DD298631A5 - Feuerfeste waermedaemmung und verfahren zu ihrer herstellung - Google Patents

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DD298631A5 DD33139989A DD33139989A DD298631A5 DD 298631 A5 DD298631 A5 DD 298631A5 DD 33139989 A DD33139989 A DD 33139989A DD 33139989 A DD33139989 A DD 33139989A DD 298631 A5 DD298631 A5 DD 298631A5
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DD33139989A
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Ingrid Boehme
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Veb Glasinvest Radebeul,De
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine feuerfeste Waermedaemmung und das Verfahren ihrer Herstellung, welche zur Waermedaemmung an Bauteilen von Industrieoefen eingesetzt wird. Das Ziel der Erfindung besteht darin, eine kostenguenstige Waermedaemmung hoher Stabilitaet sowie ein anwenderfreundliches Verfahren zu ihrer Herstellung zu schaffen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine feuerfeste Waermedaemmung mit guter mechanischer Festigkeit und das Verfahren ihrer Herstellung, welches auf die Verwendung eines fluessigen, aetzenden Binders verzichtet, zu entwickeln. Erfindungsgemaesz wird die Aufgabe dadurch geloest, dasz die feuerfeste Waermedaemmung aus Waermedaemm- und Abdeckschicht besteht und als Trockenmischungen, die einen festen, pulverfoermigen Binder enthalten, vorliegen. Nach Zugabe von Wasser werden diese Arbeitsmassen kurz vor Gebrauch mittels bekannter Misch-Pump-Technik durchgemischt und getrennt aufgetragen.{Abdeckschicht; Abdeckmasse; Aufbereiten; Auftragen; Bestandteile; Binder; Festigkeit; Industrieoefen; Stabilitaet; Trockenmischungen; Waermedaemmasse; Waermedaemmschicht}

