DD222425A1 - Verfahren zur erzeugung von signaturananalysator-taktimpulsen aus mikrorechnersignalen - Google Patents

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Guenter Will
Eberhard Oertel
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Robotron Messelekt
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung von Signaturanalysator-Taktimpulsen aus Mikrorechnersignalen. Sie faellt in das Gebiet der Testung und Pruefung von Mikrorechnererzeugnissen. Ziel der Erfindung ist es, diese Taktimpulse so aufzubereiten, dass eine moeglichst grosse Signalmenge des Mikrorechnersystems gueltig ist und ausserdem testobjektspezifische Besonderheiten (Speichersperre durch WAIT-Signal) beruecksichtigt werden. Das Wesen der Erfindung besteht in der Auswahl, Verknuepfung und zeitlichen Verzoegerung von Mikrorechnersignalen in einer Weise, die es gestattet, in allen Maschinenzyklen eines Mikrorechners ein definiertes Taktsignal fuer eine Weiterverarbeitung von Testsignalen in synchronen Auswerteschaltungen zu erzeugen. Die Erfindung kann ueberall dort angewandt werden, wo synchrone digitale Mikrorechnerschaltungen mit Hilfe der Signaturanalyse getestet werden. Die Methode erlaubt eine Fehlerlokalisation bis zum defekten Bauelement. Fig. 1

