DE10049645C1 - Ablaufarmatur für einen WC-Spülkasten - Google Patents

Ablaufarmatur für einen WC-Spülkasten

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Abstract

Bei einer Ablaufarmatur (1) für einen WC-Spülkasten (2) mit einem für eine Teil- oder Vollspülung anhebbaren Ventilkörper (5) eines Ablaufventils (4), mit einem in einem Schwimmergehäuse (8) innerhalb des Spülkastens (2) angeordneten unteren Auftriebskörper (9), der während der Teilspülung an einem Auftrieb gehindet ist, und mit einem oberen Auftriebskörper (10), wobei der Ventilkörper (5) bei der Vollspülung auf zumindest dem unteren Auftriebskörper (9) und bei der Teilspülung nur auf dem oberen Auftriebskörper (10) abgestützt ist und wobei der untere Auftriebskörper (9) während der Teilspülung durch Magnetkraft ortsfest im Schwimmergehäuse (8) gehalten ist, ist am Ventilkörper (5) ein Mitnehmer vorgesehen, der bei einem größeren Hub des Ventilkörpers (5) als dem bei der Teilspülung erforderlichen den unteren Auftriebskörper (9) von seinem magnetischen Gegenlager (14) gegen die Wirkung der Magnetkraft für die Vollspülung abhebt. Zum Auslösen der Voll- und Teilspülungen wird jeweils nur der Ventilkörper angehoben und dabei je nach Hubhöhe die Voll- oder Teilspülung ausgelöst. Es ist nur noch eine einzige am Ventilkörper angreifende Betätigungseinrichtung erforderlich.

Description

Die Erfindung betrifft eine Ablaufarmatur für einen WC-Spül­ kasten, mit einem für eine Teil- oder Vollspülung anhebbaren Ventilkörper eines Ablaufventils, mit einem in einem Schwim­ mergehäuse innerhalb des Spülkastens angeordneten unteren Auftriebskörper, der während der Teilspülung an einem Auf­ trieb gehindert ist, und mit einem oberen Auftriebskörper, wobei der Ventilkörper bei der Vollspülung auf zumindest dem unteren Auftriebskörper und bei der Teilspülung nur auf dem oberen Auftriebskörper abgestützt ist und wobei der untere Auftriebskörper während der Teilspülung durch insbesondere magnetische Haltekraft ortsfest im Schwimmergehäuse gehalten ist.
Ein derartiger WC-Spülkasten ist beispielsweise durch die DE 197 30 271 C1 bekanntgeworden.
Mit dem aus der DE 197 30 271 C1 bekannten WC-Spülkasten kann entweder eine Vollspülung oder eine Teilspülung ausge­ löst werden. Zum Auslösen einer Spülung wird ein als Über­ laufrohr ausgestalteter Ventilkörper angehoben, wodurch ein Bodenventil im Spülkasten geöffnet wird. Bei der Teilspülung ist ein unterer Schwimmer an einem Auftrieb gehindert und der Ventilkörper nur auf einem oberen Schwimmer abgestützt, so daß entsprechend dem infolge des absinkenden Wasserspie­ gels im Spülkasten abnehmenden Auftrieb des oberen Schwim­ mers der Ventilkörper gleichfalls nach unten absinkt und schließlich das Bodenventil schließt. So kann nur ein Teil der im Spülkasten vorhandenen Wassermenge abfließen. Hinge­ gen ist bei der Vollspülung auch das Aufschwimmen des unte­ ren Schwimmers möglich, so daß nach Anheben des Ventilkör­ pers dieser während der Vollspülung durch den Auftrieb des unteren Auftriebskörpers angehoben bleibt und das Wasser durch das Bodenventil abströmen kann. Wenn der untere Schwimmer nach der Entleerung seines Schwimmergehäuses kei­ nen Auftrieb mehr erhält, ist auch der Ventilkörper entspre­ chend nach unten abgesunken und das Bodenventil geschlossen. Zum Auslösen der Teil- und Vollspülung sind jeweils zwei voneinander unabhängige Betätigungsmechanismen zum Anheben des unteren oder oberen Schwimmers vorgesehen, wobei eine erste Betätigungseinrichtung für die Teilspülung am Ventil­ körper angreift und eine zweite Betätigungseinrichtung für die Vollspülung über einen Mitnehmerkorb am unteren Schwim­ mer angreift.
