-
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Raster für die Darstellung eines Bildes bestehend aus einer Vielzahl gleich oder ähnlich geformter Rasterelemente. Die Erfindung betrifft ferner ein Halbton- oder Duotonbild mit einem Raster, ein Wert- und/oder Sicherheitsdokument, ein Verfahren zur Herstellung eines Rasters sowie eine Druckvorlage oder Druckform, z.B. eine Druckplatte, mit einer Oberflächenstruktur.
-
Raster werden in der Drucktechnik eingesetzt, um Bilder darzustellen, da in Druckmaschinen aus technischen Gründen nur eine bestimmte, begrenzte Auswahl von Farben zur Verfügung steht. Diese Farben können ausschließlich in reiner Form gedruckt werden. Die meisten Druckverfahren können somit per se keine echten Halbtöne darstellen. An einer Stelle kann entweder ein Farbpunkt gedruckt werden oder nicht. Um verschiedene Graustufen und Farben darzustellen, werden deshalb Raster verwendet, mit deren Hilfe unterschiedliche Farbtöne, Sättigungen oder verschiedene Helligkeiten in einem Bild dargestellt werden können. Um eine beliebige Farbe zu erhalten, werden beispielsweise sehr feine Druckpunkte in Grundfarben (meist Cyan-Magenta-Gelb-Schwarz) nebeneinander gedruckt, um den gewünschten resultierenden Farbeindruck zu erzielen.
-
Häufig wird heute zur Darstellung von Bildern ein amplitudenmoduliertes Punktraster verwendet, bei dem eine Bildfläche in eine feste Zahl von Rasterzellen aufgeteilt wird (zum Beispiel 60er Raster mit 60 x 60 Zellen pro Quadratzentimeter). Die Variation des Farbeindrucks bei einem derartigen Raster erfolgt über die Größe eines Punktes in dieser Zelle (die Amplitude, siehe 4).
-
Die US 2007 / 0 002 384 A1 beschreibt, beispielsweise in Zusammenhang mit ihrer 3b, ein Halbtonmuster, welches aus einer Innenfläche und einer Außenfläche gebildet ist, wobei die Außenfläche die Innenfläche vollständig umgibt.
-
Die
US 5 010 814 A beschreibt ein Verfahren für den Druck sich nicht überlappender Halbtonpunkte.
-
-
Die Druckschrift
WO 2015/018 639 A1 beschreibt ein Verfahren zum Aufbringen von Bildpunkten mittels eines Lasergerätes, wobei das Bild aus einer Vielzahl von Bildpunkten besteht, denen Grau- oder Helligkeitswerte oder Farbwerte zugeordnet sind.
-
Derartige Punktraster sind unter dem Aspekt eines Grafikdesigns für die Sicherheitstechnologie nur schlecht geeignet, da solche Punktraster sehr anfällig sind für Falsifikate (Nachdruck/Reproduktion/Nachahmung).
-
Ein Raster zur Absicherung eines Wert- oder Sicherheitsdokuments ist beispielsweise der US 2003 / 0 021 437 A1 zu entnehmen, die insbesondere im Zusammenhang mit ihrer 24 ein Raster aus Rasterelementen zeigt, bei dem eine Innenfläche und eine Außenfläche vorhanden sind.
-
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht somit darin, ein Raster zu schaffen, welches einen höheren Grad an Fälschungssicherheit besitzt. Entsprechend besteht die Aufgabe ferner darin, ein fälschungssicheres Halbton-oder Duotonbild bzw. Wert- und/oder Sicherheitsdokument zu schaffen. Weiter besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, ein einfaches Verfahren zur Herstellung eines derartigen Rasters anzugeben sowie eine verbesserte Druckvorlage oder Druckform, z.B. eine Druckplatte, für das Verdrucken eines derartigen Rasters zu schaffen.
-
Diese Aufgaben werden gelöst durch ein Raster mit den Merkmalen des Anspruchs 1, durch ein Halbton- oder Duotonbild mit den Merkmalen des Anspruchs 6, durch ein Wert- oder Sicherheitsdokument mit den Merkmalen des Anspruchs 7, durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 8 und durch eine Druckvorlage oder Druckform mit den Merkmalen des Anspruchs 9. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind den abhängigen Ansprüchen zu entnehmen.
