DE10023976C2 - Schaltnetz auf der Basis des Kreuzschalters - Google Patents
Schaltnetz auf der Basis des KreuzschaltersInfo
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Description
Unter einem Kreuzschalter wird in der Schaltungstechnik ein Schaltelement
mit zwei Eingängen E↑, E↓ und zwei Ausgängen A↑, A↓ verstanden, das zweier
Zustände '0' und '1' fähig ist. Im Zustand '0' werden die Eingänge parallel zu
den Ausgängen geführt, also E↑, zu A↑, und E↓, zu A↓, im Zustand '1' dagegen
werden die Eingänge überkreuz zu den Ausgängen geführt, also E↑ zu A↓ und
E↓, zu A↑ (Bild 1). Nicht das an den Ein- und Ausgängen anliegende Potential,
sondern die Potentialorientierung ist für das Schaltergebnis eines
Kreuzschalters charakterisierend. Von daher kann man bei einem
Kreuzschalter auch von einem einzigen - orientierten - Eingang und Ausgang
sprechen.
Durch Hintereinanderschaltung zweier Kreuzschalter S0 und S1 gemäß Bild 2
entsteht ein neuer Kreuzschalter, dessen Zustand das Exklusiv-Oder- oder XOR
der beiden Einzelzustände ist. Der Ausgang A↑ von S0 wird zum Eingang E↑
von S1 und der Ausgang A↓ von S0 wird zum Eingang E↓ von S1 geführt. Die
Eingänge E↑ und E↓ von S0 bilden die Eingänge, die Ausgänge A↑ und A↓ von
S1 bilden die Ausgänge des resultierenden Kreuzschalters "S0 XOR S1".
Entsprechend können beliebig viele Kreuzschalter hintereinandergeschaltet
werden. Das Resultat kann wieder als ein Kreuzschalter gesehen werden,
dessen Zustand das - in einem einzigen Schritt berechnete - XOR der
Einzelzustände ist. D. h. der Gesamtzustand ist '0' oder '1', je nachdem ob die
Anzahl der Einzelschalter mit dem Zustand '1' gerade oder ungerade ist.
Kreuzschalter können in unterschiedlichsten Medien realisiert sein. In der
Elektrotechnik wird die Hintereinanderschaltung von Kreuzschaltern z. B.
traditionell verwendet zur Installation des Treppenhauslichts in mehrstöckigen
Häusern, um von jedem beliebigen Schalter aus das Licht ein- und
ausschalten zu können. In der Computertechnik bedient man sich stattdessen
anderer Schaltwerktechnologien auf Halbleiterbasis, hauptsächlich des NAND-
Gatters.
Ein Nachteil dieser Halbleiter-Technologien ist, dass die Struktur von
Schaltwerken in einem komplexen Designprozess aus den gewünschten
logischen Funktionen hergeleitet werden muss. Zwischen dessen Resultat und
der realisierten Funktion - etwa einer mathematischen Formel - besteht nach
Abschluss des Schaltungsentwurfs kaum mehr eine strukturelle Ähnlichkeit.
An eine Programmierung oder Umprogrammierung von Schaltwerken
während des Betriebs entsprechend den funktionalen Erfordernissen einer
Software-Anwendung ist deshalb - auch bei ansonsten programmierbarer
"Firmware" - nicht zu denken. Aus diesem Grund werden heute in der
Computer-Architektur universell benötigte Grundfunktionen wie das
Addierwerk oder spezielle Anwendungsfunktionen ein für alle Mal "fest
verdrahtet". Dies kann geschehen in Form einschrittiger (sog. asynchroner)
oder mehrschrittiger Schaltwerke. Auf ihrer Basis werden dann in einer
getakteten Rechnerarchitektur "Schritt für Schritt" über Maschinenbefehle
die übrigen Softwarefunktionen realisiert.
