DD201481B1 - Mehrwegeventil mit zylindrischem kueken - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Mehrwegeventil mit zylindrischem Küken, insbesondere fur hohen Gasdurchsatz und niedrigen Drucken
Fur bestimmte technologische Vorgange ist es erforderlich, das gasformige oder flussige Medium auf andere Leitungen umzuschalten Beispielsweise wird bei einem Gullefahrzeug beim Ansaugen der GuIIe die Luft aus dem Faß m's Freie gesaugt Beim Entleeren des Fasses wird Druckluft in das Faß eingeleitet Beim Umwälzen der GuIIe wahrend der Fahrt wird die Luft aus dem Inneren des Fasses in ein am Boden des Fasses angeordnetes, mit Lochern versehenes Rohr gedruckt Es sind Mehrwegeventile mit plattenförmigen Dichtflachen bekannt Hierbei müssen die Dichtflachen durch Federdruck gegeneinander gedruckt werden, damit sie dichten Dabei kann der plattenformige Drehschieber entweder Uberstromnuten oder Durchgangsbohrungen aufweisen Fur eine Vielzahl von Verbindungen mit großen Durchgangsquerschnitten sind sie weniger gut geeignet, da die Reibkrafte bei großen Dichtflachen zu groß und die Mediumumlenkung zu stark wird, was zu Druckverlusten fuhrt Bei Kegelventilen ergeben sich durch die Anordnung von Bohrungen und Uberstromkanalen in verschiedenen Ebenen des Kükens schaltungstechnisch viele Möglichkeiten Fur große Durchsatzmengen und verlustarmen Durchsatz sind solche Konstruktionen ungeeignet
Eine Losung, wie beispielsweise zwei Durchgange parallel und kreuzweise geschaltet werden können, zeigt die GB-Patentschnft 1490682. Dabei erfolgt eine sehr starke Umlenkung des Mediums Es lassen sich auch nur zweimal zwei Wege schalten Beim Gulletankfahrzeug benotigt man jedoch dreimal zwei Wege, um das Befullen, Umwälzen und Austragen der GuMe mittels Unteroder Überdruck realisisieren zu können Die durch die Gulleumwalzung entstehenden Gase wurden bald zum Festsitzen des Kükens im Ventil fuhren
Zylindrische Mehrwegeventile erfordern bei größeren Drucken eine genaue Passung, um das Überströmen des Mediums zu verhindern Der Kraftaufwand zum Umstellen ist geringer als bei anderen Konstruktionen, vorausgesetzt, daß sich die Kraftrichtungen kompensieren
Es 3 nd zylindrische Mehrwegeventile mit einer Schaltebene bekannt, die jedoch nur die Verbindung von zweimal zwei Wegen gestatten, was in einigen Fallen nicht ausreichend ist Genannt seien hier US 3191628, US 3387 632 Die DE-OS 2400983 ermöglicht mit 4 Anschlüssen im Gehäuse und 4 Bohrungen im zylindrischen Schieber die Umstellung auf 4 verschiedene Verbindungen, wobei jeweils nur ein Weg freigegeben wird Entsprechend seiner Funktion kann dieser klein gehalten werden, und die Drucke sind niedrig
E ne weitere Variante dieser EB besitzt am Schieberkorper Ausnehmungen und eine Bohrung sowie 5 Anschlüsse am Gehäuse Mit dieser Losung können in 3 Arbeitsstellungen jeweils 2 verschiedene Wege geöffnet werden Bei dieser Losung treten unterschiedliche Anpreßdrucke an der Wandung auf und da die Dichtflache gering ist, kann auf der Entlastungsseite Gas oder Flüssigkeit durch den Spalt überströmen, sofern die Abmessungen und die Stromungsquerschnitte groß genug sind Bei kleinen Schiebern, wie im vorliegenden Falle, genügt die Losung der Aufgabenstellung Eine fur die vorliegenden Verhaltnisse geeignete Schieberausfuhrung zeigt die DE-OS 2808211 Im Kugeigehause angeordnete Leitflachen ermöglichen einen verlustarmen großen Volumenstrom und eine leichte Bedienung und gut abzudichtende Stromungskammern Diese Konstruktion ermöglicht aber nur die Verbindung von jeweils zwei Stutzen Bei entsprechender Gehausegroße und anderer Ausbildung der Leitflachenwinkel, ware auch noch eine weitere Verbindung möglich Wie bereits erwähnt, müssen zwei Stromungswege gleichzeitig offen sein
Das Ziel besteht darin, ein Mehrwegeventil zu entwickeln, welches geringen technischen Aufwand erfordert konstruktiv sich so gestalten laßt, daß es an einen Verdichter ohne Zwischenleitung ankuppelbar und leicht bedienbar ist.
