfläche (28) der Backe aneinander anliegen, ein Zwischenraum (40) vorhanden ist.
wobei der Bügel an seinem der Backe benachbarten Endabschnitt (14) eine freie Stirnfläche (16) aufweist und die Backe an ihrem dem Bügel benachbarten Endabschnitt (26) eine Anschlagfläche (28) aufweist, an der die freie Stirnfläche des Bügels anliegt, wenn dieser seine Gebrauchsstellung einnimmt,
wobei das Gelenk (6) durch ein flexibles Band (8) gebildet ist, das mit seinem einen Ende (34) am Endabschnitt (14) des Bügels (2) und mit seinem anderen Ende (36) am bügelseitigen Endabschnitt (26) der Backe (4) befestigt ist und von der Innenseite des Bügels (30) zu der Innenseite (32) der Backe verläuft,
wobei der Bügel, die Backe und das Band einstückig miteinander ausgebildet sind und durch Spritzgießen eines spritzgießfähigen Kunststoffmaterials gefertigt sind,
wobei, wenn der Bügel seine Gebrauchsstellung einnimmt, zwischen dem Band und demjenigen Bereich (38) der Anordnung, in dem die freie Stirnfläche (16) des Bügels und die Anschlagfläche (28) der Backe aneinander anliegen, ein Zwischenraum (40) vorhanden ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass das Band (8) ein Querschnittsprofil in Form eines
flachen Rechtecks hat, dessen lange Seiten im wesentlichen
senkrecht zu der Schwenkfläche verlaufen, die der Bügel (2)
bei der Schwenkbewegung zwischen seiner Gebrauchsstellung
und seiner Nicht-Gebrauchsstellung überstreicht.
3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die kurzen Seiten des Rechtecks abgerundet sind.
4. Anordnung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, dass das Band (8) eine Breite (B) hat, die
im wesentlichen gleich der senkrecht zu der Schwenkfläche
gemessenen Höhe (H) des backenseitigen Endabschnitts (14)
des Bügels (2) ist.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, dass das Band (8), wenn der Bügel (2) seine
Gebrauchsstellung einnimmt, bogenförmig gekrümmt zwischen
dem Bügel und der Backe (4) verläuft.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, dass, wenn der Bügel (2) seine
Gebrauchsstellung einnimmt, das Band (8) im wesentlichen
geradlinig zwischen dem Bügel (2) und der Backe (4)
verläuft.
7. Anordnung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch
gekennzeichnet, dass, wenn der Bügel (2) seine
Gebrauchsstellung einnimmt, die Endabschnitte (14, 26) von
Bügel und Backe (4) im wesentlichen in gerader Verlängerung
voneinander verlaufen.
8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, dass das Band (8) zwischen seinen Enden
(34, 36) eine Länge im Bereich von 2 bis 7 mm, vorzugsweise
im Bereich von 3 bis 5 mm hat.
9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, dass die Stirnfläche (16) des Bügels (2)
oder die Anschlagfläche (28) der Backe (4) mit einem
Vorsprung (42) versehen ist und dass die jeweils andere
dieser beiden Flächen mit einer Ausnehmung (44) versehen
ist, wobei die Ausnehmung und der Vorsprung derart geformt
und angeordnet sind, dass sie miteinander in Eingriff
stehen, wenn die Stirnfläche und die Anschlagfläche
aneinander anliegen.
10. Anordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
dass der Vorsprung durch die Leiste (42) gebildet ist und
dass die Ausnehmung durch eine zu der Leiste komplementär
geformte Nut (44) gebildet ist.
11. Anordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
dass die Leiste (42) und die Nut (44) im wesentlichen
parallel zur Breitenrichtung des Bandes (8) verlaufen.
12. Anordnung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, dass der Vorsprung (42) und die Ausnehmung
(44) eine lösbare Schnappverbindung bilden.
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