Description

Titel der Erfindung' ·
Verfahren zur Erzeugung von Signaturanalysatqr-Taktimpulsen aus'Mikrorechnersignalen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine spezielle Form der Erzeugung von Taktimpulsen für einen Signaturanalysator der als Meßgerät zur Fehlerlokalisierung in digitalen Schaltungen, insbesondere in Mikrorechnererzeugnissen, verwendet wird.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Aus Gülke: "Signaturanalysegerät", radio, fernsehen, elektronik 1981, H. 4, S. 207, "Die Signaturanalyse", Elektronik 1983, H. 15, S. 31, Löberj Will: "Mikrorechner in der Meßtechnik", TEB Verlag Technik, 1983, S. 223 - 228 ist bekannt, daß zur Fehlerlokalisation in getakteten digitalen Schaltungen Signaturanalysator en verwendet werden können.· Es handelt sich hierbei um rückgekoppelte nichtautonome Schieberegister, die eine Eingangsimpulsfolge zu einer charakteristischen Kenngröße (Signatur) verdichten und anzeigen. BitVerfälschungen werden mit einer hohen Fehlererkermungswahrscheinlichkeit (ca. 99,998 %) ermittelt. Signaturanalysatoren benötigen zur Funktion 4 Signale« Die Signale START und STOP bilden ein Zeitfenster innerhalb dessen die Messung abläuft. Zur Erfassung des Testdatenstromes (3. Signal) wird ein Takt benötigt (4. Signal), dessen Bildung entscheidend für den erzielbaren Meßeffekt ist. In Mikrorechner-
Schaltungen ist ein universell verwendbares Taktsignal.zwar vorhanden (Takt der CPU), das jedoch für den vorliegenden Fall der Signaturanalyse unbrauchbar ist, da alle Signal- . wechsel im Mikrorechnersystem durch diesen Takt verursacht werden, so daß die Datensignale des Signaturanalysators mit Einschwingvorgängen überlagert sind, die zu Instabilitäten bei der Messung führen. ...··.
In der Literaturstelle Application articles on Signature Analysis, Applikationsschrift Nr. 222-2 der Pa. Hewlett-Packard, wird' zur Taktauswahl das Signal IRD (READ) bzw. das Signal IWR '(WRITE) angeboten. Die Verwendung dieser Signale besitzt jedoch mehrere Hachteile bzw. Einschränkungen. Y/ird z.B. das Signal IRD verwendet, so können auf einigen Leitungen (z.B. Datenleitungen DBO... 7 des Mikroprozessors ' U: 880 D), im Zusammenhang mit der Abarbeitung eines zugehörigen Stimulus-Programms, hochohmige Zustände (threestate) entstehen. Der. Grund hierfür ist die Tatsache, daß der Mikroprozessor nicht nur Leseoperationen am Testobjekt, sondern auch am Programmspeicher vornimmt, z.B. während des Mt-Zyklüs.
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Instabilitäten können atich entstehen, wenn das Signal IWR verwendet wird, da dann wiederum die.1 Lesezyklen im Programm-, speicher zu hochohmigen Zuständen am Ausgang des Testobjektes, welches in diesem Falle ein Speicher ist, führen» In einigen Fällen, wie beispielsweise im Interrupt-Annahmezyklus, werden die Signale IRD bzw. IWR gar nicht aktiviert, so,daß prinzipiell die Durchführung der Signaturanalyse bei den an diesem Vorgang beteiligten Signalen nicht durchführbar ist. . ;.. .
In vielen Fällen sollen Taktimpulse nur dann gebildet werden, wenn bestimmte logische Zustände im Testsystem erreicht werden, anderenfalls sollen die Taktimpulse entfallen. Eine solche Forderung ist bei,unmittelbarer Verwendung der Mikroprozessorsignale nicht zu.erfüllen.'
Ziel der Erfindung ·
Ziel der Erfindung ist es, die Bereitstellung von Taktimpuls en für einen Signaturanalysator so vorzunehmen, daß einerseits alle Stabilitätsbedingungen der Testsignale beachtet werden und andererseits eine umfangreiche Auswahl · von Taktimpulsen angeboten wird. Zusätzlich soll es möglich sein, die Taktimpulserzeugung in bestimmten Programmzuständen zu unterbinden oder die Taktimpulsbereitstellung von schaltungstechnischen Bedingungen des Testobjektes, abhängig zu machen.* -
Durch diese Maßnahmen wird die Entstehung instabiler Signaturen verhindert, bzw. der Testbereich innerhalb bestimmter Schaltungs struktur en wird v/esentlich erweitert. Die Abhängigkeit von definierten Logikzuständen würde die Fehlerlokalisierung auf dem Testobjekt erheblich verbessern.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Erfindung löst die Aufgabe dadurch, daß die direkte Verwendung der Prozessortakt-/Steuersignale vermieden wird und durch ein Verfahren eine programmierbare optimierte sowie (": zusätzlich wählbare objekt abhängige Takt signalbereit st ellung vorgenommen wird. Dadurch werden die Arbeitsweise eines Mikrorechners einerseits, sowie die Punktion des Signaturanalysators aufeinander abgestimmt. , .
Die Merkmale der Erfindung bestehen darin, daß erfindungsgemäß die den Maschinenzyklus kennzeichnenden Steuersignale (z.B. MREQ und RD" im Speicherlesezyklus) über eine UID-Schaltung logisch verknüpft und anschließend in einem Verzögerungsflipflop um ein definiertes Zeitintervall taktgesteuert verzögert werden und zwar so lange, bis die zu messenden Datensignale gültig sind. Das entstehende Signal wird als Signaturanalysatortakt dem Signaturanalysator an einem separaten Ausgang zur Verfügung gestellt. Die grundlegenden Vorgänge der UMD-Verknüpfung und zeitlichen Verzögerung können auch in entgegengesetzter Reihenfolge durchlaufen werden.
Durch, die kombinatorische Verknüpfung von Mikrorechnersignalen ist es insbesondere auch möglich Signaturanalysatortäkte in'-solchen Maschinenzyklen zu erzeugen in denen keine spezifischen, den Maschinenzyklus· charakterisierende Signale existieren. Dies, ist z.B. beim Interruptanerkennungs'zyklus der Fall. ·.. .
Ausführungsbeispiel . .
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel.· näher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigt' Fig. 1 eine Schaltung,die am-Beispiel des Maschinenzyklus für das Lesen eines Speichers des Mikroprozessors U 880 D die Erzeugung eines Signaturanalysatortaktsignals darstellt; Fig. 2 zeigt den zeitlichen Verlauf der betätigten Signale. Am Steuereingang 2 soll High-Potential anliegen* Wenn die an dem Speicherzyklussignaleingang 3 und dem Lesesteuersignaleingang 4 anliegenden Signale iin·· Taktzyklus T1 "wirksam werden (High-Low-Übergang), kann am Verzögerungsausgang 11 des Verzögerungsflipflops 6 mit Hilfe des Mikrorechnertakteinganges im Taktzyklus T1 ein High-Potential erzeugt werden. Dadurch ist der Mikrorechnertakteingang Ί in der ersten Hälfte des Taktzyklus T3 über die UHD-Schaltung 7 unmittelbar an der Torschaltung 8 wirksam. Ist der Sperreingang 5 zu diesem Zeitpunkt freigegeben (High-Potential),, so entsteht am Signaturanalysatortaktausgang 9 ein Signaturanaljrsatortakt 10 der der halben Periode des am Mikrorechnertakteinganges 1 anliegenden Mikrorechnertaktes entspricht. Sp.errsignale in diesem Sinne sind z.B. WAIT-Signale von Speichern oder testobjektspezifische Signale. Weitere Signaturanalysatortaktimpulse können nicht entstehen, da das am Speicher zjrklus signal eingang 3 anliegende Signal im Taktzyklus T3 ungültig wird (LOW-HIGH-Übergang) und den Verzögerungsausgang 11 auf LOW-Potential schaltet. Damit ist die UFD-Bedingung an den Eingängen der UHD-Schaltung 7 nicht mehr erfüllt. ' . ,.

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch ' .
    Verfahren zur Erzeugung von Signaturanalysator-Taktimpulsen' aus Mikrorechnersignalen, gekennzeichnet dadurch, daß maschinenzyklustypische Steuersignale über eine XJHD-Schaltung (7) logisch verknüpft und anschließend in einem Verzögerungsflipflop (6) um ein definiertes Zeitintervall taktgesteuert verzögert werden, und zwar so lange, bis die durch den Signaturanalysator zu verarbeitenden Signale gültig.sind, wobei das entstehende Signal als Signaturanalysatortakt (10) dem Signaturanalysator an einem separaten Signaturanalysatorausgang (9) zur Verfügung gestellt wird.
    Hierzu 1Blatt Zeichnungen
DD26026984A 1984-02-23 1984-02-23 Schaltungsanordnung zur erzeugung von signaturanalysator-taktimpulsen aus mikrorechnersignalen DD222425B1 (de)

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