DE1007361B - Schaltungsanordnung zur kontaktlosen wahlweisen Anschaltung mehrerer Verbindungswege an einen gemeinsamen Verbindungsweg mittels bistabiler Kristallodenanordnungen - Google Patents

Schaltungsanordnung zur kontaktlosen wahlweisen Anschaltung mehrerer Verbindungswege an einen gemeinsamen Verbindungsweg mittels bistabiler Kristallodenanordnungen

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DE1007361B
DE1007361B DEB28989A DEB0028989A DE1007361B DE 1007361 B DE1007361 B DE 1007361B DE B28989 A DEB28989 A DE B28989A DE B0028989 A DEB0028989 A DE B0028989A DE 1007361 B DE1007361 B DE 1007361B
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DE
Germany
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switching
circuit arrangement
connection
switch
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DEB28989A
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Inventor
Otto Schulz
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Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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Publication date
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    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03KPULSE TECHNIQUE
    • H03K17/00Electronic switching or gating, i.e. not by contact-making and –breaking
    • H03K17/51Electronic switching or gating, i.e. not by contact-making and –breaking characterised by the components used
    • H03K17/56Electronic switching or gating, i.e. not by contact-making and –breaking characterised by the components used by the use, as active elements, of semiconductor devices
    • H03K17/60Electronic switching or gating, i.e. not by contact-making and –breaking characterised by the components used by the use, as active elements, of semiconductor devices the devices being bipolar transistors
    • H03K17/62Switching arrangements with several input- output-terminals, e.g. multiplexers, distributors
    • H03K17/6257Switching arrangements with several input- output-terminals, e.g. multiplexers, distributors with several inputs only combined with selecting means

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  • Electronic Switches (AREA)

Description

In der gesamten Technik, insbesondere in der Fernsteuer- und in der Fernmeldetechnik, werden Schließ- und Öffnungskontakte aller Art verwendet. Dieselben kommen als Unterbrecher, Wählschalter, Drehschalter u. dgl. zur Anwendung. Zum Schalten werden vielfach mechanische Kontaktgeber benutzt. Die auf mechanischer Grundlage arbeitenden Schaltkontakte haben den Nachteil, daß sie nicht trägheitslos arbeiten, es treten Prellungen auf, und die Schaltungen können nicht geräuschlos durchgeführt werden.
Es sind ferner Elektronenschalter bekannt, die beispielsweise aus Braunschen Röhren mit einer entsprechenden Anzahl von Auffangelektroden bestehen. Auch Elektronenröhrenschaltungen werden zur Steuerung von Kontakten benutzt. In allen Fällen wird ein erheblicher Aufwand an Energie, Raum- und Materialbedarf betrieben, zum Teil werden auch verhältnismäßig hohe Betriebsspannungen benötigt.
Es sind weiter Verstärkeranordnungen mit Punktkristalloden bekanntgeworden, die etwa in Art eines Kreuzschienenwählers aufgebaut sind und die sich zur wahlweisen Verbindung eines von mehreren Eingängen mit einem der Ausgänge des Koinzidenzprinzips bedienen, d. h., das ankommende Signal erscheint nur dann verstärkt am gewünschten Ausgang, wenn gleichzeitig mit dem Signal ein Öffnungsimpuls am Emittor des Transistors der vorgesehenen Kreuzungsstelle auftritt. Beim Verschwinden des Öffnungsimpulses kann auch kein Signal mehr am Ausgang erscheinen; der Öffnungsimpuls muß also dauernd vorhanden sein, solange die aufgebaute Verbindung bestehenbleiben soll.
Liegt bei dieser Anordnung die Amplitude der Nutzsignale in der Größenordnung der Öffnungsimpulse, so beeinflussen die Nutzsignale noch zusätzlich den Transistorwiderstand und verursachen ein fehlerhaftes Arbeiten der Anordnung.
Demgegenüber betrifft die Erfindung eine Schaltungsanordnung zur kontaktlosen wahlweisen Anschaltung mehrerer Verbindungswege an einen gemeinsamen Verbindungsweg, insbesondere in Fernmeldestromkreisen, mittels bistabiler Kristallodenanordnungen, von denen mindestens eine hochohmige Flächenkristallode in je einem Stromweg liegt. Nach der Erfindung lösen kurzzeitige, von einer Kristallodenvorstufe erzeugte und über geeignete Schaltelemente zur Schalterkristallode des gleichen und/oder des folgenden Verbindungsweges weitergeleitete Impulse das Umspringen vom Sperr- in den Durchgangszustand, oder umgekehrt, aus. Nach erfolgtem Umspringen sind weder weitere Impulse zur Erhaltung des erzielten Zustandes notwendig, noch kann die zu übertragende Nutzamplitude den bestehenden .Zustand verändern.
