DE1007478B - Vorrichtung zur Herstellung von Glasfaeden - Google Patents

Vorrichtung zur Herstellung von Glasfaeden

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DE1007478B
DE1007478B DEO3994A DEO0003994A DE1007478B DE 1007478 B DE1007478 B DE 1007478B DE O3994 A DEO3994 A DE O3994A DE O0003994 A DEO0003994 A DE O0003994A DE 1007478 B DE1007478 B DE 1007478B
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Germany
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wedge
glass
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feed
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Robert G Russell
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Owens Corning
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Owens Corning Fiberglas Corp
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    • C03B37/08Bushings, e.g. construction, bushing reinforcement means; Spinnerettes; Nozzles; Nozzle plates
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Description

DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Herstellung von Glasfäden und richtet sich insbesondere auf die Herstellung von Lunten oder Strängen außerordentlich gleichmäßigen Durchmessers und verbesserter Qualität aus einer Vielzahl einzelner Glasfäden.
Zur Herstellung von Glasfäden, -strängen, -lunten usw. ist es vorteilhaft, eine große Anzahl von Einzelfäden aus einer einzigen Zuführungsvorrichtung oder Fasererzeugungsanlage abzuziehen und sie zu einem Strang, einem Garn, einer Lunte od. dgl. zu sammeln. Um ein Erzeugnis hoher Qualität zu erhalten, müssen die physikalischen Eigenschaften, d. h. Zugfestigkeit, Biegefestigkeit, Streckbarkeit u. dgl., der Fäden dauernd unter Kontrolle und konstant gehalten werden.
Für diesen Zweck wurde die erfindungsgemäße Vorrichtung geschaffen, die eine Schmelzwanne für das geschmolzene Glas, eine Zuführungsvorrichtung zur Bildung einer Vielzahl von Schmelzglasströmen, Vorrichtungen zur Überführung des Schmelzglases in die Zuführungsvorrichtung und Ausziehvorrichtungen zur Herstellung der Fäden aufweist und dadurch gekennzeichnet ist, daß die Zuführungsvorrichtung mit einem oder mehreren keilförmigen Gliedern mit einer Vielzahl von Austrittsöffnungen versehen ist.
Die Zeichnungen zeigen in
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung, wobei einige Teile im Schnitt gezeichnet sind,
Fig. 2 eine Ansicht der keilförmigen Zuführungsvor-Vorrichtung zur Herstellung von Glasfäden
Anmelder:
Owens-Corning Fiberglas Corporation, Toledo, Ohio (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Ing. H. Bahr und Dipl.-Phys. E. Betzier, Patentanwälte, Herne (Westf.), Schaeferstr. 60
Beanspruchte Priorität: V. St. v. Amerika vom 14. Dezember 1953
Robert G. Russell, Granville, Ohio (V. St. A.), ist als Erfinder genannt worden
Die in den Fig. 1, 2 und 3 dargestellte Ausführungs-25 form der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist eine Glasschmelzwanne 11 od. dgl. auf, beispielsweise den Vorherd eines großen Glasschmelzofens oder einen kleineren, beliebig großen Glasschmelzofen, der mit Gas oder elektrisch beheizt wird und abhängig von den Betriebsrichtung von unten, im Ausschnitt längs der Linie 2—2 30 Verhältnissen den Betrieb mit verschiedenen Schmelzder Fig. 1, kapazitäten ermöglicht. Das geschmolzene Glas wird vom
Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie 3—3 der Fig. 1, Boden der Glasschmelzwanne 11 durch einen Zylinder 12
Fig. 4 eine Seitenansicht einer Doppelkeilzuführungs- oder eine andere geeignete öffnungsvorrichtung abgevorrichtung, zogen, wobei der Zylinder vorzugsweise über den Boden
Fig. 5 eine Ansicht der in Fig. 4 dargestellten Zufüh- 35 der Glasschmelzwanne 11 nach oben vorsteht. Unter der rungsvorrichtung von unten, im Ausschnitt längs der Schmelzwanne 11 ist eine Zuführungsvorrichtung 14 der-Linie 5—5 der Fig. 4, art angeordnet, daß der Schmelzglaseinlaß 15 der Zu-
Fig. 6 einen Schnitt längs der Linie 6—6 der Fig. 4, führungsvorrichtung mit dem Zylinder 12 in .Flucht liegt.
