DD148305B1 - Verfahren zur flotation von quarzsanden - Google Patents

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DD148305B1
DD148305B1 DD21810979A DD21810979A DD148305B1 DD 148305 B1 DD148305 B1 DD 148305B1 DD 21810979 A DD21810979 A DD 21810979A DD 21810979 A DD21810979 A DD 21810979A DD 148305 B1 DD148305 B1 DD 148305B1
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Guenter Schulz
Alexander Rosenbaum
Hans Krenek
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Akad Wissenschaften Ddr
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Description

Ausführungsbeispiel
Im Beispiel wurden Quarzsande, die sulfidische, oxidische und silikatische Schwerminerale, jedoch nicht Glimmer und Feldspat enthielten, flotiert.
Diese Quarzsande wurden nach dem Abreiben in dicker Trübe (65Vol.-% Feststoff) und Entschlämmung bei 100μπη in eigenbelüfteten Flotationsmaschinen bei einer Trübedichte von 1,2 g/cm3 nach folgendem Regime flotiert:
1. Flotationsstufe (Sulfidflotation)
Die Flotation erfolgte bei einem pH-Wert von 6 und unter Zugabe von 10Og/t Kaliumamylxanthogenat und 80g/t Oktandiol. Flotationszeit 15 min.
2. Flotationsstufe (Silikat- und Oxidflotation)
Mit H2SO4 wurde ein pH-Wert von 3 eingestellt und unter Zugabe von 150g/t Alkylsulfat (FAS-Paste) und Mittelöl bzw. Karbonsäure-Metyltaurid 15 min. flotiert.
Fe2O3-Gehalt Masseausbr. Fe2O3-Gehalt Reagenzienkonzentration in Karbonsäure- Mittelöl
2. Flotationsstufe Methyltaurid
Flot-Aufgabe Schwimmgut Flot.-Rückstand Alkylsulfat (Metaupon)
(FAS) g/t g/t
% % % g/t 150
Sandprobe 1 150
0,016 0,03 0,014 150
0,016 0,10 0,012 150
Sandprobe 2 150
0,013 0,06 0,009 150
0,013 0,17 0,008 150
Sandprobe3
0,018 0,1-0,2 0,011- 150 150
0,012
0,018 0,3 0,010
Sandprobe4 75
0,010 0,04 0,009 150 150
0,010 0,05 0,008 150 150
0,010 0,04 0,008 150
0,010 0,10 0,007
Wie das Beispiel zeigt, sind die Trennergebnisse mit Karbonsäure-Methyltaurid besser als mit der Reagenzienkombination Alkytsulfat/Mittelöl.
Die Erfindung kann vorzugsweise zur Flotation von Quarzsanden, bei denen an den Reinheitsgrad seitens der Glasindustrie besonders hohe Anforderungen gestellt werden, Verwendung finden. Sie ist jedoch nicht auf solche Quarzsande beschränkt. Die erfindungsgemäße Lösung ermöglicht eine bessere Abtrennung von silikatischen und oxidischen Schwermineralen sowie von Quarzkörnern mit feindispers eingeschlossenen Eisenverbindungen, wodurch sich die Qualität der Quarzsande verbessert. Außerdem kann auf den Einsatz zusätzlicher Reagenzien, wie unpolare Öle, verzichtet werden, wodurch die Umweltbelastungen minimiert und die Reagenzienkosten gesenkt werden können.