Mit einer besonderen Ausführungsform nach der Erfindung läßt sich ein kontaktloser Vielfachfolgeschalter Schaltungsanordnung zur kontaktlosen
wahlweisen Anschaltung mehrerer
Verbindungswege an einen gemeinsamen Verbindungsweg mittels bistabiler
Kristallodenanordnungen
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Wittelsbacherplatz 4
Otto Schulz, Darmstadt,
ist als Erfinder genannt worden
für den Multiplexbetrieb verwirklichen. Bei dieser wird der von der Kristallodenvorstufe des vorhergehenden Verbindungsweges abgegebene Impuls, z. B. Öffnungsimpuls, über einen Gleichrichter der Kristallodenvorstufe des nachfolgenden Verbindungsweges als entgegengesetzt gerichteter Impuls, z. B. Sperrimpuls, zugeführt. Dadurch liegen in zeitlich rascher Folge die ankommenden Verbindungen kurzzeitig nacheinander an der gemeinsamen abgehenden Leitung.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung erlaubt den Aufbau einer Anordnung, die die Funktionen eines Drehwählers für erzwungene Wahl übernimmt, ohne dabei über herkömmliche Kontakte zu verfügen. Dabei ist eine den zehn nachfolgenden Schaltstufenkristalloden gemeinsame Vorstufenkristallode vorgesehen, die beim Eintreffen des ersten Wählimpulses vom zunächst schwach leitenden in den sperrenden Zustand umspringt und dabei einen Impuls erzeugt, der die erste der vorher alle sperrenden Schaltstufenkristalloden einschaltet und beim Eintreffen eines zweiten Wählimpulses auf die gleiche Weise die nächsteSchaltstufenkristallodezumUmspringen veranlaßt, bis durch diese Folgeschaltung die durch die Zahl der Wählimpulse bestimmte Schaltstufenkristallode anspricht.
Ein verzögerndes Glied, vorzugsweise ein stromabhängiger Widerstand, verhindert das Umspringen der zu jeder Schaltstufe gehörenden Schalterkristallode und das damit verbundene Durchschalten der Verbindungswege beim Ansprechen der Schaltstufen so lange, bis durch die beendete Nummernwahl der dauernde Stromfluß den
709 5Ο7ΛΙ5Ο
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stromabhängigen Widerstand verändert und dadurch das die Schaltstufen derart eingestellt, daß eine Stufe auf »Ein« Umspringen der Schalterkristallode herbeiführt. und alle anderen Stufen auf »Aus« stehen, oder umgekehrt.
Zur Sperrung gegen andere Belegungen macht nach Die auf »Ein« stehende Schaltstufe hat durch ihre Schalteiner weiteren Fortentwicklung der Erfindung eine Ver- stellung auch die ihr zugeteilte Schalterkristallode, z. B. Schiebung des Emittorstrom.es der betreffenden Schalt- 5 eine .Germaniumflächentriode, kurzgeschlossen und den stufe die Umschaltung dieser Stufe nach durchgeschalte- Stromweg 1 freigegeben. Gelangt vom Impulsgeber ein tem Verbindungsweg durch weiter eintreffende Impulse Impuls bestimmter Richtung an die Schaltstufen, so unmöglich. werden die auf »Aus« stehenden Schaltstufen nicht davon
Zur Auslösung der Verbindung bewirkt ein Impuls mit beeinflußt, sondern es wird nur die auf »Ein« stehende größerer als der normalen Amplitude und entsprechender io Schaltstufe umgeschaltet. Durch diese Umschaltung Richtung die Rückschaltung der eingeschalteten Wahl- wird einerseits die zugehörige Schalterkristallode gestufe und der zugehörigen Schalterkristallode. öffnet und andererseits die folgende Schaltstufe auf »Ein«
Der" Gegenstand der Erfindung ist im folgenden an gesteuert, wodurch gleichzeitig die zweite Schalterkristal-Hand der in den Zeichnungen in schematischer Weise lode kurzgeschlossen wird. Der nächste Impuls löst wieder dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. 15 den gleichen Vorgang aus usw. In dieser Anordnung ist
Abb. 1 erläutert die Funktion eines Vielfachfolgeschal- jeweils nur kurzzeitig ein Leitungsweg an die gemeinsame ters gemäß der Erfindung; Leitung und damit an den gemeinsamen Verstärker gelegt.
