DD217569A1 - Grundwasseranreicherungs- und fassungsanlage - Google Patents
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Landscapes
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Grundwasseranreicherungs- und -fassungsanlage, mit der wechselweise Wasser in den Untergrund infiltriert oder angereichertes Grundwasser wieder gehoben wird. Die Loesung sieht vor, an der Sohle von Sickerschlitzgraeben Filterrohre horizontal einzubringen, dabei sind diese Graeben parallel oder rotationssymmetrisch um einen Sammelschacht angeordnet und mit Kies verfuellt. In diesen Sammelschacht muenden die Filterrohre ein, die mit bekannten Steuereinrichtungen zum wechselseitigen Betrieb versehen sind. Ueber den jeweiligen Filterkoerpern sind mittig in Laengsrichtung Verteilerrohre angeordnet, die einen gleichmaessigen Eintrag des Infiltrationswassers garantieren.
Description
GrundwasseranreicherungS- und -fassungsanlage Anwendungsgebiet der Erfindung ,
Die Erfindung betrifft eine Gr und wa ss er anr e ic he rung a- ,und. . -fassungsanlage, mit der wechselweise Wasser in den Untergrund infiltriert wird oder angereichertes Grundwasser wieder geho— ben werden kann. Sie ist neben der Grundwasseranreicherung auch zur Wassergewinnung und -aufbereitung einsetzbar·
Charakteristik des Standes der Technik.
Als' Anreicherungsanlagen sind Infiltrationsbecken - als Pflanzen- oder Kiesbecken ausgeführt - sowie Sickerleitungen und Polderflächen bekannt geworden. Diese sind jedoch nur zur Infiltration von Wasser in den Untergrund geeignet j eine Passung des angereicherten Grundwassers erfolgt in der Regel durch separat angeordnete Vertikalfilterbrunnen. Weiterhin sind Sickerschlitzgräben als Anlagen zur Grundwasseranreicherung bekannt. In einer Veröffentlichung "Vergleichende' Bewertung von Anlagen zur 'Grundwasseranreicherung" (Handtke, H.> Schriftenreihe WAR der TH Darmstadt, 1981) wird festgestellt, daß insbesondere der Sickerschlitzgraben in der Summe die günstigsten Eigenschaften zur Grundwasseranreicherung aufweist. Es werden Gräben beschrieben, die 4 - 6 m tief, bis zu 100 m lang und mit Kies verfüllt sind, wobei die hydraulische Wirk-
sainkeit gut;'ist. Der wesentliche ;H acht eil besteht darin, daß sie in der .beschriebenen Art nur zur Aufhöhung des Grundwasserspiegels mit vorgereinigtem .Wasser genutzt werden können, und nicht als Passungsanlage verwendbar sind. STach den bekannten Verfahren der Grundwasseranreicherung erfolgt die Wasserfassung meist mit Filterbrunnen. .
In,der japanischen Patentschrift 56-19414 wird, eine Anlage zur Grundwasseranreicherung beschrieben, die aus einem viereckigen Schacht besteht, in welchem ein Rohrsystem mit öffnungen in JEöhe der Grundwasserleiter eingebracht ist, über die gereinigtes Oberflächenwasser in^die entsprechenden wasserführenden Schich-' ten eingeleitet wird. Diese Anlage hat ebenfalls den Nachteil, daß sie nur zur Grundwasseranreicherung verwendbar ist. Als· Grundwassersrfassungsanlagen zur Wasserversorgung sind.auch Schacht- und Bohrbrunnen bekannt. Bohrbrunnen, als Vertikaloder Horizontalfilterbrunnen ausgeführt, werden auch als kombinierte Fassungs- und Anreicherungsanlagen eingesetzt. Infolge erheblicher Uachteüe wurden bisher nurr sehr wenige·Brunnen als Schluckbrunnen projektiert und gebaut, da sie neben einer relativ kurz-en Lebensdauer hohe Anforderungen an das Infiltrationswässer stellen, schwer zugänglich bzw^ regenerierbar sind und eine Kolmations- und Verockerungsgefahr besteht. Dazu kommt, daß das Grundwasser nur punktförmig angehoben wird und Baufehler später nicht mehr korrigierbar sind. Deshalb werden auch Bohrbrunnen nur als Fassungs- oder nur/als Infiltrationselement eingesetzt. Schachtbrunnen ,sind nur als Passungsanlagen bekannt. . . '
Ziel der Erfindung , . . ·
Ziel der Erfindung ist es, eine Anlage zur Erfassung und Reinigung eisenhaltiger saurer 7/ässer.zu schaffen, die eine laiige Lebensdauer hat, gut regenerierbar und zugänglich ist,'eine bessere hydraulische Wirksamkeit als die bekannten Bohrbrunnen aufweist und eine stabile Betriebsweise garantiert,.
