Lauggestrechter, zusammengesetzter Baukörper, insbesondere für Flugzeuge. Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein langgestreckter, zusammengesetzter Baukör per, insbesondere für Flugzeuge. Derselbe weist mindestens ein Konstruktionselement auf in Gestalt eines Hohlstabes, welcher aus zwei rinnenförmigen Profilstäben besteht. Dabei umschliesst der eine Profilstab den andern haubenartig derart, dass der Hohlstab zwei nach der gleichen Richtung. weisende, von seiner Innenseite wie von seiner Aussenseite unmittelbar zugängliche Flanschen besitzt.
Die Zeichnung zeigt beispielsweise Teile verschiedener Ausführungsformen der Erfin dung, und zwar-.
Fig. <B>1-7</B> verschiedene Hohlstäbe im Querschnitt, Fig. <B>8</B> einen Querschnitt durch eine Knoten- punktverbindung solcher Hohlstäbe, <B>-</B> Fig. <B>9</B> bis 12 die Verwendung von Hohl stäben bei als Fachwerkträger ausgebildeten Ausführungsbeispielen des Baukörpers, <B>-</B> Fig. <B>13</B> bis<B>17</B> verschiedene Knotenpunkt- verbindungen in Ansichten und Schnitten, Fig. <B>18</B> bis 20 weitere Verwendungsbei spiele von Hohlstäben bei als Träger aus gebildetem Baukörper,
und Fig. 21 bis<B>23</B> ein Verwendungsbeispiel von Hohlstäben bei einem als Spiere ausge bildeten Baukörper.
Bei den Fig. <B>1</B> bis<B>8</B> umschliesst jeweilig ein Profilstab<B>A</B> von verhältnismässig grosser Pro filhöhe einen angenähert gleich breiten Profil stab B von geringer Profilhöhe haubenartig. Der Hohlstab weist hierbei zwei nach der gleichen Richtung weisende, von seiner Innen seite wie auch von seiner Aussenseite un mittelbar zugängliche Flanschen auf. Bei den Fig. <B>1</B> und <B>3</B> hat der Hohlstab rechteckige, Querschnittsform, ist aber an zwei Längs kanten abgerundet.
Stäbe, die möglichst ge ringen Stirnwiderstand mit grossem Trägheits- momentvereinigen sollen, haben als Querschnitt zweckmässig einen Halbkreis oder eine Halb ellipse gemäss Fig. 2 oder 4.
Der Steg des innern Profilstabes B kann eben sein gemäss Fig. <B>1,3,</B> 6,odernach dereinenRichtunggewölbt gemäss Fig. <B>7,</B> oder nach der andern Richtung (remäss Fig. 2, 4 und<B>5.</B> In letzterem Falle ist jedoch dafür Sorge zu tragen, dass beide Flanschen auch an der Innenseite unmittel bar zugänglich bleiben, um sowohl die Fertig stellung des Gesanitstabes wie, seinen An- schluf) an andere Bauteile zu erleichtern.
Die Flanschen des einen Profilstabes können, wie Fig. <B>3</B> und 4 zeigen, unten um die Enden des andern Profilstabes umgebogen sein. Dies ist vorteilhaft, wenn man z. B. die Verbin dung derselben durch elektrische Sohweissung herstellt, oder wenn man Stahlblechstäbe von so geringer Wandstärke verwendet, dass ein Vernieten nur zweier Blechlagen Schwierig- 1.:eiten bereitet. Bei den Fig. <B>5</B> und<B>6</B> hat der Hohlstab die Querschnittsform eines Trapezes.
Diese eignet sich besonders darin, wenn der Hohlstab einem Träger mit Drei- ecksausfachung als Gurtung dienen soll, wie dies in Fig. <B>9</B> und<B>10</B> dargestellt ist. Hierbei sind zwei Hohlstäbe<B>A</B> durch flache Füll stäbe<B>C</B> miteinander verbunden.
