DD141237A3 - Flexible pressform zum isostatischen pressen - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B30—PRESSES
- B30B—PRESSES IN GENERAL
- B30B11/00—Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses
- B30B11/001—Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses using a flexible element, e.g. diaphragm, urged by fluid pressure; Isostatic presses
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Description
Rudolf Y/asner WP B 28 B/197 491
Dieter Pelikan P 556 ·
Hans-Dieter Krämer . 6. 12. 1979
Hans-Ulrich Rauscher Horst Scheibe
Titel der Erfindung
Flexible Preßform zum isostatischen Pressen
Anwendungsgebiet der Erfindung;
Die Erfindung betrifft eine flexible Preßform sum isostatischen Pressen von Körpern mit komplizierter Gestalt, wie elektrischen Schirmisolatoren aus pulverförmiger keramischer Masse. Durch die isostatische Formgebung erhält man eine sehr gleichförmige Verdichtung des Werkstoffes und damit entsprechend homogenes Brenn- und Festigkeitsverhalten. Dabei ist es erwünscht, die o.a. komplizierten Formen in einem Arbeitsgang ohne Nacharbeit zu erhalten, wobei die verwendeten Preßformen zugleich eine ausreichen- de Formbeständigkeit und eine hohe Flexibilität im Hinblick auf das Entformen aufweisen müssen.
_2~ f^/^^s P 556
Charakteristik der bekannten technischen lösungen
Bei bekannten flexiblen Preßformen wurden diese einander widersprechenden Anforderungen bisher stets mit einer recht dünnwandigen (1.„2 rnm oder noch geringere Wanddicke nach Art eines Luftballons) Preßhülle aus Weichgummi erfüllt, der durch verschiedene Maßnahmen Gestalt und Festigkeit gegeben wurde. Ein besonderes Problem war dabei stets die erforderliche Entformungsmöglicblceit.
So sind teilbare starre Hohlformen'bekannt,· welche die flexible Preßform vollkommen oder weitgehend umschließen und abstützen (DL-PS 7I.O7I und 86,771). Nachteilig ist hierbei der hohe Aufwand zur Anfertigung der Hohlformen und die Tatsache:, daß man auf eine Werkstückgestalt beschränkt ist, die ein Entformen aus der s_tarren Hohlform gestattet.
Diesen Mangel hat man bei einer weiteren flexiblen Preßform vermieden, deren Stützkörper aus einem Schäumstoffkörper mit untereinander verbundenen Poren besteht (DL-PS 86c772)„ Dies hat den Nachteil, daß zwei verschiedene, aber genau aufeinander abgestimmte .formen zur Plerstellung der Preßhülle und des. Schaumstoffkörpers erforderlich sind und daß sehr leicht Inhomogenitäten in der Struktur des Schaumstoffes auftreten, die naturgemäß Inhomogenitäten in der Druckverteilung und damit in der Ausformung des Preßlings zur Folge haben.
Schließlich ist auch noch eine solche Preßform bekannt, in deren Schaumstoffkörper starre Stützen eingebettet sind, die der Entfernung im Druckbehälter mittels elektromechanischer Antriebe für jede Stütze dienen (DL-PS 120.615). Hier ist die Notwendigkeit gesonderter Antriebe zum Entformen nachteilige
Es ist Ziel der Erfindung} die isostatische Formgebung und die Erstellung der zugehörigen Fertigungsausrüstungen, insbesondere für elektrische Schirmiso3.atoren, einfacher und ökonomischer zu gestalten.
-3 - ty ί 4* I . ρ 556
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, in einem Stück und einem Arbeitsgang herstellbare flexible Preßformen für isö— etatisches Pressen zu schaffen, die durch ein leichtes Entformen bei Einhaltung eines hohen Ausformungsgrades gestatten.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einer Preßform mit flächenhaften, die gestaltbedingten Ausladungen der Formenhülle verbindenden Stützstreben in radialer Anordnung und einem Einspannflansch in gleicher Höhe mit dem Bodenverschluß dadurch gelöst, daß die in die formbeständige Formenhülle eingebetteten, aias dem gleichen, dickwandigen Material bestehenden und mit dieser eine Einheit bildenden Stützstreben vorzugsweise im Abstand von 45° angeordnet sind und die Preßform einen gesonderten Dichtflansch mit Ringwulst aufweist.
Durch die bei der Herstellung der dickwandigen Formenhülle angebrachten flexiblen Stützstreben wird eine sehr hohe Standfestigkeit der gesamten Preßform erreicht. Die Stützstreben werden entsprechend der erforderlichen Stützfunktionen an der Preßform angeordnet.
Darüber hinaus ermöglichen die flexiblen Stützstreben ein sehr leichtes Entformen der dickwandigen, mit komplizierter Geometrie gestalteten Preßformen. Der Aufweitungeeffekt tritt schon bei Anlegen eines geringen Unterdruckes ein. Ohne die flexiblen Stützstreben ist ein Aufweiten der Form mittels Vakuum nicht möglich.
