DE102007057799A1 - Grafische Benutzerschnittstelle - Google Patents

Grafische Benutzerschnittstelle

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DE102007057799A1
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    • G06COMPUTING; CALCULATING; COUNTING
    • G06FELECTRIC DIGITAL DATA PROCESSING
    • G06F3/00Input arrangements for transferring data to be processed into a form capable of being handled by the computer; Output arrangements for transferring data from processing unit to output unit, e.g. interface arrangements
    • G06F3/01Input arrangements or combined input and output arrangements for interaction between user and computer
    • G06F3/048Interaction techniques based on graphical user interfaces [GUI]
    • G06F3/0481Interaction techniques based on graphical user interfaces [GUI] based on specific properties of the displayed interaction object or a metaphor-based environment, e.g. interaction with desktop elements like windows or icons, or assisted by a cursor's changing behaviour or appearance
    • G06F3/04812Interaction techniques based on graphical user interfaces [GUI] based on specific properties of the displayed interaction object or a metaphor-based environment, e.g. interaction with desktop elements like windows or icons, or assisted by a cursor's changing behaviour or appearance interaction techniques based on cursor appearance or behaviour being affected by the presence of displayed objects, e.g. visual feedback during interaction with elements of a graphical user interface through change in cursor appearance, constraint movement or attraction/repulsion with respect to a displayed object

Abstract

Die Erfindung betrifft eine grafische Benutzerschnittstelle. Die Benutzerschnittstelle umfasst eine Schaltfläche zum Auslösen einer Funktion und ein Zeigegerät mit einem Zeiger zum Auswählen der Schaltfläche. Die Benutzerschnittstelle ist derart ausgebildet, dass sich der Zeiger für eine vorbestimmte Verweildauer auf der Schaltfläche befinden muss, damit die Funktion der Schaltfläche dadurch ausgelöst wird.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine grafische Benutzerschnittstelle, ein Verfahren zur Steuerung eines Computers mittels einer grafischen Benutzerschnittstelle und einen Datenspeicher, in dem Befehle zur Steuerung einer grafischen Benutzerschnittstelle abgespeichert sind.
  • Grafische Benutzerschnittstellen werden heutzutage in vielen verschiedenen Anwendungen benutzt. Sie erlauben einem Computerbenutzer die Interaktion mit dem Rechner über grafische Elemente (Arbeitsplatz, Symbole, Papierkorb, Menü) unter Verwendung eines Zeigegerätes. Ein solches Zeigegerät kann zum Beispiel eine Computermaus, ein Joystick, ein Trackball, ein Touchscreen oder ein Touchpad sein. Die Graphischen Symbole und der Zeiger des Zeigegerätes werden für den Nutzer sichtbar auf einem Bildschirm dargestellt. Unter einer Benutzerschnittstelle ist demnach eine Vorrichtung zu verstehen, die es einem Benutzer erlaubt, mit einem Rechner zu kommunizieren. Ein Zeigegerät wie eine Maus oder ein Flachbildschirm könne Bestandteil einer grafischen Benutzerschnittstelle darstellen.
  • Das Zeigegerät spielt bei der Interaktion eine ausschlaggebende Rolle. Durch das Bewegen des physikalischen Zeigegerätes kann der Benutzer den virtuellen Zeiger beliebig auf dem Bildschirm der Benutzerschnittstelle bewegen. Zusätzlich sind die Zeigegeräte mit Tasten ausgestattet. Bei PCs hat es sich etabliert zwei Tasten zu benutzen. Diese Tasten erlauben es dem Benutzer gewisse Funktionen von Schaltflächen innerhalb der Schnittstelle auszulösen.
  • Bei der Betätigung einer Computermaus wird zum Beispiel zwischen Einfach-Links-Klick, Doppel-Links-Klick und Einfach-Rechts-Klick unterschieden. Alle diese Bedienungen rufen verschiedene Funktionen einer Schaltfläche hervor. So wird zum Beispiel durch ein Einfach-Links-Klick eine Schaltfläche, welche zum Beispiel ein Folder repräsentieren kann, auf einem PC-Desktop ausgewählt. Durch einen Einfach-Rechts-Klick erscheint ein Pop-up Menü auf dem Bildschirm, welches eine Reihe von zutreffenden Befehlen auszählt. Der normalerweise meistbenutzte Befehl, in diesem Fall „öffnen", kann durch einen Doppel-Links-Klick sofort ausgelöst werden.
