DE10039555A1 - Gassack und Verfahren zur Herstellung eines Gassackes - Google Patents

Gassack und Verfahren zur Herstellung eines Gassackes

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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Gassack, insbesondere einen Gassack für den Kniebereich oder Kopfbereich eines Fahrzeuginsassen und Verfahren zur Herstellung eines solchen Gassacks. Erfindungsgemäß ist der Gassack (1) im entfalteten Zustand in einem Hauptbereich (A) im wesentlichen zylindrisch ausgebildet, wobei sich an den zylindrischen Hauptbereich (A) seitlich jeweils ein Seitenbereich (B) des Gassacks (1) anschließt, durch den der Hauptbereich (A) seitlich verschlossen ist. Die Erfindung stellt einen Gassack zur Verfügung, der sich durch einen einfachen und kostengünstigen Aufbau und eine günstige Spannungsverteilung bei hohem Innendruck des entfalteten Gassacks auszeichnet.

Description

Die Erfindung betrifft einen Gassack, der sich insbesondere zum Schutz des Kniebereichs eines Fahrzeuginsassen eignet und Verfahren zur Herstellung eines solchen Gassacks.
Airbags für den Kniebereich (Kniebags) müssen im Kollisions­ fall den relativ hohen Energieanteil der unteren Körperhälf­ te eines Fahrzeuginsassen auf einer relativ kleinen Fläche und einem relativ geringen Vorverlagerungsweg abbauen. Um die Knie bzw. Unterschenkel des Fahrzeuginsassen sicher zurückzuhalten, ist erforderlich, daß der Kniebag sich schnell entfaltet und hohe Rückhaltekräfte aufbauen kann.
Aus der DE 297 10 745 U1 ist eine Knie-Rückhalteeinrichtung bekannt, bei der im Kollisionsfall eine Kniefängerplatte durch einen Gassack in Richtung der Knie eines Fahrzeugin­ sassen bewegt wird. Fangbänder dienen dabei zur Festlegung der Endposition der Kniefängerplatte und zur Steuerung der Bewegungsbahn der Kniefängerplatte während des Entfaltungs­ vorgangs. Die Verwendung einer Kniefängerplatte weist den Vorteil auf, daß bei Kontakt mit den Knien des Fahrzeugin­ sassen auf den Gassack einwirkende Kräfte über die Kniefän­ gerplatte auf eine große Fläche verteilt werden, so daß hohe Rückhaltekräfte mit einem relativ niedrigen Gassackin­ nendruck realisiert werden können. Die Verwendung einer Kniefängerplatte ist jedoch aufwendig und kostenintensiv.
Die DE 298 07 424 U1 offenbart eine Knieschutzeinrichtung mit einem kissenförmig zugeschnittenen Gassack. Zum Aufbrin­ gen einer hohen Rückhaltekraft sind im Gassack Fangbänder vorgesehen, die gegenüberliegende Abschnitte der Gassackwan­ dung verbinden und so einer Gestaltänderung des Gassacks beim Eintauchen der Knie entgegenwirken. Zusätzlich sind Trennwände zur Bildung von mehreren Kammern im Inneren des Gassacks vorgesehen. Die Verwendung von Fangbändern und Ausbildung von Trennwänden im Inneren des Gassacks stellt ebenfalls eine aufwendige und kostenintensive Lösung dar. Auch liegt bei einem kissenförmigen Gassackzuschnitt eine ungünstige Spannungsverteilung bei hohem Gassackinnendruck vor, da im Nahtbereich Spannungsspitzen bestehen. Zusätz­ lich weist ein kissenförmiger Gassackzuschnitt den Nachteil auf, daß im Randbereich des Kissens aufgrund der dort abneh­ menden Tiefe des Gassacks eine verschlechterte Rückhaltewir­ kung vorliegt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Gassack, 4 insbesondere für den Kniebereich eines Fahrzeuginsassen zur Verfügung zu stellen, der sich durch einen einfachen und kostengünstigen Aufbau sowie eine günstige Spannungsvertei­ lung bei hohem Innendruck des entfalteten Gassacks auszeich­ net. Zusätzlich sollen Verfahren zur Herstellung eines solchen Gassacks zur Verfügung gestellt werden.