Fig. 7 eine Seitenansicht einer mehrfach keilförmigen Zwischen dem Flansch 16 der Zuführungsvorrichtung 14 Zuführungsvorrichtung, bei der jedoch die Düsenreihen 40 und der Unterfläche 17 des Schmelzbehälters 11 ist ein in Querrichtung verlaufen, Kühlrohr 18 eingesetzt, durch das eventuell durch den
Fig. 8 eine Ansicht der Zuführungsvorrichtung nach Fig. 7 von unten,
Fig. 9 einen Schnitt längs der Linie 9—9 der Fig. 7, Fig. 10 eine Draufsicht auf eine solche Zuführungs-Vorrichtung,
Fig. 11 eine Seitenansicht einer Mehrfachkeilzuführungsvorrichtung mit mehreren schräg verlaufenden Keilteilen,
Spalt zwischen der Unterfläche 17 der Schmelzwanne und den Flansch 16 der Zuführungsvorrichtung austretendes, geschmolzenes Glas zum Erstarren gebracht wird. Die Zuführungsvorrichtung 14 besteht aus einem länglichen, im allgemeinen rechteckigen Metall- oder Metalllegierungskasten, dessen Boden im allgemeinen Keilform aufweist. Durch den Einlaß 15 wird das Glas in die Kammer 19 eingeführt, die durch die Seitenwandungen 21, 21,
Fig. 12 eine Ansicht der verschiedenen, schräg verlau- 5° die Abschlußwandungen 22, 22, die Deckplatte 23 und
fenden, parallel zueinander angeordneten Düsenreihen und
Fig. 13 eine Stirnansicht der Mehrfachkeilzuführungsvorrichtung.
die keilförmige Bodenplatte 24 gebildet wird. Die keilförmige Bodenplatte 24 neigt sich von den senkrechten Wandungen 21, 21 nach innen und unten und biegt dann auf einen verhältnismäßig kleinen Keilwinkel scharf ab.
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In diesem spitzeren Keil sind am Scheitel die Austritts- Auch die Zuführungsvorrichtung 56 ist mit einem Einöffnungen 25 angeordnet. laß 59, einem Flansch 61 und elektrischen Anschluß-
Obwohl der Keilboden 24 bei dem dargestellten Aus- klemmen 62 versehen.
führungsbeispiel aus einem stumpfwinkeligen und einem Die Schrägstellung der Keilglieder ist dann besonders
spitzwinkeligen Teil besteht, ist es nicht notwendig, den 5 vorteilhaft, wenn die Fäden unter Verwendung einer AufBoden in dieser Weise zu konstruieren. Es kann auch bringwalze vor der Sammlung zu einem Strang mit einer ein einziger, verhältnismäßig flacher, keilförmiger Teil Schlichte od. dgl. versehen werden sollen. Die Schräg-Verwendung finden. Soll bei Verwendung eines unge- Stellung der Öffnungen nach Fig. 12 erlaubt nämlich, die stuften Bodens jedoch ein spitzer Winkel am Scheitel einzelnen aus den Öffnungen austretenden Fäden auf den vorhanden sein, dann muß der Bodenteil zwangläufig io Walzenapplikator nebeneinander — statt aufeinander — höher, als in Fig. 3 dargestellt, sein. wie bei der Zuführungsvorrichtung 46 in Fig. 8 zu legen.
