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Elektromotorischer Antriebssockel für aufsetzbare Haushaltküchengeräte
Die Erfindung betrifft einen Antriebssockel für aufsetzbare Haushaltküchengeräte
mit drehbaren Arbeitsorganen. In an sich bekannter Weise können die Aufsatzgeräte
beispielsweise zum Mischen und Zerkleinern von NTahrungs- und Genußmittelgut dienen
oder als Zentrifuge zur Saftgewinnung, als Rührwerk oder als Schälvorrichtung usw.
ausgebildet sein. Während nun die Arbeitsorgane der zum Mischen und Zerkleinern
dienenden Aufsatzgeräte eine verhältnismäßig hohe Soll-Drehzahl von 6000 bis 12
000 Umdrehungen in der Minute erfordern, dürfen die Arbeitsorgane von Zentrifugen,
Rührwerken, Schälmaschinen u. dgl. nur mit bedeutend niedrigeren Soll-Drehzahlen
von etwa 3000 Umdrehungen in der Minute angetrieben werden.
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Bekannte Antriebssockel für auswechselbare Aufsatzgeräte weisen einen
Stufenschalter und elektrische Mittel auf, um den eingebauten Antriebsmotor wahlweise
mit niedriger oder hoher Drehzahl laufen zu lassen. Vielfach ist aber auch die niedrigere
der möglichen Drehzahlen für gewisse Aufsatzgeräte noch zu hoch, und es besteht
stets die Gefahr, daß die Bedienungsperson den Stufenschalter unrichtig einstellt
und Geräte, die nur mit der niedrigen Drehzahl betrieben werden dürfen, versehentlich
auch mit der höheren Drehzahl laufen. Dies bedeutet eine Gefährdung nicht nur des
Gerätes, sondern unter Umständen auch der bedienenden Person.
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Zur Beseitigung dieser Gefahrenquelle hat man schon vorgeschlagen,
in den Schaltweg für die höhere Drehzahl einen zusätzlichen Schalter zu legen, der
beim Aufsetzen von Geräten mit niedriger Soll-Drehzahl den Stromkreis für die höhere
Drehzahl unterbricht, dagegen beim Aufsetzen eines anderen Gerätes mit hoher Soll-Drehzahl
das Schließen dieses Stromkreises durch den von Hand zu betätigenden Stufenschalter
zuläßt.
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Der Antriebssockel gemäß der Erfindung weist ebenfalls einen mit mindestens
zwei verschiedenen Drehzahlen betreibbaren Motor sowie ein Steuerorgan auf, das
in den Bereich der auf den Sockel aufzusetzenden Geräte ragt und mit einem Schalter
zum Verändern der Drehzahl des Motors in Verbindung steht, damit beim Aufsetzen
gewisser Geräte der Motor zwangläufig nur mit einer kleineren Drehzahl laufen kann.
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Im Unterschied gegenüber dem früher gemachten Vorschlag sieht die
Erfindung vor, daß der vom Steuerorgan mechanisch beeinflußbare Schalter seinerseits
einen Vorschaltwiderstand im Stromkreis des Motors beeinflußt oder zur Umschaltung
von Motorwicklungen dient.
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Dadurch wird erreicht, daß die Maschine auch mit Aufsatzgeräten für
niedrigere Soll-Drehzahl bei jeder Betriebsstellung des Stufenschalters läuft, aber
mit einer herabgesetzten Drehzahl. Es kann dabei sowohl die am Stufenschalter eingestellte
höhere als auch die an diesem Stufenschalter eingestellte niedrigere Drehzahl reduziert
werden. Anstatt mit nur zwei, kann der Antriebsmotor dann mit drei oder vier verschiedenen
Drehzahlen arbeiten, obwohl der Stufenschalter am Antriebssockel nur zwei Betriebsstellungen
aufweist. Es ist möglich zu erreichen, daß der durch das Steuerorgan betätigbare
Schalter unabhängig von der jeweiligen Stellung des Stufenschalters die Drehzahl
des Motors stets auf den gleichen niedrigeren Wert vermindert, wenn ein Aufsatzgerät
mit niedriger Soll-Drehzahl auf den Antriebssockel aufgesetzt wird.
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Die Aufsatzgeräte mit niedriger Soll-Drehzahl ihrer Arbeitsorgane
weisen erfindungsgemäß einen flachen Boden auf, der beim Aufsetzen dieser Geräte
auf den Sockel auf das Steuerorgan einwirkt, während andere Aufsatzgeräte mit hoher
Soll-Drehzahl ihrer Arbeitsorgane einen einwärts gewölbten Boden aufweisen, der
beim Aufsetzen auf den Sockel nicht auf das Steuerorgan einwirkt.
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Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und
der Zeichnung, in welcher beispielsweise eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
veranschaulicht ist. Es zeigt Fig. 1 teils in Seitenansicht und teils im senkrechten
Schnitt einen Antriebssockel mit darauf gestelltem Gerät mit hoher Soll-Drehzahl,
Fig.
2 in analoger Darstellung den gleichen Antriebssockel mit einem anderen Aufsatzgerät
mit niedriger Soll-Drehzahl.
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In Fig. 1 und 2 ist der Antriebssockel der Vorrichtung mit 10 bezeichnet.