Die technische Aufgabe besteht dann, ein Mehrwegeventil zu entwickeln, welches in drei Arbeitsstellungen jeweils zwei Durchflußquerschnitte freigibt und eine konstruktiv, gießtechnisch und stromungstechnisch gunstige Losung darstellt Die Abdichtung soll möglichst gut sein und einen niedrigen Reibwert aufweisen
Ertndungsgemaß wird die Aufgabe dadurch gelost, daß ein bekanntes, vier paarweise gegenüberliegend angeordnete Stutzen am Gehäuse und im Gehäuse drehbar und sternförmig ausgebildete Dichtplatten aufweisendes Ventil verwendet wird, bei welchem die dritte, zwei Stromungswege verbindende Schaltstellung dadurch erzielt wird, daß die rechteckigen Dichtplatten beiderseitig von Kreisflächen begrenzt sind, welche gegenüberliegend Bohrungen aufweisen, die den gleichen Schwenkradius und Große besitzen, wie die an den Gehausestimseiten versetzt angeordneten Bohrungen und Stutzen Die Wirkungsweise ist folgende
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Durch Verdrehen des aus drei Kammern bestehenden Zylinderkükens werden in drei Schaltstellungen jeweils zwei Strömungswege frei gegeben.
Der Vorteil der Erfindung liegt im einfachen konstruktiven Aufbau, daher billiger Herstellung und strömungstechnisch günstiger Lösung, sowie der Möglichkeit, das Ventil unmittelbar auf einen Zellenverdichter aufsetzen zu können.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
Es zeigen:
Fig. 1: den konstruktiven Aufbau des Ventils in der Ansicht,
Fig.2: die Seitenansicht nach Fig.! im Schnitt AA,
Fig.3: die Seitenansicht nach Fig. 1 im Schnitt BB und
Fig. 4: die schematische Darstellung des Ventils in drei Schaltstellungen.
Das Mehrwegeventil besteht aus dem Gehäuse 1, den Stutzen 2; 3; 4; 5; 6 und 7. Der Ventilsitz 8 und die Rückschlagkugel 9 sind Bestandteil des darunter befindlichen Verdichters. Beiderseits wird das Ventilgehäuse durch die Deckel 10; 11 abgeschlossen.
Der Deckel 10 besitzt eine Bohrung 12 und der Deckel 11 eine Bohrung 13, die auf gleichem Radius liegen. Der* Ventilkörper besteht aus dem sternförmigen Drehschieber 14, der mit der Achse 15 fest verbunden ist. An der Achse 15 ist der Bedienhebel 16 angebracht, welcher an einer Skala die Schaltstellung anzeigt. Zur besseren Abdichtung der Platten 14 sind diese mit einer Druckfeder 17 versehenen Schiebern 18 bestückt. Seitlich wird der Ventilkörper durch angeschweißte oder angegossene Scheiben 19; 20 begrenzt. Die Scheibe 19 weist eine Bohrung 21 und die Scheibe 20 gegenüberliegend eine Bohrung 22 auf.