Im Zylinder 12 ist ein mit Schaufeln 27 versehener Bei Verwendung des erfindungsgemäßen Apparates
Rotor 26 angeordnet, der das geschmolzene Glas von der wird geschmolzenes, sich im richtigen Zustand befind-Wanne 11 mit entsprechender Geschwindigkeit in den liches und von Unreinigkeiten freies Glas dem Zylinder 12 Einlaß 15 fördert. Der Rotor 26 wird mit der gewünschten 15 zugeführt und gelangt dann in den Einlaß 15 der Zufüh-Geschwindigkeit angetrieben, so daß er als die Strö- rungsvorrichtung. Die Zuführungsvorrichtung wird durch mungsgeschwindigkeit des geschmolzenen Glases steu- Stromzuführung zu den Klemmen 33, 33 (Fig. 1) erhitzt, ernde, volumetrische Pumpe wirkt. Der Antrieb des Die Temperaturen des geschmolzenen Glases und die der Rotors 26 erfolgt durch einen Elektromotor 28, der ober- Zuführungsvorrichtungen werden genau eingestellt, um halb der Glaswanne 11 sitzt. Der Rotor 26 ist mit einem 20 eine Entglasung zu verhindern und eine maximale Zugkonischen Endstück 29 versehen, das zusammen mit der spannung in den hergestellten Fasern zu erreichen. Die konisch ausgebildeten Öffnung 31 des Zylinders 12 ans Geschwindigkeit des Rotors 26 und seine Stellung über der Regulierventil für den Glasdurchfluß durch den Zylin- konischen Öffnung 31 werden zwecks Regelung der Ausder 12 dient. Wenn das Ventil nahezu geschlossen ist, flußgeschwindigkeit des geschmolzenen Glases im Bedarfswird das Glas im Zylinder 12 gemischt und gerührt. 25 falle variiert. Die Geschwindigkeit, mit der die Fasern auf-Infolgedessen arbeitet der Rotor 26 sowohl als Pumpe gespult werden, bleibt im wesentlichen konstant mit Ausais auch als Rührvorrichtung, und zwar abhängig von nähme geringfügiger Änderungen, die sich durch die Ändeder Stellung des Rotors über der konischen Öffnung 31 rung des Durchmessers des auf sie aufgewickelten Stranges und der Umlaufgeschwindigkeit des Rotors. Die Schau- ergeben. Wünscht man eine absolute Gleichmäßigkeit des fern 27 des Rotors 26 können auch mit Löchern versehen 30 Faserdurchmessers, so kann man eine elektronische Vorwerden, wodurch sich der Mischvorgang verstärken läßt. richtung zur automatischen Reduzierung der Spulen-Der Rotor kann auch mit propellerartigen Schaufeln ver- geschwindigkeit mit wachsendem Spulendurchmesser vorsehen werden, die an die Stelle der gezeichneten schrau- sehen.
benförmigen Schaufeln treten oder zusammen mit den Beim Betrieb der Zuführungsvorrichtung gemäß der
schraubenförmigen Schaufeln Verwendung finden. 35 Erfindung, beispielsweise einer Zuführungsvorrichtung,
Die Zuführungsvorrichtung 14 ist vorzugsweise mit wie sie in den Fig. 10 bis 13 dargestellt ist, wird das ge-Isolationsmaterial 32 umkleidet, das an den Wandungen schmolzene Glas auf einer Temperatur von etwa 1370° C der Zuführungsvorrichtung mit Zement 30 befestigt ist gehalten, während die Zuführungsvorrichtung selbst eine und durch die Metallplatte 40 fixiert wird, und trägt Temperatur von ungefähr 1170 bis 1350°C aufweist. Nach-Metallanschlüsse 33, 33, die an eine geeignete elektrische 40 dem die Temperatur des Glases und diejenige der Zu-Stromquelle zur Beheizung der Zuführungsvorrichtung führungsvorrichtung ein Gleichgewicht erreicht haben, unter Verwendung des elektrischen Widerstandes des wird der Rotor angelassen, und das Glas strömt infolge Metalls oder der Metallegierung der Zuführungsvorrich- der Druckhöhe des flüssigen Glases und des auf das getung angeschlossen werden. schmolzene Glas durch den Rotor ausgeübten Druckes
Die aus den Öffnungen 25, 25 austretenden Glas- 45 nach unten. Dann werden die Fäden 10,10 nach unten ströme 34, 34 werden in einzelne Fäden 10, 10 ausge- ausgezogen, und nach ihrer Sammlung und dem Aufsetzen zogen und über ein Polster 35 zu einem Strang 36 ver- auf dem Polster 35 wird der so gebildete Strang 36 auf die einigt, der auf eine Spule 37 aufgewickelt wird. Spule 37 aufgelegt, die nunmehr durch einen Elektromotor
In den Fig. 4, 5 und 6 ist ein Doppelkeilzuführungs- zum Anlaufen gebracht wird.
