DE10100518A1 - Kantenbeschichtungsvorrichtung - Google Patents

Kantenbeschichtungsvorrichtung

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Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Beschichten der seitlichen Kantenflächen von langgestreckten Werkstücken mit einem flüssigen Beschichtungsmedium, bestehend aus einem justierbaren Beschichtungskopf mit einem in Transportrichtung des Werkstückes verlaufenden Beschichtungsschlitz, in den am Eintrittsende des Werkstückes eine dem Kantenquerschnitt des Werkstückes angepaßte und an eine Leitung für die Zufuhr des Beschichtungsmediums anschließbare, seitliche Schlitzdüse mündet. DOLLAR A Um den Zeitaufwand für das Auswechseln und Einrichten der Beschichtungsköpfe zu reduzieren und den Platzbedarf zu verringern, mündet mit Abstand von der seitlichen Schlitzdüse (7) mindestens eine zweite, ebenfalls an eine Leitung für die Zufuhr des Beschichtungsmediums anschließbare, seitliche Schlitzdüse (8 oder 9) in den Beschichtungsschlitz (4).

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Beschichten der seitlichen Kantenflächen von langgestreckten Werkstücken mit einem flüssigen Beschichtungsmedium, bestehend aus einem ju­ stierbaren Beschichtungskopf mit einem in Transportrichtung des Werkstückes verlaufenden Beschichtungsschlitz, in den am Ein­ trittsende des Werkstückes eine dem Kantenquerschnitt des Werk­ stückes angepaßte und an eine Leitung für die Zufuhr des Be­ schichtungsmediums anschließbare, seitliche Schlitzdüse mündet.
Eine derartige Vorrichtung ist beispielsweise aus der DE 42 07 090 C2 bekannt. Diese bekannte Vorrichtung ist in der Lage, kon­ tinuierlich oder diskontinuierlich langgestreckte Werkstücke mit einem flüssigen Beschichtungsmedium zu versehen. Dabei können die Werkstücke aus Holz, Kunststoff, Metall, Stein oder einem Verbundwerkstoff bestehen und als Platten, Leisten oder Profil­ stäbe ausgebildet sein. Die einzige Voraussetzung ist lediglich, dass sie gerade verlaufende Kanten und damit auch gerade verlau­ fende Kantenflächen besitzen, um mit einem linearen Fördermittel im Beschichtungsschlitz des Beschichtungskopfes bewegt bzw. transportiert werden zu können. Als Beschichtungsmedien können pump- und filterfähige, düsengängige Flüssigkeiten wie Pigment­ lösungen, Farben, Lacke, Holz- und Korrosionsschutzmittel ver­ wendet werden. Die Werkstücke werden bei dem Beschichtungsvor­ gang durch den Beschichtungsschlitz bewegt. Dabei wird das Be­ schichtungsmedium auf die entsprechenden, seitlichen Kantenflä­ chen aufgedüst.
Die Dicke der fertigen, aufgedüsten Beschichtung beträgt in Ab­ hängigkeit von der Viskosität des Beschichtungsmediums und der Oberflächenbeschaffenheit der Kantenflächen etwa 0,008 bis 0,2 mm. Sollen größere Beschichtungsdicken erreicht werden, ist es bisher erforderlich, einen zweiten Beschichtungskopf vorzusehen. Bei dem Beschichtungsvorgang kann es darüber hinaus vorkommen, dass Fehler, beispielsweise Unterbrechungen, das sind nicht be­ schichtete Kantenflächen, auftreten, die einen zweiten Beschich­ tungsvorgang und damit einen zweiten Beschichtungskopf erforder­ lich machen. Je nach Bedarf werden auch mehr als zwei Beschich­ tungsköpfe hintereinander angeordnet. Bei einem Wechsel der zu beschichtenden Werkstücke, die unterschiedliche seitliche Kan­ tenflächen aufweisen, ist immer ein Wechsel des Beschichtungs­ kopfes und damit ein genaues Einrichten bzw. Ausrichten dessel­ ben erforderlich. Bei mehr als einem Beschichtungskopf erhöht sich der dafür erforderliche Zeitaufwand nicht unbeträchtlich. Darüber hinaus benötigen zwei oder mehr Beschichtungsköpfe zwangsläufig einen größeren Platzbedarf, wobei jeder zusätzliche Beschichtungskopf auch mit mindestens einer Leitung für die Zu­ fuhr des Beschichtungsmediums und gegebenenfalls auch mit einer Vakuumleitung verbunden werden muß.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Vorrich­ tung zum Beschichten der seitlichen Kantenflächen von langge­ streckten Werkstücken mit einem flüssigen Beschichtungsmedium zu beschaffen, bei der der Zeitaufwand für das Auswechseln und Ein­ richten der Beschichtungsköpfe reduziert und der Platzbedarf verringert wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird gemäß der Erfindung bei einer Vorrichtung der eingangs beschriebenen Gattung vorgeschlagen, dass mit Abstand von der seitlichen Schlitzdüse mindestens eine zweite, ebenfalls an eine Leitung für die Zufuhr des Beschich­ tungsmediums anschließbare, seitliche Schlitzdüse in den Be­ schichtungsschlitz mündet.