Als Vorteilhaft wird der Einsatz von dickwandigen Preßformen, kombiniert mit flexiblen Stützstreben, betrachtet, die eine Standfestigkeit, Ausformgenauigkeit, Reproduzierbarkeit und
ergibt und ohne zusätzliche Hilfsmittel
(z.B. Schwammgummi oder Metallstützmäntel) ein Entfernen mittels geringem Unterdruck ermöglichen.
Zum -Vermeiden des Eindringens von Granulat zwischen die Einspannflanschen und des Verbleibes dieses Granulates nach dem Pressen in der Form (Gefahr des Zerschneidens der Form bei erneutem Pressen an scharfen Kanten) wird der untere Einspann-
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teil der dickwandigen flexiblen Form geschlossen gestaltet« Hier ist es vorteilhaft, daß die Formenhülle am unteren Teil geschlossen gestaltet ist und zusätzlich zum Vermeiden des vertikalen Druckaufbaues beim isostatischen Pressen ein Einspannflansch zur Befestigung in einem Stahlstützgerüst vorhanden ist.
Zum Vermeiden des Eindringens von Granulat zwischen die oberen Einspannflansche und das Entstehen von bleibenden scharfen Kanten, die zum Zerschneiden der Preßform führen, wird die Preßform über den oberen Einspannflanschen" hinaus verlängert. Durch entsprechende Ausführung der Verlängerung, z.B. Rundringwulst, wird die Form gleichzeitig zur Abdichtung des oberen Verschlusses verwendet.
Vorteilhaft ist dabei, daß die Form über die Einspannflansche hinaus verlängert wird und diese Verlängerung bei entsprechender Ausführung (z.B. Rundringwulst) aIs^ Abdichtung verwendet v/ird.
Aus führung sbeispiel
Als Ausführungsbeispiel wird die Gestaltung einer Form zum isostatischen Pressen von Hochspannungsisolatoren gewählt.
Die Form wird im Gießverfahren aus Latexgummi hergestellt. Als Gießform wird eine ß'ipsform verwendet. Die Wandstärke der Formenhülle (6) beträgt ca. '10 mm. Zum Abstützen der Schirmkontur der Formen werden im Abstand von je 45 flexible Stützstreben (7) zusammen mit der Formenhülle (6) gegossen. Diese Streben (7) sind fest mit der Formenhülle (6) verbunden. Zum Vermeiden des Entstehens und Verbleibens von Preßresten zwischen den Einspannplatten (9;10) wird am unteren Einspannflansch (8) der Boden der Form (6) geschlossen.
An·den oberen Einspannplatten (4;5) wird das Entstehen der Preßreste durch Verlängern der Form vermieden.'Zusätzlich erhält die
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verlängerte Form am Ende eine Ringwulst (2). Durch diese Ringwulst (2) wird das Abdichten des oberen Verschlusses (1) ermöglicht. Dadurch kann die übliche Dichtung des Verschlusses (1) wegfallen.
Zum Vermeiden eines Preßdruckes in der Längsachse wird die Form über die Einspannplatten (4;5;9;10) in ein Stahlstütsgerüst (11), das Bohrungen zum Durchlassen der Preßflüssigkeit besitzt, Eingebaut.
Beim Pressen wird die Formenhülle (6) zusammengedrückt, wobei die an der Formenhülle festansitzenden Stützstreben (7) durch ihre Flexibilität keinen Widerstand auf den Preßvorgang und die Wanderung des flexiblen Formenmaterials ausüben. Vielmehr wirken die flexiblen Stützstreben auf den gesamten Einfüll- und Preßvorgang stabilisierend.
!Jach dem Preßvorgang wird durch Erzeugen von Unterdruck entweder im Rezipienten oder in einem dafür vorgesehenen Vakuumtopf die flexible Formenhülle (6) aufgeweitet. Dabei bewirken die flexiblen Stützstreben (7) ein gleichmäßiges Aufweiten der flexiblen Form (6). Durch ihre Flexibilität passen sich die Stützstreben (7) dem Aufweitungsvorgang schon bei mäßigem Vakuum ideal an und ein Wegziehen der flexiblen Formenhülle (6) nach einer Seite, was ein Entformen unmöglich macht, wird vermieden.
Claims (1)
- -6-1 07 49 8 P 556ErfindungsanspruchFlexible Preßform zum isostatischen Pressen von Körpern mit komplizierter Gestalt, wie elektrischen Schirmisolatoren, mit flächenhaften, die gestaltbedingten Ausladungen der Pormenhülle verbindenden Stützstreben in radialer Anordnung mit einem Einspannflansch in gleicher Höhe mit dem' Bodenverschluß, gekennzeichnet dadurch, daß die in die formbeständige Formenhülle (6) eingebetteten, aus dem gleichen, dickwandigen Material bestehenden und mit dieser eine Einheit bildenden Stützstreben (7) vorzugsweise im Abstand von 45 angeordnet sind und die"Preßform einen gesonderten Dichtflansch (3) mit Ringwulst (2) aufweist.Hierzu 1 Seite Zeichnungen
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