-
Das Raster umfasst Rasterelemente, wobei jedes Rasterelement der Vielzahl gleich oder ähnlich geformter Rasterelemente eine Innenfläche und eine hiervon verschiedene Außenfläche besitzt, wobei die Außenfläche die Innenfläche teilweise oder vollständig umgibt und wobei
- • die Außenfläche eine erste Farbe und
- • die Innenfläche des Rasterelements keine Farbe oder eine zweite Farbe aufweist, welche hinsichtlich ihrer Helligkeit, ihrem Farbton und/oder ihrer Sättigung verschieden von der ersten Farbe der Außenfläche ist.
-
Der Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung besteht darin, dass durch die Innenfläche eine deutliche Verfeinerung der Bildstruktur erreicht wird, welche nur durch sehr hochauflösende Ausgabegeräte reproduziert werden kann, die nur in der Sicherheitstechnologie verfügbar sind. Unterschiedliche Farben bzw. Helligkeiten in einem Halbton- oder Duoton-Bild sind weiterhin darstellbar. Gleichzeitig dient eine derart strukturierte Rasterung mit einer innen liegenden Innenfläche als Kopierschutz bei Falsifikaten mit Fotokopierer/Laserdruckern/Inkjet-Drucker etc. Weiter werden beim Scannen/Kopieren aufgrund der Frequenz des Scanners oder Kopierers unter Umständen Moires/Interferenzmuster erzeugt, die einen Fälschungsversuch anzeigen. Die vergleichsweise kleinen Innenflächen können je nach Auflösung des Ausgabegerätes zulaufen, beispielsweise kreisförmige Rasterelemente nicht mehr dargestellt werden, bzw. es können feine Konturlinien in dem durch das Raster dargestellten Bild wegbrechen. Diese Effekte erschweren eine Nachahmung ebenfalls.
-
Die Definition der Farben erfolgt im Rahmen der vorliegenden Erfindung im HSB-Farbraum (h=hue (Farbwert/Farbton), s=saturation (Sättigung), b=brightness (Helligkeit)). Analog können selbstverständlich auch andere Farbmodelle verwendet werden.
-
Eine Amplitudenmodulation zur Darstellung des Bildinhalts mit verschiedenen Farben wird besonders bevorzugt dadurch erreicht, dass erfindungsgemäß der Flächeninhalt der Außenfläche geändert und dem jeweils gewünschten Farb- und/oder Helligkeitston angepasst wird. Erfindungsgemäß wird der Flächeninhalt der Innenfläche konstant gelassen und lediglich der Flächeninhalt der anderen Fläche variiert. Der Abstand der Rasterelemente, d.h. beispielsweise der Abstand der Mittelpunkte benachbarter Rasterelemente, bleibt dabei konstant. Beispielsweise wird mit einem größeren Flächeninhalt der Außenfläche ein dunklerer Halbton erreicht, während mit einem kleineren Flächeninhalt der Außenfläche ein hellerer Halbton dargestellt wird, wenn die Innenfläche keine Farbe aufweist und in ihrem Flächeninhalt konstant bleibt. Bei der Amplitudenmodulation sind die Rasterelemente untereinander ähnlich, d.h. ihre grundsätzliche Form bleibt konstant, es ändern sich lediglich die Abmessungen der Rasterelemente bzw. der Flächeninhalt ihrer Teilflächen, z.B. die Ringbreite bei einem Kreisring. Die Zahl der Rasterelemente pro Flächeneinheit, d.h. ihre Dichte, ist konstant.
-
Alternativ können die verschiedenen Halbtöne auch mittels einer Frequenzmodulation in einem nicht von der Erfindung erfassten Raster dargestellt werden, indem jeweils gleiche Rasterelemente eingesetzt werden, deren Abstand variiert. Beispielsweise wird bei einem kleinen Abstand der Rasterelemente und damit höherer Dichte der Rasterelemente pro Flächeneinheit ein dunklerer Halbton im Bild dargestellt, während bei einem größeren Abstand der Rasterelemente und somit geringerer Dichte der Rasterelemente pro Flächeneinheit ein hellerer Halbton erzielt werden kann.
-
Es ist weiter von Vorteil, wenn die Außenfläche des Rasterelements als Kreisring und die Innenfläche als in dem Kreisring angeordneter Kreis ausgebildet ist. In diesem Fall besitzt das Rasterelement eine besonders einfach realisierbare Form. Bei einer derartigen Form eines Rasterelements werden unterschiedliche Flächeninhalte der Innen- und Außenfläche für eine Amplitudenmodulation durch unterschiedliche Durchmesser des innen liegenden Kreises bzw. Breiten des außen liegenden Kreisrings realisiert.