Durch die Anordnung mindestens einer weiteren Schlitzdüse im Be­ schichtungsschlitz des Beschichtungskopfes ist bei einem Wechsel der zu beschichtenden Werkstücke mit anderen Kantenflächen le­ diglich nur noch ein Beschichtungskopf erforderlich, der in ver­ hältnismäßig kurzer Zeit ein- bzw. ausgerichtet werden kann. Das bisher erforderliche, zusätzliche Wechseln und Einrichten eines weiteren Beschichtungskopfes entfällt. Dadurch verringert sich gleichzeitig der benötigte Platzbedarf. Mit der erfindungsgemä­ ßen Vorrichtung kann nicht nur die Produktionsgeschwindigkeit, sondern auch die Produktionssicherheit erhöht werden. Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung können höhere Beschichtungsmengen bzw. Beschichtungsdicken erreicht werden und die Beschichtung ist gleichmäßiger. Darüber hinaus ist auch das Egalisieren von eventuellen Fehlstellen in einem einzigen Beschichtungsvorgang möglich. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist sowohl für eine partielle Beschichtung als auch für eine Naß-Naß-Beschichtung geeignet.
Weitere Merkmale einer Vorrichtung gemäß der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis 9 offenbart.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in einer Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.
In dieser Zeichnung ist von einer Vorrichtung zum Beschichten der seitlichen Kantenflächen von langgestreckten Werkstücken mit einem flüssigen Beschichtungsmedium nur der Beschichtungskopf 1 in perspektivischer Ansicht gezeigt, der aus einem metallischen Gehäuse 2 besteht, welches an seiner nicht erkennbaren Rückseite in an sich bekannter, nicht dargestellter Weise an eine Vakuum­ leitung anschließbar ist. Das weitgehend hohle Gehäuse 2 ist an seiner Vorderseite 3 mit einem sogenannten Beschichtungsschlitz 4 versehen, der auch als Passierschlitz bezeichnet werden kann. Durch diesen Beschichtungsschlitz 4 wird das an seinen seitli­ chen Kantenflächen zu beschichtende, langgestreckte Werkstück mit seinen seitlichen Kantenflächen geführt. Dabei entspricht der Querschnitt des Beschichtungsschlitzes 4 dem Querschnitt der seitlichen Kantenflächen des zu beschichtenden Werkstückes, wo­ bei der Querschnitt des Beschichtungsschlitzes 4 allseitig ge­ ringfügig größer als der entsprechende Querschnitt des Kantenbe­ reiches des Werkstückes ist.
An dem Gehäuse 2 befinden sich mehrere nur angedeutete Anschluß­ stutzen 5, die über an sich bekannte, jedoch nicht gezeichnete Anschluß- bzw. Kuppelstücke mit Leitungen für die Zuführung des Beschichtungsmediums verbindbar sind.
Nahe an der Eingangsseite 6 des Beschichtungsschlitzes 4 mündet nun in denselben eine seitliche Schlitzdüse 7, die sich, ausge­ nommen im vorderen Bereich, vollständig über die Umfangsfläche des Beschichtungsschlitzes 4 erstreckt. Über diese Schlitzdüse 7 können nun die seitlichen Kantenflächen des Werkstückes mit dem benötigten Beschichtungsmedium sehr genau beschichtet werden. Die Beschichtungsdicke beträgt zunächst normalerweise etwa 0,05 bis 0,2 mm. Beispielsweise durch ein an das Gehäuse 2 angelegtes Vakuum kann jedoch von der Vorderseite derselben in den Be­ schichtungsschlitz 4 Luft von außen angesaugt werden, die einen Teil des Beschichtungsmediums wieder mitreißt. Die verbleibende Beschichtung weist dann eine Dicke von etwa 0,008 bis 0,2 mm auf, wobei dieselbe jedoch sehr stark von der Viskosität des Be­ schichtungsmediums und der Oberflächenstruktur der zu beschich­ tenden seitlichen Kantenflächen abhängig ist.
Um höhere Auftragsdicken und Produktionsgeschwindigkeiten zu er­ reichen und mögliche Fehlstellen in der Beschichtung zu vermei­ den, sind in dem Beschichtungsschlitz 4 im dargestellten Ausfüh­ rungsbeispiel noch zwei weitere seitliche Schlitzdüsen 8, 9 vor­ gesehen, wobei sich die seitliche Schlitzdüse 9 am Ende des Be­ schichtungsschlitzes 4 und die Schlitzdüse 8 etwa in der Mitte des Beschichtungsschlitzes 4 befindet. Diese zusätzlichen, seit­ lichen Schlitzdüsen 8, 9 erhöhen nicht nur die Produktionssi­ cherheit durch das Egalisieren von möglichen Fehlerstellen; sie ermöglichen auch eine dickere Beschichtung und eine höhere Pro­ duktionsgeschwindigkeit, wobei gleichzeitig der Platzbedarf ge­ genüber mehreren Beschichtungsköpfen und der Zeitaufwand für das Auswechseln des Beschichtungskopfes 1 und dessen Ein- bzw. Aus­ richtung reduziert wird.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind noch längs zur Trans­ portrichtung des Werkstückes verlaufende Schlitzdüsen 10, 11 im Beschichtungsschlitz 4 vorgesehen, die dann eingearbeitet werden bzw. zur Wirkung kommen, wenn ein besonders sauberer, seitlicher Abschluß der Beschichtung erreicht werden soll. Die in Längs­ richtung des Beschichtungsschlitzes 4 verlaufenden, unteren Schlitzdüsen 10, 11 können auch an der Oberseite des Beschich­ tungsschlitzes 4 angeordnet sein.
In Abänderung des erläuterten Ausführungsbeispieles ist es mög­ lich, auf die mittlere Schlitzdüse 8 zu verzichten. Dabei kann, je nach Bedarf, auch eine der in Längsrichtung verlaufenden Schlitzdüsen 10 oder 11 entfallen.