  • Ein Nachteil dieses Systems ist die begrenzte Anzahl von Eingabe Möglichkeiten. Jede Schaltfläche in der virtuellen Schnittstelle kann normalerweise eine ganze Reihe von Funktionen ausführen. In dem jetzigen System, kann nur eine von diesen Funktionen, und zwar das Öffnen, durch den Doppel-Links-Klick direkt angewählt werde. Die anderen Funktionen sind, wie oben beschrieben, in den Pop-up Menü zu finden. Um also als Benutzer eine dieser zweitrangigen Funktionen ausführen zu könne, muss das Ikon erst mit einem Einfach-Rechts-Klick betätigt werde, um das Pop-up Menü zubekommen. Dann muss die gewünschte Funktion aus dem Menü durch Einfach-Links-Klick ausgewählt werde. Dies ist eine langwierige Aktion die es zu verbessern gilt.
  • Ein weiteres grundsätzliches Bedürfnis ist es, die Bedienung der grafischen Elemente möglichst komfortabel für den Benutzer zu gestalten. Der Benutzer soll möglichst intuitiv die unterschiedlichen Funktionen der Benutzeroberfläche erfassen können.
  • Die Aufgabe der Erfindung ist es, die eine Benutzerschnittstelle bereitzustellen, die ein Anwender möglichst schnell und komfortabel bedienen kann.
  • Die Aufgabe wird durch eine grafische Benutzerschnittstelle gelöst, die eine Schaltfläche zum Auslösen einer Funktion und ein Zeigegerät mit einem Zeiger zum Auswählen der Schaltfläche aufweist. Die Funktion der Schaltfläche wird dadurch ausgelöst, dass sich der Zeiger für eine vorbestimmte Verweildauer auf der Schaltfläche befindet. Es bedarf also keiner zusätzlichen Aktion, um die Funktion auszulösen. Letztlich wird die Zeigerbewegung beobachtet und ein Verweilen des Zeigers auf der Schaltfläche wird als Absicht interpretiert die entsprechende Schaltfläche auszulösen. Dabei muss der Zeiger nicht notwendigerweise vollständig zur Ruhe kommen; es reicht aus, wenn sich der Zeiger während der Verweildauer auf der Schaltfläche befindet. Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass anhand der Bewegung des Zeigers in der Regel erkannt werden kann, ob ein Nutzer eine bestimmte Schaltfläche ansteuern will. Anstatt also das Auslösen eines Mausklicks abzuwarten, wird die Funktion der Schaltfläche automatisch ausgelöst, wenn der Zeiger für eine vorbestimmte Zeitspanne auf der Schaltfläche verweilt.
  • Die erfindungsgemäße Benutzerschnittstelle ist besonders vorteilhaft, wenn die Funktion der Schaltfläche die Darstellung eines Kontextmenüs ist. Bei grafischen Benutzeroberflächen ist ein Kontextmenü ein Interaktionsobjekt, das dem Benutzer zu einem bestimmten Kontext verschiedene Aktionen zur Auswahl anbietet. Ein Kontextmenü enthält nur Menüpunkte, die zum jeweiligen Zeitpunkt für das ausgewählte Objekt sinnvoll sind. Dadurch bleiben Kontextmenüs übersichtlich. Dem Nutzer der erfindungsgemäßen Benutzerschnittstelle können die Kontextmenüs automatisch angezeigt werden, wenn der Nutzer mit dem Zeiger für eine vorbestimmte Zeitspanne auf der Schaltfläche verweilt. Der Nutzer muss nicht zwischen rechtem und linkem Mauszeiger unterscheiden, um sich das Kontextmenü anzeigen zu lassen und die Funktionen des Kontextmenüs auszuwählen. Die Bedienung der Schnittstelle erfolgt somit schneller und intuitiver. Ferner ist es möglich, den Zeigertasten der Maus weitere Funktionen zuzuordnen. Es wird letztlich anhand der Bewegung des Zeigers erkannt, ob der Benutzer beabsichtigt eine Schaltfläche zu betätigen.