Die Patentanmeldung mit älterem Zeitrang EP 1005162 A2 beschreibt die
Verwendung einer Transfer Logic Cell (TLC) um elementare logische
Operationen zu realisieren. Der TLC hat zwei Ein- und zwei Ausgänge, die
entsprechend vier verschiedener logischer Betriebsarten verschaltet werden:
Bei der Betriebsart "Pass" wird die an den Eingängen anliegende Information
unverändert an die Ausgänge weitergeleitet. Bei der Betriebsart "Cross" wird
die Information überkreuz an die Ausgänge geführt. Diese beiden
Betriebsarten entsprechen den oben beschriebenen Betriebsarten '0' bzw. '1'
des Kreuzschalters. Zusätzlich gibt es für die in EP 1005162 A2 beschriebenen
TLCs die logische Betriebsart "Left", bei der die Information, die am linken
Eingang anliegt an beide Ausgänge weitergeleitet wird und die Betriebsart
"Right", bei der die Information, die am rechten Eingang anliegt an beide
Ausgänge weitergeleitet wird. Logischen Funktionen wie die AND-Funktion,
die OR-Funktion oder die Vergleichsfunktion A < B können durch
Kaskadenschaltung mehrerer TLCs implementiert werden. Hierfür werden die
Ausgänge von TLCs mit Eingängen anderer verschaltet. Aus den
Schaltungsstrukturen lassen sich allerdings nicht die realisierten logischen
Funktionen erkennen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung bereitzustellen, mit deren
Hilfe Rechen-Schaltwerke so strukturiert werden können, dass sie den durch
sie jeweils realisierten Funktionen direkt strukturähnlich sind. Hierdurch wird
es möglich, bei entsprechender zur Verfügung stehender Technologie
Schaltwerke per Umkonfiguration an den aktuellen Rechenbedarf
anzupassen, so dass auch sehr komplexe Rechenfunktionen "in einem
Schritt" durchgeführt werden können.
Dies ist eine Teilaufgabe aus einer übergeordneten Aufgabe, die nicht direkt
Gegenstand dieser Anmeldung ist, nämlich "rechnende Netzwerke"
bereitzustellen, die heutigen Computerarchitekturen in Schnelligkeit, Kosten
und Flexibilität überlegen sind.
Das Wirkungsprinzip eines Schaltwerks auf Halbleiterbasis beruht auf dem
Vorhandensein oder Nichtvorhandensein eines elektrischen Potentials an den
einzelnen Schaltelementen und damit verbunden mit der Sperrung oder
Weiterleitung von Potential an weiteren Schaltelementen.
Das Wirkungsprinzip des Kreuzschalters beruht im Gegensatz dazu auf dem
Vorhandensein einer bestimmten Potentialorientierung an seinem Ausgang
bei gegebener Potentialorientierung an seinem Eingang. Durch die
Hintereinanderschaltung zweier Kreuzschalter gemäß Bild 2 kann, wie
bekannt, das XOR beider Schalterzustände realisiert werden.
Der Boolesche Polynomring (BPR) mit den n booleschen Variablen x0, . . ., xn-1
hat gerade das XOR als Addition "+", das AND als Multiplikation "." und die
Konstanten '0' als Ring-Null und '1' als Ring-Eins. Es handelt sich um einen
Ring im mathematischen Sinne mit idempotenter Multiplikation (d. h. P2 = P)
und Addition modulo 2 (d. h. P + P = 0), wobei P ein beliebiges Polynom P(x0,
. . ., xn-1) des Polynomrings sein kann. Dieser BPR ist, wie bekannt,
mathematisch vollkommen äquivalent zur mit den üblichen Operationen AND
und OR ausgestatteten Booleschen Algebra in den Variablen x0, . . ., xn-1.
Bei dieser Parallelschaltung wird der Ausgang A↓ von S0 zum Eingang E↑ von
S1 und der Ausgang A↑ von S1 zum Eingang E↓ von S0 geführt. Die Eingänge
E↑ von S0 und E↓ von S1 bilden die Eingänge, die Ausgänge A↑ von S0 und A↓
von S1 bilden die Ausgänge des resultierenden Kreuzschalters "S0 AND S1".
Damit ist also jede Operation des Booleschen Rings (und damit der
Booleschen Algebra) in n booleschen Variablen durch die Verschaltung von n
Kreuzschaltern in einem "Kreuzschalternetz" realisierbar.
