CH97286A - Verfahren zum Behandeln von Holz behufs Erhöhung der Bearbeitungsfähigkeit desselben und Vorrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens. - Google Patents

Verfahren zum Behandeln von Holz behufs Erhöhung der Bearbeitungsfähigkeit desselben und Vorrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens.

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CH97286A
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Ammon Hugo Fritz
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  Verfahren zum Behandeln von Holz behufs Erhöhung der Bearbeitungsfähigkeit  desselben und Vorrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens.    Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein       Verfahreir    zum Behandeln von Holz, ins  besondere von     zur    Herstellung von Bleistiften  dienendem Holz mittelst heisser Luft, zwecks  Erhöhung der Bearbeitungsfähigkeit und Ver  meidung des Beizens, gemäss welchem Ver  fahren man Luft von etwa 420-480<B>0 C</B> ver  wendet, und zwar nur so lange, bis eine  durchgehende Bräunung ohne merkliche Zer  setzung des Holzes eintritt.  



  Eine zur Durchführung des Verfahrens  dienende Einrichtung ist auf beiliegender  Zeichnung in einem Ausführungsbeispiele, wie  es sich für die Verwendung bei der Her  stellung von Bleistiften eignet, dargestellt,  und zwar ist:       Fig.   <B>1</B> ein senkrechter Längsschnitt,       Fig.    2 eine Seitenansicht,       Fig.   <B>3</B> ein senkrechter Querschnitt,       Fig.    4 eine Stirnansicht.  



  Die Einrichtung besitzt einen gemauerten  Ofen,     in    welchem eine Heizkammer<B>f</B> zylin  drischer Form oder sonstiger geeigneter Bau  art angeordnet ist, die mittelst einer aus         Fig.   <B>1</B> ersichtlichen Feuerung mit Unter- und  Oberhitze beheizt werden kann.     DieVerbren-          nungsgase    streichen durch den Kanal n in  Richtung der Pfeile und werden durch den  Ventilator o     abgesatigt    und fortgeführt.  



  Das beispielsweise bei der Bleistifther  stellung in Form von     Brettchen    verwendete  Holz wird in     Zufuhrtrichtern    a, deren, wie  aus     Fig.   <B>3</B>     und-4    ersichtlich ist, drei neben  einander angeordnet sind, eingefüllt Lind an  deren unterm Ende durch das Greifrad     b,    das  Wechselrad     c    und das Förderrad     d,    einem  endlosen Kettenband e zugeführt, welches über  Rollen und Walzen läuft, deren eine auf der  Achse der Räder<B>d</B> und deren andere     auf     der Achse<B>g</B> aufsitzen.  



  Die dem Kettenbande zugeführten     Brett-          chen    passieren auf dem Kettenband e die  Heizkammer Lind werden am andern Ende  des Kettenbandes und der Kammer in ein       Trichterrohr    h abgeworfen, durch das sie  nach unten gleiten und unter     Offnuno,    einer  Klappe i in das Freie gelangen.

   Die     Brett-          chen    werden in der Heizkammer während ihres      Durchganges durch dieselbe einer Temperatur  von 420-480<B>0 0</B> so lange ausgesetzt,     dass     neben dem Wasser die     teerigen,    öligen und       barzigen    Bestandteile abgegeben werden, die  in geeigneter Weise aus der Kammer ent  fernt werden, wobei eine, durchgehende Bräu  nung ohne merkliche Zersetzung des Holzes  eintritt. Die Zeit, welche für die Behandlung  der     Brettchen    erforderlich ist, beträgt einige  Minuten, hängt aber selbstverständlich     vor)     der Art und Grösse der zu verarbeitenden  Hölzer ab.  



  Das Verfahren bietet den Vorteil,     dass     frisch geschnittene, nach dem Verfahren be  handelte Hölzer sofort der weiteren     Be-    oder  Verarbeitung zugeführt werden können, so       dass    die bisherige zeitraubende Lufttrocknung  'bei     verhältiiismälJ',ig    niedriger Temperatur oder  beispielsweise das praktisch undurchführbare  Eintauchen des Holzes in geschmolzenes     311e-          tall    vermieden werden.  



  Ein weiterer Vorteil des Verfahrens be  steht in der vollkommenen     Entfeuchtung'        Ent-          harzung    und     Entkeirnung    der Holzsubstanz,  so     dass    die behandelten Hölzer gegen .,jeden  äussern     Einfluss    geschützt sind Lind eine voll  kommene Unveränderlichkeit und Konservie  rung des Holzes erreicht ist. Das Verfahren  vermag somit die auf     Haltbarinachung    hin  zielenden kostspieligen     Imprägniei-Linggvei-fah-          ren    zu ersetzen, die sich auf     chemisch-nassem          Weue    vollziehen.  