Der vorliegenden Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, bei einer Ablaufarmatur der eingangs genannten Art die Betätigung zu vereinfachen.
Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, daß am Ventilkörper ein Mitnehmer vorgesehen ist, der bei einem größeren Hub des Ventilkörpers als dem bei der Teilspülung erforderlichen den unteren Auftriebskörper von seinem magne­ tischen Gegenlager gegen die Wirkung der Magnetkraft für die Vollspülung abhebt.
Der mit der Erfindung erzielte Vorteil besteht darin, daß zum Auslösen der Voll- und Teilspülungen jeweils nur der Ventilkörper angehoben wird und je nach Hubhöhe die Voll- oder Teilspülung ausgelöst wird. Außerdem ist nur noch eine einzige am Ventilkörper angreifende Betätigungseinrichtung erforderlich. Da weniger Einzelteile benötigt werden, ver­ einfacht sich der Zusammenbau der erfindungsgemäßen Ablauf­ armatur ebenfalls.
Vorzugsweise ist am unteren Auftriebskörper mindestens ein Vorsprung vorgesehen, der nach unten durch den Boden des Schwimmergehäuses in Richtung auf den Mitnehmer vorsteht. Beispielsweise kann der Mitnehmer durch eine für die Dich­ tung des Ablaufventils vorgesehene Anlagefläche gebildet sein.
Bei bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung ist der Ven­ tilkörper an einem hochschwenkbaren Betätigungshebel hängend gehalten, wobei der Vollspülung ein größerer Schwenkwinkel des Betätigungshebels zugeordnet ist als der Teilspülung.
Vorzugsweise sind zwei unabhängig voneinander auslösbare Be­ tätigungsmechanismen für die Voll- und die Teilspülung vor­ gesehen, deren jeweilige Angriffshebel mit dem Betätigungs­ hebel drehfest bewegungsgekoppelt sind. Die Angriffshebel können parallel nebeneinander angeordnet sein.
Es ist von Vorteil, wenn jeder Betätigungsmechanismus minde­ stens einen Hebelarm und mindestens eine damit gelenkig ver­ bundene Verbindungsstrebe aufweist, welche gelenkig mit dem Angriffshebel verbunden ist. Durch diese Anordnung läßt sich eine Umlenkung einer horizontalen Betätigung der Hebelarme mittels einer vorne am Spülkasten angebrachten Taste und ei­ ne Umlenkung einer vertikalen Betätigung mittels einer oben am Spülkasten angebrachten Taste in eine Aufwärtsbewegung des Betätigungshebels mit der gleichen Betätigungseinrich­ tung realisieren. Dabei ist der Kraftaufwand und der durch die Taste zurückgelegte Weg bzw. Auslenkung für eine Betäti­ gung von vorne und von oben in etwa gleich.
Es ist von besonderem Vorteil, wenn die Hebelarme bei ge­ schlossenem Ablaufventil etwa unter 45° schräg nach unten gerichtet sind. Dann können die Hebelarme entweder in hori­ zontaler Druckrichtung über eine vordere Revisionsöffnung im Spülkasten betätigt werden oder in vertikaler Druckrichtung über eine oben am Spülkasten angeordnete Revisionsöffnung betätigt werden. Dies ermöglicht bei gleichen Hebelverhält­ nissen die Anordnung der Drucktasten wahlweise entweder an der Vorder- oder Oberseite des Spülkastens.
Bevorzugt sind der Betätigungshebel und die Hebelarme der beiden Betätigungsmechanismen jeweils an einem Lagerbock drehbar gelagert, wobei jeder Betätigungsmechanismus jeweils durch eine über eine Druckstange in Wirkverbindung stehende Taste von außen betätigbar ist. Der Lagerbock mit den beiden Betätigungsmechanismen stellt eine Einheit dar, die als ein Teil aus dem Spülkasten entnommen werden kann. Sollte die Mechanik der Betätigungsmechanismen defekt sein, kann somit ein einfacher Austausch stattfinden.
Vorzugsweise weist jeder Betätigungsmechanismus eine zur Schwenkachse des Betätigungshebels radial beabstandete Hülse zur Aufnahme der Druckstange auf. Um die Druckstangen hori­ zontal oder vertikal ausrichten zu können, sind die Hülsen parallel zur Schwenkachse des Betätigungshebels drehbar ge­ lagert, wobei der Angriffspunkt für die vom Benutzer einge­ leitete Kraft dabei unverändert bleibt. Die Druckstangen können z. B. in verschiedenen Positionen in die Hülsen ein­ geclipst werden. Dadurch können die gleichen Bauteile, d. h. Revisionsplatte, Druckstangen und Betätigungsmechanismen für verschieden tiefe bzw. hohe Spülkästen eingesetzt werden.
Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Be­ schreibung und der Zeichnung. Ebenso können die vorstehend genannten und die noch weiter ausgeführten Merkmale erfin­ dungsgemäß jeweils einzeln für sich oder zu mehreren in be­ liebigen Kombinationen Verwendung finden. Die gezeigten und beschriebenen Ausführungsformen sind nicht als abschließende Aufzählung zu verstehen, sondern haben vielmehr beispielhaf­ ten Charakter für die Schilderung der Erfindung.
Die Erfindung ist in der Zeichnung stark schematisiert dar­ gestellt und wird anhand von Ausführungsbeispielen näher er­ läutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer teilweise aufgeschnittenen erfindungsgemäßen Ablaufarmatur, die in einen WC-Spülkasten eingebaut ist, mit ge­ schlossenem Ablaufventil;
Fig. 2 die Ablaufarmatur der Fig. 11 mit für eine Vollspü­ lung geöffnetem Ablaufventil; und
Fig. 3 die Ablaufarmatur der Fig. 1 mit für eine Teilspü­ lung geöffneten Ablaufventil; und
Fig. 4 eine Betätigungseinrichtung zum Auslösen der Ab­ laufgarnitur für die Teil- oder die Vollspülung.
Die in Fig. 1 mit 1 bezeichnete Ablaufarmatur ist in einen WC-Spülkasten 2 eingebaut und weist ein die Abströmöffnung 3 des Spülkastens 2 verschließendes oder freigebendes Ablauf­ ventil 4 auf. Den Ventilkörper 5 des Ablaufventils 4 bildet ein vertikal ausgerichtetes Überlaufrohr, an dessen unterem Ende sich eine mit einem Ventilsitz 6 des Spülkastens 2 zu­ sammenwirkende Dichtungsscheibe 7 befindet. Durch den auf die Dichtungsscheibe 7 wirkenden Wasserdruck bleibt das Ab­ laufventil 4 geschlossen.
Der Ventilkörper 5 erstreckt sich durch ein nach oben offe­ nes becherförmiges Schwimmergehäuse 8 nach oben, welches im Spülkastens 2 auf nicht näher gezeigte Art und Weise (z. B. über einen Bajonettverbindung am Spülkastenboden) ortsfest befestigt ist. Um den Ventilkörper 5 herum sind ein unterer Auftriebskörper 9 und über diesem ein oberer Auftriebskörper 10 vorgesehen. Der untere Auftriebskörper 9 befindet sich innerhalb des Schwimmergehäuses 8, während der obere Auftriebskörper 10 nur teilweise in das Schwimmergehäuse 8 hin­ einragt. In anderen Ausführungsformen kann sich der obere Auftriebskörper 10 auch oberhalb des Schwimmergehäuses 8 be­ finden. Der Ventilkörper 5 stützt sich mittels eines Nieder­ halters 11 fortwährend auf dem oberen Auftriebskörper 10 ab, während er auf dem unteren Auftriebskörper 9 mit Hilfe einer Anlagescheibe 12 lediglich bei geschlossenem Ablaufventil (Fig. 1) und bei der Vollspülung (Fig. 2) aufliegt. Dazu ist der untere Auftriebskörper 9 am Ventilkörper 5 verschiebbar zwischen seiner ortsfest gehaltenen unteren und seiner den Ventilkörper 5 abstützenden oberen Lage geführt.
In der in Fig. 1 dargestellten geschlossenen Ausgangspositi­ on der Ablaufarmatur 1 ist der untere Auftriebskörper 9 durch Magnetkraft im Schwimmergehäuse 8 ortsfest gehalten. Dazu wirken auf dem Boden 13 des Schwimmergehäuses 8 ange­ ordnete Teile 14 und unten am unteren Auftriebskörper 9 an­ geordnete Teile 15 miteinander magnetisch zusammen. Die ma­ gnetische Haltekraft der Teile 14 und 15 ist größer als die Summe der Auftriebskräfte der beiden Auftriebskörper 9, 10. An der Unterseite des unteren Auftriebskörpers 9 sind zwei Vorsprünge 16 vorgesehen, die durch Öffnungen im Boden 13 des Schwimmergehäuses 8 in Richtung auf eine für die Dich­ tungsscheibe 7 vorgesehene Anlagefläche 17 des Ventilskör­ pers 5 vorstehen.