Description

und einer Abdeckschicht-bestehend aus den Bestandteilen feuerfester Ton mit 10... 15 Gewichtsanteilen pulverisierter Aluminiummetaphosphat-Binder mit 6... 12Gewichtsanteilen Quarzsand (98 % SiO2) mit 55... 60 Gewichtsanteilen Wasser mit 15... 20 Gewichtsanteilen, zusammensetzt.
2. Verfahren zu ihrer Herstellung, gekennzeichnet dadurch, daß die definierten Gewichtsanteile der trockenen Bestandteile von Wärmedämm- und Abdeckschicht festgelegt, die jeweiligen Ausgangsrohstoffe einer jeden Schicht trocken dosiert, abgesackt und nach Zusatz von Wasser mittels bekannter Misch Pump-Technik kräftig durchgemischt und anschließend diese Arbeitsmassen auf heiße oder kalte Bauteile getrennt aufgetragen, vorzugsweise die Wärmedämmasse in Armierungsgitter verfüllt, werden.
3. Verfahren zu ihrer Herstellung nach Punkt 2, dadurch gekennzeichnet, daß in den Trockenmischungen von Wärmedämm- und Abdeckschicht ein fester, pulverförmiger Binder mit oder ohne, vorzugsweise ohne, silikatischer Bindung enthalten ist.
4. Verfahren zu ihrer Herstellung nach Punkt 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Trockenniischungen ohne wäßrigen, ätzenden Binder verarbeitet werden.
5. Verfahren zu ihrer Herstellung nach Punkt 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Trockenmischungen mit den notwendigen Wasseranteilen vor Gebrauch der Arbeitsmassen verarbeitet und aufgetragen werden.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine feuerfeste Wärmedämmung und das Verfahren zu ihrer Herstellung, welche zur Wärmedämmung an Bauteilen, vorzugsweise an gewölbeartigen Bauteilen, von Industrieöfen eingesetzt wird.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik Beim Betreiben von Industrieöfen, insbesondere Glasschmelzöfen, ist die Isolierung von Bauteilen, z. B. Gewölben, wichtig für
das ökonomische, insbesondere das energetische Ergebnis des Ofens. Das um so mehr, da aufgrund der Funktion dies sr Teiledie geplante Anlagenlaufzeit durch deren Standzeiten beeinflußt wird.
Bei Schmelzöfen ist das Gewölbe eines der wichtigsten Bestandteile des Baukörpers. Insbesondere bei Glasschmelzöfen ist
deren Haltbarkeit u.a. aufgrund des Eindringens des Gemengestaubes in das Mauerwerk, gefährdet.
So führt beispielsweise eine ungenügende Wärmedämmung des Gewölbes eines Glasschmelzofens zu Fugenbildungen. Durch
das heiße Glasbad kommt es zur direkten Hitzeeinwirkung auf das Mauerwerk. Hohe Energieverluste durch unnötige Abgabevon Wärme an die Umgebung sowie Verschleißerscheinungen des Mauerwerkes durch eintretenden Gemengestaub sind dieFolge.
Es ist mit der bulgarischen Erfindung BG-WP C03B/261396 ein material- und energieökonomisches Verfahren zum thermischen Isolieren von Gewölben und anderen Teilen bekannt, welches neben anderen Wärmedärrmverfahren angewandt wird. Das Verfahren ist charakterisiert durch die Herstellung einer feuchten Wärmedämmasse für die Wärmedämmschicht und einer
feuchten Abdeckmasse für die thermoempfindliche Adhäsionsschicht.
Als nachteilig erweist sich hierbei, daß beiden Arbeitsmassen ein flüssiger, ätzender Binder zugesetzt wird. Bei ihrer Herstellung
müssen deshalb besondere Arbeitsschutzbestimmungen unbedingt Beachtung finden, um Ätzungen zu vermeiden.
Beim Auftragen der Massen auf ein heißes Mauerwerk können trotz alledem Ätzwirkungen auf Augen und Haut oft nicht völlig
ausgeschlossen werden, da sich die Massen sehr schnell auf >40°C, einen die Ätzwirkung stimulierenden Temperaturbereicherwärmen.
Ein weiterer Nachteil ist die geringe mechanische Festigkeit der Adhäsionsschicht. Sie hält beispielsweise der Trittfestigkeit mit Arbeitsschutzschuhwerk und dem regelmäßigen Reinigen von Umgebungsstäuben mittels Druckluft nicht stand.
Die Oberfläche muß des öfteren saniert werden, um das Eindringen des Gemengestaubes in die Wärmedämmschicht und das Mauerwerk zu verhindern.