Diese Aufgaben werden erfindungsgemäß durch einen Gassack mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und Verfahren zur Herstel­ lung eines Gassacks mit den Merkmalen der Ansprüche 10, 12 oder 14 gelöst. Bevorzugte und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Danach zeichnet sich der erfindungsgemäße Gassack dadurch aus, daß er im entfalteten Zustand in einem Hauptbereich im wesentlichen zylindrisch ausgebildet ist. An den zylindri­ schen Hauptbereich schließt sich seitlich jeweils ein Seitenbereich des Gassacks an, in dem bzw. durch den der Hauptbereich seitlich verschlossen wird.
Durch den im wesentlichen zylindrischen Zuschnitt des Gassacks wird ein einfach aufgebauter Gassack mit einer symmetrischen Form zur Verfügung gestellt, der eine im wesentlichen gleichmäßige Spannungsverteilung aufweist. Dabei können durch die symmetrische Spannungsverteilung im Gassack hohe Innendrücke zur Verfügung gestellt werden, so daß auch bei einem lediglich in einem kleinen Bereich des Gassacks erfolgenden Kontakt mit den Knien des Insassen hohe Rückhaltekräfte erzielbar sind. So können aufgrund des hohen Innendruckes auf einer relativ kurzen Strecke die Trägheitskräfte des sich nach vorne verlagernden Fahrzeugin­ sassen abgebaut werden.
Des weiteren wird aufgrund des durchgehend gleichen Quer­ schnitts des Gassacks in seinem zylindrischen Hauptbereich anders als bei kissenförmigen Gassäcken im gesamten Gassack­ bereich eine gute Rückhaltewirkung bereitgestellt.
In einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Gassackes weist der jeweilige Seitenbereich des Gassacks eine geringe Längsausdehnung auf. Unter Längsausdehnung wird dabei die Ausdehnung des Seitenbereiches in Richtung der Längsachse des zylindrischen Hauptbereichs verstanden. Durch die geringe Längsausdehnung des Seitenbereiches wird ein Gassack bereitgestellt, der sich bis kurz vor seine seitlichen Enden zylindrisch erstreckt. Mit anderen Worten ist der Übergang zwischen dem zylindrischen Bereich und dem seitlichen Verschluß des Gassackes kurz. Hierdurch wird gewährleistet, daß der Gassack bis möglichst weit an seinen seitlichen Rand einen konstanten Querschnitt aufweist, so daß auch ein in diesem Randbereich mit dem Gassack in Kontakt tretendes Körperteil (Knie) zuverlässig zurückgehal­ ten wird.
Bevorzugt wird der Seitenbereich durch Vernähen der seitli­ chen Enden von Gassackgewebelagen erzeugt, die durch einfa­ ches oder mehrfaches Falten einer einteiligen, im wesentli­ chen rechteckigen Gewebebahn entstanden sind. Insbesondere werden hierzu bevorzugt Gassackgewebelagen seitlich ver­ näht, die dadurch erzeugt werden, daß die Gewebebahn auf die halbe Breite zusammengelegt, die Längsseiten der Gewebebahn miteinander verbunden, danach kreuz- oder sternförmig gefaltet und die dabei entstehenden schlaufenartigen Segmen­ te aufeinandergelegt und dann durch eine Quernaht seitlich vernäht werden.
Ein derart ausgebildeter Gassack zeichnet sich durch einen einteiligen, rechteckigen Zuschnitt aus und ist entspre­ chend einfach herstellbar. Fangbänder, Lastverteiler oder andere Zusatzmittel sind nicht erforderlich. Der Bereich zwischen den Seitenbereichen stellt den zylindrisch ausge­ bildeten Hauptbereich des Gassacks dar. In den Seitenberei­ chen ist der Gassack in einfacher Weise durch eine Quernaht abgeschlossen.
In einer anderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gassackes wird der Seitenbereich durch Raffen der Enden des Hauptbereichs und anschließendes Verschließen der gerafften Enden ausgebildet. Beispielsweise werden die Enden hierzu, ähnlich wie Enden einer Leberwurst, symmetrisch zusammenge­ zogen. Bei dieser Ausgestaltung läßt sich bei hohem Gasin­ nendruck eine geringe Längsausdehnung des Seitenbereichs verwirklichen.
