DE1001663B - Schlichtekocher mit Ruehrwerk - Google Patents
Schlichtekocher mit RuehrwerkInfo
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Description
- Schlichtekocher mit Rührwerk Die Erfindung bezieht sich auf einen Schlichte kocher mit Rührwerk, wie er z. B. in der Baumwoll-Zellwoll-Weberei zur Verbesserung der Webeigenschaften der Kettenfäden Verwendung findet.
- Bei bekannten Schlichtekocbern wird das Stärkemittel, z. B. Kartoffelmehl, zusammen mit Wasser in einem Behälter erhitzt, wobei ein langsam drehendes Rührwerk von etwa 30 U/min dafür sorgt, daß sich das Stärkemittel nicht am Boden absetzt. Nach Erreichen des Quellzustandes, also eines Zustandes großer Viskosität, wird durch weitere Wärmezufuhr dafür gesorgt, daß die Schlichte gut aufgeschlossen wird, d. h. daß die Viskosität herabgesetzt wird und doch noch weitgehend Klebekraft und Zähigkeit der Schlichte erhalten bleiben. Bei dieser fortdauernden Wärmebehandlung besteht die Gefahr eines Überkochens, wodurch die Flotte an Klebekraft und Zähigkeit verliert. Somit muß die Wärmezufuhr dem Betrag und der Zeit nach genau bemessen werden.
- Die Erfindung vermeidet diese Nachteile. Es wird ein Schlichtekocher mit Rührwerk vorgeschlagen, bei dem zur Aufschließung und Viskositätserniedrigung propellerartige Rührelemente vorgesehen sind, die mit einer Drehzahl von mehr als 400 U/min, vorzugsweise mit etwa 1500 U/min, umlaufen. Ein solches schnell laufendes Rührwerk hat also nicht in erster Linie die Aufgabe einer Durchmischung zwecks Erzielung einer gleichmäßigen Zusammensetzung der Stärkemittel-Flüssigkeits-Masse oder einer Förderung des Kocherinhalts bei Kochern mit kontinuierlichem Durchfluß, sondern das schnell laufende Rührwerk wirkt mechanisch schlagend auf die Stärkeflotte ein und läßt durch intensive Verwirbelung die einzelnen Teilchen auch aufeinanderschlagen.
- Als geeignete Rührelemente haben sich hierbei propellerartige Flügel erwiesen. Infolge des Axialschubes, den diese Flügel auf die Masse ausüben, verursachen sie eine mehr oder weniger den gesamten Kocherinhalt erfassende Zirkulation, ohne daß die Gefahr besteht, daß die Masse als gewissermaßen fester Block zusammen mit den Rührelementen üblicher Bauart rotiert. Fernerhin bleibt der Kraftaufwand bei propellerartigen Flügeln trotz großer Dre1hzahl gering. Eine Verstärkung der Wirkung wird erreicht, wenn zwei gleichachsige, vorzugsweise auf einer Welle angeordnete Propeller vorgesehen sind, die axial gegeneinander fördern. Zur Erzielung einer guten Zirkulation, bei der jedes Masseteilchen möglichst oft durch die Propellerebene hindurchgeführt wird und andererseits aber auch ungehindert die Gegenbewegung ausführen können muß, empfiehlt es sich, den Durchmesser der Propeller nicht größer als den halben Kocherinnendurchmesser in der betreffenden Ebene zu machen, vorzugsweise nur etwa ein Drittel so groß. Für die Erfassung aller Teilchen der Stärkeflotte ordnet man bei Verwendung von zwei Propellern die Ebenen der Propeller am besten symmetrisch zur Mittelquerebene des Kochers an, vorzugsweise je etwa in der Mitte zwischen der Mittelquerebene und dem jeweiligen Ende des Kocherinnenraumes.
- Eine vorteilhafte, einfache und billige bauliche Ausgestaltung der Erfindung ergibt sich, wenn der Elektromotor zum direkten Antrieb der Rührwerkswelle direkt am Kocher befestigt ist. Ferner ist es für die Montage günstig, wenn am Kocher ein Deckel vorgesehen ist, der eine Öffnung verschließt, die die Rührwerkswelle mitsamt den propellerartigen Flügeln hindurchzuschieben gestattet.
- Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Der Schlichtekocherbehälter 1 ist mit einer Stärkemitteleinfüllöffnung 2, einem Flüssigkeitseintritt 3, einem Dampfeintritt 4, einem Schlichteaustritt 5 und einer Montage- und Reinigungsöffnung 6 versehen. Der Deckel 7 der Öffnung 6 trägt einen Elektromotor 8, der über eine Kupplung eine bei 9 und 10 gelagerte und bei 11 abgedichtete Rührwerkswelle 12 direkt antreibt. Zwei vierflügelige Propeller 13 und 14 erteilen der Stärkeflotte eine Bewegung im Sinne der Pfeile. Mit dem Dampfeintritt 4 steht eine Heizschlange 15 in Verbindung.
- Die Zubereitung der Schlichte erfolgt beispielsweise wie folgt: Durch den Flüssigkeitseintritt 3 wird Wasser in den Kocher eingelassen und durch die Einfüllöffnung 2 Kartoffelmehl hineingeschüttet. Das Rührwerk ist dabei in Betrieb. Unter Zufuhr von Dampf über den Dampfeintritt 4 und die Heizschlange 15 wird der Kocherinhalt erhitzt. Nach einiger Zeit beginnen die Stärkekörner zu quellen. Das Rührwerk kann jetzt kurzzeitig abgestellt werden, während die Dampfzufuhr noch etwas andauert, bis der Kocher unter Druck steht. Anschließend wird die Dampfzufuhr abgestellt und durch schnelles Rühren die Viskosität der Stärkeflotte herabgesetzt. Dabei wird die Schlichte nicht unbrauchbar, wenn das Rührwerk einmal länger als an sich nötig betätigt wird.
- Wohlgemerkt gehören nur die in den Ansprüchen gekennzeichneten Merkmale zur geschützten Erfindung.
Claims (4)
- PATENTANSPRUCHE: 1. Schlichtekocher mit Rührwerk, dadurch gekennzeichnet, daß propellerartige Rührelemente vorgesehen sind, die mit einer Drehzahl von mehr als 400 U/min, vorzugsweise mit etwa 1500 U/min, umlaufen.
- 2. Schlichtekocher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei gleichachsige, vorzugs- weise auf einer Welle (12) angeordnete Propeller (13, 14) vorgesehen sind, die axial gegeneinander fördern.
- .3. Schlichtekocher nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der Propeller (13, 14) kleiner als der halbe Kocher innendurchmesser in der betreffenden Ebene, vorzugsweise nur etwa ein Drittel so groß ist.
- 4. Schlichtekocher nach Anspruch 1 bis 3 mit zwei Propellern, dadurch gekennzeichnet, daß die Ebenen der Propeller symmetrisch zur Mittelquerebene des Kochers liegen, vorzugsweise je etwa in der Mitte zwischen der Mittelquerebene und dem jeweiligen Ende des Kocherinnenraumes.In Betracht gezogene Druckschriften: Zeitschrift für die gesamte Textilindustrie, 1953, Heft 8, S. 392.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW14955A DE1001663B (de) | 1954-09-23 | 1954-09-23 | Schlichtekocher mit Ruehrwerk |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW14955A DE1001663B (de) | 1954-09-23 | 1954-09-23 | Schlichtekocher mit Ruehrwerk |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1001663B true DE1001663B (de) | 1957-01-31 |
Family
ID=7595399
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW14955A Pending DE1001663B (de) | 1954-09-23 | 1954-09-23 | Schlichtekocher mit Ruehrwerk |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1001663B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3384458A (en) * | 1965-06-16 | 1968-05-21 | Continental Oil Co | Water hydrolysis reactor for making alumina |
| US5358328A (en) * | 1990-11-21 | 1994-10-25 | Kajima Corporation | Mixing device |
-
1954
- 1954-09-23 DE DEW14955A patent/DE1001663B/de active Pending
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3384458A (en) * | 1965-06-16 | 1968-05-21 | Continental Oil Co | Water hydrolysis reactor for making alumina |
| US5358328A (en) * | 1990-11-21 | 1994-10-25 | Kajima Corporation | Mixing device |
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