-
In weiteren Ausführungsbeispielen kann die Außenfläche des Rasterelements als Quadrat- oder Rechteckring und die Innenfläche als in dem Quadrat- oder Rechteckring angeordnetes Quadrat oder Rechteck ausgebildet sein. Alternativ kann die Außenfläche des Rasterelements als Fünfeck-, Sechseck- oder Achteckring und die Innenfläche als in dem Fünfeck-, Sechseck- oder Achteckring angeordnetes Fünfeck, Sechseck oder Achteck ausgebildet sein. Weiter alternativ kann die Außenfläche als ovaler Ring und die Innenfläche als in dem ovalen Ring angeordnetes Oval ausgebildet sein. Diese alternativ geformten Rasterelemente erhöhen die Fälschungssicherheit des Rasters nochmals.
-
Ebenso besitzen aufgrund der ungewöhnlichen Form Raster mit Rasterelementen eine erhöhte Fälschungssicherheit, bei denen die Außenfläche die Innenfläche lediglich teilweise umgibt. Derartige Rasterelemente werden im Folgenden auch als offene Rasterelemente benannt, während als geschlossene Rasterelemente die Rasterelemente bezeichnet werden, bei denen die Außenfläche die Innenfläche vollständig umgibt. Beispielsweise kann ein offenes Rasterelement durch einen Abschnitt eines Kreisrings oder eines ovalen Rings gebildet werden. Bei offenen Rasterelementen weist die Außenfläche eine Öffnung in dem Bereich auf, in der die Außenfläche die Innenfläche nicht umschließt. Der Winkel der Öffnung, der von einem Mittelpunkt des Rasterelements gemessen werden kann, beträgt vorzugsweise weniger als 180°, besonders bevorzugt zwischen 120° und 60°, da sonst einerseits die Flächenbedeckung mit Farbe zu gering ist und andererseits der Öffnungswinkel im Druck nur schwierig realisierbar ist. Falls auch die Innenfläche eine Farbe trägt, kann diese ebenfalls im Winkelbereich der Öffnung der Außenfläche eine Öffnung aufweisen. In dem erfindungsgemäßen Raster zeigt die Öffnung der Außenfläche vorzugsweise in die gleiche Richtung. Alternativ können alternierend verschiedene Öffnungsrichtungen der Rasterelemente verwendet werden. Ein derartiges offenes Rasterelement kann analog auch mit anderen Grundformen der Rasterelemente (Quadrate, Rechtecke, Fünfecke etc.) realisiert werden. Die Verwendung der oben beschriebenen Amplitudenmodulation oder Frequenzmodulation zur Darstellung unterschiedlicher Farben im Bild kann für offene Rasterelemente analog zur Verwendung bei geschlossenen Rasterelementen erfolgen.
-
Weiter kann bei offenen oder geschlossenen Rasterelementen, insbesondere bei Verwendung einer Farbe auch in der Innenfläche (d.h. bei einem Duoton-Raster), ein Überlappungsbereich zwischen Innen- und Außenfläche entstehen, der eine Mischfarbe der Farbe der Außenfläche und der Farbe der Innenfläche trägt. Dieser Überlappungsbereich kann ebenfalls im Rahmen der Amplitudenmodulation in seinem Flächeninhalt variiert werden. Alternativ kann der Überlappungsbereich in seinem Flächeninhalt konstant gehalten werden, insbesondere bei Frequenzmodulation oder dann, wenn bei der Amplitudenmodulation lediglich der Flächeninhalt der Außenfläche verändert wird. Er beeinflusst die wahrgenommene Farbigkeit des Bildes zusätzlich zu der Innenfläche und der Außenfläche.
-
Die obige Aufgabe wird weiter gelöst durch ein Halbton- oder Duotonbild mit einem oben beschriebenen Raster. Für ein Mehrtonbild mit mehr als zwei Farben können die oben beschriebenen Rasterelemente nebeneinander in Zellen des Bildes gedruckt werden. Ein derartiges Bild besitzt eine höhere Fälschungssicherheit und kann daher als Sicherheitselement für ein Wert- und/oder Sicherheitsdokument wie Banknote, Pass, Ausweis, Chipkarte, Ticket, Scheck oder dergleichen dienen. Es kann in vorteilhafter Weise insbesondere im Sicherheitsunterdruck eingesetzt werden.
-
Die obige Aufgabe wird ebenso und mit den gleichen Vorteilen gelöst durch ein Wert- und/oder Sicherheitsdokument mit einem oben beschriebenen Halbton- oder Duotonbild.
