DE1009752B - Verfahren zum Schwelen von in einem Gaserzeuger zu vergasender Kohle - Google Patents
Verfahren zum Schwelen von in einem Gaserzeuger zu vergasender KohleInfo
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Classifications
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Description
- Verfahren zum Schwelen von in einem Gaserzeuger zu vergasender Kohle Im Hauptpatent ist ein Verfahren zum Schwelen von in einem Gaserzeuger zu vergasender Kohle angegeben, bei dem die Schwelprodukte in einem Vergasungsmittelerhitzer verbrannt und das Abgas des Erhitzers als Spülgas für die Kohleschwelung verwendet wird. In dem Erhitzer können Luft oder andere Vergasungsmittel, wie Dampf, Sauerstoff, Kohlensäure od. dgl., erhitzt und auch Dampf erzeugt werden. Je nach der Menge der anfallenden Schwelprodukte kann auch eine gleichzeitige Erhitzung mehrerer Vergasungsmittel, z. B. von Wind und Dampf oder von Sauerstoff und Dampf, mit oder ohne Dampferzeugung, vorgenommen werden. Diese Betriebsweise kommt besonders bei mit Sauerstoff betriebenen Gaserzeugern in Betracht, da die Sauerstoffmenge nur rund ein Fünftel der sonst benötigten Luftmenge beträgt und daher zur Aufnahme der Verbrennungswärme der Schwelprodukte nicht ausreichen kann.
- Bei mit Sauerstoff betriebenen Gaserzeugern besteht infolge der größeren Wärmeentwicklung im Gaserzeuger die Möglichkeit, einen Teil der Schwelprodukte in den Gaserzeuger zurückzuführen und damit für die Gaserzeugung auszunutzen. Während es bisher üblich war, die rückgeführten Schwelprodukte mit oder ohne Teer unten im Gaserzeuger zu verbrennen oder bei hoher Temperatur zu zersetzen, wird nach der Erfindung eine besonders günstige Betriebsweise dadurch erreicht, daß ein Teil des im Gaserzeuger erzeugten Gases in den unteren Teil des Schwelschachtes geleitet, zusammen mit den von ihm ausgetriebenen gas- und dampfförmigen Schwelprodukten unterhalb des oberen Schwelschachtteiles, in dem die Kohle unter Verwendung des Verbrennungsgases des Vergasungsmittelerhitzers vorgeschwelt wird, aus dem Schwelschacht abgeleitet und ohne Kühlung unten in eine Zone des Gaserzeugers wieder eingeführt wird, deren Temperatur nur für die thermische Spaltung der Teerdämpfe, nicht aber des Schwelgases ausreicht.
- Hierdurch bleiben die schweren Kohlenwasserstoffe, wie C2 H4, C2 H6 usw., mit ihrem hohen Heizwert erhalten und erhöhen zusammen mit den Spaltprodukten des Teers den Heizwert des Generatorgases.
- Zur Durchführung des Verfahrens ist es nur nötig, die gemäß dem Hauptpatent aus dem Gaserzeuger in den Schwelaufsatz abgezogene Gasmenge entsprechend zu erhöhen und mit den von ihr ausgetriebenen Schwelprodukten ohne Kühlung (also mit 300 bis 400°) mit Hilfe eines Gebläses in den Gaserzeuger zurückzuführen. Zur Einführung der rückgeführten Gase wählt man eine Zone, in der die Temperatur zur Vorwärmung der rückgeführten Gase auf die Zersetzungstemperatur des Teers (700 bis 800°) ausreicht.
- Erfindungsgemäß wird der Wärmebedarf der thermischen Spaltung der Teerdämpfe durch Verwendung von Sauerstoff als Vergasungsmittel oder durch Vorwärmen des in den Gaserzeuger rückgeführten Generatorgas-Schwelgas-Teerdampf-Gemisches oder durch höhere Vergasungsmittelerhitzung gedeckt.