Sowohl die Parallelschaltung (AND) als auch die Hintereinanderschaltung
(XOR) zweier Kreuzschalter hat wieder einen orientierten Eingang (E↑, E↓) und
Ausgang (A↑, A↓). Die am Eingang anliegende Potentialorientierung wird am
Ausgang entweder beibehalten oder umgekehrt. Damit kann solch eine
Kombination aus zwei Kreuzschaltern - und in der Folge jede durch
Parallelschaltung und Hintereinanderschaltung aufgebaute Kombination aus
beliebig vielen Kreuzschaltern - wieder als Kreuzschalter aufgefasst werden.
In Unterscheidung zu den elementaren Kreuzschaltern werden hier
Kreuzschalter, die durch Verschaltung von mehreren elementaren
Kreuzschaltern entstehen, "nichtelementar" genannt.
Die Umsetzung eines gegebenen booleschen Polynoms in ein
Kreuzschalternetz geschieht, wie im Folgenden in Beispielen gezeigt wird,
durch eine wiederholte Anwendung der Parallel- und
Hintereinanderschaltung, entsprechend den (evtl. geklammerten)
Teilkomponenten des Polynoms. Den booleschen Variablen xi entsprechen die
elementaren Kreuzschalter des Netzes, den nichtelementaren Teilausdrücken
- und schließlich dem gesamten booleschen Polynom - entsprechen die nicht
elementaren Kreuzschalter.
Die nichtelementaren Kreuzschalter sind i. A. nur als Vorstellung vorhanden.
In der Kreuzschalternetz-Grafik können sie durch einen umrahmenden Kasten
und angeschriebenen Teilausdruck kenntlich gemacht werden.
Die Strukturelle Ähnlichkeit zwischen booleschen Polynomen und
Kreuzschalternetzen geht noch weiter: Auch der Substitutionsmechanismus
von Polynomen, wo also an die Stelle einer booleschen Variablen xi des
Variablensatzes x0, . . ., xn-1, ein Polynom Pi(y0, . . ., ym-1) in m Variablen yj
eingesetzt wird, hat seine Entsprechung in den Kreuzschalternetzen: Er
entspricht der Herausnahme des der Variablen xi entsprechenden
elementaren Kreuzschalters und Verbindung der freigewordenen Enden mit
dem Eingang und Ausgang des dem Polynom Pi entsprechenden
nichtelementaren Kreuzschalters. Ein Kreuzschalternetz ist also eine fraktale
Struktur, die dasselbe Element, nämlich den Kreuzschalter, auf allen Ebenen
wiederkehrend enthält.
Die Anwendbarkeit der Lösung ist grundsätzlich nicht abhängig vom
benutzten Medium. Die Kreuzschalter und die sie verbindenden Leitungen
können elektrisch, optisch, mechanisch, hydraulisch, molekular, atomar,
subatomar oder sonst irgendwie realisiert sein. Ein Kreuzschalter muss auch
nicht tatsächlich zwei Signalwege überkreuzen. Derselbe Effekt kann
allgemein dadurch erreicht werden, dass das eingehende Signal orientiert ist
(Polarisierung einer elektromagnetischen Welle, Spin eines Teilchens, . . .) und
der Kreuzschalter je nach Zustand die Orientierung beibehält oder umkehrt.
Obwohl beim Fluss eines Signals durch einen Kreuzschalter nur jeweils
entweder der von E↑ oder der von E↓ ausgehende Weg durch den Schalter
benutzt wird, werden insgesamt doch beide Wege benötigt, da von außen
keine Wahlmöglichkeit darüber besteht, welcher Weg benutzt werden soll.
