DD243307B3 - Verfahren zum versehen flexibler textilgegenstaende mit kodierungen - Google Patents
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- D—TEXTILES; PAPER
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- D06H—MARKING, INSPECTING, SEAMING OR SEVERING TEXTILE MATERIALS
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Description
Hierzu 1 Seite Zeichnung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Versehen flexibler Textilgegenstände, insbesondere von Bettwäsche, Handtüchern und dergleichen mit Kodierungen, insbesondere mit mehrstelligen Zahlen und/oder Buchstaben darstellenden Strichcoden.
Es ist bekannt (DE-PS 3117231), mittels Strichcodetypen aus elastischem Material und eine Einfärbevorrichtung aufweisenden Druckwerken Strichcodes auf Selbstklebeetiketten aufzudrucken, wobei die aufgedruckten Strichcodes mit Hilfe elektrooptischer Lesegeräte abgelesen werden können. Derartige mit Strichcodes versehene Selbstklebeetiketten sind jedoch nicht sehr für Textilgegenstände geeignet, die häufig Wasch- oder chemischen Reinigungsvorgängen ausgesetzt werden müssen, da sich zum einen das Selbstklebeetikett dann vom Textilgegenstand löst und zum anderen die aufgedruckten Strichcodes verblassen und nicht mehr einwandfrei lesbar sind.
Bekannt ist weiterhin, ein lösbar beschichtetes Papier wie ein mit einem Polyesterfilm beschichtetes Papier als einen vorläufigen Träger für die Erzeugung einer dauerhaften dekorativen oder informativen Kennzeichnung flexibler Textilerzeugnisse zu benutzen (GB-PS 9283· 7 in Verbindung mit DE-OS 2043692). Auf diesen vorläufigen Träger oder einer durchsichtigen Schicht, die auf diesem Träger angeordnet wird, ist die Information oder das Kennzeichen aufgedruckt, wozu Farben oder Lacke benutzt werden, die aus durch Wärme auszuhärtenden Harzen bestehen und unter dem Einfluß von Wärme und Druck in die Textilie eingeschweißt werden und sich mit dieser unter dem Einfluß einer Säure zur Ausbildung einer dekorativen und informativen Kennzeichnung der Textilie verbinden. Die erzielte Kennzeichnung ist zwar verhältnismäßig unempfindlich gegen Einflüsse von Wasch- und Reinigungsmitteln, mit denen die Textilien hin und wieder behandelt werden, welche die Kennzeichnung trägt, jedoch ist die Verwendung einer Säure nicht umweltfreundlich. Außerdem zeigt die Praxis, daß nach maximal 50 Koch-, Wasch- und Mangelvorgängen bzw. chemischen Vollreinigungen, wie sie z. B. für den Krankenhausbedarf erforderlich sind, die Kontraste der Kennzeichnung nicht mehr den durch elektro-optische Lesegeräten bedingten hohen Anforderungen genügen.
Ziel der Erfindung
Es ist das Ziel der Erfindung in rationeller und umweltfreundlicher Weise Kodierungen auf flexible Textilgegenstände aufzubringen, wobei eine gleichbleibende Qualität gewährleistet ist.
Wesen der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Versehen flexibler Textilgegenstände, insbesondere von Bettwäsche, Handtüchern und dergleichen mit Kodierungen, insbesondere mit mehrstelligen Zahlen und/oder Buchstaben darstellenden Strichcoden zu schaffen, mit dem flexible Textilgegenstände mit Kodierungen versehbar sind, die trotz vieler Textilreinigungen, wie chemischer Reinigungen und dergleichen Reinigungsvorgänge oder Koch-, Wasch- und Mangelvorgänge, die über die Nutzlebensdauer der Textilgegenstände kontinuierlich wiederholt werden, einwandfrei decodierbar sind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Elemente des Codes und/oder Strichcodes durch Einnähen eines druck· und hitzebeständigen, flexiblen sowie elektro-optisch oder magnetisch erfaßbaren Kontrastfadens in das Gewebe des Textilstückes gebildet werden.
Zweckmäßigerweise erfolgt das Einnähen des Kontrastfadens mit einer programmgesteuerten Nähmaschine.
In Weiterführung des Erfindungsgedankens wird das Textilstück als Etikett auf ein anderes Textilstück aufgebracht.
Vorteilhafterweise wird das als Etikett dienende Textilstück auf das andere Textilstück aufgenäht.
Nach der Erfindung wird als Kontrastfaden ein zur Farbe des Textilstückes derart gefärbter Faden gewählt, so daß ein gleichmäßiger, dauerhafter Farbkontrast gebildet wird.
Vorzugsweise wird als Kontrastfaden ein Faden gewählt, der aus dem gleichen Material wie das Gewebe des Textilstückes besteht.
Zweckmäßigerweise wird als Kontrastfaden ein magnetisch erfaßbarer Metallfaden in das Gewebe des Textilstückes eingenäht.