-
Beim Verfahren zur Herstellung eines Rasters mit erhöhter Fälschungssicherheit wird erfindungsgemäß durch Anordnung einer Vielzahl gleich oder ähnlich geformter Rasterelemente realisiert (z.B. während der Erstellung des Druckbildes), wobei jedes Rasterelement eine Innenfläche und eine Außenfläche aufweist, wobei die Außenfläche die Innenfläche teilweise oder vollständig umgibt und wobei
- • die Außenfläche eine erste Farbe und
- • die Innenfläche des Rasterelements keine Farbe oder eine zweite Farbe aufweist, welche hinsichtlich ihrer Helligkeit, ihrem Farbton und/oder ihrer Sättigung verschieden von der ersten Farbe der Außenfläche ist.
Die Rasterelemente werden dabei vorzugsweise so angeordnet, dass durch die Gesamtheit aller Rasterelemente ein Bild dargestellt wird.
-
Zur Amplitudenmodulation werden bei dem erfindungsgemäßen Verfahren der Flächeninhalt der Außenfläche gemäß der gewünschten Farbe variiert, wobei die Rasterelemente den gleichen Abstand aufweisen. Alternativ kann natürlich auch eine von der Erfindung nicht erfasste Frequenzmodulation mit einem Raster realisiert werden, indem der Abstand gleicher Rasterelemente mit der oben beschriebenen erfindungsgemäßen Form je nach gewünschter Farbe variiert wird.
-
Der Abstand der Rasterelemente kann beispielsweise anhand des Abstands der Mittelpunkte der Rasterelemente oder der Seitenkanten der Rasterelemente bestimmt werden. Beispielsweise können Abstände der Mittelpunkte benachbarter Rasterelemente im Bereich 370 µm bis 560 µm, vorzugsweise 400 µm bis 450 µm liegen. Der Abstand der Seitenkanten der Rasterelemente kann beispielsweise 78 bis 96 µm betragen, vorzugsweise 80 bis 86 µm. Derartige Raster besitzen eine hohe Fälschungssicherheit aufgrund der Dichte der Rasterelemente und erlaubt eine ansprechende Darstellung von Bildern.
-
Der Durchmesser der Innenfläche der Rasterelemente liegt vorzugsweise im Bereich 80 µm bis 140 µm, besonders bevorzugt im Bereich 80 µm bis 100 µm. Die Breite der Außenfläche, z.B. die Ringbreite des außen liegenden Kreisrings, liegt vorzugsweise im Bereich 40 µm bis 180 µm, besonders bevorzugt im Bereich 40 µm bis 130 µm. Bei einer derartigen Größe der Rasterelemente können ansprechende Bilder mit einem Feinheitsgrad, der eine hohen Fälschungssicherheit garantiert, realisiert werden, wobei die Bilder sich auch drucktechnisch umsetzen lassen.
-
Die obige Aufgabenstellung wird ferner durch eine Druckvorlage oder Druckform mit einer Oberflächenstruktur gelöst, welche zum Drucken eines oben beschriebenen Rasters zur Erstellung eines Druckbildes dient. Hierbei kann das Raster auch durch mehrere Druckvorlagen oder Druckformen realisiert werden, die nacheinander zum Drucken angewendet werden. Die Außen- und die Innenfläche jedes Rasterelements stellen dabei beispielsweise entweder Erhöhungen oder Vertiefungen in der Druckform dar.
-
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen und unter Bezugnahme auf die Figuren erläutert. Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der Erfindung, auch unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren Rückbezügen.
-
Es zeigen schematisch:
- 1 ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Rasters in einer Ansicht von oben,
- 2 ein erstes Rasterelement des Rasters gemäß 1 in einer Ansicht von oben,
- 3 ein zweites Rasterelement des Rasters gemäß 1 in einer Ansicht von oben,
- 4 ein Halbton-Bild mit einem Raster nach dem Stand der Technik,
- 5 ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Halbton-Bildes in einer Ansicht von oben,
- 6 ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Rasters in einer Ansicht von oben,
- 7 ein Rasterelement des Rasters gemäß 6 in einer Ansicht von oben,
- 8 ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Duoton-Bildes in einer Ansicht von oben,
- 9 ein Ausschnitt des Duotonbildes gemäß 8,
- 10 ein drittes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Rasters in einer Ansicht von oben,
- 11 ein erstes Rasterelement des Rasters gemäß 10 in einer Ansicht von oben und
- 12 ein zweites Rasterelement des Rasters gemäß 10 in einer Ansicht von oben.