Bei der Vollspülung (Fig. 2) wird der Ventilkörper 5 an ei­ ner Lasche 18 mittels einer geeigneten Betätigungseinrich­ tung so weit angehoben, bis er mit seiner Anlagefläche 17 an der Unterseite des Schwimmergehäuses 8 anliegt. Bei dieser Hubbewegung nimmt die Anlagefläche 17 die Vorsprünge 16 und damit den unteren Auftriebskörper 9 nach oben mit, wodurch der untere Auftriebskörper 9 von seinem magnetischen Gegenlager 14 gegen die Wirkung der Magnetkraft abgehoben wird. Nach gelöster Magnetverbindung treibt der untere Auftriebs­ körper 9 bis zur Anlage an die Anlagescheibe 12 auf und hält aufgrund seines Auftriebs im Wasser des Schwimmergehäuses 8 den über die Anlagescheibe 12 aufliegenden Ventilkörper 5 angehoben. Das im Spülkasten 2 vorhandene Wasser kann über die Abströmöffnung 3 abströmen. Spätestens wenn das im Spül­ kasten 2 befindliche Wasser (z. B. 9 Liter) vollständig aus dem Spülkasten 2 abgeströmt ist, fließt auch das noch im Schwimmergehäuse 8 befindliche Wasser über Entlastungsöff­ nungen 19 aus dem Schwimmergehäuse 8 aus, so daß der Wasser­ spiegel im Schwimmergehäuse 8 zu sinken beginnt. Damit sen­ ken sich der untere Auftriebskörper 9 und der auf ihm abge­ stützte Ventilkörper 5, bis bei vollständig abgesenktem Ven­ tilkörper 5 das Ablaufventil 4 schließt. Spätestens jetzt wirkt die magnetische Haltekraft, und der untere Auftriebs­ körper 9 ist wieder mit dem Schwimmergehäuse 8 magnetisch verbunden.
Um die Teilspülung (Fig. 3) zu betätigen, wird der Ventil­ körper 5 an der Lasche 18 mittels der Betätigungseinrichtung nur so weit angehoben, daß die Vorsprünge 16 nicht nach oben mitgenommen werden. Das Ablaufventil 4 ist geöffnet, und der Wasserspiegel 20 im Spülkasten 2 beginnt zu sinken. Da die magnetische Haltekraft der Teile 14 und 15 größer ist als die Auftriebskraft des unteren Auftriebskörpers 9, ist die­ ser weiterhin im Schwimmergehäuse 8 in seiner unteren Lage ortsfest gehalten und damit außer Funktion gesetzt. Das heißt, der untere Auftriebskörper 9 ist an einem Auftrieb gehindert und stützt den angehobenen Ventilkörper 5 nicht ab, der nunmehr lediglich durch die Auftriebskraft des obe­ ren Auftriebskörpers 10 in seiner angehobenen, das Ablauf­ ventil 4 öffnenden Position gehalten ist. Erreicht der sinkende Wasserspiegel 20 im Spülkasten 2 den oberen Auftriebs­ körper 10, so schwimmt dieser auf dem Wasser und senkt sich mit dem weiter abnehmendem Wasserspiegel. Entsprechend senkt sich auch der über den Niederhalter 11 auf dem oberen Auf­ triebskörper 10 abgestützte Ventilkörper 5, bis er das Ab­ laufventil 4 schließt. Der dann im Schwimmergehäuse 8 noch herrschende Wasserpegel ist in Fig. 3 mit 20' bezeichnet und definiert die für die Teilspülung abgeströmte Wassermenge.
