CH97565A - Langgestreckter, zusammengesetzter Baukörper, insbesondere für Flugzeuge. - Google Patents

Langgestreckter, zusammengesetzter Baukörper, insbesondere für Flugzeuge.

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CH97565A
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Zeppelin-Werk Lindau G Haftung
Lindau
Dornier Claudius
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Zeppelin Werk Lindau Ges Mit B
Lindau
Dornier Claudius
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      Lauggestrechter,    zusammengesetzter Baukörper, insbesondere für Flugzeuge.    Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein       langgestreckter,    zusammengesetzter Baukör  per, insbesondere für Flugzeuge. Derselbe weist  mindestens ein Konstruktionselement auf in  Gestalt eines Hohlstabes, welcher aus zwei       rinnenförmigen    Profilstäben besteht. Dabei  umschliesst der eine Profilstab den andern  haubenartig derart,     dass    der Hohlstab zwei  nach der gleichen Richtung. weisende, von  seiner Innenseite wie von seiner Aussenseite  unmittelbar zugängliche Flanschen besitzt.  



  Die Zeichnung zeigt beispielsweise Teile  verschiedener     Ausführungsformen    der Erfin  dung, und zwar-.  



       Fig.   <B>1-7</B> verschiedene Hohlstäbe im  Querschnitt,       Fig.   <B>8</B> einen Querschnitt durch eine     Knoten-          punktverbindung    solcher Hohlstäbe,  <B>-</B>     Fig.   <B>9</B> bis 12 die Verwendung von Hohl  stäben bei als     Fachwerkträger    ausgebildeten  Ausführungsbeispielen des Baukörpers,  <B>-</B>     Fig.   <B>13</B> bis<B>17</B> verschiedene     Knotenpunkt-          verbindungen    in Ansichten und Schnitten,         Fig.   <B>18</B> bis 20 weitere Verwendungsbei  spiele von Hohlstäben bei als Träger aus  gebildetem Baukörper,

   und       Fig.    21 bis<B>23</B> ein Verwendungsbeispiel  von Hohlstäben bei einem als     Spiere    ausge  bildeten Baukörper.  



  Bei den     Fig.   <B>1</B> bis<B>8</B> umschliesst jeweilig ein  Profilstab<B>A</B> von verhältnismässig grosser Pro  filhöhe einen angenähert gleich breiten Profil  stab B von geringer Profilhöhe haubenartig.  Der Hohlstab weist hierbei zwei nach der  gleichen Richtung weisende, von seiner Innen  seite wie auch von seiner Aussenseite un  mittelbar zugängliche Flanschen auf. Bei den       Fig.   <B>1</B>     und   <B>3</B> hat der Hohlstab rechteckige,       Querschnittsform,    ist aber an zwei Längs  kanten abgerundet.

   Stäbe, die möglichst ge  ringen Stirnwiderstand mit grossem     Trägheits-          momentvereinigen    sollen, haben als Querschnitt  zweckmässig einen Halbkreis oder eine Halb  ellipse gemäss     Fig.    2 oder 4.

   Der Steg des  innern Profilstabes B kann eben sein gemäss       Fig.   <B>1,3,</B>     6,odernach        dereinenRichtunggewölbt         gemäss     Fig.   <B>7,</B> oder nach der andern Richtung       (remäss        Fig.    2, 4 und<B>5.</B> In letzterem Falle  ist jedoch dafür Sorge zu tragen,     dass    beide  Flanschen auch an der Innenseite unmittel  bar zugänglich bleiben, um sowohl die Fertig  stellung des     Gesanitstabes    wie, seinen     An-          schluf)    an andere Bauteile zu erleichtern.

   Die  Flanschen des einen Profilstabes können, wie       Fig.   <B>3</B> und 4 zeigen, unten um die Enden  des andern Profilstabes umgebogen sein. Dies  ist vorteilhaft, wenn     man    z. B. die Verbin  dung derselben durch elektrische     Sohweissung     herstellt, oder wenn man     Stahlblechstäbe    von  so geringer Wandstärke verwendet,     dass    ein  Vernieten nur zweier Blechlagen     Schwierig-          1.:eiten    bereitet. Bei den     Fig.   <B>5</B> und<B>6</B> hat  der Hohlstab die     Querschnittsform    eines  Trapezes.