apparat 38 dargestellt. Diese Zuführungsvorrichtung 38 50 Der auf die Spule 37 aufgewickelte Strang 36 läuft mit weist einen Anschlußflansch 39, einen Glaseinlaß 41, An- einer Geschwindigkeit von etwa 3000 bis 3600 m pro schlußklemmen 42, 42 und einen Doppelkeilboden 43 auf, Minute. Die Rotorgeschwindigkeit kann ebenfalls geänin dem in zwei Reihen 44, 44 die Öffnungen 45, 45 ange- dert werden, bleibt jedoch im allgemeinen in der Größenbracht sind. Ordnung von 100 bis 150 Umdr./Min. Die Rotorin den Fig. 7, 8 und 9 ist eine Mehrfachkeüzuführungs- 55 geschwindigkeit kann auch unter 100 Umdr./Min. liegen. Vorrichtung 46 mit Reihen 47, 47 und Öffnungen 48 dar- Auch kann die Drehrichtung umgekehrt werden, gestellt, die quer zur Längsachse der Zuführungsvorrich- Bei Verwendung einer Zuführungsvorrichtung mit untung46 verlaufen. Zwischen den Querreihen 47 der Öff- gefähr 200 Öffnungen von 0,7 bis 1,8 mm Durchmesser nungen 48 verlaufen dünne Kühlrippen 49, 49, die durch und vorzugsweise von 1 bis 1,3 mm Durchmesser läßt sich ein Sammelrohr 52 miteinander verbunden und vom 60 die Metrische Nummer der den Strang bildenden Fäden Einlaß 51 her mit Wasser oder einem anderen Kühl- durch einfache Änderung der Rotorgeschwindigkeit hermittel beschickt werden. Die Reihen 47 der Öffnungen 48 stellen, wobei unter Metrischer Nummer gemäß DIN 60910 befinden sich in einer Platte 53, die als Boden der Zu- die Fadenlänge in m je 1 kg verstanden werden muß. führungsvorrichtung 46 dient, die ferner mit einem Be- Der Durchmesser der einzelnen Fäden wird durch Steifestigungsflansch 54, elektrischen Anschlußklemmen 55, 65 gerung der Ausflußgeschwindigkeit des Glases unter und einem Glaseinlaß 50 versehen ist. Steigerung der Rotorgeschwindigkeit und/oder durch In den Fig. 10, 11, 12 und 13 ist eine Mehrfachkeil- Heben des Rotors zur Erweiterung der Ausflußöffnung Zuführungsvorrichtung 56 dargestellt. Die Keilglieder 57, vergrößert. Ein größerer Fadendurchmesser führt zu einer verlaufen schräg, aber parallel zueinander und weisen niedrigeren Garnnummer. Umgekehrt führt eine Verminam Scheitel jeweils eine Reihe von Öffnungen 58, 58 auf. 70 derung der Rotorgeschwindigkeit und/oder ein Schließen
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des Ventils durch Absenken des Rotors zu einer Vermin- geschmolzene Glas aufweisen. Bei der Verwendung solcher derung des Faserdurchmessers und zu einer größeren Garn- Legierungen können die Austrittsöffnungen unabhängig nummer. davon, ob die Durchmesser der Öffnungen groß oder klein Außerdem kann ein Mischen oder Homogenisieren des sind, sehr eng nebeneinander angeordnet werden. Wenn Glases durchgeführt werden. Wenn der Rotor gesenkt 5 das