Die in Fig. 4 gezeigte Betätigungseinrichtung 21 umfaßt ei­ nen Lagerbock 22, der innen an der Rückwand des Spülkastens befestigbar ist. An dem Lagerbock 22 sind parallel nebenein­ ander ein erster Betätigungsmechanismus 23 zum Auslösen der Vollspülung und ein zweiter Betätigungsmechanismus 24 zum Auslösen der Teilspülung vorgesehen. Am unteren Ende weist der Lagerbock 22 zwei Aufnahmen 25, 26 auf, in denen eine Schwenkachse 27 gelagert ist. Zwischen den Aufnahmen 25, 26 trägt die Schwenkachse 27 einen Betätigungshebel 28 mit ei­ ner nach oben offenen Aufnahme 29 an seinem freien Ende, in die der Ventilkörper 5 mit seiner Lasche 18 eingehängt wird. Zu beiden Seiten jeder Aufnahme 25, 26 sind mit der Schwenk­ achse 27 jeweils zwei parallele Angriffshebel 30 bzw. 31 drehfest verbunden. Am oberen Ende weist der Lagerbock 22 zwei Aufnahmen 32, 33 auf, in denen Lagerbolzen 34, 35 dreh­ bar gelagert sind. Zu beiden Seiten jeder Aufnahme 32, 33 sind mit dem jeweiligen Lagerbolzen 34, 35 jeweils zwei par­ allele Hebelarme 36 bzw. 37 drehfest verbunden, die zusammen mit ihrem jeweiligen Lagerbolzen 34, 35 jeweils eine ein­ stückige Einheit bilden. An den Hebelarmen 36, 37 sind bei 38 bzw. 39 zwei Verbindungsstreben 40, 41 angelenkt, die an­ derenends mit den freien Enden der Angriffshebel 30 bzw. 31 gelenkig verbunden sind. Zwischen den beiden Hebelarmen 36 bzw. 37 ist an ihren freien Enden jeweils bei 42 bzw. 39 eine Hülse 43, 44 drehbar gelagert, in der eine horizontal ausgerichtete Druckstange 45, 46 aufgenommen ist. Die Ge­ lenkpunkte 42, 39 sind jeweils gleich weit von den Lagerbol­ zen 34, 35 beabstandet. Jedem Betätigungsmechanismus 23, 24 zugeordnet ist eine von außen betätigbare Drucktaste (nicht dargestellt), die mit der jeweiligen Druckstange 45, 46 in Wirkverbindung steht. Durch Betätigen der jeweiligen Druck­ taste wird die entsprechende Druckstange 45 bzw. 46 in hori­ zontaler Druckrichtung 47 bewegt, wodurch das entsprechende Hebelarmpaar 36 bzw. 37 nach unten verschwenkt wird. Diese Verschwenkung wird über das Verbindungsstrebenpaar 40 bzw. 41 auf das Angriffshebelpaar 30 bzw. 31 und damit auf die Schwenkachse 27 übertragen, wodurch der Betätigungshebel 28 hochgeschwenkt wird und dabei je nach Schwenkwinkel die Teil- oder Vollspülung ausgelöst wird. Da die Druckstange 45 durch ihre Drucktaste in Druckrichtung 47 weiter bewegt wird als die Druckstange 46 durch die andere Drucktaste, wird durch den ersten Betätigungsmechanismus 23 der Betätigungs­ hebel 28 weiter hochgeschwenkt und daher die Vollspülung ausgelöst.
Über die Hebellänge der Angriffshebel 30, 31 und den Abstand der Gelenkpunkte 42, 39 der Verbindungsstreben 40, 41 von den Lagerbolzen 34 bzw. 35 lassen sich die Hebelverhältnisse und damit die zum Betätigen der Drucktasten und damit für die Voll- und Teilspülungen jeweils erforderlichen Druck­ kräfte verstellen. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Angriffshebel 30 kürzer als der Angriffshebel 31, und die Verbindungsstrebe 40 näher am Lagerbolzen 34 angelenkt als die Verbindungsstrebe 41 am Lagerbolzen 35.
Anstatt unterschiedlicher Verschiebewege der Drucktasten ist es auch möglich, bei gleichen Verschiebewegen der Druckta­ sten über unterschiedliche Hebelverhältnisse mit den beiden Betätigungsmechanismen verschiedene Schwenkwinkel zu errei­ chen. Auch sind zwei Betätigungsmechanismen mit unterschied­ lichen Verschiebewegen und unterschiedlichen Hebelverhält­ nissen zum Ereichen unterschiedlicher Schwenkwinkel möglich.