- Bei dem neuen Verfahren entstehen zwei Kreisläufe: ein unterer mit dem Generatorgas als Spülmittel und ein oberer mit den Verbrennungsgasen des Vergasungsmittelerhitzers als Spülmittel. Je nach den gegebenen Verhältnissen kann dabei der untere Kreislauf mehr oder weniger nach oben und der obere in gleichem Maße ebenfalls nach oben verschoben werden.
- In der Zeichnung ist eine zur Durchführung des Verfahrens dienende Einrichtung schaubildlich dargestellt. Die Einrichtung besteht im wesentlichen aus dem Gaserzeuger I, II und dem Winderhitzer III. Die Kohle wird oben bei 14 in den Gaserzeugeroberteil II aufgegeben und durchwandert, nach Maßgabe des Abbrandes im Gaserzeuger, beide Gaserzeugerteile nacheinander. Die Kohlenasche wird, gegebenenfalls als flüssige Schlacke, bei 15 periodisch oder kontinuierlich aus dem Gaserzeuger abgelassen. Der bei 12 eingeführte Vergasungswind durchströmt den Winderhitzer III und tritt erhitzt bei I in den Gaserzeugerunterteil ein. Das in den Zonen 1a und Ib des Gaserzeugerunterteiles erzeugte Gas wird zum Teil bei 2 mit hoher Temperatur abgeführt. Eine weitere Teilmenge 9 des erzeugten Gases wird durch die Zone IIa des Gaserzeugers geführt, in der sie einerseits Wärme an den Brennstoff abgibt und sich andererseits mit Teerprodukten und heizkräftigen Gasen, wie C2 H4, C2Hg usw., aus dem Brennstoff anreichert. Dieses Gemisch wird mittels einer Pumpeinrichtung 13 bei 10 aus dem Gaserzeuger entnommen und bei 11, d. h. am unteren Ende der Zone Ib in den Gaserzeuger zurückgeführt. Beim Durchströmen der Zone Ib wird die Kohle geschwelt, und die Teerbestandteile werden zersetzt; die Schwelgase und die Zersetzungsprodukte erhöhen den Heizwert des bei 2 austretenden Generatorgases. In den Gaserzeugeroberteil werden bei 3 heiße Verbrennungsgase aus der Feuerung des Winderhitzers III eingelassen, welche einerseits die Kohle erhitzen und sich andererseits mit Schwelprodukten aus der Kohle anreichern. Das Gemisch wird bei 4 von einer Pumpeinrichtung 8 abgesaugt und bei 5 unter Beigabe von Luft bei 6 in die Feuerung des Winderhitzers gedrückt, in der die Schwelprodukte verbrannt werden. Ein Teil des in der Zone Hb aufsteigenden Gases wird bei 7 aus dem Gaserzeugeroberteil II abgeführt. Diese Teilmenge wird im obersten Teil des Gaserzeugers zur Trocknung der Kohle benutzt.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Schwelen von in einem Gaserzeuger zu vergasender Kohle nach Patent 928 063, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil des im Gaserzeuger erzeugten Gases in den unteren Teil (IIa) des Schwelschachtes geleitet, zusammen mit den von ihm ausgetriebenen gas- und dampfförmigen Schwelprodukten unterhalb des oberen Schwelschachtteiles (IIb), in dem die Kohle unter Verwendung des Verbrennungsgases des Vergasungsmittelerhitzers (III) vorgeschwelt wird, aus dem Schwelschacht abgeleitet und ohne Kühlung unten in eine Zone (Ib) des Gaserzeugers wieder eingeführt wird, deren Temperatur nur für die thermische Spaltung der Teerdämpfe, nicht aber des Schwelgases ausreicht.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Wärmebedarf der thermischen Spaltung der Teerdämpfe durch Verwenden von Sauerstoff als Vergasungsmittel oder durch Vorwärmen des in den Gaserzeuger rückgeführten Generatorgas - Schwelgas - Teerdampf - Gemisches oder durch höhere Vergasungsmittelerhitzung gedeckt wird.
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1954
- 1954-12-13 DE DESCH16891A patent/DE1009752B/de active Pending
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