geschmolzene Glas die Oberfläche des Metalls oder der wird, dann wird die Durchflußgeschwindigkeit des Glases Legierung zu benetzen sucht, dann ist der Berührungsherabgesetzt, und die Durchmischung des Glases dauert winkel klein, und das Glas fließt in Form einer dünnen länger. Die Heftigkeit des Mischvorganges steigt an, wenn Schicht auf der Metalloberfläche. Wenn andererseits das die Rotorgeschwindigkeit wächst. Es ist möglich, den ge- Glas die Metalloberfläche nicht benetzt, dann stehen auf samten Glasdurchfluß durch den Zylinder 12 durch Um- io der Oberfläche Glaströpfchen, und der Berührungswinkel kehren der Drehbewegung des Rotors anzuhalten. Dies ist groß. Die erwähnten Platin-Gold-Legierungen haben ist besonders vorteilhaft, wenn man die Zuführungs- einen besonders hohen Berührungswinkel von 73° im Gevorrichtungen austauschen will. Da die Einlaßfläche klein gensatz zu 42° von reinem Platin, 45° für eine Platinist, ist es ferner möglich, das Glas zu kühlen und seinen Rhodium-Legierung im Verhältnis von 90:10, 47° für Durchfluß durch Einsetzen einer kalten Metallplatte über 15 eine Palladium-Gold-Legierung im Verhältnis von 80 : 20 die Öffnung nach Abnahme der Zuführungsvorrichtung und 52° für eine Platin-Rhodium-Legierung im Verhältnis anzuhalten. von 60: 40. Verwendet man eine Platin-Gold-Legierung Die erfindungsgemäßen Zuführungsvorrichtungen im Verhältnis 97 : 3 oder eine andere Legierung mit einem machen es möglich, den Durchmesser der Fasern und da- Berührungswinkel oberhalb 55°, dann ist es möglich, Ausmit die Garnnummer zu ändern, ohne daß man den eigent- 20 trittsöffnungen mit einem Durchmesser von 2,5 bis 0,25mm liehen Öffnungsdurchmesser der Zuführungsvorrichtung so nebeneinander anzuordnen, daß zwischen ihnen ledigändern muß. Es ist möglich, den Faserdurchmesser kon- lieh eine Metallbrücke von 0,1 bis 0,6 mm bleibt. Es tinuierlich durch Verwendung einer elektronischen Aus- ist damit möglich, Öffnungen von 0,25 mm Durchmesser rüstung zur Messung des Faserdurchmessers bei der Her- mit einem Mittelpunktabstand von 0,30 mm anzuordnen. Stellung zu kontrollieren, indem man die von dieser elek- 25 Besonders vorteilhaft arbeitet die Zuführungsvorrichtung tronischen Vorrichtung kommenden Signale zur Änderung mit Öffnungen von 0,6 mm Durchmesser und einem Abder Rotorgeschwindigkeit oder der Vertikaleinstellung stand zwischen den Öffnungsrändern von 0,3 mm. Gegedes Rotors verwendet. Da die Temperatur des Schmelz- benenfalls kann man beim Bau der Zuführungsvorrichtung glases und der Zuführungsvorrichtung unter sorgfältig aus einer anderen Legierung auch Öffnungen mit größerem geregelten Bedingungen und zur Vermeidung der Ent- 30 Durchmesser verwenden.