Abb. 2 stellt das Schaltbild einer Anordnung dar, die Wird die Impulsfolge schnell genug betrieben, so wird am die Funktionen eines Drehwählers für erzwungene Wahl anderen Leitungsende von einer Verstümmelung der übernimmt; aus der 20 übertragenen Sprachsignale noch nichts bemerkt werden.
Abb. 3 geht die Verschiebung des Emittorstromes einer Durch eine gleichwertige Schaltungsanordnung können Schaltstufe zur Sperrung gegen andere Belegungen hervor. am anderen Leitungsende die Wege wieder aufgeteilt Durch eine erweiterte Kombination von Flächen- werden. Bedingung ist bei dieser Übertragungsanlage, kristalloden als Schalter, Spitzen- oder Flächentrioden daß die Synchronisierung zwischen beiden Seiten einals Schaltstufe und eines Impulsgebers mit Kristalloden 25 wandfrei arbeitet. Zur Synchronisierung können die Synläßt sich ein kontaktloser Verteiler oder Drehschalter für chronisierimpulse über einen besonderen Weg geleitet freie Wahl nach Abb. 1 herstellen. Die Schaltungsanord- werden. Es ist aber auch möglich, beide Schaltimpulsnung als Vielfachschalter arbeitet mit Umschaltzeiten geber von einer gemeinsamen Frequenz zu synchronibis zu 10 ~6 see, eine Abnutzung und Prellung wie bei sieren. Der Vorteil dieser Schaltungsanordnung ist eine mechanischen Verteilern und Drehschaltern kann nicht 30 geräuschlose und praktisch trägheitslose Umstellung auftreten. Die Wartung ist denkbar einfach und der einer Mehrkanalanlage auf eine Einkanalanlage. Die An-Leistungsverlust sehr gering. Als Betriebsspannungen Ordnung arbeitet bei kleinstem Leistungsverbrauch mit genügen bereits Spannungen von wenigen Volt. Ein kleinen Betriebsspannungen.
solcher Drehschalter kommt zur Hauptsache auf dem Die Schaltungsanordnung nach der Erfindung kann
Gebiet der Nachrichtenübertragung, z. B. für den Multi- 35 auch in der Fernmeldetechnik als Wähleranlage für erplexbetrieb, zur Anwendung. zwungene Wahl zur Anwendung kommen. Es besteht
Im Fernmeldebetrieb, besonders bei plötzlich schnell dann die Möglichkeit, in kurzer Zeit eine Wahlverbindung anwachsenden Teilnehmerzahlen in Sonderfällen, kann aufzubauen. Außerdem arbeiten die großen Verteileres vorkommen, daß zwischen zwei Punkten nur wenige ämter bei Ausrüstung mit solchen Schalteranordnungen Verbindungen bestehen und diese nicht ausreichen. Durch 40 geräuschlos. Eine Schaltungsanordnung, in welcher hochdie Anwendung der Schaltungsanordnung nach der Er- ohmige Kristalloden in Verbindung mit Schaltkristalloden findung kann jede bestehende Verbindung mehrmals aus- zu einem Wählerschalter vereinigt sind, ist in der Abb. 2 genutzt werden. Die Verteiler lassen sich als kleine Ein- wiedergegeben. Die einzelnen Elektroden der Kristalloden heit herstellen und können bei Bedarf sofort eingesetzt sind wiederum mit den gleichen Bezugszeichen wie in den werden. 45 anderen Abbildungen versehen. Die Stufe 1 ist identisch
Die Flächenkristalloden sind sehr hochohmig bis zu der Stufe 2. Im Leitungszuge zur Vorstufe Pv liegt das einigen Megohm. Mit einem Impuls von einigen Millivolt Sperrglied S. Die Vorstufe P„ ist in jeder Wahlstufe einläßt sich eine Kristallode von einigen Ohm bis zu 106 Ohm mal vorhanden. Aus dem Widerstand i?10 und dem Kon- und mehr steuern. Diese Widerstandsänderung reicht aus, densator C1 ergibt sich die Zeitkonstante. R1 und R5 sind um einen Stromweg für den Durchgang hinreichend zu 5° die Widerstände in der Basiszuführung und im Kollektoröffnen oder zu schließen. kreis. Die Schaltstufen P1 können je nach Wunsch be-Die Abb. 1 zeigt eine Ausführungsform eines drei- liebig oft eingesetzt werden. Mit i?4 und R5 sind wieder stufigen Vielfachfolgeschalters mit Kristalloden. Die die Widerstände im Basiskreis