Die Hebelarme 36, 37 sind in der geschlossenen Ausgangsposi­ tion der Ablaufarmatur 1 (Fig. 1) unter 45° schräg nach un­ ten gerichtet, so daß die Hülsen 43, 44 und die Druckstangen 45, 46 entweder, wie in Fig. 4 dargestellt, horizontal aus­ gerichtet und in horizontaler Druckrichtung 47 über eine vordere Revisionsöffnung im Spülkasten 2 betätigt werden können oder vertikal ausgerichtet und in vertikaler Druck­ richtung über eine oben am Spülkasten 2 angeordnete Revisi­ onsöffnung betätigt werden können. Dies ermöglicht bei glei­ chen Hebelverhältnissen die Anordnung der Drucktasten wahl­ weise entweder an der Vorder- oder Oberseite des Spülkastens 2.

Claims (12)

1. Ablaufarmatur (1) für einen WC-Spülkasten (2), mit ei­ nem für eine Teil- oder Vollspülung anhebbaren Ventil­ körper (5) eines Ablaufventils (4), mit einem in einem Schwimmergehäuse (8) innerhalb des Spülkastens (2) an­ geordneten unteren Auftriebskörper (9), der während der Teilspülung an einem Auftrieb gehindert ist, und mit einem oberen Auftriebskörper (10), wobei der Ven­ tilkörper (5) bei der Vollspülung auf zumindest dem unteren Auftriebskörper (9) und bei der Teilspülung nur auf dem oberen Auftriebskörper (10) abgestützt ist und wobei der untere Auftriebskörper (9) während der Teilspülung durch insbesondere magnetische Haltekraft ortsfest im Schwimmergehäuse (8) gehalten ist, dadurch gekennzeichnet, daß am Ventilkörper (5) ein Mitnehmer vorgesehen ist, der bei einem größeren Hub des Ventilkörpers (5) als dem bei der Teilspülung erforderlichen den unteren Auftriebskörper (9) von seinem insbesondere magneti­ schen Gegenlager (14) gegen die Wirkung der Magnet­ kraft für die Vollspülung abhebt.
2. Ablaufarmatur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am unteren Auftriebskörper (9) mindestens ein Vor­ sprung (16) vorgesehen ist, der nach unten durch den Boden (13) des Schwimmergehäuses (8) in Richtung auf den Mitnehmer vorsteht.
3. Ablaufarmatur nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnehmer durch eine für die Dich­ tung (7) des Ablaufventils (4) vorgesehene Anlageflä­ che (17) gebildet ist.
4. Ablaufarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper (5) an einem hochschwenkbaren Betätigungshebel (28) hängend gehalten ist und und daß der Vollspülung ein größerer Schwenkwinkel des Betätigungshebels (28) zugeordnet ist als der Teilspülung.
5. Ablaufarmatur nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch zwei unabhängig voneinander auslösbare Betätigungsme­ chanismen (23, 24) für die Voll- und Teilspülung, de­ ren jeweilige Angriffshebel (30, 31) mit dem Betäti­ gungshebel (28) drehfest verbunden sind.
6. Ablaufarmatur nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Angriffshebel (30, 31) parallel nebeneinander angeordnet sind.
7. Ablaufarmatur nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekenn­ zeichnet, daß jeder Betätigungsmechanismus (23; 24) mindestens einen Hebelarm (36; 37) und mindestens eine damit gelenkig verbundene Verbindungsstrebe (40, 41) aufweist, welche gelenkig mit dem Angriffshebel (30; 31) verbunden ist.
8. Ablaufarmatur nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebelarme (36, 37) bei geschlossenem Ablauf­ ventil (4) etwa unter 45° schräg nach unten gerichtet sind.
9. Ablaufarmatur nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Betätigungshebel (28) und die Hebel­ arme (36, 37) der beiden Betätigungsmechanismen (23, 24) jeweils an einem Lagerbock (22) drehbar gelagert sind.
10. Ablaufarmatur nach einem der Ansprüche 5 bis 9, da­ durch gekennzeichnet, daß jeder Betätigungsmechanismus jeweils (23; 24) durch eine über eine Druckstange (45; 46) in Wirkverbindung stehende Taste von außen betä­ tigbar ist.
11. Ablaufarmatur nach Anspruch 10, dadurch gekennzeich­ net, daß jeder Betätigungsmechanismus (23; 24) eine zur Schwenkachse (27) des Betätigungshebels (28) radi­ al beabstandete Hülse (43; 44) zur Aufnahme der Druck­ stange (45; 46) aufweist.
12. Ablaufarmatur nach Anspruch 11, dadurch gekennzeich­ net, daß die Hülse (43; 44) parallel zur Schwenkachse (27) des Betätigungshebels (28) drehbar gelagert ist.
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