Diese Bohrungen stimmen mit dem Durchmesser und dem Radius zum Gehäusemittelpunkt mit den Bohrungen 12; 13 überein.
Zur Verbesserung der Abdichtung der Stirnseiten des Ventils sind die Deckel 10; 11 mit Rundringen 23; 24 versehen. Zur Erzielung einer geringen Umschaltkraft ist die Achse 15 in den Deckeln 10; 11 in den Lagern 25; 26 gelagert.
Wie aus Fig.4, Schaltstellung a ersichtlich, strömt das Medium vom Stutzen 4zum Stutzen 2 und vom Stutzen 7 zum Stutzen 5. In Schaltstellung b strömt das Medium vom Stutzen 4 zum Stuzen 2 und vom Stutzen 3 zum Stuzen 5. In der Schaltstellung с vom Stutzen 4 zum Stuzen 6 und vom Stutzen 3 zum Stutzen 5.
Ein geeignetes Anwendungsbeispiel für dieses Mehrwegeventil ist beispielsweise ein Güllefahrzeug, wo das Ventil unmittelbar auf dem Zellenverdichter angeordnet ist und durch Umschaltung das Ansaugen der Gülle in das Faß, das Mischen während der Fahrt und das Herausbringen auf dem Acker ermöglicht. Es besteht auch die Möglichkeit der Fernbedienung vom Fahrerhaus
Dieses Ventil ist strömungstechnisch gut gelöst und ermöglicht hohe Luftdurchlässe.
Die Schieberabdichtung gestattet größeres Spiel, so daß durch die Schieber die Oberfläche ständig gereinigt wird und angesaugte schädliche Gase nicht zum Festwerden des Ventiikörpers führen.
Claims (2)
1 Mehrwegeventil mit zylindrischem Küken, insbesondere fur hohen Durchsatz und niedrige Drucke, wobei in drei Schaltstellungen jeweils zwei Stromungswege frei gegeben werden, dessen Gehäuse am Zylindermantel vier, jeweils paarweise gegenüberliegend angeordnete Stutzen und dessen Drehschieber sternförmig angeordneten Dichtplatten aufweist, gekennzeichnet dadurch, daß das zylindrische Gehäuse (1) an seinen Deckeln (10, 11) mit gegenüberliegend versetzt angeordneten Stutzen und Bohrungen (6, 7), der sternförmige Drehschieber (14) beiderseitig mit kreisförmigen Begrenzungsscheiben (19, 20) und diese gegenüberliegend mit je einer den Gehausebohrungen (6, 7) im Durchmesser und Schwenkradius übereinstimmenden Bohrung (21, 22) versehen ist
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Erfindungsanspruche
2 Mehrwegeventil nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Bohrungen (22, 21) in den Begrenzungsscheiben (19,20) so angeordnet sind, daß sich diese in einer Schaltstellung mittig zwischen den Stutzen (6,7) befinden und in den beiden anderen Schaltstellungen jeweils mit einer Bohrung (12, 13) der Stutzen (6 7) deckungsgleich sind
Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD23575481A DD201481B1 (de) | 1981-12-15 | 1981-12-15 | Mehrwegeventil mit zylindrischem kueken |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD23575481A DD201481B1 (de) | 1981-12-15 | 1981-12-15 | Mehrwegeventil mit zylindrischem kueken |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD201481A1 DD201481A1 (de) | 1983-07-20 |
| DD201481B1 true DD201481B1 (de) | 1986-04-23 |
Family
ID=5535414
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD23575481A DD201481B1 (de) | 1981-12-15 | 1981-12-15 | Mehrwegeventil mit zylindrischem kueken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD201481B1 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3416335A1 (de) * | 1984-05-03 | 1985-11-07 | Wabco Westinghouse Fahrzeugbremsen GmbH, 3000 Hannover | Drehschieberventil |
-
1981
- 1981-12-15 DD DD23575481A patent/DD201481B1/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DD201481A1 (de) | 1983-07-20 |
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