  Hinzu kommt die überaus hohe Gewichts  verminderung des Holzes, sowie die leichte       Bearbeitbarkeit    des nach dem Verfahren be  handelten Holzes. Infolgedessen können bis  her schwer zu verarbeitende Hölzer,     bezw.     Hölzer, die durch ihr spezifisches Gewicht in  der     Verwendungsfähigkeit    Beschränkungen  unterworfen waren, der Verarbeitung zuge  führt und ihnen dadurch neue Verwendungs  gebiete erschlossen werden.  



  Auch ermöglicht das Verfahren, hoch  wertige teure ausländische Holzarten durch  einheimische Hölzer zu ersetzen und Luxus  gegenstände, sowie Artikel des täglichen Be  darfes aus einheimischen Hölzern herzustellen.  Das Verfahren bedeutet in diesem Sinne eine    Veredelung der einheimischen Hölzer und     da-          mit    deren Gleichstellung zu vielen     hoellwer-          tigen    ausländischen Hölzern.  



  Dies ist auch der Grund, weshalb das  Verfahren in erster Linie bei der Herstellung  von Bleistiften Verwendung finden kann.  



  Das zur Herstellung von Bleistiften be  nutzte rote     Zedernholz    Juniperus     virginia"     enthält erhebliche Mengen harziger, äusserst  harter Bestandteile, welche der Weiterverar  beitung, insbesondere dem Schneiden, Beizen,       Flärben    grosse Schwierigkeiten bereiter), so       dass    bisher infolge der geschilderten     Missstände     nur aus hochwertigem     Zedernholze    Bleistifte  hergestellt werden konnten, die in qualitativer  Hinsicht jedem     Anspruche    genügen.

   Diesem       Missstande    hilft das Verfahren insofern ab,  als dadurch die Möglichkeit gegeben ist, nicht  nur das reine, ausgesuchte     Zedernholz    einer  mühelosen, raschen Verarbeitung entgegenzu  führen, sondern auch das bisher weniger ge  eignete     fehifarbige    und junge Holz zur Her  stellung hochwertiger Fertigfabrikate zu ver  wenden, und zwar auf die denkbar einfachste  rascheste und vollkommene Weise.  



  Weiterhin können     Zedernholzabarten,    wel  che infolge ihrer Härte und spezifischen  Schwere bisher als ungeeignet befunden oder  nicht voll zu verwerten waren, für diese Fa  brikation Anwendung finden.  



  Nicht nur ermöglicht es das Verfahren,  die     Zedernholzarten    zu verarbeiten und einer  besseren Verwendung zuzuführen, sondern  auch die einheimischen Hölzer, wie Linden-,       Aspen-,    Erlen-,     Pappelliolz        usw.    dermassen zu  veredeln,     dass    die hieraus erzielten Produkte  den aus ausländischen     Edelhülzern    gearbeite  ten gleichgestellt werden können.  



       Zusammengefasst    bedingt das Verfahren  demnach für die     Bleistift-Industrie    die Vor  züge der leichten und raschen Verarbeitung  und des     Veredelns    bisher als minderwertig  angesehener Hölzer     in-    und ausländischen     Tir-          sprungs,    der Konservierung     bezw.        Unveränder-          lichmacbung    der durch das Verfahren herge  stellten Produkte     und    der raschen     Durchbei-          zung    des Holzes.

Claims (1)

  1. PATEXLTA-lN-SPRüCHE: <B>1.</B> Verfahren zum Behandeln von Holz, ins besondere von zur Herstellung von Blei stiften dienendem Holz, mittelst heisser Luft zwecks Erhöhung der Bearbeitungs fähigkeit und Vermeidung des Beizens, da- ,durch gekennzeichnet, dass man Luft von ,etwa 420-480<B>0</B> C verwendet, und zwar nur so lange, bis eine durchgehende Bräu nung ohne merkliche ZersetzuDg des Hol zes eintritt.
    _H. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet .durch eine von aussen zu beheizende Kam- iner und eine Fördervorrichtung, durch die das Holz durch die Kammer hindurchge führt werden Bann.
    UNTERANSPRUCH: Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass vor der Heizkam- mer eine Zufuhrvorrichtung (a,<B><I>b, e,</I></B> d), welche das Holz der Fördervorrichtung zuführt, und am andern Ende der Kammer ein mit einer Klappe (i) versehenes Trichterrohr (h) vorge sehen ist, wobei die Fördervorrichtung und das Trichterrohr so angeordnet sind,
    dass die Fördervorrichtung das behandelte Holz in das Trichterrohr abzugeben und letzteres dieses Holz nach aussen zu befördern vermag.
CH97286D 1920-07-01 1921-06-07 Verfahren zum Behandeln von Holz behufs Erhöhung der Bearbeitungsfähigkeit desselben und Vorrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens. CH97286A (de)

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