glasung vorzugsweise bei hoher Temperatur sowie unter Sogenannte Grundmetallegierungen von Nickel und gleichbleibender Abzugsgeschwindigkeit konstant gehalten Wolfram oder Chrom, Nickel und Kupfer können ebenwird, ist es möglich, den Faserdurchmesser ausschließlich falls für die Herstellung der erfindungsgemäßen Zufühdurch den Druck auf das geschmolzene Glas bei seiner rungsvorrichtung Verwendung finden. Beispielsweise kann Einführung in die Zuführungsvorrichtung zu steuern. 35 eine Nickel-Chrom-Kupfer-Legierung von 84: 15 : 1 ver-
Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Zuführung wendet werden.
des Schmelzglases lassen sich bedeutende Ersparungen er- Es ist bei Anwendung geeigneten Werkstoffes möglich,
zielen. Die Spitzen der üblichen Zuführungsvorrichtungen die Öffnungen sehr eng nebeneinander zu setzen, selbst
müssen durch Schweißen hergestellt werden, wozu man wenn man einen großen Keilwinkel oder eine nahezu flache große Erfahrungen und viele Arbeitsstunden benötigt. 40 Platte als Bodenglied der Zuführungsvorrichtung ver-
Diese Spitzen werden dann gebohrt, gegengebohrt und wendet. Dies gilt insbesondere dann, wenn man sehr
endgültig bearbeitet. Die Zuführungsvorrichtungen gemäß schwer benetzbare Legierungen wie eine 97: 3-Platin-
der Erfindung werden durch Biegen eines Metallbleches Gold-Legierung verwendet.
auf die gewünschte Größe und Dicke zur Herstellung des Die Öffnungen in der keilförmigen Zuführungsvorrich-
Keilteiles erzeugt. Geeignete Bohrungen werden dann in 45 tung sind eng nebeneinander im Scheitelteil des Keiles
die Scheitelteile des Keiles eingebohrt, und die Zuführungs- angeordnet, wobei alle oder ein Teil der Öffnungen in der
öffnungsplatte ist fertig. Infolge der Vereinfachung der Mitte oder in den Seiten des Keilgliedes in der Nähe des
Herstellung der Zuführungsvorrichtungen läßt sich eine Keilscheitels sitzen können. Letztere Anordnung wählt
größere Gleichmäßigkeit der Loch durchmesser und ihrer man jedoch nur, wenn die keilförmige Zuführungsvorrich-
Abstände erreichen. 5° tung aus einer 97:3-Platin-Gold-Legierung od. dgl. besteht.
Bei Verwendung des keilförmigen Zuführers ist es mög- Die Öffnungen werden mit gerade oder winkelig ge-
lich, die Wärmeverluste herabzusetzen, da nur die Enden stellten Wänden gebohrt.
der Keilscheitel der Luft ausgesetzt werden müssen, wie Verwendet man eine keilförmige Zuführungsvorrichtung,
man aus Fig. 3 erkennen kann. Die Dicke der Wandungen so ist es möglich, kontinuierlich zu arbeiten, selbst wenn
und des Bodens der Zuführungsvorrichtungen kann in- 55 die Temperatur des Glases 100 oder sogar 200° C oberhalb
folge der Keilform herabgesetzt werden, da diese die Kon- der normalerweise bei üblichen, mit Düsen versehenen
struktionsfestigkeit der Zuführungsvorrichtung verstärkt. Zuführungsvorrichtungen verwendeten Temperatur liegt.
Die erfindungsgemäßen Zuführungsvorrichtungen lassen Eine erhöhte Glastemperatur beseitigt die Gefahr einer
sich aus jedem geeigneten Metall oder jeder geeigneten vorzeitigen Entglasung in dem in die Fasern ausgezogenen
Metallegierung, wie beispielsweise Platin oder Metallegie- 60 Glas.