In einer weiteren Ausgestaltung besteht der Seitenbereich in einem im wesentlichen kreisförmigen Gewebestück, das mit den seitlichen Enden des zylindrischen Hauptbereichs ver­ näht wird. Vorteilig bei dieser Ausgestaltung ist, daß die Zylinderform bei dieser Variante nahezu bis zum Seitenende aufrechterhalten wird. Allerdings ist diese Ausführungsform mit einem relativ hohen Aufwand verbunden, der aus der komplizierten Führung der Gassackteile beim Nähvorgang resultiert.
Der zylindrische Hauptbereich des Gassacks besteht bevor­ zugt aus einer einteiligen, im wesentlichen rechteckigen Gewebebahn, deren Längsseiten durch eine Längsnaht miteinan­ der verbunden sind. Alternativ ist es jedoch ebenso mög­ lich, den Hauptbereich durch einen entsprechend zugeschnit­ tenen einteiligen Gewebeschlauch auszubilden.
Dem Gassack ist in an sich bekannter Art und Weise ein Gasgenerator zum Aufblasen des Gassackes im Kollisionsfall zugeordnet. Der Gassack bildet zusammen mit dem Gasgenera­ tor und einer Einhausung ein Airbagmodul, das beispielswei­ se im unteren Bereich der Armaturentafel befestigt ist.
Ein erstes erfindungsgemäßes Verfahren zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Gassacks zeichnet sich durch die Schritte aus:
  • a) Zurverfügungstellen eines im wesentlichen zylindrischen Gewebeschlauches,
  • b) Ausbreiten des Gewebeschlauches, und
  • c) Vernähen der aufeinanderliegenden seitlichen Enden jeweils mit einer Quernaht.
Hierdurch wird auf der Basis eines zylindrischen Gewebe­ schlauches eine zylindrische Form eines Gassacks in einem Hauptbereich verwirklicht, wobei der Seitenbereich des Gassacks jeweils durch eine Quernaht gebildet wird.
In einer bevorzugten Weiterbildung dieses Herstellungsver­ fahrens wird nach dem Zurverfügungstellen und Ausbreiten eines im wesentlichen zylindrischen Gewebeschlauches dieser auf die halbe Breite zusammengelegt und werden anschließend die Gewebelagen der übereinanderliegenden Segmente an ihren seitlichen Enden miteinander vernähnt. Hierdurch wird der Gassack kompakter ausgebildet und die Längsausdehnung der Seitenbereiche reduziert.
In einer weiteren bevorzugten Weiterbildung des genannten Herstellungsverfahrens wird der Gewebeschlauch zunächst kreuz- oder sternförmig gefaltet. Dabei entstehen schlaufen­ artige Segmente. Bei einer kreuzförmigen Faltung entstehen vier derartige Segmente, bei einer sternförmigen Faltung beispielsweise sechs oder acht Segmente. Die schlaufenarti­ gen Segmente, die in Längsrichtung verlaufende Gassackgewe­ belagen ausbilden, werden durch Verkippen aufeinanderge­ legt, so daß eine flächige, wiederum rechteckige Gesamtkon­ tur entsteht. Anschließend werden die seitlichen Enden der schlaufenartigen Segmente durch eine Quernaht miteinander vernäht.
Diese Art der Faltung des Gassacks weist den Vorteil auf, daß sich im aufgeblasenen Zustand die Längsausdehnung der Seitenbereiche des Gassacks weiter reduziert hat.
Ein zweites erfindungsgemäßen Verfahren zeichnet sich dadurch aus, daß zunächst ein im wesentlichen zylindrischer Gewebeschlauch zur Verfügung gestellt wird. Dieser wird anschließend an seinen seitlichen Enden zusammengerafft und dann verschlossen, etwa durch Abklemmen oder Vernähen des gerafften Bereichs.
Ein drittes erfindungsgemäßes Verfahren zeichnet sich dadurch aus, daß zunächst ein im wesentlichen zylindrischer Gewebeschlauch zur Verfügung gestellt wird und an die seitlichen Enden des Gewebeschlauches im wesentlichen kreisförmige Gewebestücke angenäht werden. Die damit verbun­ denen Vorteile wurden bereits weiter oben erläutert.