Für die Anwendung von Kreuzschalternetzen in der Computerarchitektur ist
es erforderlich, dass eine Technologie zur Verfügung steht, die es gestattet,
dass durch einen einzelnen Kreuzschalter mehrere Leitungen hindurchgehen,
ohne einander zu stören. Bei z. B. das boolesche Polynom P = AB + AC + BC
gegeben. In der Schreibweise der Booleschen Algebra entspricht dies P = (A
AND B) OR (A AND C) OR (B AND C). Das Polynom enthält die Variablen A, B, C
je zweimal in nicht ausklammerbarer Form. Die Realisierung als
Kreuzschalternetz ist in Bild 4 gezeigt. Dabei muss es sich aber bei beiden
dargestellten Schalterexemplaren von A, B und C jeweils um denselben
Schalter handeln. Dies könnte z. B. durch die Ausführung als
Mehrfachschalter realisiert werden. Ein n-facher Kreuzschalter hätte demnach
n Eingangs- und Ausgangspaare.
Um dies in der grafischen Darstellung auszudrücken, wird im Folgenden jeder
nichtelementare Schalter eines Kreuzschalternetzes als Kasten mit den beiden
linken Ecken als Eingangspaar (E↑, E↓) und den beiden rechten Ecken als
Ausgangspaar (A↑, A↓) "in Multiplex-Funktion" gezeichnet. Das boolesche
Polynom, das er realisiert, wird an den Kasten angeschrieben und bekommt
eine Einrahmung mit einem charakteristischen Linientyp (gepunktet,
gestrichelt, dick, dünn, etc.), der als Leitungstyp in der Verdrahtung des
Schaltnetzes im Inneren des Kastens wieder auftaucht. Am Eingangspaar und
Ausgangspaar können nun mehrere verschiedene Leitungstypen ankommen
bzw. abgehen. Vom Eingangspaar nach innen und zum Ausgangspaar von
innen führt immer nur genau der Leitungstyp, mit dem die Formel eingerahmt
ist. Es gilt die Regel, dass ein Signal am Ausgang eines Kastens auf
demselben Leitungstyp weiterläuft, auf dem es in den Kasten eingetreten ist.
Das nach dieser Konvention dargestellte Schaltnetz zum Polynom P = AB +
AC + BC ist in Bild 5 wiedergegeben.
In der Praxis sind solche Mehrfach-Kreuzschalter recht aufwändig. Es soll hier
deshalb eine Möglichkeit für eine Technologie der "Reentrantfähigkeit von
Kreuzschaltern" vorgeschlagen werden. Die Realisierung dieser Möglichkeit
ist nicht Gegenstand dieser Anmeldung, vielmehr soll durch die Darstellung
die praktische Relevanz des Anmeldungsgegenstands, nämlich des
Kreuzschalternetzes, belegt werden.
Die Reentrantfähigkeit basiert nach diesem Vorschlag auf der Aufmodulation
einer Frequenz νi auf ein vorgegebenes Signal Σi, woraus dann ein Signal Σi+1
entsteht. Auf dieses kann wieder eine Frequenz νi+1 aufmoduliert werden
u. s. w. Durch entsprechende Demodulation kann aus dem Signal Σi+1 wieder
das Signal Σi und successive die "darunter liegenden" Signale hergeleitet
werden. Auf diese Weise entsteht eine Keller-Struktur von
Modulationsfrequenzen, bei der die jeweils zuoberst liegende Frequenz einer
Demodulation zugeführt oder selbst mit einer neuen Frequenz moduliert
werden kann.
Die Aufmodulation geschieht nun am Eingang eines nichtelementaren
Kreuzschalters, die Demodulation geschieht am Ausgang. Durch Anwendung
von Frequenzfiltern im Anschluss an die Demodulation können die durch
einen Kreuzschalter laufenden Signale beim Verlassen des Schalters getrennt
und entsprechend den Schaltnetz-Erfordernissen an unterschiedliche Stellen
weitergeleitet werden.
Als Beispiel soll das Kreuzschalternetz für einen n-Bit-Vergleicher und einen
n-Bit-Addierer gegeben werden. Seien die jeweils n Bit zweier ganzer Zahlen
A und B (0 ≦ A, B ≦ 2n - 1) gemäß ihrer Wertigkeit mit den booleschen
Variablen An-1, . . ., A0, Bn-1, . . ., B0 bezeichnet.