-
Das in 1 gezeigte erste Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Rasters 1 weist eine Vielzahl von Rasterelementen 10 auf, wobei das Raster 1 ein amplitudenmoduliertes Raster ist, bei dem in jeder Rasterzelle genau ein Rasterelement 10 angeordnet ist. Jedes Rasterelement 10 setzt sich zusammen aus einer kreisringförmigen farbigen oder schwarzen Außenfläche 11 und einer in der Außenfläche 11 angeordneten nicht gefärbten bzw. weißen Innenfläche 12, welche die Form eines Kreises besitzt.
-
Die 2 und 3 zeigen jeweils ein Rasterelement 10a und 10b aus unterschiedlichen Bereichen des Rasters 1, wobei die Innenfläche 11 jeweils den gleichen Durchmesser d1 (z.B. d1 = 80 µm) und somit den gleichen Flächeninhalt aufweist. Die kreisringförmige Außenfläche 12 besitzt bei dem Rasterelement 10a der 2 eine kleinere Ringbreite B1 (z.B. B1 = 80 µm) als das Rasterelement 10b der 3, dessen Ringbreite in der Zeichnung mit B2 (z.B. B2 = 160 µm) gekennzeichnet ist. Die Außenfläche 12 des in 3 dargestellten Rasterelements besitzt somit einen größeren Flächeninhalt und erzeugt demnach an einer Stelle eines aus dem Raster erzeugten Bildes einen Bereich geringerer Helligkeit bzw. einen stärker eingefärbten Bereich (siehe Bereich oben im Raster 1 der 1) als das in 2 dargestellte Rasterelement 10a (siehe Bereich unten im Raster 1 der 1). Die verschiedenen Abstufungen, beispielsweise Grauabstufungen, werden, wie anhand der 2 und 3 erläutert, durch Modulation der Konturstärke (Flächeninhalt bzw. Breite des Kreisrings) des die Außenfläche 12 ausbildenden Kreisrings erreicht. Alternativ, aber nicht gemäß der vorliegenden Erfindung, kann der Durchmesser d1 der Innenfläche 11 bei gleichbleibender Breite B1 oder B2 des Kreisrings der Außenfläche 12 variiert werden. Eine oben beschriebene, aber von der Erfindung nicht erfasste Frequenzmodulation zur Darstellung von Halbtönen ist ebenfalls möglich.
-
Ein Bild mit derartigen Grauabstufungen durch amplitudenmodulierte erfindungsgemäße Rasterelemente in Form eines Kreisrings mit kreisförmiger Innenfläche, wie sie in den 2 und 3 dargestellt sind, ist in 5 gezeigt. Beispielsweise besitzt die kreisringförmige Außenfläche der Rasterelemente im Bereich H des weißen Teils des Augapfels der Augen der dargestellten Person eine kleinere Breite als im Bereich D am äußeren dunklen Lidrand.
-
Bei einem Fälschungsversuch eines derartigen Rasters beispielsweise mittels eines Scanners, Fotokopierers, Laserdruckers oder Inkjet-Druckers werden aufgrund der Frequenz dieser Geräte Moire-Strukturen oder Interferenzmuster erzeugt, welche die Fälschung erkennen lassen. Ferner laufen die Innenflächen 11 je nach Auflösung des Ausgabegeräts zu, sodass keine Innenfläche 11 mehr zu erkennen ist, d.h. feine Kreisringe (z.B. B1 ) nicht mehr dargestellt werden, oder es verschwinden feine Konturlinien des Bildes, sodass die gefälschte, nachgestellte Darstellung nicht der ursprünglichen entspricht, was beispielsweise mittels eine Lupe nachgewiesen werden kann.
-
Alternativ können als Rasterelemente analog zu den oben dargestellten Kreis- bzw. Kreisring-Rasterelementen auch Quadrat- bzw. Quadratring-Rasterelemente, Rechteck- bzw. Rechteckring-Rasterelemente sowie fünfeckförmige bzw. fünfeckringförmige Rasterelemente verwendet werden.