Zum Zurverfügungstellen des zylindrischen Gewebeschlauches wird bevorzugt eine einteilige, rechteckig zugeschnittene Gewebebahn auf die halbe Breite gefaltet, wobei die Längs­ kanten der Gewebebahn aufeinander zu liegen kommen. An­ schließend werden die aufeinanderliegenden Längskanten zu einer Längsnaht vernäht. Hierdurch wird auf der Basis einer einteiligen Gewebebahn rechteckigen Zuschnitts ein zylindri­ scher Gewebeschlauch bereitgestellt. Alternativ wird der Gewebeschlauch bereits bei der Herstellung einteilig als gewebter Schlauch hergestellt, ohne daß eine Naht vorliegt.
Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Figuren der Zeichnung anhand mehrerer Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 - die Herstellung und Ausbildung einer ersten Ausführungsform eines Gassacks;
Fig. 2 - die Herstellung und Ausbildung einer zweiten Ausführungsform eines Gassacks;
Fig. 3 - die Herstellung und Ausbildung einer dritten Ausführungsform eines Gassacks;
Fig. 4 - eine vierte Ausführungsform eines Gassacks;
Fig. 5a - schematisch die zylindrische Form eines Gas­ sacks im seitlichen Schnitt und
Fig. 5b - schematisch die zylindrische Form eines Gas­ sacks in Draufsicht.
Fig. 1 zeigt die Abfolge zur Herstellung eines ersten Ausführungsbeispiels eines Gassacks 1. Der Gassack ist dabei jeweils im Schnitt und in Draufsicht dargestellt. Aus­ gangspunkt ist eine einteilige, rechteckige Gewebebahn 100 mit Längsseiten 101 und Querseiten 102. Die Gewebebahn 100 wird zunächst auf ihre halbe Breite zusammengefaltet, wobei zwei Gewebelagen 103, 104 aufeinander zu liegen kommen, die jeweils Längsabschnitte der Gewebebahn darstellen. Die Gewebebahnen 103, 104 werden an ihren freien Enden, d. h. den Seitenkanten 101 zu einer Längsnaht 105 miteinander verbunden.
Anschließend wird die so gefaltete Gewebebahn erneut auf die halbe Breite zusammengelegt, wobei zwei Segmente 106, 107 übereinander zu liegen kommen. Diese beiden Segmente, die aus insgesamt vier Lagen Gewebematerial bestehen, werden an ihren seitlichen Enden, d. h. an den Querseiten 102, durch einfache Quernähte 108 miteinander verbunden.
Bei Entfalten des auf diese Weise hergestellten Gassackes 1 bildet sich in einem mittleren Hauptbereich A eine zylindri­ sche Form des Gassacks 1 aus, in dem der Gassack 1 einen im wesentlichen konstanten Querschnitt aufweist. Der Umfang des zylindrischen Gassacks 1 ist in diesem Bereich gleich der Länge der Querseiten 102 der Gewebebahn 100. Der zylin­ drische Hauptbereich A wird durch die seitlichen Bereiche B abgeschlossen, in denen die Quernähte 108 ausgebildet sind.
Es wird darauf hingewiesen, daß in der einfachsten Ausfüh­ rungsform der Erfindung bereits unmittelbar nach Anbringen der Längsnaht 105 die Quernähte angebracht werden, ohne daß die Gewebebahn ein weiteres Mal auf ihre halbe Breite zusammengelegt wird.
Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 2 erfolgt die Herstel­ lung des Gassackes zunächst wie in bezug auf Fig. 1 be­ schrieben. Nach Anbringen der Längsnaht 105 wird die Gewebe­ bahn dann sternförmig gefaltet, wobei vier schlaufenartige Segmente 111, 112, 113, 114 entstehen, die über einen mittleren Bereich 115 miteinander in Verbindung stehen. Anschließend wird das obere Segment 111 auf das linke Segment 114 und das untere Segment 113 auf das rechte Segment 112 gelegt, so daß jeweils vier Gewebelagen überein­ ander angeordnet sind. Anschließend werden wiederum Quernäh­ te 108 an den seitlichen Enden angebracht.
Im aufgeblasenen Zustand bilden sich wiederum Hauptbereich, mit der gewünchten zylindrischen Form, und Seitenbereich entsprechend der Fig. 1 aus. Gegenüber der Ausführungsvari­ ante der Fig. 1 weist die Ausführungsvariante der Fig. 2 den Vorteil auf, daß sich im entfalteten Zustand die Längs­ ausdehnung der Seitenbereiche des Gassackes weiter redu­ ziert hat.