und im Kollektorkreis der Stufenanzahl kann an sich beliebig hoch sein. Zweck- Schaltstufe bezeichnet. A11 stellt ein Verzögerungsglied, mäßig sind die drei Stufen gleichmäßig aufgebaut und 55 z. B. einen stromabhängigen Widerstand, dar. Der werden durch einen zusätzlichen Impulsgeber gesteuert. hochohmige Widerstand R9 bildet zusammen mit dem Die Elektroden der Kristalloden sind in üblicher Weise Widerstand i?8 einen Spannungsteiler. In der Basisbezeichnet. V stellt den gemeinsamen Verstärker dar. zuführung zur Schaltstufe F, welche durch eine hoch-Die Kondensatoren C dienen als Koppelglieder. Im Basis- ohmige Kristallode gebildet wird, liegt der Widerstand A2, kreis, beziehungsweise im Kollektorkreis der Schalter- 60 während sich im Kollektorkreis der sehr hochohmige kristallode, liegen ein Widerstand R2 und ein hochohmiger Widerstand R1 befindet. Die Kondensatoren C sind Widerstand R1. Die Schaltstufe P schaltet die Schalter- wieder Koppelglieder. In der zweiten Stufe haben die mit kristallode F im gewünschten Rhythmus. In den Basis- der gleichen Bezeichnung versehenen Schaltelemente die kreisen der Schaltstufen P liegt jeweils ein Widerstand gleichen Aufgaben zu erfüllen wie in der ersten Stufe. Rir während in den Kollektorkreisen sich die Wider- 65 Zweckmäßig weist jede Wählerstufe zehn Schaltstufen stände Rs und Ul6 befinden. Über eine Diode D wird der (P1 bis P10) und eine Vorstufe Pv auf. Außerdem gehört Kollektor der einen Schaltstufe mit der Basis der nächsten zu jeder Schaltstufe (P1 bis P10) eine Schalterkristallode Schaltstufe wechselstrommäßig verbunden. (F1 bis F10). Im Bereitschaftszustand stehen sämtliche Von dem Impulsgeber kommen laufend Impulse in glei- zehn Schaltstufen P auf dem Stromwert 0 oder sehr chem Abstand,welche die Schaltstufen steuern. Dabeisind 70 kleinem Strom. Die Schalterkristalloden F sind sämtlich
gesperrt. Es fließt hier auch kein Strom, nur die Vorstufe Pv steht auf der Stellung »Ein« und hat einen geringen Stromverbrauch. Der Widerstand im Zuge des Leitungsweges hat im Bereitschaftszustand mehrere 100 kOhm bis zu mehreren Megohm. Die ankommende Leitung ist einmal mit dem Emittor der Schalterkristallode und zum anderen über das elektrische Sperrglied mit der Basis oder dem Emittor der Vorstufe verbunden. Das Sperrglied läßt nur die Impulse durch, so daß durch die Sprache keine Beeinflussung der Schaltstufen eintreten kann. Kommt jetzt ein Wahlimpuls einer bestimmten Richtung, so wird nur die Vorstufe Pv davon betroffen und von Stellung »Ein«· auf Stellung »Aus« gesteuert, alle anderen Stufen bleiben stehen. Dieser Umschaltvorgang steuert durch einen beim Umsprung erzeugten Impuls die erste Schaltstufe P1 auf »Ein«. Kommt vom Wahlvorgang ein zweiter Wahlimpuls, so wird die erste Schaltstufe P1 wieder auf »Aus« gesteuert und dadurch die zweite Schaltstufe P2 auf »Ein«. Kommen weitere Wahlimpulse, so werden die nächsten Schaltstufen P3 bis P10 in gleicher Weise gesteuert. Die zu jeder Schaltstufe gehörende Schalterkristallode F1 bis F10 wird bei dem Umspringen der einzelnen Schaltstufe noch nicht betätigt. Jede Schalterkristallode ist durch ein stromabhängiges Glied, hier beispielsweise durch einen stromabhängigen Wider- »5 stand R11, mit ihrer zugehörigen Schaltstufe verbunden. Kommen die Wahlimpulse im normalen Impulsabstand, z. B. dem Impulsabstand, der bei einer Nummernwahl durch das Ablaufen der Nummernscheibe auftritt, so passiert an der Schalterkristallode noch nichts. Die Schaltstufe ist nur kurzzeitig von Strom durchflossen worden, ■der Stromfluß durch den Widerstand A11 war nicht lange genug, und R11 bleibt hochohmig, es tritt also noch keine Beeinflussung der Schalterkristallode ein.