  • Vorzugsweise liegt die Zeitspanne, die der Zeiger auf der Schaltfläche sein muss, um die Funktion der Schaltfläche auszulösen, zwischen 50 und 1000 Millisekunden. Diese Werte wurden experimentell ermittelt. Es hat sich gezeigt, dass die Verweildauer eines Zeigers auf einer Schaltfläche bei den allermeisten Benutzern in dem vorgenannten Zeitrahmen liegt. Allerdings kann sich die Zeitspanne zwischen erfahrenen und weniger versierten Benutzern relativ stark unterscheiden. Deshalb ist es vorgesehen, dass die Zeitspanne, die der Zeiger auf der Schaltfläche sein muss, um die Funktion der Schaltfläche auszulösen, vom Benutzer festgelegt werden kann. Somit kann der Benutzer die Auslösefunktion seinen persönlichen Gewohnheiten anpassen, um eine optimale Menüführung bereitstellen zu können.
  • Die grafische Benutzerschnittstelle ist bevorzugt derart ausgebildet ist, dass der Zeiger auf der Schaltfläche ruhen muss, damit die Funktion der Schaltfläche dadurch ausgelöst werden kann. Diese Implementierung der Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass der Anwender den Zeiger auf der Schaltfläche anhält, bevor er die entsprechende Funktion auslöst. Herkömmlicherweise, muss der Anwender eine Taste dafür drücken. Erfindungsgemäß reicht es, den Zeiger auf der Schaltfläche anzuhalten, um die entsprechende Funktion auszulösen. Die Menüführung durch den Anwender kann somit beschleunigt werden. Zusätzlich können den Tasten, beispielsweise einer Maus, weitere Funktionen zugewiesen werden.
  • Vorzugsweise muss lediglich eine Geschwindigkeit des Zeigers unter eine vorbestimmte Mindestgeschwindigkeit fallen, damit der Zeiger die Funktion der Schaltfläche auslöst. Der Zeiger muss also nicht vollständig ruhen, damit die entsprechende Funktion ausgelöst wird. Es reicht aus, wenn der Zeiger derart gebremst wird, dass die Geschwindigkeit der Zeigers unter eine vorbestimmte Geschwindigkeit fällt. Damit kann die Navigation durch die Schaltflächen durch den Anwender weiter beschleunigt werden. Vor allem erfahrene Anwender tendieren dazu, die Auswahl der Schaltflächen vorzunehmen, ohne den Zeiger vollständig anzuhalten. Bevorzugt, kann der Benutzer die Mindestgeschwindigkeit des Zeigers nach seinen Bedürfnissen festlegen. Das Unterschreiten dieser Mindestgeschwindigkeit entspricht also einer Ruheposition des Zeigers. Des Weiteren sind geringfügige Bewegungen (unterhalb der Mindestgeschwindigkeit) nie ausgeschlossen, da bei menschlicher Bedienung eine absolute Ruheposition, beispielsweise der Hand oder anderer zur Bedienung zu verwendbarer Körperteile wie auch Augenbewegungen, nicht möglich ist.
  • Eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sieht vor, dass die Mindestgeschwindigkeit für einen vorbestimmten Zeitraum von dem Zeiger unterschritten werden muss, damit der Zeiger die Funktion der Schaltfläche auslöst. Damit soll sichergestellt werden, dass die Schaltfläche nicht dadurch ausgelöst wird, dass der Benutzer den Mauszeiger auf der Schaltfläche in die entgegengesetzte Richtung umlenkt. Durch das Umlenken kommt der Mauszeiger kurzzeitig zur Ruhe, wodurch fälschlicherweise die Funktion der Schaltfläche ausgelöst werden könnte. Der Benutzer hat aber keine Intention, die Schaltfläche auszulösen, sonder will nur den Zeiger zu einer anderen Schaltfläche bewegen. Beim Umlenken kommt der Zeiger allerdings nur für eine sehr kurze Zeitspanne zur Ruhe, weshalb der Mindestzeitraum für das Unterschreiten der Mindestgeschwindigkeit verhindert, dass die Funktion der Schaltfläche fälschlicherweise ausgelöst wird.