Claims (4)

Erfindungsanspruch:
1. Verfahren zur Flotation von Quarzsanden, die eisenreiche silikatische Schwerminerale als Begleitminerale enthalten, gekennzeichnet dadurch, daß zum Abtrennen der eisenreichen silikatischen Schwerminerale Karbonsäure-Methyltauride der allgemeinen Formel
R-CO-N- CH2 - CH2 - SO3He,
I
CH3
worin Me = K, Na und R = CnH2n+I, CnH2n-I, СпН2п-з sind, als Sammler verwendet werden.
2. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß.vorzugsweise Karbonsäure-Methyltauride der Kettenlänge C10 bis C20 verwendet werden.
3. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Karbonsäure-Methyltauride in Mengen von 50 bis 10OOg/t verwendet werden.
4. Verfahren nach den Punkten 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß bei Normaltemperatur mit einem pH-Wert von 2 bis 5, vorzugsweise 2 bis 3 flotiert wird.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Flotation von Quarzsanden zur Gewinnung hochwertiger Rohstoffe für die Glasindustrie.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bekanntlich werden an den Reinheitsgrad von Quarzsanden durch die Glasindustrie hohe Anforderungen gestellt, da Verunreinigungen im Quarzsand die optischen Eigenschaften des Glases beeinträchtigen und im Extremfall unerwünschte Färbungen des Glases hervorgerufen werden. Deshalb ist bei der Aufbereitung von Quarzsanden eine möglichst vollständige Abtrennung von Begleitmineralen anzustreben. Besonders störend wirken eisenreiche silikatische und oxidische Schwerminerale, die in größeren Anteilen im Quarzsand vorkommen, sowie Quarzkörner mit feindispers eingeschlossenen Eisenverbindungen.
Es sind Verfahren zur Flotation von Quarzsanden bekannt, bei dem die eisenreichen silikatischen und oxidischen Schwerminerale unter Verwendung von Verwendung Alkyl- und Arylsulfaten und -sulfonaten. Tallöl und anderen Fettsäuren sowie von Petroleumsulfaten und -Sulfaten abgetrennt werden (Trans. Soc. Min. Eng. AIME, New York, 260 (1976) 2, S. 152-160; Aufbereitungstechnik Wiesbaden 19 [1978] 7, S. 337/40).
Diese Flotationsverfahren werden je nach Vorkommen der Begleitminerale ein- und zweistufig betrieben. Ein Mangel dieser Verfahren besteht darin, daß mit den verwendeten Reagenzien noch keine ausreichend guten Trennergebnisse erreicht werden können, so daß der Anteil an eisenreichen silikatischen und oxidischen Schwermineralen in den der Glasindustrie zur Verfügung gestellten Quarzsanden noch zu hoch ist. Der Einsatz von Quarzsanden mit zu geringem Reinheitsgrad kann insbesondere bei der Herstellung von Glaserzeugnissen, bei denen es auf eine hohe Lichtdurchlässigkeit ankommt, zu Qualitätsminderungen und hohen Ausschußquoten führen. Darüber hinaus besitzen die eingesetzten Reagenzien eine große biologische Härte, so daß die Umweltbelastungen noch zu hoch sind.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Flotation von Quarzsanden zu entwickeln, mit dem es möglich ist, den Anteil an Begleitmineralien in den der Glasindustrie zur Verfügung gestellten Quarzsanden weiter zu senken und die Umwelbelastungen in Grenzen zu halten.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Flotation von Quarzsanden zu entwickeln, mit dem die Abtrennung eisenreicher silikatischer und oxidischer Schwerminerale aus Quarzsanden verbessert wird. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß zum Abtrennen der eisenreichen silikatischen und oxidischen Schwerminerale Karbonsäure-Methyltauride der allgemeinen Formel
R - 00 - N - CH0 - CH0 - SO-Me,
CH3
worin Me = K,NaundR = CnH2n + I, CnH2n-3,als Sammler verwendet werden. Vorzugsweise werden Karbonsäure-Metyltauride der Kettenlänge Сю-Сго verwendet. Die Karbonsäure-Methyltauride werden in Mengen von 50 bis 1000g/t verwendet. Die Flotation erfolgt bei Normaltemperatur bei einem pH-Wert von 2 bis 5, vorzugsweise bei 2 bis 3. Nachstehend soll die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert werden.
DD21810979A 1979-12-27 1979-12-27 Verfahren zur flotation von quarzsanden DD148305B1 (de)

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DD148305A1 DD148305A1 (de) 1981-05-20
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