-
In 6 ist ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Rasters 1', nämlich ein Duoton-Raster gezeigt. Die Form der Rasterelemente 10c ist analog zu dem Ausführungsbeispiel gemäß 1 bis 3 und 5. Anders als bei dem in 1 dargestellten Ausführungsbeispiel besitzt nun auch die kreisförmige Innenfläche 11 des Rasterelements 10 eine (zweite) Farbe, die zusammen mit der ersten Farbe der kreisringförmigen Außenfläche 12 in einem Überlappungsbereich 13 eine Mischfarbe ergibt. Die Farbe der Innenfläche ist beispielsweise PMS 185 U (Rot), während die Farbe der Außenfläche 12 beispielsweise PMS 320 U (Blau) ist. Entsprechend ist die Farbe des Überlappungsbereichs 13 eine Mischung aus PMS 185 U und PMS 320 U.
-
Bei dieser Ausführungsform wird die Farbwirkung bzw. der Farbeindruck jeweils durch die Farbe und die Flächeninhalte der Innenfläche 11, der Außenfläche 12 und des Überlappungsbereichs 13 bestimmt. Um die Farbwirkung in Richtung der Farbe der Innenfläche 11 zu verschieben, wird die Innenfläche 11, welche kreisförmig ist, vergrößert in Bezug auf den Flächeninhalt der Außenfläche 12, d.h. der Durchmesser d1 (hier z.B. d1 = 80 µm und d2 = 110 µm) des die Innenfläche 11 bildenden Kreises wird vergrößert. Bei einer Betonung der Farbe der Außenfläche wird der Flächeninhalt der Außenfläche 12, d.h. die Breite B3 (hier z.B. B3 = 65 µm), vergrößert. Beim Druck eines derartigen Rasters 1' wird zunächst die die Außenfläche 12 bildende erste Farbe gedruckt und anschließend die Rasterpunkte der zweiten Farbe, welche die Innenfläche 11 ausbilden. Der die Außenfläche 12 bildende Kreisring besitzt hier die Breite B3 von z.B. 65 µm. Der Überlappungsbereich 13 kann hier eine Breite von (d2 - d1) / 2 = B1 - B3 = 15 µm aufweisen. Beispielwerte sind d1 = 80 µm, d2 = 110 µm, B1 = 80 µm, B3 = 65 µm, Breite Überlappungsbereich 13 = 15 µm.
-
Ein Beispiel für ein Duotonbild mit derartigen Rasterelementen ist in 8 dargestellt. 9 zeigt einen Ausschnitt aus dem Bild, bei dem das verwendete Raster und entsprechend die einzelnen Rasterelemente detaillierter zu sehen sind.
-
Alternativ kann ein derartiges Raster für ein Duoton-Bild natürlich auch als frequenzmoduliertes, nicht von der Erfindung erfasstes Raster ausgeführt sein.
-
Die in den 1 bis 3 und 5 bis 9 dargestellten Raster verwenden geschlossene Rasterelemente. In den 10 bis 12 wird demgegenüber ein Raster 1" mit offenen Rasterelementen 10 dargestellt. Hierbei entsprechen die in 11 und 12 gezeigten Rasterelemente 10e, 10f den Rasterelementen 10a und 10b der 2 und 3 mit dem Unterschied, dass die Struktur der Außenfläche 12 nicht vollständig geschlossen ist bzw. die Außenfläche 12 die Innenfläche 11 nicht vollständig umschließt und einen Kreisring-Abschnitt ausbildet. Er weist einen Öffnungswinkel α von etwa 90° auf. Auch die Abmessungen d1, B1, B2 entsprechen den Abmessungen der Rasterelemente 10a und 10b mit dem gleichen Effekt, nämlich der Darstellung unterschiedlicher Grautöne. Durch den Öffnungswinkel in dem Rasterelement ist dieses noch fälschungssicherer. Bei dem in 10 dargestellten Raster zeigt die Öffnung in der Außenfläche 12 stets in die gleiche Richtung, nämlich nach unten. Alternativ können unterschiedliche Öffnungsrichtungen verwendet werden, z.B. kann ein erstes Rasterelemente eine nach unten zeigende Öffnung und das benachbarte Rasterelement eine nach oben zeigende Öffnung aufweisen usw.
-
Bezugszeichenliste
-
- 1, 1', 1''
- Raster
- 10, 10a, 10b, 10c
- Rasterelement
- 10e, 10f
- Rasterelement
- 11
- Innenfläche
- 12
- Außenfläche
- 13
- Überlappungsbereich
- d1, d2
- Durchmesser der als Kreis ausgeführten Innenfläche 11, im Fall von d2 einschließlich Überlappungsbereich 13
- B1, B2, B3
- Breite der als Kreisring ausgeführten Außenfläche 12, im Fall von B3 ohne Überlappungsbereich 13
- H, D
- Bereich des Bildes
- α
- Öffnungswinkel