Vorteilhaft ist es, wenn als Kontrastfaden ein halb- oder vollsynthetischer Faden gewählt wird.
Im Sinne der Erfindung ist es, daß als Kontrastfaden ein Faden gewählt wird, dessen auf dem Seelenfaden zwirngedrehte Fasern nur zur Farbe des Textilstückes kontrastmäßig gefärbt sind.
Vorzugsweise wird als Kontrastfaden ein Faden gewählt, dessen Seelenfaden aus magnetisch erfaßbarem Material besteht.
In anderer Ausführung wird als Kontrastfaden ein Naturfaserfaden gewählt.
Das erfindungsgemäße Verfahren erweist sich insbesondere dadurch als vorteilhaft, daß ein ausgezeichneter, dauerhafter Kontrast und eine stete Gleichmäßigkeit der Elemente des Codes bzw. des Strichcodes gegeben sind, die während der Nutzlebensdauer des Textilstückes nicht durch vielfache chemische Reinigungsvorgänge oder Koch-, Wasch- oder Mangelvorgänge beeinträchtigt werden, so daß stets ein einwandfreies Decodieren des Codes bzw. Strichcodes auf dem Textilstück durch elektro-optische oder magnetische Lesegeräte möglich ist. Insbesondere bei Großwäschereien von Krankenhäusern, bei denen ein hoher Durchlauf an Wäschestücken der verschiedensten Art gegeben ist, ermöglicht das stete einwandfreie Identifizieren der Wäschestücke ein sehr rationelles Arbeiten, da Störfälle weitgehend ausgeschaltet werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist weiterhin auch umweltfreundlich, da ein Einsatz von irgendwelchen Druckfarben und/oder Säuren nicht erforderlich ist.
Ausfuhrungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles des erfindungsgemäß mit Kodierungen versehenen Texti!gegenstandes näher erläutert werden.
In der zugehörigen Zeichnungsfigur ist die Erfindung näher erläutert.
In der Zeichnung ist auf ein Textilstück 1 ein als Etikett dienendes Textilstück 2 aufgenäht, in dessen Gewebe 3 die Elemente 4 eines eine mehrstellige Zahl darstellenden Strichcodes 5 sowie zugeordnete Ziffern einer entsprechenden Kodierung eingenäht sind. Der Nähfaden 6 besteht aus demselben Material wie das Gewebe 3 des als Etikett dienenden Textilstücks 2 und ist hitzebeständig, flexibel sowie gegen den von einer Mangel ausgeübten Druck besonders widerstandsfähig. Bei Dehnung des Gewebes 3 des als Etikett dienenden Textilstücks 2 dehnt sich der die Elemente 4 des Codes und des Strichcodes 5 bildende Nähfäden 6 in gleicher Weise mit. Vorzugsweise ist das Gewebe 3 weiß und der Nähfaden 6 schwarz.
Claims (11)
- Patentanspruch:1. Verfahren zum Versehen flexibler Textilgegenstände, insbesondere von Bettwäsche, Handtüchern und dergleichen mit Kodierungen, insbesondere mit mehrstelligen Zahlen und/oder Buchstaben darstellenden Strichcoden, gekennzeichnet dadurch, daß die Elemente des Codes und/oder Strichcodes durch Einnähen eines druck- und hitzebeständigen, flexiblen sowie elektro-optisch oder magnetisch erfaßbaren Kontrastfadens in das Gewebe des Textilstückes gebildet werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß das Einnähen des Kontrastfadens mit einer programmgesteuerten Nähmaschine erfolgt.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß das Textilstück als Etikett auf ein anderes Textilstück aufgebracht wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch 3, gekennzeichnet dadurch, daß das als Etikett dienende Textilstück auf das andere Textilstück aufgenäht wird.
- 5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet dadurch, daß als Kontrastfaden ein zur Farbe des Textilstückes derart gefärbter Faden gewählt wird, daß ein gleichmäßiger, dauerhafter Farbkontrast gebildet wird.
- 6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet dadurch, daß als Kontrastfaden ein Faden gewählt wird, der aus dem gleichen Material wie das Gewebe des Textilstückes besteht.
- 7. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß als Kontrastfaden ein magnetisch erfaßbarer Metallfaden in das Gewebe des Textilstückes eingenäht wird.
- 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet dadurch, daß als Kontrastfaden ein halb-oder vollsynthetischer Faden gewählt wird.
- 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6 und 8, gekennzeichnet dadurch, daß als Kontrastfaden ein Faden gewählt wird, dessen auf dem Seelenfaden zwirngedrehte Fasern nur zur Farbe des Textilstückes kontrastmäßig gefärbt sind.
- 10. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß als Kontrastfaden ein Faden gewählt wird, dessen Seelenfaden aus magnetisch erfaßbarem Material besteht.
- 11. Verfahrennach einem der Ansprüche 1 bis 6 und 9, gekennzeichnet dadurch, daß als Kontrastfaden ein Naturfaserfaden gewählt wird.
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