Claims (9)

1. Vorrichtung zum Beschichten der seitlichen Kantenflächen von langgestreckten Werkstücken mit einem flüssigen Beschichtungs­ medium, bestehend aus einem justierbaren Beschichtungskopf mit einem in Transportrichtung des Werkstückes verlaufenden Be­ schichtungsschlitz, in den am Eintrittsende des Werkstückes eine dem Kantenquerschnitt des Werkstückes angepaßte und an eine Leitung für die Zufuhr des Beschichtungsmediums an­ schließbare, seitliche Schlitzdüse mündet, dadurch gekennzeichnet, dass mit Abstand von der seitlichen Schlitzdüse (7) mindestens eine zweite, ebenfalls an eine Leitung für die Zufuhr des Be­ schichtungsmediums anschließbare, seitliche Schlitzdüse (8 oder 9) in den Beschichtungsschlitz (4) mündet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite seitliche Schlitzdüse in der Mitte des Be­ schichtungsschlitzes (4) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite seitliche Schlitzdüse (9) am Austrittsende des Beschichtungsschlitzes (4) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der ersten seitlichen Schlitzdüse (7) und der zweiten seitlichen Schlitzdüse (9) mindestens eine weitere seitliche Schlitzdüse (8) in den Beschichtungsschlitz (4) mün­ det.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die seitlichen Schlitzdüsen (7, 8, 9) annähernd gleichen Abstand voneinander aufweisen.
6. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die seitlichen Schlitzdüsen (7, 8, 9) an eine gemeinsame Leitung mit Teilleitungen für die Zufuhr des Beschichtungsme­ diums angeschlossen sind.
7. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die seitlichen Schlitzdüsen (7, 8, 9) an getrennte Leitun­ gen für die Zufuhr des Beschichtungsmediums angeschlossen sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass in den Leitungen bzw. Teilleitungen Dosierventile ange­ ordnet sind.
9. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei seitlichen Schlitzdüsen (7, 8/8, 9) unten und/oder oben mindestens eine in Längsrichtung des Beschich­ tungsschlitzes (4) verlaufende Schlitzdüse (10, 11) angeordnet ist.
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