CH97389A - Verfahren zum Entfernen von Russ-, Pech- und Teerschichten, insbesondere aus Gliederkesseln für Raumheizung, und Vorrichtung zu dessen Durchführung. - Google Patents
Verfahren zum Entfernen von Russ-, Pech- und Teerschichten, insbesondere aus Gliederkesseln für Raumheizung, und Vorrichtung zu dessen Durchführung.Info
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Description
Verfuhren zum Entfernen von Russ-, Pech- und Teerschichten, insbesondere aus Gliederkesseln für Raumheizung, und Vorrichtung zu dessen Durchführung. Wenn man in den für Koksfeuerung konstruierten Kesselsystemen, wie dies v iel- fach nötig ist, minderwertige, stark wasser haltige Brennstoffe, wie Torf, Holz, Briketts ei-c., verwendet, so überziehen sich die Heiz flächen in kurzer Zeit mit einer Glanzruss- schiebt, da diese Brennstoffe bei der Ver brennung die Neigung zu starker Russ- und Teerablagerung haben.
Mit zunehmender Dicke der Glanzrussschicht nimmt infolge schlechter Wärmeleitung der Nutzeffekt der Feuerung immer mehr ab, und eine Beseiti gung dieser Schicht mit den gewöhnlichen, dem Kaminfeger zur Verfügung stehenden Mitteln ist nicht möglich.
Bei Gliederkesseln kann eine Reinigung in der Weise vorgenommen werden, dass die Anlage entleert wird und die einzelnen Glie der nach dem Zerlegen des Kessels mit dem Piekhammer bearbeitet werden.
Ein anderes Reinigungsverfahren bestand darin, dass man die Russkruste mit der auto-' genen Schweissflamme versengte, wodurch die Feuchtigkeit aus der Kruste entfernt und diese teilweise verbrannt wurde. Die unver- brennbaren Rückstände konnten dann mit einer Bürste entfernt werden.
Das erstere Verfahren erfordert sehr viel Zeit und Kosten und ist ohne erhebliche Be- triebsunterbrüche nicht durchzuführen.
Das zweite Verfahren ist an den Bedarf -und Transport von gasförmigen Brennstoffen gebunden und birgt ausserdem erhebliche Ge fahren in sich.
Bei dem Verfahren nach vorliegender Er findung wird das Versengen auf elektro thermischem Wege vorgenommen.
Die zum Erhitzen der Kruste erforder liche Einrichtung kann aus zwei in-.einem Halter angeordneten Elektroden bestehen, zwischen denen ein Lichtbogen erzeugt wird. Um demselben. eine zweckmässige Form, zum Beispiel Stichflammenform, zu geben, kann ein Elektromagnet denselben beeinflussen. Statt eines solchen Lichtbogenapparates kann aber auch ein durch Widerstandserhitzung glühend gemachter Körper in Frage kommen. Der erstere bietet aber den Vorteil, dass die Arbeitsstelle im Innern des Kessels durch den Lichtbogen gut beleuchtet und daher eine fortwährende Beobachtung des Arbeitsvor ganges möglich ist.
Der Elektrodenhalter kann von einem biegsamen Metallschlauch getragen werden, in welchem die elektrischen Kabel eingebettet sind; durch entsprechende Biegung des aus einzelnen Gliedern zusam mengesetzten Metallschlauches kann der Bren ner jeder Formgebung der Kesselzüge ange- passt werden. Bewegliche Distanzhalter in Rollenform verunmöglichen eine direkte Be rührung des Lichtbogens mit der Kessel wandung, so dass Kurzschlüsse oder Guss- spannungen nicht eintreten können. Der Liehtbogenapparat wird zweckmässig vom Sekundärkreis eines Transformators von so geringer Spannung gespeist, dass jede Gefahr bei der Handhabung desselben ausgeschlossen ist.
Ausserdem ist es vorteilhaft, die während der elektrothermischen Behandlung, der Buss- kruste entstehenden Gase durch einen Ven tilator abzusaugen und in den Kamin zu för dern. Der Ventilator kann mittelst eines Elektromotors angetrieben werden, mit des sen zweitem Wellenende eine biegsame Welle gekuppelt ist, die an ihrem freien Ende eine Drahtbürste trägt. Diese gestattet auch bei gekrümmten Rauchzügen das Entfernen der durch die Lichtbogenbehandlung entstehenden Rückstände von den Heizflächen.
Die abgebürsteten Rückstände können, was besonders an schwer zugänglichen Stel len vorteilhaft ist, mittelst eines Saugmund stückes entfernt werden, das durch einen biegsamen Metallschlauch an den Ventilator angeschlossen ist.
Eine Beschädigung der Kesselwandungen durch den Lichtbogen ist nicht zu befürchten, da dieselben durch das Wasser im Kessel ge kühlt werden. .
In Gegenden, wo keine Kraftverteilungs- netze vorhanden sind, wird es zweckmässig sein, fahrbare Stromerzeugungsanlagen zu verwenden.
Das beschriebene Verfahren kann nicht nur zum Reinigen von Heizungskesseln, son dern überall da. Anwendung finden, wo es sich darum handelt, Russ-, Pech- und Teer schichten von Metallflächen zu entfernen, zum Beispiel bei Rohgasleitungen in Gas \verken, -wo durch Teerablagerung sich der Querschnitt der Leitungen im Laufe der Zeit in störender Weise verengt.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE: I. Verfahren zum Entfernen von Russ-, Pech- und Teerschichten, insbesondere aus Gliederkesseln für Raumheizung, dadurch gekennzeichnet, dass diese Schieh- teii auf elektrothermischem Wege bei so hoher Temperatur und so lange behandelt werden, dass denselben die Feuchtigkeit entzogen wird und ein Versengen statt findet, so dass die verbleibenden Rück stände leicht auf mechanischem Wege ent fernt werden können.II. Einrichtung zur Durchführung des Ver fahrens gemäss Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch ein elektrothermisches Ge rät zum Versengen der zu entfernenden Schichten, einen Ventilator zum Ab saugen der Rauchgase während des Ver sengend und eine motorisch angetriebene Bürste zum Entfernen der Rückstände. UNTERAN SPRüCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die während der elektrothermischen Behandlung der Schichten sieh entwickelnden Rauch gase mittelst eines elektromotorisch an getriebenen Ventilators aus den Kessel zügen abgesogen und durch das Kamin ins Freie gefördert werden. \?. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass für die Ent fernung der Rückstände eine elektro motorisch angetriebene Drahtbürste auf biegsamer Welle verwendet wird.0 Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die auf me chanischem Wege abgelösten pulverigen Rückstände mittelst eines Saugmund stückes, das durch einen biegsamen Me- tallschlaueh an einen Ventilator ange schlossen ist, aus dem Kessel heraus befördert werden. t. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das elektro thermische Gerät ein Lichtbogenapparat ist. 5. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das elektro- thermische Gerät ein durch Widerstands erhitzung glühend zu machender Körper ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH97389T | 1921-09-20 |
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1921
- 1921-09-20 CH CH97389D patent/CH97389A/de unknown
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