  • Die vorliegende Erfindung kann auf unterschiedlichste Weise implementiert werden. Die Benutzerschnittstelle kann als Bestandteil eines Computerprogramms, beispielsweise eines Betriebssystems, implementiert werden, welches auf Datenträgern zum Verkauf angeboten wird. Sobald das Programm auf einem Rechner installiert ist, wird die Benutzerschnittstelle des Rechners derart programmtechnisch eingerichtet, dass der Rechner erfindungsgemäß bedient werden kann. Daher stellt ein Datenspeicher eine Ausführungsform der Erfindung dar, auf dem Befehle zur Steuerung einer grafischen Benutzerschnittstelle abgespeichert sind, die es ermöglichen, einen Computer erfindungsgemäß anzusteuern.
  • Eine weitere Möglichkeit, die vorliegende Erfindung zu implementieren, stellt das Internet dar. Danach kann der Benutzer auf Internetseiten navigieren. Der Inhalt der Internetseiten wird auf den Rechner des Benutzers übertragen. Die Internetseiten stellen dem Benutzer eine grafische Benutzeroberfläche zur Verfügung, die erfindungsgemäß angesteuert werden kann. Die Steuerung erfolgt beispielsweise dadurch, dass die Befehlseingaben an die entsprechende Internetseite übertragen werden, auf der die Befehle ausgeführt werden. Die Benutzerschnittstelle wird also erst durch die Datenübertragung von Computern in einem Netzwerk implementiert. Letztlich sind es die elektrischen oder elektromagnetischen Signale, die zwischen den Computern in einem Netzwerk ausgetauscht werden, wodurch die vorliegende Erfindung implementierbar wird. Ein Elektrisches oder elektromagnetisches Signal zur Datenübertragung zwischen Computern stellt demnach eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dar, wenn das elektrische oder elektromagnetische Signal Befehle zur erfindungsgemäßen Steuerung einer Benutzerschnittstelle enthält. Unter einem Signal ist eine zeitlich variierende physikalische Größe zu verstehen, die eine kodierte Nachricht enthält. Als variierende physikalische Größe kann beispielsweise die Spannung oder die Stromstärke eines elektrischen Signals gewählt werden. Ferner können Frequenz, Amplitude und/oder Phase eines elektromagnetischen Signals zur Kodierung variiert werden. In einem Kommunikationssystem kodiert der Sender eine Nachricht in einem Signal. Das Signal wird von einem Empfänger empfangen, der die kodierte Nachricht dekodiert.
  • Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels beschrieben.
  • 1 zeigt ein Netzwerk, in dem die erfindungsgemäße Benutzerschnittstelle gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung implementiert ist.
  • 2 zeigt einen Computer mit einer grafischen Benutzerschnittstelle gemäß der vorliegenden Erfindung.
  • 3 zeigt beispielhaft die grafische Darstellung von Schaltflächen und Zeiger der erfindungsgemäßen grafischen Benutzerschnittstelle.
  • 4 zeigt eine Schaltfläche der grafischen Benutzerschnittstelle gemäß der vorliegenden Erfindung.
  • 5 zeigt beispielhaft die gemessene Geschwindigkeit des auf der Benutzerschnittstelle befindlichen Zeigers.
  • Das in 1 dargestellte Netzwerk 20 könnte beispielsweise ein lokales drahtgebundenes oder drahtloses Netzwerk wie ein LAN (Local Area Network) oder WLAN (Wireless Local Area Network) darstellen. Bevorzugt handelt es sich aber bei dem dargestellten Netzwerk 20 um das Internet. Das Internet ist ein elektronischer Verbund von Rechnernetzwerken, mit dem Ziel, Verbindungen zwischen einzelnen Computer herzustellen und so Daten auszutauschen. Im Prinzip kann dabei jeder Rechner weltweit mit jedem anderen Rechner verbunden werden. Der Datenaustausch zwischen den einzelnen Internet-Rechnern (Servern) erfolgt über die technisch normierten Internetprotokolle. Die Internetprotokollfamilie ist eine Familie von rund 500 Netzwerkprotokollen, die die Basis für die Netzkommunikation im Internet bilden. Die Datenübertragung zwischen angeschlossenen Rechnern im Internet wird durch die standardisierten Protokolle TCP (Transmission control protocoll) und das IP (Internet protocoll) gewährleistet.