Das Ausführungsbeispiel der Fig. 3 unterscheidet sich von dem Ausführungsbeispiel der Fig. 2 insofern, als eine sternförmige Faltung mit 6 Segmenten 121, 122, 123, 124, 125, 126 vorgenommen wird. Die beiden oberen Segmente 121, 126 werden dann auf das linke Segment 125 und die beiden unteren Segmente 123, 124 auf das rechte Segment 122 ge­ legt. Es kommen dann insgesamt 6 Gewebelagen übereinander in Anlage. Nach dem erläuterten Falten und Aufeinanderlegen der Segmente werden wiederum Quernähte 108 seitlich ange­ bracht.
Es wird darauf hingewiesen, daß naturgemäß auch Gassäcke entsprechend den Fig. 2 und 3 mit einer anderen Anzahl von Segmenten hergestellt werden können, etwa 8 oder 10 Segmen­ ten.
Die in den Fig. 1-3 beschriebenen und dargestellten Faltun­ gen, sowie das Anbringen der Quernaht 108, lassen sich auch an einem einteilig gewebten Gewebeschlauch durchführen.
In Fig. 4 ist ein alternatives Ausführungsbeispiel eines Gassacks dargestellt, der in einem Hauptbereich A eine zy­ lindrische Form aufweist. Die Seitenbereiche B sind bei dieser Ausführungsform dadurch gebildet, daß die Enden des zylindrischen Bereichs A in Richtung der Längsachse 202 des Gassacks 2 zusammengerafft und anschließend beispielsweise mittels eines Klemmteils 201 verschlossen werden. Der zylindrische Hauptbereich A kann dabei entsprechend Fig. 1 aus einem rechteckigen Gewebeteil hergestellt werden, dessen Längsseiten zu einer Längsnaht verbunden werden, oder auch aus einem vorgefertigten, einteilig gewebten Gewe­ beschlauch bestehen.
Fig. 5a und 5b zeigen schematisch einen zylindrischen Gassack 3, der in Kontakt mit dem Knie 4 eines Fahrzeugin­ sassen tritt. Der Gassack 3 tritt nach Aktivierung des Gasgenerators (nicht dargestellt) aus einer Einhausung, welche in an sich bekannter Weise beispielsweise im unteren Bereich der Armaturentafel 5 angeordnet ist (vgl. Fig. 5a).
Die zylindrische Form des Gassacks 3 stellt eine im wesent­ lichen homogene Spannungsverteilung im Gassack zur Verfü­ gung, so daß hohe Gassackinnendrücke bereitgestellt werden können. Die zylindrische Form des Gassacks stellt darüber hinaus sicher, daß auch bei Kontakt eines Knies 4 eines Fahrzeuginsassen mit dem Gassack 3 in dessen Randbereich eine ausreichende Rückhaltekraft bereitgestellt wird. So weist der Gassack 3 aufgrund seiner zylindrischen Form im Randbereich im wesentlichen den gleichen Querschnitt auf wie in den anderen Bereichen. Bei Eintreten der Knie 4 in den Gassack 3 erfolgt in dem entsprechenden Bereich eine Belastung des Gassacks 3, die zu einer weiteren Erhöhung des Gassackinnendrucks führt und so den Abbau der Bewegungs­ energie des Fahrzeuginsassen ermöglicht.
Die Erfindung beschränkt sich in ihrer Ausführung nicht auf die vorstehend dargestellten Ausführungsbeispiele. Wesent­ lich für die Erfindung ist allein, daß der Gassack im entfalteten Zustand in einem Hauptbereich im wesentlichen zylindrisch ausgebildet ist.

Claims (15)

1. Gassack, insbesondere zum Schutz des Kniebereichs oder Kopfbereichs eines Fahrzeuginsassen, dadurch gekennzeichnet, daß der Gassack (1, 2, 3) im entfalteten Zustand in einem Hauptbereich (A) im wesentlichen zylindrisch ausgebildet ist, wobei sich an den zylindrischen Hauptbe­ reich (A) seitlich jeweils ein Seitenbereich (B) des Gassacks (1, 2, 3) anschließt, durch den der Hauptbe­ reich (A) seitlich verschlossen ist.