Wenn die Wahlnummer gewählt ist und es kommen keine Wahlimpulse mehr nach, so bleibt die j etzt gesteuerte Schaltstufe auf ihrem Arbeitspunkt stehen. Durch den Widerstand R11 im Schaltbeispiel fließt längere Zeit ein Strom, da der Widerstand stromabhängig ist, wird er jetzt niederohmig. Es fließt jetzt auch ein Strom durch den Widerstand R2. Der Arbeitspunkt der Schalterkristallode wird verschoben, und deren Widerstand sinkt sofort auf einige Ohm herunter. Die erste Wahlstufe hat gewählt, und die Schalterkristallode hat den Leitungsweg für den Durchgang freigegeben. Durch die Verschiebung des Arbeitspunktes bricht über den hochohmigen Widerstand im Kollektorkreis der Schalterkristallode die Spannung am Kollektor der Schalterkristallode zusammen. Der Emittor jeder Schaltstufe ist in einer Spannungsteilerschaltung R8 und R9 mit dem Kollektor der zugehörigen Schalterkristallode verbunden. Der Spannungsteiler ist so aufgeteilt, daß im Ruhezustand die Schaltstufe so eingestellt ist, daß durch die Wahlimpulse ein Umsprung von der »Aus«-Stellung auf die »Ein«-Stellung erfolgen kann. Ebenfalls ist durch den Spannungsteiler die Möglichkeit gegeben, die Schaltstufe durch eine ■Gleichstromänderung zu beeinflussen. Diese Arbeitspunktverschiebung tritt ein, wenn die Spannung am Kollektor der Schalterkristallode zusammenbricht und dadurch die Spannung am Emittor der Schaltstufe positiver gegen ihre Ausgangsspannung wird. Der Emittorstrom der Schaltstufe wird jetzt noch weiter in den positiven Bereich verschoben. Jetzt ist eine Umschaltung dieser Schaltstufe mit den normalen Impulsen nicht mehr möglich. Aus der Abb. 3 ist einerseits der normale Arbeitspunkt einer Schaltstufe und andererseits der durch die Änderung der Emittorspannung verschobene Arbeitspunkt ersichtlich. Ein Umsteuern der Schaltstufe vom verschobenen Arbeitspunkt mit den normalen Impulsen ist hiernach nicht möglich.
Werden durch die Wahl einer zweiten Wahlnummer neue Impulse einer bestimmten Richtung ausgesendet, so können dieselben die eingeschaltete Schaltstufe nicht mehr beeinflussen und gehen über die praktisch kurzgeschlossene Schalterkristallode der ersten Wahlstufe zur zweiten Wahlstufe. Der Wahlvorgang an der zweiten und an den folgenden Wahlstufen nimmt den gleichen Verlauf wie an der ersten Wahlstufe.
Hat die Wahlverbindung ihren Zweck erreicht und soll abgebrochen werden, so muß durch einen starken Impuls die Rückschaltung der eingeschalteten Schaltstufen bewirkt werden. Dieser Impuls liegt so, daß er die auf »Ein« stehenden Schaltstufen zur »Aus«-Stellung steuert. Alle anderen Schaltstufen stehen auf »Aus« und werden durch diesen Impuls nicht betroffen. Wie schon erwähnt, ergibt sich beim Kurzschließen der Schalterkristallode an der zugehörigen Schaltstufe eine Verschiebung des Emittorstromes und des Kollektorstromes zu größeren Werten. Aus diesem Grunde tritt bei der Umschaltung von Stellung »Ein« auf Stellung »Aus« am Kollektorwiderstand dieser Schaltstufe ein gegenüber den normalen Weiterschaltimpulsen großer Impuls auf. Dieser große Impuls wird durch die Schaltglieder zwischen zwei Stufen verzerrt. Die nächste Schaltstufe bekommt somit eine negative und eine positive Impulsspitze und bleibt in ihrer Ruhelage stehen.