Mit der Erfindung ist vor allem das Problem der Substitution des flüssigen, ätzenden Binders durch einen anderen geeigneten Binder zu lösen, um die bei Anwendung auftretenden Ätzwirkungen zu beseitigen und eine höhere Festigkeit der Wärmedämmung zu erreichen.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, eine feuerfeste Wärmedämmung zu entwickeln, welche eine hohe Stabilität und gleichbleibende Qualität garantiert. Dabei soll mit geringem verfahrenstechnischen und finanziellen Aufwand, gleichzeitig bei Gewährleistung und unkomplizierter technologischer Abläufe ein anwenderfreundliches Herstellungsverfahren geschaffen werden, welches zur Erhöhung der Arbeitsproduktivität, zur Verbesserung des Arbeitsschutzes sowie der Arbeits- und Lebensbedingungen beiträgt.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine feuerfeste Wärmedämmung, welche bei hohen Temperaturen über eine gute mechanische Festigkeit verfügt, und das Verfahren ihrer Herstellung, welches auf die Verwendung eines flüssigen, ätzenden Binders verzichtet, zu entwickeln. Die Ursachen für die Mangel der bekannten Lösungen sind dabei zu beseitigen. Erfindungsgemäli wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß sich die feuerfeste Wärmedämmung aus zwei Schichten, der feuerfesten Wärmedämmschicht und der Abdeckschicht, zusammensetzt. Die Wärmedammschicht besteht dabei aus den Bestandteilen:
feuerfester Ton mit 25... 30 Gewichtsanteilen
pulverisierter Aluminiumphosphat-Binder mit 5... 10 Gewichtsanteilen
Gerstespreu mit ca.25Gewir,htsaUeilen
Wasser mit 35... 40 Gewichtsanteilen.
Die Abrisckschicht enthält die Bestandteil»:
feuerfester Ton mit 10... 15 Gewichtsanteilen
pulverisierter Aluminiummetaphosphat-Binder mit 6... 12 Gewichtsanteilen
Quarzsand (98 % SiO2) mit 55... 60 Gewichtsanteilen
-Wasser mit 15... 20 Gewichtsanteilen.
Beim Herstellen der feuerfesten Wärmedämmung erfolgt zunächst die Festlegung der definierten Gewichtsanteile der trockenen Bestandteile von Wärmedämm- und Abdeckschicht. Danach werden die jeweiligen Ausgangsrohstoffe einer jeden Schicht trocken dosiert und abgesackt.
Erfindungsgemäß sind die Trockenmischungen, ohne wäßrigen ätzenden Binder zu verarbeiten. Deshalb ist in den Trockenmischungen oin fester, pulverförmiger Binder mit oder ohne, vorzugsweise ohne, silikatischer Bindung enthalten. Die Zugabe des Wassers zu den Trockenmischungen erfolgt vor Gebrauch der Arbeitsmassen.
Erfindungsgemäß werden diese Arbeitsmassen mit den notwendigen beigegebenen Wasseranteilen anschließend, jeweils mittels bekannter Misch-Pump-Technik, kräftig durchgemischt und getrennt auf kalte oder heiße Bauteile aufgetragen.
Vorzugsweise wird dabei die Wärmedämmasse in Armierungsgitter verfüllt.
Ausführungsbeispiel
Im folgenden ist ein Aus' ihrungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung einer feuerfesten Wärmedämmung und deren Nutzung näher beschrieben.
Das Ausführungsbeispiel bezieht sich auf die Anwendung der feuerfesten Wärmedämmung auf einem gemengestaub- und fugenfreien (abgedichtete Fugen) Gewölbeteil von ca. 0,5 m1 eines Glasschmelzofens.
Beispielsgemäß wird auf dem betreffenden Gewölbeteil ein rechteckiges Armierunpsgitter, bestehend aus Silikalei. htsteinen, angeordnet. Dieser Sektor soll mit einer Wärmedämmung aus einer ca. 125 mm dicken Wärmedämmschicht und einer ca. 15 mm dicken Abdeckschicht belegt werden.
Erfindungsgemäß werden zunächst die Arteitsmassen hergestellt. Die Gewichtsanteile der Bestandteile der Wärmedämmasse sind wie folgt festgelegt:
Gerstespreu 18,0 GWT
ff-Ton 6,0GWT
AI-metaphosphat-Binder 1,0GWT.
Für die Bestandteile der Abdeckschicht erfolgt die Wahl folgender Gewichtsanteile:
ff-Ton 0,8GWT
Sand (98% SiO2) 3,0GWT
AI-metaphosphat-Binder 0,3GWT.
Diese Ausgangsrohstoffo sind für die jeweilige Schicht trocken dooiert und abgesackt. Erfindungsgemäß ist erst unmittelbar vor Gebrauch der Arbeitsmassen die Verarbeitung mit dem Wasser, welches der Wärmedämmasse mit 9,0 GWT und der Abdeckmasse mit 1,56 GWT beigefügt wird, vorzunehmen. Nach erfolgter Zugabe der Wasseranteile sind die jeweiligen Arbeitsmassen kräftir durchzumischen. Die Wärmedämmasse wird anschließend in das Armierungsgitter gefüllt, Nach vollständiger Durchwärmung und Austrocknung derselben, erfolgt das glatte Aufstreichen der Abdeckmasse. Nach einer weiteren Trocknungszeit entsteht ein fester Verband zwischen beiden Schichten. Die Abdeckschicht härtet dabei so aus, duß sie bei Trittbelastung nicht abblättert und somit kein Eindringen von Verunreinigungen in die Wärmedämmschicht und das Gewölbemauerwerk zuläßt.

Claims (1)

1. Feuerfeste Wärmedämmung, gekennzeichnet dadurch, daß sich diese Wärmedämmung aus zwei Schichten, einer feuerfesten Wärmedämmschicht-bestehend aus den Bestandteilen:
feuerfester Ton mit 25... 30 Gewichtsanteilen pulverisierter Aluminiumphosphat-Binder mit 5... 10Gewichtsanteilen Gerstespreu mit ca. 25 Gewichtsanteilen Wasser mit 35... 40 Gewichtsanteilen
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