Er bildet ein Gehäuse, das einem nicht gezeichneten, elektrischen, vertikal angeordneten
Motor enthält. Von letzterem ist die abgehende Vertikalwelle 11 in der Zeichnung
sichtbar. Diese Welle 11 hat einen oben aus dem Sockel 10 herausragenden Fortsatz
12 von teilweise viereckigem Ouerschnitt.
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Im Sockel 10 ist ferner ein Stufenschalter 13 vorhanden, der in drei
Schaltstellungen gebracht werden kann. In der Schaltstellung 0 ist der Motor ausgeschaltet;
in der Schaltstellung I läuft die Welle 11 des Antriebsaggregates mit einer Drehzahl
von beispielsweise 6000 Umdrehungen in der Minute und in der Schaltstellung II mit
einer solchen von z. B. 12 000 Umdrehungen in der Minute, wobei im ersten Fall ein
Vorschaltwiderstand in dem Stromkreis des Motors eingeschaltet ist.
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Der Antriebssockel 10 enthält ferner erfindungsgemäß einen
zusätzlichen elektrischen Schalter 14. welcher eine eingebaute und daher nicht sichtbare
Feder enthält, die bestrebt ist, den Schalter stets in die eine Schaltstellung zu
bringen. Der Schalter 14 weist ein Betätigungsorgan 15 auf. Durch Druck auf das
Betätigungsorgan 15 läßt sich der Schalter 14 entgegen dem Einfluß der genannten
Feder in die andere Schaltstellung bringen, jedoch nur so lange als das Organ 15
gedrückt wird. Der Schalter 14 ist mittels eines Tragstückes 16 an der Innenwand
des Sockels 10 befestigt und ist elektrisch parallel zu einem Vorschaltwiderstand
im Stromkreis des Antriebsmotors geschaltet. In der Decke des Sockels 10 ist ein
vertikal verlaufender Stift 17 längs verschiebbar geführt. der an seinem unteren
Ende eine dem Betätigungsorgan 15 gegenüberliegende Platte 18 trägt. Das obere Ende
des Stiftes 17 ragt aus dem Untersatz 10 hervor. Der Stift 17 dient als Steuerorgan
für den Schalter 14.
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Das in Fig. 1 dargestellte Aufsatzgerät 20 ist zwischen Führungsnocken
19 des Sockels 10 eingesetzt und weist an seiner Bodenpartie eine Einwölbung 21
auf, in welche der Stift 17 ungehindert hineinragen kann, ohne durch das Aufsatzgerät
20 betätigt zu werden.
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Im Boden des Aufsatzgerätes 20 (Fig. 1) ist in bekannter Weise eine
Achse 22 drehbar gelagert, welche an ihrem unteren Ende als Mitnehmer ausgebildet
ist und mit dem Fortsatz 12 zusammengreift, wenn das Gerät 20 in der dargestellten
Gebrauchslage ist. Im Innern des Gerätes 20 sind mehrere Messerflügel 23 an der
Achse 22 befestigt. Diese Messerflügel dienen zum Zerkleinern, Umrühren und Mischen
des in das Gerät 20 eingegebenen Gutes. Das Gerät 20 ist für eine hohe Soll-Drehzahl
der Arbeitsorgane 23 gebaut.
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Das in Fig. 2 gezeigte Aufsatzgerät 25 hat eine niedrige Soll-Drehzahl
seiner Arbeitsorgane und weist eine flache Bodenpartie 26 auf, welche in aufgesetzter
Lage des Gerätes 25 mit dem Steuerstift 17 zusammenarbeitet und denselben nach unten
drückt, wodurch der Schalter 14 betätigt und die Drehzahl des Motors durch Einschalten
des Vorschaltwiderstandes auf beispielsweise 3000 Umdrehungen in der Minute vermindert
wird. Die Herabsetzung der Drehzahl erfolgt automatisch beim Aufsetzen des Behälters
25 auf den Sockel 10, so daß es völlig ausgeschlossen ist, das Aufsatzgerät 25 mit
einer unzulässig hohen Drehzahl laufen zu lassen. Das Gerät 25 kann eine Früchtezentrifuge
oder eine Schälvorrichtung od. dgl sein. Beim Abnehmen des Gerätes 25 stellt sich
ebenfalls automatisch wieder die höhere Drehzahl des Antriebsaggregates ein.
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Mit Vorteil kann die Ausbildung so getroffen sein, daß unabhängig
von der jeweiligen Schaltstellung I oder II des Stufenschalters 13 die Drehzahl
der Welle 11 stets auf den gleichen vorbestimmten Wert von z. B. 3000 U/min vermindert
wird. Andernfalls kann die Ausbildung so sein, daß bei der höheren Drehzahlstufe
1I die für Zentrifugen und Schälmesser maximal zulässige Drehzahl von etwa 3000
U/min resultiert, wenn das Aufsatzgerät 25 auf den Antriebssockel aufgestellt wird,
während sich bei der Drehzahlstufe I dann nur die Hälfte dieser Umdrehungszahl ergibt.
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Anstatt zur Steuerung eines Vorschaltwiderstandes im Stromkreis des
Antriebsmotors kann der Schalter 14 auch zur Umschaltung von Wicklungen dieses Motors
dienen, so daß eine Herabsetzung der Drehzahl erfolgt.