   Diese eignet sich besonders darin,  wenn der Hohlstab einem Träger mit     Drei-          ecksausfachung    als     Gurtung    dienen soll, wie  dies in     Fig.   <B>9</B> und<B>10</B> dargestellt ist. Hierbei  sind zwei Hohlstäbe<B>A</B> durch flache Füll  stäbe<B>C</B> miteinander verbunden.

   Wird Wert  darauf gelegt,     dass    die ausserhalb der Flansche  vorgesehenen Füllstäbe nicht über die Profil  breite der Hohlstäbe     hinausragen,    so verwen  det man Hohlstäbe mit einem     Querschnittspro-          fil    nach     Fig.   <B>7,</B> bei welchem der Profilstab<B>A</B>  eingezogene     Flanschenteile    besitzt.

   Die     Fig.     <B>11</B> und 12 zeigen in Längsansicht und Quer  schnitt einen entsprechend gebauten     kasten-          förmigen    Träger als     langgestreckten        Bau-          kUrper,    bei welchem     dieFaehwerkbreite    trotz  verhältnismässig hochkantiger Füllstäbe<B>D</B> die  Breite der     Gurtstäbe   <B>A</B> nicht übertrifft.

       Ein     solcher Träger kann daher, wie es im Luft  fahrzeugbau oft     Dötig    ist, allseitig mit     (-xewebe     überzogen werden, ohne     dass    durch Vorstehen  von scharfen Kanten oder Spitzen eine Be  schädigung des     Ueberzuges    befürchtet werden       muss.    Solche Hohlstäbe sind bei grosser     Eigen-          steifigkeit    sehr leicht.

   Sie lassen sich leicht       züi    mehreren zu einem Baukörper vereinigen  und gewähren eine gute     Anschlussmöglich-          keit    für andere Bauteile     und    unterein  ander zur Vereinigung in Knotenpunkten.

    Wie aus     Fig.   <B>8</B> zu ersehen ist, bieten die  beiden gleichgerichteten Flanschen ohne, wei-         teres    eine gute Verbindungsmöglichkeit     init          Knotenpunktblechen   <B>E</B> Es     katin    erforder  lichenfalls auch die Mitte des     äuf,)ern    Profil  stabes<B>A</B> vermittelst eines einfachen     U-Strei-          fens   <B>F</B> leicht in feste Verbindung mit den       Knotenpunktblechen    gebracht werden.

   Im  Falle der äussere Stab<B>A</B> mit dem Streifen<B>F</B>  vernietet werden soll, kann dies     dureh    Löcher  im Stege des innern Stabes B erfolgen, deren  Rand     bl    zweckmässig unigebördelt ist. Durch  eine derartige     Verbördelung    wächst auch die       Steifigkeit    des     Profilstabes    B, so     dass        man     derartige Löcher auf seiner ganzen Länge an  bringen und so eine merkliche Gewichtsver  ringerung ohne Einbusse an     Festheit        ei,-          zielen    kann.  



  Die     Fig.   <B>13</B> bis<B>15</B> zeigen eine einfache       Knotenpunktverbindung    der Hohlstäbe, und  zwar mit zwei einander rechtwinklig     schilei-          denden    Stäben in     Draufsicht    bei abgenommener  Deckplatte in teilweise geschnittener     Seiten-          ansieht    und im Schnitte durch die beiden       Stabachsen.    Für die einzelnen Teile sind die  gleichen -Bezeichnungen     wie    in     Fig.   <B>8</B> ge  wählt.