2. Gassack nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Seitenbereich (B) eine geringe Längsausdehnung aufweist, so daß sich der Gassack (1, 2, 3) bis kurz vor seine seitlichen Enden zylindrisch erstreckt.
3. Gassack nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Seitenbereich durch Vernähen der seitlichen Enden von Gassackgewebelagen erzeugt wird, die durch einfaches oder mehrfaches Falten einer einteiligen, im wesentlichen rechteckigen Gewebebahn (100) entstanden sind.
4. Gassack nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß Gas­ sackgewebelagen seitlich vernäht sind, die dadurch hergestellt werden, daß die Gewebebahn (100) auf die halbe Breite zusammengelegt, die Längsseiten (101) der Gewebebahn (100) miteinander verbunden, die Gewebebahn (101) danach kreuz- oder sternförmig gefaltet und die dabei entstehenden schlaufenartigen Segmente (111, 112, 113, 114; 121, 122, 123, 124, 125, 126) aufeinanderge­ legt und durch eine Quernaht (108) an ihren seitlichen Enden vernäht werden.
5. Gassack nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Seitenbereich (B) durch Raffen der Enden des Hauptbereichs (A) und Verschließen der gerafften Enden entsteht.
6. Gassack nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Seitenbereich aus einem im wesentlichen kreisför­ migen Gewebestück besteht, das mit den seitlichen Enden des zylindrischen Hauptbereichs vernäht wird.
7. Gassack nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Gassack mindestens im zylindrischen Hauptbereich aus einer einteiligen Gewebe­ bahn (100) besteht, die eine Längsnaht (105) aufweist.
8. Gassack nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Gassack mindestens im zylindrischen Hauptbereich aus einem zugeschnittenen Ge­ webeschlauch besteht.
9. Gassack nach mindestens einem der vorangehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß dem Gassack ein Gasgene­ rator zum Aufblasen des Gassacks zugeordnet ist.
10. Verfahren zur Herstellung eines Gassacks nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
  • a) Zurverfügungstellen eines im wesentlichen zylindri­ schen Gewebeschlauches (A),
  • b) Ausbreiten des Gewebeschlauches (A),
  • c) Vernähen der aufeinanderliegenden seitlichen Enden jeweils mit einer Quernaht (108).
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Zurverfügungstellen und Ausbreiten eines im wesentlichen zylindrischen Gewebeschlauches (A) dieser auf die halbe Breite zusammengelegt und anschließend die Gewebelagen der übereinanderliegenden Segmente (106, 107) an ihren seitlichen Enden miteinander ver­ nähnt werden.
12. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Zurverfügungstellen eines im wesentlichen zy­ lindrischen Gewebeschlauches (A) dieser zunächst kreuz- oder sternförmig gefaltet, die dabei entstehenden schlaufenartigen Segmente (111, 112, 113, 114; 121, 122, 123, 124, 125, 126) aufeinandergelegt und anschlie­ ßend die durch die schlaufenartigen Segmente (111, 112, 113, 114; 121, 122, 123, 124, 125, 126) gebildeten Gewe­ belagen an ihren seitlichen Enden miteinander vernäht werden.
13. Verfahren zur Herstellung eines Gassacks nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
  • a) Zurverfügungstellen eines im wesentlichen zylindri­ schen Gewebeschlauchs (A) und
  • b) Raffen und Verschließen der seitlichen Enden des Ge­ webeschlauchs (A).
14. Verfahren zur Herstellung eines Gassacks nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
  • a) Zurverfügungstellen eines im wesentlichen zylindri­ schen Gewebeschlauchs und
  • b) Annähen eines im wesentlichen kreisförmigen Gewebe­ stücks jeweils an die seitlichen Enden des Gewebeschlauchs.
15. Verfahren nach Anspruch 10, 13 oder 14, dadurch gekenn­ zeichnet, daß zum Zurverfügungstellen eines im wesentli­ chen zylindrischen Gewebeschlauchs folgende Schritte ausgeführt werden:
  • a) Falten einer im wesentlichen rechteckigen Gewebebahn (100) auf die halbe Breite, wobei die Längskanten (101) der Gewebebahn (101) aufeinander zu liegen kommen,
  • b) Vernähen der aufeinanderliegenden Längskanten (101) zu einer Längsnaht (105).
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