  • Zur Implementierung der grafischen Benutzerschnittstelle des vorliegenden Ausführungsbeispiels, kann eine entsprechende Anwendung auf einem Server 10 bereitgestellt werden, der mit einem an das Netzwerk angeschlossenen Client 30 kommuniziert. Ein Server ist ein Computer, der mit einem anderen Computer, dem Client, kommuniziert, um ihm Zugang zu Diensten zu verschaffen. Als Dienst kann jede Anwendung angesehen werden. Erfindungsgemäß wird dem Client 30 eine Anwendung bereitgestellt, die eine grafische Benutzerstelle programmtechnisch zur Verfügung stellt. Der Client 30 kann auf Wunsch den Dienst bei dem Server anfordern, der ihn bereitstellt. Die Bereitstellung des Dienstes kann aber auch zwischen mehreren Rechnern im Netzwerk verteilt werden, so dass der Dienst auf einem verteilten System, also auf mehreren Rechnern/Prozessoren, abläuft. Die verteilten Rechner kommunizieren miteinander und stellen die Rechenleistung zur Verfügung, um den Dienst zu implementieren.
  • Beispielsweise kann der Client ein Electronic Program Guide (EPG) als Dienst bereitstellen. Als EPG (zu Deutsch elektronische Programmzeitschrift) bezeichnet man die digitale Variante einer gedruckten Zeitschrift für Fernsehprogramme und Radioprogramme. Mit Hilfe des EPGs kann man sich das laufende und kommende Fernseh- oder Radioprogramm anzeigen lassen. Die Programmübersicht beinhaltet mindestens den Titel, die Uhrzeit und die Dauer jeder Sendung. Zusätzlich können zu den einzelnen Sendungen kurze Beschreibungen des Inhalts – bei einigen EPG Formaten auch mit Bildern – angezeigt werden. Aufgrund der Integration mit dem Empfangsgerät lässt sich aus dem EPG heraus das Programm umschalten oder die Aufnahme einer ausgewählten Sendung programmieren. Das EPG ist nur beispielhaft erwähnt und es können erfindungsgemäß auch vollkommen andere Dienste implementiert werden.
  • In 2 ist der Client aus 1 schematisch dargestellt. Es handelt sich um einen Mikrocomputer 40, beispielsweise ein PC, an den ein Bildschirm 70, eine Tastatur 60 und eine Maus 50 angeschlossen sind. Als Client könne aber auch Laptops (tragbare Mikrocomputer), PDAs (Personal Digital Assistant) oder moderne Mobiltelephone und mobile Datengeräte dienen, die jeweils eine grafische Benutzerschnittstelle aufweisen. Als Benutzerschnittstelle könnte insbesondere ein Touchscreen bzw. Sensorbildschrim eingesetzt werden. Anstelle der Maus kann ein Touchpad bzw. Tastfeld oder ein Trackball eingesetzt werden.
  • 3 zeigt eine Vergrößerte Ansicht des Bildschirms 70 aus 2. Auf dem Bildschirm ist ein Zeiger 80 dargestellt. Es kann sich um den Zeiger eines beliebigen Zeigegerätes handeln wie beispielsweise den Zeiger einer elektronische Maus oder eines Tastfeldes. Der Zeiger wird über eine von mehreren auf dem Bildschirm angezeigten Schaltflächen bewegt, um eine entsprechende Funktion auszuwählen.
  • Die Auswahl der Schaltfläche erfolgt gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel jedoch nicht dadurch, dass eine Taste gedrückt werden muss, während sich der Zeiger auf der Schaltfläche befindet. Die Funktion der Schaltfläche wird nur dann ausgelöst, wenn zumindest zwei Bedingungen erfüllt sind: Der Zeiger befindet sich auf der Schaltfläche und die Geschwindigkeit des Zeigers ist geringer als eine Mindestgeschwindigkeit.
  • Vorzugsweise wird die Geschwindigkeit des Zeigers kontinuierlich erfasst. Zur Erfassung der Zeigergeschwindigkeit wird bevorzugt folgendermaßen vorgegangen.
    • 1. Die Position des Zeigers wird in aufeinanderfolgenden Zeitintervallen erfasst. Das kleinste denkbare Zeitintervall ist das Zeitintervall zwischen zwei aufeinanderfolgenden Einzelbildern, die auf dem Bildschirm angezeigt werden.