   Die einfache, und doch völlig sichere  Vereinigung des durchgehenden Stabes I mit  zwei gleichartigen, rechtwinklig von ihm ab  zweigenden Stäben<B>11</B>     züi    einem festen Knoten  punkte, ist aus den Figuren ohne weiteres  ersichtlich. Die     Fi-.   <B>16</B> und<B>17</B> zeigen in  teilweise geschnittener Draufsicht und im  Querschnitt einen Knotenpunkt, bei welchem  von einem durchlaufenden     Gurtstab    I ein  Füllstab     II    rechtwinklig und zwei Füllstäbe  <B>111</B> schrägwinklig abzweigen. Alle vier Hohl  stäbe haben den gleichen Querschnitt und  sind durch Vernieten mit einem gemeinschaft  lichen, den     Gurtstab    klammerartig umgreifen  den Blech<B>B</B> vereinigt.  



  Im allgemeinen verwendet     man    für den  innern und den äussern Profilstab der Hohl  stäbe gleiche     Baustoffe,    namentlich     dürine     hochwertige Stahlbleche oder Blechstreifen  aus Leichtmetall. Auch kann man bei ge  eigneter Wahl der Abmessungen Holz oder  Kunststoffe benutzen, besonders wenn deren  spezifische Widerstandsfähigkeit durch geeig  nete metallische Einlage vergrössert ist.

   Aus           bi,stimmteil        G        ründen,    zum Beispiel bei Mangel       olewisseil        Baustoffe    können aber auch     Innen-          und    Aussenstab aus verschiedenem Material  sein.

   Geringes Gewicht und grosse     Eigen-          steifigkeit    bei gleicher äusserer     Querschnitts-          form        lässt    sich in     diesern.    Falle am besten  erzielen, wenn man den Aussenstab aus hoch  wertigem Blech von geringer Stärke. und den  Innenstab aus einem an sich weniger festen,  aber etwas stärkeren Baustoff herstellt.  



  Wie     Fig.   <B>18</B> bis 20 erkennen lassen, kann  der Baukörper auch so ausgebildet sein,     dass     die Füllstäbe den gleichen Querschnitt haben  wie die Gurte, nämlich den der     Hohlstäbe.     Der Baukörper besitzt vier     Gurtgtäbe   <B>A-'</B> und  eine Reihe von Füllstäben     Bl.    Je zwei beider  seits der den Steg bildenden     Füllstabreihe     angeordnete     Gurtstäbe    bilden den Obergurt       bezw.    den Untergurt, so     dass    der ent  stehende Baukörper     doppel-T-förmigen    Quer  schnitt erhält.

   Alle Hohlstäbe<B>A'</B> und     BI    be  sitzen     den    gleichen Querschnitt und setzen  sich aus zwei Profilstäben     al    und all von  rechtwinklig U-förmigem Profil zusammen.  Die     Gurtstäbe        .41    sind jeweilig mit der     Steg-          seite    ihres Aussenstabes     al    an eine     Flansch-          seite    der Füllstäbe     BI    genietet, so     dass    die       Symnietrieebenen    der     Gurtstäbe    rechtwinklig  zur Symmetrieebene der Füllstäbe verlaufen.

    Zufolge der hierdurch am Obergurt und Unter  gurt     übrigbleibenden    freien Flanschen kann  der Träger     erforderlichenfalles    leicht mit       Deckplatte.ii    versehen oder sonst mit andern  Bauteilen fest verbunden werden.     Urn    das  Vernieten der     Gurtstäbe    mit den Füllstäben  zu erleichtern, können bei den     Gurtstäben    _42  die     Stegseiten    der innern Stäbe     al    an den zu  vernietenden Stellen mit Öffnungen a3 zum  Einführen der Niete     bezw.    der     Gegenbalter     und dergleichen versehen sein.  



  Beim Ausführungsbeispiel nach     Fig.    21  bis<B>23</B> besitzen die     Gurtstäbe   <B>A3</B> und die  Füllstäbe     B'    ebenfalls den gleichen Quer  schnitt und sind auch als Hohlstäbe<B>je</B> aus  zwei einander haubenartig umschliessenden  Profilstäben     al    und a' von rechtwinklig  U-förmigem Profil zusammengesetzt. Alle  Stäbe liegen in einer Ebene, und die Flan-    sehen der     Gurtstäbe   <B>A'</B> sind den Füllstäben       BI    zugekehrt Lind haben denselben Abstand  wie die Flanschen der letzteren.