Wesen der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine kombinierte Grundwasseranreicherungs- und -fassungsanlage zu schaffen,.die wechselseitig betrieben werden kann, eine optimale Anordnung der Anlagenteile darstellt sowie eine wirksame Wasserbehandlung im Untergrund garantiert«
Erfindungsgemäß geschieht dies dadurch, -daß'an der .Sohle bekannter Sickerschiit ζ grab en horizontal herkömmliche Filt.erröhre verlegt sind, wobei diese Gräben parallel oder rotationssymmetrisch um einen Sammelschacht angeordnet sowie mit'Filtermaterial verfüllt sind. In diesen Sammelschacht münden die mit bekannten Steuereinrichtungen zum wechselseitigen Betrieb versehenen Filterrohre ein, wobei ein Verteilerrohr, das mittig in Längsrichtung über dem jeweiligen Filterkörper angeordnet ist, den gleichmäßigen Eintrag des .Infiltrationswassers vorsieht.
Ausführungsbeispiel
An Hand, eines Ausführungsbeispiels soll die Erfindung näher beschrieben werden. Die dazugehörige Zeichnung zeigt in
Fig. 1 die Anordnung mehrerer Sickerschlitzgräben parallel um einen Sammelschacht, in
Fig. 2 die Anordnung rotationssymmetrisch um einen Sammelschacht, in -
Fig. 3 die Wirkungsweise einer kombinierten· Grundwasseranreicherung £-- und -fassungsanlage und in .
Fig. 4 einen Querschnitt.
Sollen eisen- und säurehaltige fässer zu ihrer Aufbereitung in den Untergrund eingeleitet und zur Fassung des so angereicherten Grundwassers für Trink- und Brauchwasserswecke wieder eingesetzt werden, werden mehrere Sickerschlitzgräben 1 parallel oder
rotationssymmetrisch, um einen bekannten Sammelschacht 2 angeordnet. Die Sickerleitungen 3 münden in diesen Schacht und sind mit bekannten Schiebern 4a; 4b als Steuerorgane versehen. Die Zuführung des zu infiltrierenden Wassers erfolgt über eine' Sammelleitung 5, die sich in einzelne Zuleitungen 6 au Jedem Sickerschlitzgraben 1 verzweigt. Die Schlitze sind je nach den geologischen Gegebenheiten 2 bis 10 m tief und bis zu 100 m
3 2
lang. Die Aufbereitungsleistung beträgt bis zu 100 m"/m d,
d. h., ein Graben von .100 m Länge und 1 m Breite kann bis zu 10 000 m^/d infiltrieren. .
Die Wirkungsweise der,kombinierten Grundwasseranreicherungsund —fassungsanlage, vorzugsweise in der Ausführung als Sickerschlitzgraben, bei der Infiltration ist folgende:
Durch eine Zuleitung 6, die auf dem Filterkörper verlegt und mit bekannten Auslauföffnungen versehen ist, gelangt das zu infiltrierende Wasser in einen Filterkörper 7 bzw. den Untergrund 8. Dabei stellt sich der freie Grundwasserspiegel 9 ein. Während des Irrfiltrationsvorganges ist der Schieber 4a in der Sickerleitung geschlossen.-Zur Vermeidung einer Sekundärverunreinigung wird der Graben mit einer Abdeckung 10 versehen. ImUntergrund erfolgt:durch Oxidation der im Wasser gelösten Bisenverbindungen,,Fällung und Ablagerung der Cxidationsprodukte eine Enteisenung.