    • 2. Der Abstand zwischen den Zeigerpositionen wird ermittelt. Da Bildschirme üblicherweise aus Pixeln bzw. Bildpunkten aufgebaut sind, können die Bildpunkte als Maß für den Abstand gewählt werden. D. h. die Anzahl der Bildpunkte zwischen zwei aufeinanderfolgenden Zeigerpositionen wird ermittelt. Dieser Abstand ist ein Maß für die Geschwindigkeit, mit dem der Zeiger bewegt wird.
  • In 4 ist eine vergrößerte Darstellung einer Schaltfläche 90 gezeigt. Die Schaltfläche 90 umfasst eine Vielzahl von Pixeln 100. Pixel 120 stellt die Zeigerposition dar. Die Zeigerposition stellt den Mittelpunkt eines Kreises dar, dessen Radius ca. 3 Pixel groß ist. Bezugszeichen 110 stellt diejenigen Pixel dar, die von dem Kreis ungefähr eingeschlossen wird. Es wird demnach eine Fläche um die Zeigerposition definiert, die durch die gekennzeichneten Pixel 110 eingeschlossen wird. Diese Fläche stellt angenähert einen Kreis dar. Wenn die darauffolgend erfasste Zeigerposition innerhalb der dargestellten Fläche 110 liegt, dann wird erfasst, dass die Geschwindigkeit des Zeigers unterhalb der Mindestgeschwindigkeit liegt. Liegt die darauffolgend erfasste Zeigerposition außerhalb der dargestellten Fläche 110, so wird die Geschwindigkeit des Zeigers als oberhalb der Mindestgeschwindigkeit erkannt. Die Geschwindigkeit des Zeigers wird somit kontinuierlich erfasst. Als Maß für die Geschwindigkeit wird der Abstand zweier zeitlich aufeinanderfolgender Zeigerpositionen gewählt. Der Abstand wird vorzugsweise in Pixeln gemessen.
  • In 5 ist beispielhaft die Geschwindigkeit v eines Zeigers dargestellt, der sich auf einer Schaltfläche befindet. Bezugszeichen vmin stellt die Mindestgeschwindigkeit des Zeigers dar. Nur, wenn diese Mindestgeschwindigkeit unterschritten wird, kann die der Schaltfläche entsprechende Funktion ausgelöst werden. Zum Zeitpunkt t1 unterschreitet die Geschwindigkeit v zum ersten mal die Mindestgeschwindigkeit. Vorzugsweise ist es ein zusätzliches Erfordernis, dass die Mindestgeschwindigkeit für einen vorbestimmten Zeitraum Δt unterschritten werden muss, während der Zeiger auf der Schaltfläche liegt. Nur wenn dieses Zusatzerfordernis erfüllt ist, wird die Funktion der Schaltfläche ausgelöst. In 5 ist der Zeitpunk t1 + Δt denjenigen Zeitpunkt dar, an dem die Funktion ausgelöst wird. Beispielsweise könnte aufgrund der Funktion, ein Kontextmenü auf dem Bildschirm dargestellt werden. Zum späteren Zeitpunkt t2 überschreitet der Zeiger die Mindestgeschwindigkeit vmin wieder. Dies hat zur Folge, dass das Kontextmenü wieder ausgeblendet wird. Die Funktion wird nicht mehr abgerufen, weil der Zeiger nicht mehr die Mindestgeschwindigkeit unterschreitet. Das Ausschalten der Funktion tritt bevorzugt auch automatisch ein, wenn der Zeiger die Schaltfläche verlässt.
  • 10
    Server
    20
    Netzwerk
    30
    Client
    40
    Rechner
    50
    Maus
    60
    Tastatur
    70
    Bildschirm
    80
    Mauszeiger
    90
    Schaltfläche
    100
    Bildschirmpunkt (Pixel)
    110
    eingeschlossene Bildschirmfläche
    120
    Position des Mauszeigers

Claims (16)

  1. Eine grafische Benutzerschnittstelle, wobei die Benutzerschnittstelle eine Schaltfläche (90) zum Auslösen einer Funktion und ein Zeigegerät (50) mit einem Zeiger (80) zum Auswählen der Schaltfläche (90) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Benutzerschnittstelle derart ausgebildet ist, dass sich der Zeiger (80) für eine vorbestimmte Verweildauer auf der Schaltfläche (90) befinden muss, damit die Funktion der Schaltfläche (90) dadurch ausgelöst wird, oder derart ausgebildet ist, dass eine Geschwindigkeit des Zeigers (80) unter eine vorbestimmte Mindestgeschwindigkeit fallen muss, damit der Zeiger (80) die Funktion der Schaltfläche (90) auslöst.