   Laschen     CI     dienen zur festen Verbindung der     Füllstäbe     mit den     Gurtstäben.    Will man vermeiden,       dass    durch die Laschen     CI    die mit der Profil  breite zusammenfallende Decke der     Spiere     vergrössert wird, so kann man zweckmässig  bei den Aussenstäben der     Gurturigen    die       Flanschteile   <B>je</B> nach der Laschenstärke etwas  einziehen und die mit glatten     Flanschseiten     versehenen Füllstäbe entsprechend Schmäler  ausbilden.

       Urn    den     Bespannungsstoff    auf der       Spiere    rasch und     dauei-haft    befestigen zu  können, ist der Steg des äussern Profilstabes  bei den     Gurtstäben    mit Löchern     al    versehen,  die durch     Umbördelung    oder eingesetzte     Metall-          oder        Zellstoffüsen    verstärkt sind.

   Auf diese  Weise kann der     Bespannungsstoff    unmittelbar  auf den Steg der     Gurtungsaussenstäbe    aufge  näht werden, ohne     dass    wegen scharfer oder       rauher    Lochränder ein Reissen des Nähfadens  zu befürchten ist.

Claims (1)

  1. PATENTÄNSPRUCH. Langgestreckter, zusammengesetzter Bau körper, insbesondere für Flugzeuge, gekenn zeichnet durch mindestens ein Konstruktions element in Gestalt eines Hohlstabes, welcher aus zwei rinnenförinigen Profilstäben besteht, von denen der eine den andern haubenartig umschliesst, derart, dass der Ilohlstab zwei nach der gleichen Richtung weisende, von seiner Innenseite wie von seiner Aussenseite unmittelbar zugängliche Flanschen besitzt.
    UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Langgestreckter Batikörper nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass Hohl- Stäbe an der Bildung von Knotenpunkten des Baukörpers beitragen und dass der Steg des innern Profilstabes der Hohlstäbe an den Knotenpunktstellen mit Löchern versehen ist, deren Ränder umgebördelt sind.
    2. Langgestreckter Baukörper nach Patent anspruch in Gestalteines Fachwerkträgers, dadurch gekennzeichnet, dass er mehrere Hohlstäbe aufweist, welche (4urtungen des Baukörpers bilden und welche durch eine einreihige Schar von Füllstäben miteinander versteift sind.
    <B>3.</B> Langgestreckter Baukörper nach Patentaii- spruch und Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die Gurtungen durch<B>je</B> zwei beiderseits der Füllstabreihe symme trisch angeordnete Ilohlstäbe gebildet sind,
    dass dieReihezwischengeschalteterFüllstäbe aus Hohlstäben gleichen Querschnittes wie der Gurtungen gebildet ist und Gurtungen und Füllstabreihe zusammen zu einem Träger doppel-T-förmigeii Querschnittes vereinigt sind. 4. Langgestreckter Baukörper nach Patent anspruch und Unteransprüchen 2 und<B>3,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Symnie- trieebenen der C3rurtstäbe rechtwinklig zur Symmetrieebene der Füllstäbe verlaufen.
    <B>5.</B> Latiggestreckter Baukörper nach Patent anspruch in Gestalt einer Spiere, dadurch gekennzeichnet, dass als Gurtstäbe und als Füllstäbe Hohlstäbe verwendet sind, welche alle dieselbe Symmetrieebene aufweisen, wobei die Flanschen der Gurtstäbe den gleichen Abstand voneinander aufweisen wie die Flanschen der Füllstäbe.
    <B>6.</B> Langgestreckter Baukörper nach Patent anspruch und Unteranspruch<B>5,</B> dadurch gekennzeichnet, dass alle Holilstäbe glei ches Querschnittsprofil aufweisen und dass der Steg des äussern Profilstabes jedes <B>G</B> urtstabes Löcher mit verstärkten Rändern aufweist zum unmittelbaren Aufnähen von Bespannungsstoff.
CH97565D 1916-12-05 1921-03-24 Langgestreckter, zusammengesetzter Baukörper, insbesondere für Flugzeuge. CH97565A (de)

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