Wird Wert darauf gelegt, dass die ausserhalb der Flansche vorgesehenen Füllstäbe nicht über die Profil breite der Hohlstäbe hinausragen, so verwen det man Hohlstäbe mit einem Querschnittspro- fil nach Fig. <B>7,</B> bei welchem der Profilstab<B>A</B> eingezogene Flanschenteile besitzt.
Die Fig. <B>11</B> und 12 zeigen in Längsansicht und Quer schnitt einen entsprechend gebauten kasten- förmigen Träger als langgestreckten Bau- kUrper, bei welchem dieFaehwerkbreite trotz verhältnismässig hochkantiger Füllstäbe<B>D</B> die Breite der Gurtstäbe <B>A</B> nicht übertrifft.
Ein solcher Träger kann daher, wie es im Luft fahrzeugbau oft Dötig ist, allseitig mit (-xewebe überzogen werden, ohne dass durch Vorstehen von scharfen Kanten oder Spitzen eine Be schädigung des Ueberzuges befürchtet werden muss. Solche Hohlstäbe sind bei grosser Eigen- steifigkeit sehr leicht.
Sie lassen sich leicht züi mehreren zu einem Baukörper vereinigen und gewähren eine gute Anschlussmöglich- keit für andere Bauteile und unterein ander zur Vereinigung in Knotenpunkten.
Wie aus Fig. <B>8</B> zu ersehen ist, bieten die beiden gleichgerichteten Flanschen ohne, wei- teres eine gute Verbindungsmöglichkeit init Knotenpunktblechen <B>E</B> Es katin erforder lichenfalls auch die Mitte des äuf,)ern Profil stabes<B>A</B> vermittelst eines einfachen U-Strei- fens <B>F</B> leicht in feste Verbindung mit den Knotenpunktblechen gebracht werden.
Im Falle der äussere Stab<B>A</B> mit dem Streifen<B>F</B> vernietet werden soll, kann dies dureh Löcher im Stege des innern Stabes B erfolgen, deren Rand bl zweckmässig unigebördelt ist. Durch eine derartige Verbördelung wächst auch die Steifigkeit des Profilstabes B, so dass man derartige Löcher auf seiner ganzen Länge an bringen und so eine merkliche Gewichtsver ringerung ohne Einbusse an Festheit ei,- zielen kann.
Die Fig. <B>13</B> bis<B>15</B> zeigen eine einfache Knotenpunktverbindung der Hohlstäbe, und zwar mit zwei einander rechtwinklig schilei- denden Stäben in Draufsicht bei abgenommener Deckplatte in teilweise geschnittener Seiten- ansieht und im Schnitte durch die beiden Stabachsen. Für die einzelnen Teile sind die gleichen -Bezeichnungen wie in Fig. <B>8</B> ge wählt.
Die einfache, und doch völlig sichere Vereinigung des durchgehenden Stabes I mit zwei gleichartigen, rechtwinklig von ihm ab zweigenden Stäben<B>11</B> züi einem festen Knoten punkte, ist aus den Figuren ohne weiteres ersichtlich. Die Fi-. <B>16</B> und<B>17</B> zeigen in teilweise geschnittener Draufsicht und im Querschnitt einen Knotenpunkt, bei welchem von einem durchlaufenden Gurtstab I ein Füllstab II rechtwinklig und zwei Füllstäbe <B>111</B> schrägwinklig abzweigen. Alle vier Hohl stäbe haben den gleichen Querschnitt und sind durch Vernieten mit einem gemeinschaft lichen, den Gurtstab klammerartig umgreifen den Blech<B>B</B> vereinigt.
Im allgemeinen verwendet man für den innern und den äussern Profilstab der Hohl stäbe gleiche Baustoffe, namentlich dürine hochwertige Stahlbleche oder Blechstreifen aus Leichtmetall. Auch kann man bei ge eigneter Wahl der Abmessungen Holz oder Kunststoffe benutzen, besonders wenn deren spezifische Widerstandsfähigkeit durch geeig nete metallische Einlage vergrössert ist.