  2. Eine grafische Benutzerschnittstelle (90) nach Anspruch 1, wobei die Verweildauer, die der Zeiger (80) auf der Schaltfläche (90) sein muss, um die Funktion der Schaltfläche (90) auszulösen, zwischen 5 und 2000 Millisekunden, insbesondere zwischen 50 und 1000 Millisekunden, liegt.
  3. Eine grafische Benutzerschnittstelle nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Verweildauer, die der Zeiger (80) auf der Schaltfläche (90) sein muss, um die Funktion der Schaltfläche (90) auszulösen, vom Benutzer festgelegt werden kann.
  4. Eine grafische Benutzerschnittstelle nach einem der vorstehenden Ansprüche, die derart ausgebildet ist, dass der Zeiger (80) auf der Schaltfläche (90) ruhen muss, damit die Funktion der Schaltfläche (90) dadurch ausgelöst werden kann.
  5. Eine grafische Benutzerschnittstelle nach Anspruch 1, die derart ausgebildet ist, dass die Mindestgeschwindigkeit des Zeigers (80) vom Benutzer festgelegt werden kann.
  6. Eine grafische Benutzerschnittstelle nach Anspruch 4, die derart ausgebildet ist, dass die die Mindestgeschwindigkeit für einen vorbestimmten Zeitraum (Δt) von dem Zeiger (80) unterschritten werden muss, damit der Zeiger (80) die Funktion der Schaltfläche (90) auslöst.
  7. Eine grafische Benutzerschnittstelle nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der vorbestimmte Zeitraum (Δt) derart gewählt ist, dass ein Umlenken des Zeigers (80) auf der Schaltfläche (90) durch den Benutzer, nicht zum Auslösen der Funktion der Schaltfläche (90) führt.
  8. Computer mit einer grafischen Benutzerschnittstelle gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7.
  9. Ein Verfahren zur Steuerung eines Computers mittels einer grafischer Benutzerschnittstellen, mit dem Verfahrensschritt: Auslösen einer Funktion einer Schaltfläche (90) einer grafischen Benutzerschnittstelle mittels eines Zeigers (80) eines Zeigegerätes (50), gekennzeichnet durch den Schritt: Auslösen der Funktion der Schaltfläche (90), indem der Zeiger (80) für eine vorbestimmte Verweildauer auf der Schaltfläche (90) verweilt, oder wenn eine Geschwindigkeit des Zeigers (80) unter eine vorbestimmte Mindestgeschwindigkeit fällt.
  10. Ein Verfahren nach Anspruch 9, wobei die Verweildauer zwischen 50 und 1000 Millisekunden liegt.
  11. Ein Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, wobei die Verweildauer vom Benutzer festgelegt wird.
  12. Ein Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche 9 bis 11, wobei der Zeiger (80) durch Ruhen auf der Schaltfläche (90) die Funktion der Schaltfläche (90) auslöst.
  13. Ein Verfahren nach Anspruch 12, wobei der Benutzer die Mindestgeschwindigkeit festlegt.
  14. Ein Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, wobei die die Mindestgeschwindigkeit für einen vorbestimmten Zeitraum von dem Zeiger (80) unterschritten werden muss, damit der Zeiger (80) die Funktion der Schaltfläche (90) auslöst.
  15. Datenspeicher zur Aufzeichnung von Daten, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Datenspeicher Befehle zur Steuerung einer grafischen Benutzerschnittstelle abgespeichert sind, wobei die Befehle es ermöglichen, einen Computer gemäß einem der Verfahren nach Ansprüchen 9 bis 14 zu steuern.
  16. Elektrisches oder elektromagnetisches Signal zur Datenübertragung zwischen Computern, dadurch gekennzeichnet, dass das elektrische oder elektromagnetische Signal Befehle zur Steuerung einer Benutzerschnittstelle enthält, wobei die Befehle es ermöglichen, einen Computers gemäß einem der Verfahren nach Ansprüchen 9 bis 14 zu steuern.
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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19654944A1 (de) * 1996-12-13 1998-06-25 Andreas Bohn Systemsteuerung

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