rungen auf Platingrundlage herstellen, die allgemein für Ein kontinuierlicher Arbeitsvorgang, selbst bei erdie zur Behandlung von Glas bestimmten Apparaturen höhter Temperatur, ist insbesondere wegen der V-förmigen Verwendung finden. Solche Legierungen sind beispiels- Ausbildung der die Austrittsöffnungen tragenden Zuweise Platin-Rhodium-Legierungen, Palladium-Gold-Le- führungsvorrichtung möglich. Das gewissermaßen stromgierungen oder Platin-Gold-Legierungen. 65 linienförmige Keilglied erzeugt einen laminaren Fluß von Besonders geeignet für die Herstellung der erfmdungs- hinter den Öffnungen eingeführter Luft, was zu einem bisgemäßen Zuführungsvorrichtungen sind Legierungen aus her nicht erreichten Gleichgewicht der Herstellungsbe-97 Teilen Platin und 3 Teilen Gold oder aus 94 Teilen dingungen führt. Bei den bekannten Zuführungsvorrich-Platin und 6 Teilen Gold, da solche Legierungen eine be- tungen bilden sich nämlich um die einzelnen Düsenspitzen sondere Widerstandsfähigkeit gegen Benetzung durch das 70 Wirbel- und Seitenluftströme.
Darüber hinaus wird selbst bei erhöhten Temperaturen ein flutfreies Arbeiten möglich, wenn man Zuführungsvorrichtungen verwendet, deren Austrittsöffnungen auf dem Scheitel oder in der Nähe des Scheitels einer keilförmigen Bodenplatte angeordnet sind, die vorzugsweise aus einer schwer benetzbaren Legierung besteht.
Außerdem kann das Glas in Einzelströmen austreten, die nicht aufeinander zufließen, sondern in Einzelfasern auslaufen, weil das Glas vor seinem Austritt unter Druck steht. ίο
Die Kombination einer keilförmigen Zuführungsvorrichtung, insbesondere aus einer Platin-Gold-Legierung und einer Rühr- und Pumpvorrichtung, die als mechanisches Ventil zur Regulierung des Glasflusses dient, bildet also eine außerordentlich zweckmäßige und vorteilhafte Vorrichtung zur Herstellung von Glasfasern extrem gleichmäßiger Qualität.

Claims (9)

PATEN TA N S P R ü C H B:
1. Vorrichtung zur Herstellung von Glasfäden oder -fasern mit einer Schmelzwanne für das geschmolzene Glas, einer an die Schmelzwanne angeschlossenen Zuführungsvorrichtung zur Herstellung einer Vielzahl von Strömen aus geschmolzenem Glas, mit Vorrichtungen zur Einführung und Überführung des geschmolzenen Glases in die Zuführungsvorrichtung und mit Vorrichtungen zum Ausziehen der aus der Zuführungsvorrichtung kommenden Ströme in Fäden, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführungsvorrichtung (14) aus einem oder mehreren keilförmigen Gliedern mit einer Vielzahl darin angebrachter Austrittsöffnungen (25) besteht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Austrittsöffnungen (25) in der Zuführungsvorrichtung im Scheitel des keilförmigen Gliedes angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführungsvorrichtung (14) mit einem Rotor (26) zur Regulierung der Ausflußgeschwindigkeit des geschmolzenen Glases aus der Schmelzwanne (11) in die Zuführungsvorrichtung (14) versehen ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Rotor (26) in seiner Umlaufgeschwindigkeit und in seiner Lage über der Austrittsöffnung (14) der Schmelzwanne (11) verstellbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Reihen (44) des Doppelkeilbodens (43) parallel nebeneinander angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis S, dadurch gekennzeichnet, daß die Reihen (47) der Mehrfachkeilzuführungsvorrichtung (46) quer zu deren Längsachse angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die keilförmigen Glieder (57) schräg zur Längsachse der Zuführungsvorrichtung (56) angeordnet sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den einzelnen Keilgliedern Kühlrippen (49) eines Kühlsystems angeordnet sind.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Keilglieder (43,46, 56) vorzugsweise aus einer Platin-Gold-Legierung im Verhältnis von 97 bis 94 Anteilen Platin und 3 bis 6 Anteilen Gold bestehen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 834 584;
französische Patentschrift Nr. 834467.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
©TIB50(7/186 4.57
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