Aus bi,stimmteil G ründen, zum Beispiel bei Mangel olewisseil Baustoffe können aber auch Innen- und Aussenstab aus verschiedenem Material sein.
Geringes Gewicht und grosse Eigen- steifigkeit bei gleicher äusserer Querschnitts- form lässt sich in diesern. Falle am besten erzielen, wenn man den Aussenstab aus hoch wertigem Blech von geringer Stärke. und den Innenstab aus einem an sich weniger festen, aber etwas stärkeren Baustoff herstellt.
Wie Fig. <B>18</B> bis 20 erkennen lassen, kann der Baukörper auch so ausgebildet sein, dass die Füllstäbe den gleichen Querschnitt haben wie die Gurte, nämlich den der Hohlstäbe. Der Baukörper besitzt vier Gurtgtäbe <B>A-'</B> und eine Reihe von Füllstäben Bl. Je zwei beider seits der den Steg bildenden Füllstabreihe angeordnete Gurtstäbe bilden den Obergurt bezw. den Untergurt, so dass der ent stehende Baukörper doppel-T-förmigen Quer schnitt erhält.
Alle Hohlstäbe<B>A'</B> und BI be sitzen den gleichen Querschnitt und setzen sich aus zwei Profilstäben al und all von rechtwinklig U-förmigem Profil zusammen. Die Gurtstäbe .41 sind jeweilig mit der Steg- seite ihres Aussenstabes al an eine Flansch- seite der Füllstäbe BI genietet, so dass die Symnietrieebenen der Gurtstäbe rechtwinklig zur Symmetrieebene der Füllstäbe verlaufen.
Zufolge der hierdurch am Obergurt und Unter gurt übrigbleibenden freien Flanschen kann der Träger erforderlichenfalles leicht mit Deckplatte.ii versehen oder sonst mit andern Bauteilen fest verbunden werden. Urn das Vernieten der Gurtstäbe mit den Füllstäben zu erleichtern, können bei den Gurtstäben _42 die Stegseiten der innern Stäbe al an den zu vernietenden Stellen mit Öffnungen a3 zum Einführen der Niete bezw. der Gegenbalter und dergleichen versehen sein.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 21 bis<B>23</B> besitzen die Gurtstäbe <B>A3</B> und die Füllstäbe B' ebenfalls den gleichen Quer schnitt und sind auch als Hohlstäbe<B>je</B> aus zwei einander haubenartig umschliessenden Profilstäben al und a' von rechtwinklig U-förmigem Profil zusammengesetzt. Alle Stäbe liegen in einer Ebene, und die Flan- sehen der Gurtstäbe <B>A'</B> sind den Füllstäben BI zugekehrt Lind haben denselben Abstand wie die Flanschen der letzteren.
Laschen CI dienen zur festen Verbindung der Füllstäbe mit den Gurtstäben. Will man vermeiden, dass durch die Laschen CI die mit der Profil breite zusammenfallende Decke der Spiere vergrössert wird, so kann man zweckmässig bei den Aussenstäben der Gurturigen die Flanschteile <B>je</B> nach der Laschenstärke etwas einziehen und die mit glatten Flanschseiten versehenen Füllstäbe entsprechend Schmäler ausbilden.
Urn den Bespannungsstoff auf der Spiere rasch und dauei-haft befestigen zu können, ist der Steg des äussern Profilstabes bei den Gurtstäben mit Löchern al versehen, die durch Umbördelung oder eingesetzte Metall- oder Zellstoffüsen verstärkt sind.
Auf diese Weise kann der Bespannungsstoff unmittelbar auf den Steg der Gurtungsaussenstäbe aufge näht werden, ohne dass wegen scharfer oder rauher Lochränder ein Reissen des Nähfadens zu befürchten ist.