Das Resultat eines Vergleichs A < B oder A ≧ B ist durch ein boolesches
Polynom F<,n bzw. F≧ ,n in den Variablen An-1, . . ., A0, Bn-1, . . ., B0 gegeben. F<,n
und F≧ ,n können durch eine gemeinsame Rekursionsformel Fn (An-1, . . ., A0,
Bn-1, . . ., B0) angegeben werden:
Fn = Fn-1.(An-1 + Bn-1 + 1) + An-1.(Bn-1 + 1)
für n = 1, 2, . . . und
F<,0 = 0 bzw. F≧ ,0 = 1. (1)
F<,0 = 0 bzw. F≧ ,0 = 1. (1)
Das zugehörige Schaltnetz ist in Bild 6 wiedergegeben. Man beachte die
strukturelle Äquivalenz zwischen den Komponenten der Rekursionsformel
und den nichtelementaren Kreuzschaltern des Schaltnetzes. Aufgrund der
Rekursionsbeziehung ist das Schaltnetz Fi-1 (i = n, . . ., 2) ein - in der
Zeichnung maßstäblich verkleinertes - identisches Abbild von Fi. Die
formelmäßige Benennung ist aus Platzgründen nur auf der äußersten Stufe
und die Verdrahtung samt ihrer inneren Struktur nur auf den beiden
äußersten Stufen angegeben. Der Vergleicher ist auf der Basis von
Schwachstromtechnik als Demonstrationsobjekt realisiert worden. Da in der
Rekursionsformel jede Variable nur zweimal vorkommt, benötigt er für
beliebig große Vergleiche lediglich Zweifach-Kreuzschalter.
Nun sei die Addition modulo 2n, d. h. also die ganzzahlige Rechnung mit n Bit
Genauigkeit ohne Berücksichtigung eines Überlaufs (wohl aber natürlich mit
Berücksichtigung der Überträge) betrachtet. Das Bit mit der Wertigkeit 2 i der
Summe A + B der obigen beiden Zahlen ist durch ein BPR-Polynom ADDi (Ai,
. . ., A0, Bi, . . ., B0) ausdrückbar, wobei i = 0, . . ., n - 1. Es gilt die
Rekursionsformel
ADDi = Ai + Bi + Ui
mit U0 = 0
und Uj = Aj-1.Bj-1 + Uj-1.(Aj-1 + Bj-1) für j = 1, 2, . . . (2)
Auch beim Addierer tritt die 1 : 1-Beziehung zwischen der logischen Funktion
und der Schaltnetz-Realisierung (Bild 7) offen zutage. Nach dem gleichen
Prinzip ist eine große Klasse von - auch komplexesten - Funktionen durch ein
Ein-Schritt-Schaltnetz realisierbar. Es kann jedoch nicht gehofft werden, dass
es möglich ist, sämtliche Berechnungen beliebiger Computerprogramme auf
diese Weise in einem Schritt erledigen zu können. Vielmehr muss die
Kreuzschalter-Architektur eingebettet werden in eine Mehrschrittigkeit auf
höherer Ebene: Auf niederer Ebene werden möglichst viele Berechnungen,
die in einem Schritt erledigt werden können, gesammelt und durch
Kreuzschalternetze berechnet. Auf höherer Ebene werden dann die
Ergebnisse verbunden und zur weiteren Berechnung im nächsten Schritt an
die niedere Ebene zurückgeführt.
Claims (3)
1. Schaltnetz auf der Basis eines Kreuzschalters, worunter ein in beliebiger
Technik realisiertes Schaltelement mit orientiertem Eingangspaar (E↑, E↓)
und Ausgangspaar (A↑, A↓) zu verstehen ist, bei dem je nach Zustand des
Kreuzschalters
entweder orientierungserhaltend
der erste Eingang (E↑) zum ersten Ausgang (A↑) und
der zweite Eingang (E↓) zum zweiten Ausgang (A↓)
oder orientierungsumkehrend
der erste Eingang (E↑) zum zweiten Ausgang (A↓) und
der zweite Eingang (E↓) zum ersten Ausgang (A↑)
geführt wird, wobei die Kreuzschalter des Schaltnetzes nicht nur hintereinandergeschaltet werden, und damit die Realisierung der logischen Exklusiv-Oder-Schaltung gegeben ist, sondern auch parallel geschaltet werden und damit nicht nur zusätzlich die Realisierung der logischen Und-Schaltung, sondern durch geplante Kombination von Kreuzschaltern entsprechend vorgegebenen logischen Funktionen die Realisierung beliebiger boolescher Polynome mit den Schalterzuständen als Variablen ermöglichen.