Die Fassung"des gereinigten Wassers erfolgt, nachdem der Schieber 4 b der Zuleitung β geschlossen und der Schieber 4 a der Sickerleitung 3 geöffnet wurde. Dabei .stellt sich im 3ammeIschacht derselbe freie Grundwasserspiegel 11 wie im Filterkörper 7 ein. Eine Pumpe 12 fördert das Wasser zum Verbraucher.bzw. Hutzer. 3ine Regenerierung der oberen Schichten des Filterkörpers 7 ist möglich, nachdem die Abdeckung 10 entfernt und die Zuleitung β an einer Flanschverbindung 13 demontiert ist.· Das Filtermaterial wird' aufgenommen,.gewaschen und'wieder eingebracht. . . .
"Vorzugsweise ist eine solche Anlage "bei einem Grundwasserflurstand > 2 m, möglichst keinen oder nur gering mächtigen undurchlässigen Deckschichten sowie einem Durchlässigkeitskoeffizienten Kx. 'des Untergrundes >1 . 10""4 m/s einsetzbar.
Claims (1)
- Erfindungsanspruch: , .Grundwasseranreicherungs- und -fassungSanlage, mit der wechselweise Wasser in den Untergrund infiltriert oder angereichertes Grundwasser ?/ieder gehoben wird, gekennzeichnet dadurch, daß an der.Sohle bekannter Sickerschlitzgräben (1) horizontal herkömmliche Pilterrohre (7) verlegt sind, diese Sickersqhlitzgräben (1) parallel oder rotationssymmetrisch um einen Sammelschacht (2) angeordnet sowie mit Filtermaterial verfüllt sind, wobei die.mit bekannten Steuereinrichtungen (4 a; 4 b) zum wechselseitigen Betrieb versehenen Pilterrohre (7) in diesem β ammeIschacht (2) einmünden und ein Verteilerrohr mittig in .Längsrichtung über dem jeweiligen, PiIterkö'rper (7) angeordnet ist. .. .. p ' . ,-Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD25484583A DD217569A1 (de) | 1983-09-15 | 1983-09-15 | Grundwasseranreicherungs- und fassungsanlage |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD25484583A DD217569A1 (de) | 1983-09-15 | 1983-09-15 | Grundwasseranreicherungs- und fassungsanlage |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD217569A1 true DD217569A1 (de) | 1985-01-16 |
Family
ID=5550437
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD25484583A DD217569A1 (de) | 1983-09-15 | 1983-09-15 | Grundwasseranreicherungs- und fassungsanlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD217569A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4031852A1 (de) * | 1990-10-08 | 1992-04-09 | Rheinische Braunkohlenw Ag | Verfahren und anlage zum anheben des grundwasserspiegels |
| DE102023114642A1 (de) * | 2023-06-04 | 2024-12-05 | UBV Umweltbüro GmbH Vogtland-Erkundung/Planung/Management | Vorrichtung und Verfahren zur Verwertung von in einem Grundwasserleiter geführten Grundwasser |
-
1983
- 1983-09-15 DD DD25484583A patent/DD217569A1/de not_active IP Right Cessation
Cited By (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE4031852A1 (de) * | 1990-10-08 | 1992-04-09 | Rheinische Braunkohlenw Ag | Verfahren und anlage zum anheben des grundwasserspiegels |
| DE102023114642A1 (de) * | 2023-06-04 | 2024-12-05 | UBV Umweltbüro GmbH Vogtland-Erkundung/Planung/Management | Vorrichtung und Verfahren zur Verwertung von in einem Grundwasserleiter geführten Grundwasser |
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