Damit die Vorstufe nach einer abgebrochenen Wahlverbindung wieder in die Bereitschaftsstellung gesteuert wird, ist der Eingang zur Vorstufe R10 und C1 so bemessen, daß bei stärkeren Impulsen, die über der Amplitude der Wahlimpulse liegen, eine Impulsveränderung eintritt. Dieser jetzt an den Vorstufen wirksame Impuls entgegengesetzter Richtung gegenüber den normalen Wahlimpulsen steuert die Vorstufe wieder in die Bereitschaftsstellung, und ein neuer Wahlvorgang kann beginnen.

Claims (8)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Schaltungsanordnung zur kontaktlosen wahlweisen Anschaltung mehrerer Verbindungswege an einen gemeinsamen Verbindungsweg, insbesondere in Fernmeldestromkreisen, mittels bistabiler Kristallodenanordnungen, von denen mindestens eine hochohmige Flächenkristallode in je einem Stromweg liegt, dadurch gekennzeichnet, daß kurzzeitige, von einer Kristallodenvorstufe erzeugte und über geeignete Schaltelemente zur Schalterkristallode des gleichen und/oder des folgenden Verbindungsweges weitergeleitete Impulse das Umspringen vom Sperr- in den Durchgangszustand auslösen und daß nach erfolgtem Umspringen weder weitere Impulse zur Erhaltung des erzielten Zustandes notwendig sind, noch die zu übertragende Nutzamplitude den bestehenden Zustand verändern kann.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 mit der Funktion eines Vielfachfolgeschalters für den Multiplexbetrieb, dadurch gekennzeichnet, daß der von der Kristallodenvorstufe des vorhergehenden Verbindungsweges abgegebene Impuls, z. B. Öffnungsimpuls, über einen Gleichrichter der Kristallodenvorstufe des nachfolgenden Verbindungsweges als entgegengesetzt gerichteter Impuls, z. B. Sperrimpuls, zugeführt wird.
3. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufteilung am Leitungsausgang durch Schaltimpulse gesteuert wird, welche zweckmäßig von einer an beiden Enden der Leitung gemeinsamen Netzfrequenz geliefert werden.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 mit den Funktionen eines Drehwählers, dadurch gekenn-
zeichnet, daß eine den zehn nachfolgenden Schaltstufen (P1 bis P10) gemeinsame Vorstufenkristallode (Pv) vorgesehen ist, die beim Eintreffen des ersten Wählimpulses vom zunächst schwach leitenden in den sperrenden Zustand umspringt und dabei einen Impuls erzeugt, der die erste der vorher alle sperrenden Schaltstufen (P1) einschaltet und beim Eintreffen eines zweiten Wählimpulses auf die gleiche Weise die nächste Schaltstufe (P2) zum Umspringen veranlaßt, bis durch diese Folgeschaltung die durch die Zahl der Wählimpulse bestimmte Schaltstufe anspricht.
5. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß j e ein verzögerndes Glied, vorzugsweise ein stromabhängiger Widerstand (A11), das Umspringen der zu jeder Schaltstufe (P1 bis P10) gehörenden Schalterkristalloden (F1 bis .F10) und das damit verbundene Durchschalten der Verbindungswege beim Ansprechen der Schaltstufen so lange verhindert, bis durch die beendete Nummernwahl der dauernde Stromfluß den stromabhängigen Widerstand (A11) verändert und dadurch das Umspringen der Schalterkristallode herbeiführt.
6. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur Auslösung der Verbindung ein Impuls mit größerer als der normalen Amplitude und entsprechender Richtung die Rückschaltung der eingeschalteten Schaltstufe und der zugehörigen Schalterkristallode bewirkt.
7. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 1 und 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Schaltstufen (P) und SchalterkristaUoden (F) eine Wählerstufe bilden und daß in den Zuleitungen für die Schaltstufen ein Sperrglied liegt.
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Widerstände zwischen Kollektor der Schalterkristallode und Emitter der zugehörigen Schaltstufe sowie zwischen Kollektor der Schalterkristallode und der Stromversorgung in der Größenordnung bis zu einigen Megohm liegen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 887 558;
USA.-Patentschrift Nr. 2 627 039.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 507/150 4.5?
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DE1190365B (de) * 1963-01-24 1965-04-01 Kernforschung Gmbh Ges Fuer Einrichtung zum vorbestimmten aufeinanderfolgenden von einer Kristallodenanordnung gesteuerten Abfragen
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