entweder orientierungserhaltend
der erste Eingang (E↑) zum ersten Ausgang (A↑) und
der zweite Eingang (E↓) zum zweiten Ausgang (A↓)
oder orientierungsumkehrend
der erste Eingang (E↑) zum zweiten Ausgang (A↓) und
der zweite Eingang (E↓) zum ersten Ausgang (A↑)
geführt wird, wobei die Kreuzschalter des Schaltnetzes nicht nur hintereinandergeschaltet werden, und damit die Realisierung der logischen Exklusiv-Oder-Schaltung gegeben ist, sondern auch parallel geschaltet werden und damit nicht nur zusätzlich die Realisierung der logischen Und-Schaltung, sondern durch geplante Kombination von Kreuzschaltern entsprechend vorgegebenen logischen Funktionen die Realisierung beliebiger boolescher Polynome mit den Schalterzuständen als Variablen ermöglichen.
2. Schaltnetz nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet dass dieses die logische Funktion eines
Vergleichers gemäß
Fn = Fn-1.(An-1 + Bn-1 + 1) + An-1.(Bn-1 + 1)
für n = 1, 2, . . . und
F<,0 = 0 bzw. F≧ ,0 = 1
realisiert.
Fn = Fn-1.(An-1 + Bn-1 + 1) + An-1.(Bn-1 + 1)
für n = 1, 2, . . . und
F<,0 = 0 bzw. F≧ ,0 = 1
realisiert.
3. Schaltnetz nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet dass dieses die logische Funktion eines Addierers
gemäß
ADDi = Ai + Bi + Ui
mit U0 = 0
Und Uj = Aj-1.Bj-1 + Uj-1.(Aj-1 + Bj-1) für j = 1, 2, . . .
realisiert.
ADDi = Ai + Bi + Ui
mit U0 = 0
Und Uj = Aj-1.Bj-1 + Uj-1.(Aj-1 + Bj-1) für j = 1, 2, . . .
realisiert.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10023976A DE10023976C2 (de) | 1999-05-20 | 2000-05-16 | Schaltnetz auf der Basis des Kreuzschalters |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19923253 | 1999-05-20 | ||
| DE10023976A DE10023976C2 (de) | 1999-05-20 | 2000-05-16 | Schaltnetz auf der Basis des Kreuzschalters |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10023976A1 DE10023976A1 (de) | 2000-11-30 |
| DE10023976C2 true DE10023976C2 (de) | 2003-11-20 |
Family
ID=7908694
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10023976A Expired - Fee Related DE10023976C2 (de) | 1999-05-20 | 2000-05-16 | Schaltnetz auf der Basis des Kreuzschalters |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10023976C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2025061229A1 (de) | 2023-09-22 | 2025-03-27 | Peter Hettich | Skalierbare schaltungsanordnung sowie verfahren zur realisierung eines logischen and schaltnetzes und verfahren zur herstellung eines entsprechenden computers |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1005162A2 (de) * | 1998-11-26 | 2000-05-31 | International Business Machines Corporation | Schaltung und Verfahren zum Erzeugen kombinatorischer logischer Funktionen |
-
2000
- 2000-05-16 DE DE10023976A patent/DE10023976C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1005162A2 (de) * | 1998-11-26 | 2000-05-31 | International Business Machines Corporation | Schaltung und Verfahren zum Erzeugen kombinatorischer logischer Funktionen |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2025061229A1 (de) | 2023-09-22 | 2025-03-27 | Peter Hettich | Skalierbare schaltungsanordnung sowie verfahren zur realisierung eines logischen and schaltnetzes und verfahren zur herstellung eines entsprechenden computers |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE10023976A1 (de) | 2000-11-30 |
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